Serienreif-Podcast Archiv
62 Episoden
1 Stunde 40 Minuten
"Bad Banks" – "4 Blocks", Staffel 2 – "Deutschland 86" – "Beat" – "Das Boot" – "Dogs Of Berlin": Was waren die großen deutschen Serien des Jahres? Was hat überzeugt, was hat enttäuscht und wer schaut überhaupt deutsche Serien (und wo eigentlich)? Im großen Serienreif-Podcast-Jahresrückblick hilft Film- und Serienexpertin Jenny Jecke bei der Einordnung der diesjährigen Serienproduktionen aus Deutschland. Wie hat sich alles entwickelt, nachdem "Babylon Berlin" und "Dark" weltweit Beachtung finden und für Begeisterungsstürme gesorgt haben? Und – ist es nun toll oder schlecht, wenn Netflix gleich sieben neue deutsche Serienprojekte für die nächste Zeit angekündigt hat? Auch in dieser Folge: Die Auflösung zur Serienreif-Abstimmung über die deutsche Serie des Jahres, ein Gruß an die enthusiastischen Fans von "Druck", kleine Ausflüge zu "Pastewka" und "You Are Wanted, Staffel 2" sowie ein unmittelbarer Faktencheck (damit ihr es nicht machen müsst).
1 Stunde 10 Minuten
Das Konzept ist einfach: Snackable Books wollen die Serienideen aus Deutschland erzählen, die es – aus welchen Gründen auch immer – nie auf die Bildschirme geschafft haben. Dass es hiesigen Drehbuchautoren lange Zeit alles andere als leicht hatten, originelle Stoffe bei den Fernsehsendern unterzubekommen, ist bekannt. Wer weiß, vielleicht haben wir das deutsche Pendant zu "Mad Men" oder "Breaking Bad" ja genau deswegen verpasst? Und klar, da derzeit mehr Serienstoffe denn je gesucht werden, bleiben auch da sicher viele Geschichten auf der Strecke, die es wert wären, für ein Publikum erzählt zu werden. Wenn es nach Marco Klingspohn und Marcus Meyer geht, erhalten diese Stories bald eine zweite Chance.
1 Stunde 5 Minuten
Als Comedy-Autor hat Thomas Rogel schon früh für TV-Formate wie "Die Harald Schmidt Show", "Freitag Nacht News" und "Switch Reloaded" geschrieben , mittlerweile ist er seit acht Jahren fester Bestandteil des Teams um Oliver Welke in der "heute-show". Mit "Deutsch-Les-Landes" ist nun die erste Serien-Eigenproduktion der Telekom auf dem Streamingportal MagentaTV gestartet, die er als Co-Creator mitentwickelt hat. Daran sieht man wieder einmal, dass sich Weiterbildung lohnt, denn im Podcast-Gespräch erzählt Rogel, wie ihm diese Gelegenheit letztendlich durch eine Zufallsbegegnung in den Schoß gefallen ist, obwohl er bereits seit einigen Jahren daran gearbeitet hat, sich auch als Serienautor zu etablieren. Dass auch sein Pädagogikstudium immer noch nachwirkt, zeigt sich in Rogels Engagement für Nachwuchskreative und seinem Apell #WerdetMentoren #BeMentors
1 Stunde 12 Minuten
Premiere! Der erste Serienreif-Gast, der sich bei der Vergabe des Emmys – also dem wichtigsten Fernsehpreis der Welt – mit US-Produktionen auf Augenhöhe messen konnte: Edward Berger war dort 2018 für die Miniserie "Patrick Melrose" als Bester Regisseur nominiert. Viele wissen trotzdem noch nicht, dass er ein Filmemacher aus Deutschland ist, der auch bei die AMC-Serie "The Terror" mitgeprägt hat und 2015 den Überraschungserfolg "Deutschland 83", die RTL-Serie, die zwar im deutschen Fernsehen durchfiel, dafür aber international gefeiert wurde und in den USA auf Sundance TV lief. Zehn Jahre her ist mittlerweile seine Mitarbeit an der ZDF-Serie "KDD – Kriminaldauerdienst", bei der man schon damals kurzzeitig das Gefühl hatte, dass man auch in Deutschland neu und aufregend seriell erzählen könnte, bis die Verantwortlichen die Stecker zogen und lieber wieder den narrativen Rückwärtsgang einlegen wollten. In dieser Folge erzählt Berger von seinem Werdegang in der Film- und Fernsehbranche, sowohl in Deutschland als auch den USA und erklärt, warum es nicht seine Arbeit bei "Deutschland 83" war, die ihn für internationale Serienmacher interessant werden ließ, sondern ein kleiner Independent-Film, den hierzulande nur die wenigsten wahrgenommen haben.
