Die Rückfallzieher Archiv
289 Episoden
45 Minuten
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Klare Bilder sieht das Duo in Sachen RB, Neu-Trainer Marco Rose und Glückseligkeit. „Die Jungs sind vom Eise befreit“, flötet Meigl mit Blick auf Bochum (4:0) und Glasgow (3:1). Guido: „Durch des Frühlings holden, belebenden Blick, Meigl? Oder durch Marco?“ Ja, ganz hohes Niveau, weit über den Tellerrand und den Kicker-Almanach hinaus. Für Meigl ist klar, dass RB die Lederhose mit Seiteneingriff attackieren und Meister wird. Für Guido ist klar, dass Meigl eine sehr harte Nacht hinter sich haben muss. Guido berichtet mit tränenerstickter Stimme, dass nach seinem weltexklusives Sensationsinterview mit Rose nichts mehr sein wird, wie es war. Die Tiefwurzler Marco und Guido sprechen über ihre Mainzer Wurzeln, die Fastnacht, Fleischwurst. Und über Deckel, die Schäfer noch in der Mainzer Altstadt zu liegen hat. Sie klären auf, wen/was ein Schoppenstecher ersticht und wer beim RB-Spiel in Mainz mehrfach vorstellig werden wird. Der innere Schweinehund. Guido: „Der schaute mir früher schon beim Warmmachen über die Schulter.“ Weitere Themen im Podcast der Extraklasse: Eine empirische Abhandlung über Sinn/Zweck von Auswechslungen anhand des Beispiels eines Tasmanischem Teufels namens Timo Werner. Wichtig auch: Die Bewerberschlange am Cottaweg, wo ein neuer Torwart gebraucht wird. Beim Drängeln erwischt: Tim Wiese. Aber das wirklich nur der Vollständigkeit halber. Podcast-Sponsor imgoldenen Oktober: AOC, die Stadtentwickler, die just das Stadt-Quartier Urbanum in die Botanik pflanzen und dort unter Federführung von Till Schwerdtfeger kürzlich eine Bombe öffentlichkeitswirksam ausgebuddelt haben. AOC ist übrigens Ärmelsponsor bei RB.
45 Minuten
Meigl hat Tränen in den Augen. Guido, nach Hand-OP der Bettengruft entsprungen, umarmt den Übermannten, dankt für Ergriffenheit und Wiedersehensfreude, greift zum Kriepa-Taschentuch (Zellstoffwatte, Kölnisch Wasser). Meigl knallt die Montagausgabe der LVZ auf den Schreibtisch. „Ich flenn´ doch nicht wegen Dir! Chemie ist raus! Gegen Lok! Im Elfmeter-Schießen! Das durfte ich mir im Röhrenradio anhören, weil der MDR vor der Verlängerung ins Abendprogramm geschaltet hat!“ Guido: „Zu Du und dein Garten mit Erika Krause?“ Nachdem alle emotionalen und botanischen Missverständnisse besprochen waren, wurden Fragen kosmopolitischer Relevanz seziert. Z.B: Wie und wo haben die Roten Bullen das 0:3 in Gladbach verpackt? Guido: „Auf dem Pfad der Erkenntnis.“ Wie die verhinderten Helden gegen Bochum zu spielen gedenken? Meigl: „Vertikal, brachial, genial.“ Weshalb eine Länderspielpause so heißt, obwohl in der Länderspielpause Länderspiele stattfinden? Meigl: „Ein Pausenbrot schmeckt ja auch während des Unterrichts. Und eine grün-weiße Tagesdecke wärmt in kalter Pokal-Nacht.“ Das Duo weiß auch, wie sich das Barfußgässchen aufs Gastspiel der unterhopften Celtic-Fans vorbereitet. Ganz wichtiges Thema außerdem: Was ist eine Nations League, wie viele davon gibt es, wie kann man sich schützen, wer ist besonders gefährdet? Die Amazon-Beschreibung geht so: „Wer Nations League schaut, schaut auch Zum Blauen Bock und Die Bettwurst.“ Die Nations League ist so sexy wie ein Doppelkinn, sagt Guido, der sich diesbezüglich auskennt. Hansi Flicks Spieler sind Füchse, sagt Meigl, die haben sich gegen Ungarn und England aus dem NL-Final-Turnier abgeseilt. Wie die Nationalspieler drauf sind? Klasse! Vor allem Willi Orban. Präsentiert werden die Rückfallzieher von Konsum Leipzig, regionaler Markt mit internationalem Flair. Geführt wird das stündlich wachsende Imperium von den Fußball-Großwesiren Dirk Thärichen und Michael Faupel. Meigl und Guido sind Stammgäste bei Konsum. Man hat sie allerdings auch schon bei Rewe und beim Aldi gesichtet. Als Parkwächter. Kritik, Lob, Anregungen? Bitte Mail an g.schaefer@lvz.de Podcast wann und wo? Ab Freitag Nachmittag im Netz, bei Spotify, podcast.de.
