Serienreif-Podcast Archiv
62 Episoden
1 Stunde 8 Minuten
2018 starten gleich drei neue Serien, an denen die Autorin Jana Burbach mitgearbeitet hat. Für das ZDF hat sie im Writer's Room von "Bad Banks" zusammen mit Oliver Kienle und Jan Galli den 6-teiligen Banken- und Finanz-Thriller geschrieben: eine der größten deutschen Serien des ersten Halbjahres, die von Regisseur Christian Schwochow mit Paula Beer und Desirée Nosbusch in den Hauptrollen inszeniert wurde. Kurze Zeit später startet ihre Comedy-Webserie "Just Push Abuba", über eine hippe internationale Berliner-WG, die ihre Wohnung in ein Airbnb-Hotel verwandelt, und voraussichtlich im zweiten Halbjahr wird dann die komödiantische Anwaltsserie "Die Heiland: Wir sind Anwalt", über eine blinde Anwältin und ihre chaotische Assistentin in der ARD zu sehen sein.
41 Minuten
Für die TV-Saison 2017/2018 hat RTL sechs neue eigenproduzierte Serien angekündigt und entwickelt zahlreiche weitere Stoffe. Nach "Bad Cop" sind nun gerade "Sankt Maik", "Beck Is Back" und "Beste Schwestern" angelaufen, es sollen noch "Jenny - echt gerecht" und "Lifelines" folgen. Was steckt hinter dieser "Serien-Offensive" und welche Ziele verfolgt der Kölner Privatsender mit den Eigenproduktionen? Im Gespräch mit RTL-Fiction-Chef Philipp Steffens geht es dabei natürlich auch um den Einfluss der Quote, um Sehgewohnheiten der Stammzuschauer und die Frage, den überraschenden Erfolg der Sitcom "Magda macht das schon" ob es nach den eher enttäuschenden Zuschauerzahlen der gefeierten Spionageserie "Deutschland 83" auch weitere große Prestigeprojekte dieser Art geben wird.
1 Stunde 24 Minuten
In Teil 2 des großen Finales zum deutschen Serienjahr 2017 erklärt Serienjunkies.de-Geschäftsführerin Hanna Huge, was sie von den Entwicklungen des Jahres hält und was man im nächsten Jahr erwarten kann. Es geht u.a. um "Jerks", "You Are Wanted", "Babylon Berlin", "4 Blocks", "Das Verschwinden", "Club der roten Bänder", "Dark", "Das Boot", "8 Tage" und ein sich immer wieder füllendes Whiskey-Glas.
48 Minuten
Zum großen Finale des deutschen Serienjahres gibt's eine Doppelfolge. In Teil 1 zieht Serienexpertin Ulrike Klode (DWDL.de, Seriendialoge, Seriensprechstunde) ihr Fazit zum deutschen Serienjahr 2017, spricht über ihre neuen deutschen Lieblingsserien und ihre Erwartungen an 2018. Dabei geht es u.a. um "Babylon Berlin", "4 Blocks", "Das Verschwinden", "Dark" und "Hindafing". Der zweite Teil erscheint zeitgleich.
46 Minuten
Annette Hess gehört zu den profiliertesten und einflussreichsten Serienautoren Deutschlands. Ihre, 2010 erstmals ausgestrahlte Serie "Weissensee" war eine der wenigen neuen Serienproduktionen der letzten zehn Jahre, die es geschafft hat, sowohl Kritikerliebling zu werden als auch über die Jahre hinweg ein Millionenpublikum zu überzeugen. Mit "Ku'damm 56" hat sie für das ZDF 2016 ähnlich erfolgreich die Geschichte um eine Tanzschule und den jugendlichen Aufbruch dreier Schwestern im Berlin der 1950er Jahre erzählt, die 2018 als "Ku'damm 59" fortgesetzt wird. Aktuell arbeitet sie außerdem an einer Serienadaption des internationalen Bestsellers "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von 1978. Der Serienreif-Podcast hat sie während der Vorbereitung und Recherche für das neue Projekt getroffen und mit ihr über ihre Arbeit, traumatische Erfahrungen in der Serienvergangenheit, den aktuellen Serienboom in Deutschland und ihren ungewöhnlich starken Status in der Serienlandschaft gesprochen.