53 Minuten
Schon wieder eine neue Funk-Serie die zeigt, wie einfach es gehen kann: Sophia Bierend und Lucas Flasch sind zwei der Autoren der Dramedy "Klicknapped", in der ein enttäuschter Fan ein ehemaliges YouTuber-Pärchen entführt, um es wieder zusammenzubringen. So entsteht eine Mischung aus "Saw", "Misery" und Bibi & Julian, aber in Wirklichkeit stand der verstorbene nordkoreanische Diktator Kim Jong-il Pate für die Ursprungsidee, wie die beiden im Serienreif-Gespräch verraten. Irgendwie geht es dann auch noch um Sean Connery, rauchen und essen in Träumen, aber selbstverständlich hauptsächlich um die Entstehungsgeschichte der Serie und die bisherigen Erfahrungen der beiden Macher in der Film- und Serienwelt.
56 Minuten
Die ZDF-Serie "Die Protokollantin" mit Iris Berben bringt internationale Standards des seriellen Erzählens ins öffentlich-rechtliche Fernsehen. Autorin und Regisseurin Nina Grosse erzählt von der Entwicklung des Stoffes, der Problematik mit ungewöhnlichen weiblichen Hauptfiguren und dem Status von Regisseurinnen bei großen deutschen Serienproduktionen. Produzent Oliver Berben berichtet, u.a. auch über seine zweite neue Serienproduktion "Parfum" – eine Kooperation von ZDF/ZDFneo und Netflix sowie seiner gefestigten Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren und führt außerdem eine umstrittene Äußerung aus, die er im Rahmen der Drehbuchautoren-Initiative "Kontrakt 18" über Regisseure gemacht hat.
6 Minuten
Was ist mit der fehlenden Folge mit Autor Orkun Ertener (KDD, Die Chefin) passiert? In einer kurzen Sonderfolge erklärt Jens, warum diese Folge leider nicht veröffentlicht werden kann und wann es mit der aktuellen Serienreif-Staffel weitergeht.
1 Stunde 3 Minuten
Geschichtenerzählen und Dramaturgie gehören zu den Kernthemen, mit denen sich Oliver Schütte seit über 30 Jahren auseinandersetzt. Der Dozent an zahlreichen nationalen und internationalen Filmschulen und Gründer der Master School Drehbuch hat dabei schon früh die neue Welle der US-Serien für sich entdeckt, die als Golden Age Of Televison heute längst zum internationalen Maßstab des seriellen Erzählens geworden sind. Auch als Podcaster gehört er zu den Vorreitern in Deutschland. Zusammen mit Frank Zeller spricht er bei „Stichwort Drehbuch“ für den Verband Deutscher Drehbuchautoren seit 2008 mit Drehbuchautoren über ihre Arbeit. SERIENREIF nimmt seinen Band „Fernsehen ist tot – es lebe das Geschichtenerzählen“, mit dem Schütte einen Ausblick auf die Film- und Serienlandschaft der Jahre 2020 und 2025 wagt, zum Anlass, um mit ihm ein ausführliches Gespräch über die allgemeine Entwicklung der Serien in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu führen und mehr über seine Einschätzungen des aktuellen deutschen Serienmarkts zu erfahren.
1 Stunde 9 Minuten
Mit der Adaption der norwegischen Jugendserie "Skam" unter dem Titel "Druck" hat funk ein enorm erfolgreiches Format nach Deutschland gebracht, das eine weltweite Fangemeinde hinter sich hat. Im Serienreif-Gespräch erzählt die Regisseurin Pola Beck von den Herausforderungen des Castings und der Umsetzung, die eine parallele Bespielung der Social-Media-Kanäle beinhaltet, von ihrer Arbeit mit den jungen Schauspielern, den Erwartungshaltungen und Reaktionen der Fans und der geplanten Zukunft der Serie.
58 Minuten
Stefan Barth schreibt seit über zwanzig Jahren Drehbücher für deutsche Serien und Filme und ist dabei vor allem auf Action und Humor spezialisiert. Dass er als Autor seit Ende der 1990er Jahre zumindest auch hin und wieder seine Liebe zu Genrestoffen ausleben konnte, hat der gebürtige Hagener vor allem den Privatsendern zu verdanken, die in dieser Zeit massiv in die Produktion von fiktionalen Stoffen eingestiegen sind und den Zuschauern damit das bieten wollten, was diese bei den alteingesessenen Sendern nicht sehen konnten. Das Prinzip wirkt vertraut. Heute gehören die Privatsender längst zum TV-Establishment und sind vergleichsweise brav und vorhersehbar geworden, dafür sind es Serien im Pay-TV und auf den Streaming-Plattformen, die sowohl für die Zuschauer als auch für ihre Macher aufregend und anders sind. Und so hofft auch der etablierte Drehbuchautor auf neue Möglichkeiten, um seine Stoffe umzusetzen, die er bislang höchstens in Romanform veröffentlichen konnte, weil sie für die hiesige Branche einfach zu aufwendig oder ungewöhnlich waren.