45 Minuten
Im Namen der Dose: Rose! Meigl ist sauer. Auf Guido. Weil der podcasttechnisch fremd gegangen ist, im Wasserbett lag mit Fever-Pitch, das gigantische Hörspiel von Sport1-Koryphäe Pit Gottschalk. Meigl zum Wasserbettler: „Ist wie bei Dir daheim, Guido, Totes Meer.“ Nachdem die transpirierenden Rückfallzieher dies geklärt und das erste Deo der Weltgeschichte geteilt hatten (Er brach das Brot unter den Armen), kamen sie in Folge 104 ihrer monothematischen Profession nach: Im Namen der Dose: Rose! Ja, Domenico Tedesco ist weg und Marco Rose da. Der eine hat RB den ersten Pott beschwert, der andere wurde von holzgeschnitzten Dortmundern vor die Tür gesetzt. Der eine hatte noch unlängst eine Vertragsverlängerung ausgeschlagen, der ander einen Golfkurs gebucht und Eisen vier bis acht geschwungen. Der eine hat sich gen Stuttgarter Heimat abgeseilt zu Frau und Kindern. Der andere ist nach neunjähriger Wanderschaft zurück in Leipzig. Der eine hat nach dem 1:4 gegen Donezk keinen Job, der andere keine Freizeit mehr. Meigl, hörbar ergriffen: „Was kann denn der Domenico dafür, wenn seine Superstars während des Spiels über tiefer gelegte Boliden, Fuchsschwänze aus beiden Fenstern und Ado-Gardinen mit Goldkante nachdenken? Nix!“ Guido sagt, dass Rose der Richtige ist, weil er aus Leipzig kommt, klasse aussieht, Menschen mitreißt und beim Anblick eines Bieres nicht ohnmächtig wird. Meigl sagt, dass Rose zu gut erzogen ist, um den RB-Hühnerbrüsten gegen den BVB auf die Sprünge zu helfen. Guido sagt, dass Meigl alles essen darf, aber nie alles verstehen wird von den Feinheiten des Geschäfts. Danach spricht Guido über das Leben an und für sich und Single-Damen die auf Apnoetauchen, Gleitschirmfliegen, Bergsteigen und Yoga stehen. Meigl im Geiste Darwins: „Auf den kanarischen Inseln gibt es keine Kanarienvögel. Das ist wie auf den Jungfraueninseln, dort gilt es auch keine Kanarienvögel.“ Präsentiert werden Hoffmann/Schäfer von Konsum Leipzig, das prosperierende Unternehmen, das mit lokalem Ansatz weltweite Erfolge einheimst. Vormerken: Am 17. September bitten die Leidenschaftler zum familiären Vergnügen in die Märchenwiese 16a in Marienbrunn. Von 11 bis 19 Uhr. Kritik, Lob, Anregungen? Bitte Mail an g.schaefer@lvz.de Podcast wann und wo? Ab Freitag Nachmittag im Netz, bei Spotify, podcast.de.