1 Stunde 4 Minuten
Mit ihrer Adaption eines katalanischen Serienvorbilds haben die beiden Kölner Autoren Arne Nolting und Jan Martin Scharf 2015 für die erste fiktionale Eigenproduktion von VOX für einen Überraschungshit gesorgt. In "Der Club der roten Bänder" erzählen sie sowohl dramatisch als auch komisch von den Erlebnissen einer Gruppe schwerkranker Jugendlicher in einem Krankenhaus und überzeugten damit Kritiker und Publikum gleichermaßen. Auch mit ihrer Mystery-Serie "Weinberg" für TNT Serie konnte sich das kreative Duo abseits der gewohnten Pfade hierzulande austoben. Da erscheint es zunächst überraschend, dass sich Nolte und Scharf ihre ersten Spoiler im Seriengeschäft beim RTL-Action-Flagschiff "Alarm für Cobra 11" verdient haben. Im ausführlichen Gespräch mit "Serienreif" erzählen sie, warum das für ihre Entwicklung wichtig war und wie sie seit mittlerweile zwei Jahrzehnten zusammenarbeiten.
27 Minuten
Im Mittelpunkt der ZDFneo-Serie „Bruder – Schwarze Macht“ steht die deutsch-türkische Polizistin Sibel (Sibel Kekilli), die ihren Bruder (Yasin Boynuince) vor dem endgültigen Abrutschen in die radikal islamistische Szene retten will und dabei selbst in Konflikt mit ihrer Rolle in der Gesellschaft kommt. Ipek Zübert ist Teil des Autorenteams der vier Folgen und spricht mit „Serienreif“ über die Notwendigkeit, mehr Geschichten aus der Perspektive von Minderheiten zu erzählen sowie über Stereotype, Vorurteile und Schubladendenken.
42 Minuten
Seit Mitte der 1990er Jahre gehört Hans-Christian Schmid mit Filmen wie „Nach Fünf im Urwald“, „23 – Nichts ist so wie es scheint“, „Crazy“ und „Requiem“ zu den wichtigsten deutschen Filmregisseuren der Gegenwart. Fünf Jahre nach seinem letzten Kinofilm „Was bleibt“ widmen er und sein Co-Autor Bernd Lange sich mit „Das Verschwinden“ nun dem Format der Mini-Serie. In acht Folgen und einer Laufzeit von insgesamt sechs Stunden, schickt er seine Hauptdarstellerin Julia Jentsch auf die Suche nach ihrer verschwunden Tochter und macht sie zur Grenzgängerin zwischen der vermeintlichen Idylle ihres niederbayerischen Dorfes und einer vom Handel mit Crystal Meth geprägten Zwischenwelt auf dem benachbarten tschechischen Territorium. Mit „Serienreif“ spricht der Regisseur über die Hintergründe der Produktion und die Herausforderungen, mit denen er sich als Serienschöpfer konfrontiert sah.
58 Minuten
Mit "Babylon Berlin" haben Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten das größte deutsche Serienprojekt aller Zeiten umgesetzt. Auf Grundlage der erfolgreichen Gereon Rath-Reihe des Autors Volker Kutscher haben sie für fast 40 Millionen Euro das Berlin der Weimarer Republik wiederauferstehen lassen. Einmalig ist auch die erste Zusammenarbeit zwischen dem Pay-TV-Sender Sky Deutschland und der ARD, die das Projekt gemeinsam finanziert haben. Dieses Mal spricht "Serienreif" mit den Produzenten der Serie und Hauptdarsteller Volker Bruch über die Hintergründe der Entstehung und ihre Arbeit am derzeit wohl spektakulärsten deutschen Serien-Event.