55 Minuten
Mit "About:Kate", über die, im Bewusstseins-Strom der sozialen Medien hängengebliebene Endzwanzigerin Kate Harff, die sich zum Jahreswechsel selbst in die Psychiatrie einweist, hat Janna Nandzik einen der wenigen deutschen Serien-Lichtblicke aus dem Jahr 2013 zu verantworten. Die Autorin und Regisseurin hat zuvor bereits lange mit Christian Ulmen zusammengearbeitet und als stellvertretende Geschäftsführerin von Ulmen Television, u.a. auch "Die Snobs – Sie können auch ohne dich" erfunden. Bei Ulmens gerade veröffentlichter zweiten Staffel der maxdome-/ProSieben-Serie "jerks." hat sie ebenfalls an den Büchern mitgearbeitet. Hier spricht sie über ihre Erfahrungen in der deutschen TV- und Serienbranche, neue Erzählformen sowie ihre Vorliebe für skurrile und etwas abseitige Themen und Charaktere.
56 Minuten
Mit der Coming-of-Age-Serie "Girl Cave" für funk, über drei Schülerinnen auf dem Land und ihrem Weg zum Erwachsenwerden, haben Produzent Memo Jeftic und sein Team 2017 eine bezaubernd-nerdige Geschichte mit Indie-Charme erzählt, die leider nicht über die erste Staffel hinausgekommen ist. Im Gespräch erzählt der ehemalige Redakteur von "Pixelmacher", dem Magazin für Videospielkultur auf 3Sat von seiner Serienidee, den inhaltlichen und ästhetischen Vorbildern sowie den knallharten Kriterien, wenn es um die Weiterführung eines solchen Formates geht. Das führt unweigerlich zu einer Diskussion über seine Einschätzung der Serienlandschaft in Deutschland und die Zukunft und Möglichkeiten von YouTube-/Webserien im Speziellen.
54 Minuten
Mit ihrer Podcast-Serie "Dunkle Heimat" für Antenne Bayern haben Nilz Bokelberg, Berni Mayer und die Produzentin Maria Lorenz einen echten deutschen True-Crime-Hit im Stile von "Serial" und "Making A Murderer" gelandet. Es geht um einen fast einhundert Jahre alten Mordfall in Oberbayern, bei dem, auf dem Einödhof Hinterkaifeck, in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1922 sechs Menschen brutal getötet wurden. Bis heute sind die mysteriösen Umstände dieses Verbrechens ungeklärt und beschäftigen immer noch zahlreiche Hobby-Kriminologen, Journalisten und Autoren. 2009 wurde der Fall auch zur Vorlage des Kriminalfilms "Tannöd", der auf dem Roman der Schriftstellerin Andrea Maria Schenkel basiert. Wie ist das Team von "Dunkle Heimat" damit umgegangen, dass sich mit diesem Fall bereits so viele Medien beschäftigt haben und immer noch beschäftigen? Was hat sie an dieser besonderen Umsetzung des Sujets als Podcast-Serie gereizt? Wie sind sie bei der Entwicklung des Stoffes vorgegangen und welche Erfahrungen haben sie gemacht? Im Gespräch erläutern Moderator und Autor Nilz Bokelberg und Erzähler Berni Mayer die Entstehungsgeschichte zu "Dunkle Heimat" und die Gedanken, die sie sich nun über die angekündigte zweite Staffel der Serie machen.
39 Minuten
Nach dem Erfolg von "4 Blocks", wagt sich nun auch der TNT Deutschland-Geschwistersender TNT Comedy an die erste eigene Serienproduktion. Die von Autor Benjamin Gutsche erfundende und im Writer's Room entwickelte bitterböse und schwarzhumorige Geschichte von "Arthurs Gesetz", weiß zudem mit der Verpflichtung von drei der bekanntesten deutschen DarstellerInnen in äußerst ungewöhnlichen Rollen beeindrucken: Jan Josef Liefers, Martina Gedeck und Nora Tschirner sind darin in einer morbide-skurrillen Story unter der Regie von Christian Zübert ("Lammbock") zu sehen. Im spontanen Gespräch auf der Berlinale erzählt Benjamin Gutsche von der Idee zur Serie, der Entwicklung zusammen mit dem Sender und der Zusammenarbeit mit dem Regisseur und den prominenten Schauspielern in – für sie – äußerst ungewöhnlichen Rollen.
50 Minuten
Für ihr Abschlussprojekt im Studiengang "Serien Producing" an der Filmakademie Baden-Württemberg, hat sich Helena Hofmann vor eine besondere Herausforderung gestellt: Sie möchte eine eigene Folge einer Multi-Camera-Sitcom vor Live-Publikum entstehen lassen, ganz nach dem Vorbild der vielen erfolgreichen US-Serien wie "Friends", "Two And A Half Men" oder "The Big Bang Theory", die auch deutsche Zuschauer kennen und lieben. Hierzulande wird diese spezielle Form der Comedyserie – bis auf wenige Ausnahmen – jedoch äußerst selten produziert – und gerade das macht den Reiz des Projektes "Zum Goldenen Lama" aus. Zusammen mit ihren Autorenkollegen Andrej Sorin und Peter Furrer berichtet Hofmann über die Idee zum Projekt, die Entwicklung des Stoffes, die Vorbereitungen für den großen Aufzeichnungstag, die Zusammenarbeit mit "Stromberg"-Autor Ralf Husmann und die begleitende Crowdfunding-Kampagne zur Produktion.