44 Minuten
46 Minuten
53 Minuten
48 Minuten
Als Meigl Hoffmann und Guido Schäfer vor zwei Jahren breitbeinig und breitschultrig die Podcast-Bütt der LVZ enterten, riefen viele: „Hosianna, wir wurden erhört, endlich wächst zusammen, was zusammengehört! Meigl und Guido! Geist und Greis! Old Spice und Molecules. Blickdichtes Haar und Resthaar! Das wird der weltweit beste Podcast in der Welt!“ Noch viel mehr sahen die Nummer diametral anders, blickten besorgt aus der Wäsche: „Zwei selbstverliebte Ich-AGs in einer Bütt? Das Teil muss ja Dimensionen einer Fass-Sauna haben. Waren diese Typen je in irgendeinem Zenit eines wie auch immer gearteten Könnens? Spätestens nach vier Folgen ist Sense!“ An Meigl & Guido prallten Lob/Kritik ab, wie Wasser von einem Pleißen-Schwan, die Gesalbten machten ihr Ding. Ding bedeutet bei den Rückfallziehern: Keine Vorbereitung, kein roter Faden, keine fixierten Elemente, keine vorbereiteten Witze (bis auf ein zwei flache aus Guidos Flachmann), keine semantische Spurensuche nach abkippenden Sechsern und Box-to-Box-Playern. Ding heißt: Anarchie statt Akribie, von der Lunge auf die Zunge, Flachwissen, Versuch und Irrtum, steil und vertikal gegen die Mühen der Ebene und den Kicker-Almanach. Weil nur der tote Fisch mit dem Strom schwimmt oder so. Und so gingen die Wochen und Monate und Jahre ins Land, wuchs die Zahl der Jüngerinnen und Jünger auf über 12, wuchs auch die Prominenz der Hörspiel-Giganten. Meigl und Guido wurden auf offener Straße erkannt. Mütter zerrten ihre Kinder mit spitzem Schrei auf die andere Straßenseite. Hundebesitzer riefen „Fass, Kunibert!“ oder „Fass, Herbert!“. Väter bläuten ihren Buben ein, dass sie „jaaa was Anständiges lernen“ sollen, um „jaa nicht sooo zu enden“. Und die Polizei fragte mittags beim Duo nach Restalkohol. Meigl: „Gebettelt wird nicht.“ Ab und zu riefen Meigl und Guido während der Sendung wirklich bekannte Menschen an, um diesen dann permanent ins Wort zu fallen. Zu den Opfern gehören Ansgar Brinkmann, René Adler, Jürgen Zielinski. Wo viel Schatten blinzelte auch immer mal wieder diffuses Licht. Dass Timo Werner ein Leipzig-Comeback biblischen Ausmaßes feiern wird, wussten die Podcastler vor Timo selbst. Dass Konrad Laimers Beinchen in kurzen Lederhosen wie Spazierstöcke aussehen, hat Konrad Laimer von Meigl und Guido erfahren. Konny bleibt ein Roter Bulle, weil er schön bleiben will. Auf dem Weg zum 100. Podcast blickten Meigl und Guido einander ständig gedankenversunken an und fragten sich, wie groß die Füllhörner voller Gold und Geschmeide wohl sein werden zum Hundertsten. Nun, es gab weder noch für die Radiogesichter, dafür liebliche Grußbotschaften. Von LVZ-Chefredakteurin Hanna Suppa, Supermann Timo Werner, dem Darmstädter Fußball-Gott Tom Eilers. Und auch von Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk, der die Rückfallzieher mit einer Verlinkung in seinem legendären Newsletter Fever Pit`Ch (newsletter.fever-pit.ch) adelt. Die Leipziger Volkszeitung schließt sich den Glückwünschen selbstverständlich an: Lieber Meigl, lieber Guido, es war nicht alles schlecht. Präsentiert wird die „100“ der Auserwählten vom ausgewählten Institut „Aesthetica Loft“ von Professor Frank Siemers und seiner Gattin Elena. Ja, Meigl, es gibt sie, schöne und erfolgreiche und erdverbundene und trinkfeste Menschen. Botschaft aus dem Brühl 54: Schmerzlos noch hübscher und schlanker werden.
37 Minuten
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