1 Stunde 56 Minuten
Zum großen Staffelfinale hilft Autor Stefan Stuckmann dabei, ein Zwischenfazit zum ersten deutschen Serienhalbjahr 2017 zu ziehen und gibt nebenbei einen Einblick in seine Arbeit an der Zweiten Staffel der Polit-Comedyserie „Eichwald, MdB“, die er gerade für das ZDF vorbereitet. Stuckmann erzählt auch, warum er, trotz der Popularität seiner „Stromberg“-Parodie „Obersalzberg“ in „Switch reloaded“ auf ProSieben seine Sitcom-Konzepte erst einmal in der Schublade lassen musste und wie ihm seine Arbeit für die „heute-show“ im ZDF schließlich die Türen öffnete, um seine eigene Serie als Showrunner zu realisieren. Außerdem geht es um das leidige Thema der Sendeplätze, die Frage nach der Zukunft eines linearen TV-Programms, Writer’s Rooms in Deutschland und den USA, um Mike Krüger und Thomas Gottschalk und vieles mehr.
1 Stunde 10 Minuten
Drehbuchautor Mark Wachholz sagt von sich selbst, er schreibe die Film- und Serienstoffe, die in Deutschland keiner macht, denn er entwickelt Genrefilme- und Serien, zum Beispiel Science-Fiction-, Horror- und Fantasygeschichten. Außerdem ist er Storyconsultant und hat zusammen mit Katti Jisuk Seo die tolle Analyse „Fussball, Storytelling und der deutsche Film“ veröffentlicht. Als ehemaliger Redakteur für das Rollenspiel-Universum von „Das schwarze Auge“ (DSA) kann er außerdem erklären, warum es den beiden Showrunnern von „Game Of Thrones“, David Benioff und D.B. Weiss, höchstwahrscheinlich geholfen hat, dass sie jahrelang Erfahrung als Rollenspieler gesammelt hatten, bevor sie die Mammut-Aufgabe der Adaption von George R.R. Martins Romanen für die HBO-Serie angenommen haben.
43 Minuten
Mit „Culpa“ stellt nun auch der deutsche Pay-TV-Sender 13th Street seine erste Serieneigenproduktion vor und hat dabei die kreative Verantwortung in die Hände des Showrunners, Headautoren und Regisseurs Jano Ben Chaabane gelegt, der zusammen mit Produzentin Laura Bull und ihrer gemeinsamen Produktionsfirma Readymade films die vier Folgen des ambitionierten Projektes umgesetzt hat. Für beide ist es ihr erstes fiktionales Serienprojekt, doch Bull und Chaabane haben bereits jahrelange TV-Erfahrung, und besonders durch ihre Mitarbeit an zahlreichen Produktionen von Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt (MTV Home, neoParadise, Circus HalliGalli, Duell um die Welt..) bewiesen, dass sie für vieles, aber ganz sicher nicht für langweiliges 08/15-Programm stehen.
1 Stunde 5 Minuten
Die Gangsterserie „4 Blocks“ um einen arabischen Familienclan in Berlin-Neukölln ist die wohl größte Überraschung in der ersten Hälfte des Serienjahres 2017. Dass sich dafür ausgerechnet der kleine Pay-TV-Sender TNT Serie verantwortlich zeichnet, ist kein Zufall: Bereits seit 2012 hat man in München kontinuierlich auf diesen Erfolg hingearbeitet und schon für die Vorgängerproduktionen „Add A Friend“ und „Weinberg“ Auszeichnungen und viel Lob erhalten. Im Serienreif-Gespräch erläutert die Programmchefin Anke Greifeneder ausführlich die Hintergründe der Produktionen, die Zusammenarbeit mit den Autoren und Produzenten und die grundlegende Philosophie des Senders, wenn es um Eigenproduktionen geht.
49 Minuten
Im Herbst startet mit „Babylon Berlin“ die bislang aufwändigste und teuerste Serienproduktion aus Deutschland, basierend auf den Bestsellern des Autors Volker Kutscher. Arne Jysch kann die jahrelange Arbeit, die Regisseur Tom Tykwer in die Adaption der Romanvorlage gesteckt hat sehr gut nachvollziehen, denn der Storyboarder und Comiczeichner hat „Der nasse Fisch“, das erste Buch der Reihe, als gelungene Graphic Novel umgesetzt und spricht in der vierten Folge über visuelles Erzählen, Dramaturgie und Recherche.
44 Minuten
Für die dritte Folge von Serienreif erzählt Redakteurin Lina Kokaly die Entstehungsgeschichte der Funk-Serie „Wishlist“, die in diesem Jahr bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde und beweist, dass im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch ganz neue Produktionswege möglich sind.