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Grünkohl mit Pita - Der Podcast von Niedersachsen packt an Archiv

70 Episoden
4 Minuten
Heute stellen wir euch Seyhmus Tekkal vor, der 1973 als Arbeitsmigrant nach Deutschland kommt. Als Mitglied der in der Türkei unterdrückten jesidischen Minderheit kämpft er für ein Bleiberecht der Jesid:innen in Deutschland und ihre Anerkennung als verfolgte Glaubensgemeinschaft. In Hannover-Linden findet er ein neues Zuhause. Noch heute hilft er in der Community, wo er kann.
42 Minuten
Die Fußball Europameisterschaft 2022 der Frauen läuft noch. Die DFB-Damen stehen am Sonntag im Finale gegen England. Eine Frau, deren Herz auch für den Fußball schlägt, ist Burcu Kaya, deren Eltern aus der Türkei nach Deutschland kamen. Die 35-Jährige hat als Sportpädagogin ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Sie erzählt über ihre glückliche Kindheit im Zentrum von Hannover, wo sie als kleines Mädchen einen Fußball im Puppenwagen spazieren gefahren hat. Sie erzählt auch über ihre Zeit in der U19-Nationalmannschaft der Türkei und darüber, wie das Projekt „Sport als Chance“ der Per Mertesacker Stiftung Mädchen aus Einwanderungsfamilien stark macht.
4 Minuten
Samira Ekin-Günther ist erst 16, als sie nach Deutschland kommt. Die gebürtige Libanesin ist in der Türkei aufgewachsen. Über Umwege kommt sie nach Sarstedt bei Hannover. Dort engagiert sie sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen. Als sie 2010 vor der Abschiebung steht, organisieren Sarstedter Bürgerinnen und Bürger ein Kirchenasyl für Samira und ihre vier Kinder. Diese Erfahrung hat die vierfache Mutter stark geprägt. Samira Ekin-Günther ist Zuhause in Niedersachsen.
26 Minuten
Die heutige Folge kommt aus der Hauptstadt des Grünkohls, aus Oldenburg. Dort lebt Farschid Ali Zahedi, Filmemacher und Gründungsmitglied von Werkstattfilm. Farschid, der in jungen Jahren als Journalist für eine Tageszeitung in Teheran arbeitete, ist 1984 aus dem Iran nach Deutschland geflohen. Das war zu Zeiten der Islamischen Revolution und des ersten Golfkriegs. Bei einer Demonstration gegen das Mullah-Regime erlitt er eine schwere Augenverletzung. Aus politischen Gründen floh er aus dem Iran, auf Umwegen kam er nach Oldenburg. Dort gründete er 1992 den Verein Werkstattfilm. Er hat Dokumentarfilme gedreht über die Oldenburger Geschichte während des Nationalsozialismus, über den Beitrag der sogenannten Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter zur Stadtgesellschaft. Für sein Engagement wurde er sogar mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Im Gespräch erzählt Farschid, dass er eigentlich gar nicht in Deutschland bleiben wollte, warum er sich seit Jahren so für die Stadtgeschichte Oldenburgs interessiert und welche Kraft es ihm gibt, zusammen mit anderen Menschen Verantwortung zu übernehmen und an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten.
6 Minuten
In unserem neuen Kurzformat "Grünkohl mit Pita to go" stellen wir euch Menschen vor, die in den letzten 75 Jahren ein neues Zuhause in Niedersachsen gefunden haben. In der zweiten Folge ist es Anh van Thai, der mit 14 Jahren aus Vietnam geflohen ist. Er gehörte zu den sogenannten „Boat People“, von denen einige auch in Deutschland Zuflucht fanden. Anh Van Thai wuchs in einer Pflegefamilie auf und hat in Aurich ein neues Zuhause gefunden. Um die Geschichte der „Boat People“ und ihre Aufnahme in Niedersachsen in den 1970er und 1980er Jahren geht es in dieser Folge. Anh van Thai ist Zuhause in Niedersachsen.
49 Minuten
In „Wer wir sind“ erzählt die Journalistin und Schriftstellerin Lena Gorelik ihre eigene Geschichte und die ihrer Familie. Als sogenannte jüdische Kontingentflüchtlinge kamen sie 1992 aus St. Petersburg nach Deutschland. Das ist fast auf den Tag genau 30 Jahre her. In dieser Folge spricht Lena Gorelik darüber, wie es sich zu Perestroika-Zeiten in Russland lebte, wie es für sie anfangs in der deutschen Schule war, als sie noch kein Wort verstand und wie sie das Wohnen im Flüchtlingsheim erlebte.
6 Minuten
In unserem neuen Kurzformat "Grünkohl mit Pita to go" stellen wir euch Menschen vor, die in den letzten 75 Jahren ein neues Zuhause in Niedersachsen gefunden haben. In der ersten Folge lernt Ihr Adisa Stöfer-Avdic kennen, die 1993 mit 16 Jahren aus Bosnien und Herzegowina nach Deutschland flieht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Ängsten ist sie heute Lehrerin in Emden. Adisa Stöfer-Avdic bildet angehende Erzieherinnen und Erzieher aus und legt dabei Wert auf einen diskriminierungssensiblen Umgang. Adisa Stöfer-Avdic ist Zuhause in Niedersachsen.
55 Minuten
Die Juristin Zeliah Karaboya ist Co-Leiterin des Migrationszentrums Göttingen, das vor 30 Jahren zum Modell für die dezentrale Flüchtlingsberatung in Niedersachsen wurde. Dass Zeliha als Tochter kurdischer Eltern aus der Türkei einmal in Deutschland Jura studieren würde, war in den 1980er Jahren alles andere als selbstverständlich. Mit vier Jahren holten ihre Eltern, die als Arbeitsmigranten ins Ruhrgebiet gegangen waren, Zeliha aus der Türkei nach. Sie erzählt, dass sie in der ersten und zweiten Klasse sehr schnell ihre erste Fremdsprache lernte. Allerdings war das nicht Deutsch, sondern Türkisch. Und sie verrät, dass sie als Kind dachte, in ihrer Wohnung habe vor ihr Jesus gewohnt. Außerdem spricht sie über die aktuellen Herausforderungen bei der Aufnahme ukrainischer Geflüchteter und über die Rahmenbedingungen der Flüchtlingsarbeit.
1 Stunde 1 Minute
Florence Brokowski-Shekete wurde in Hamburg als Tochter nigerianischer Eltern geboten. Sie wuchs bei ihrer weißen Pflegemama in Buxtehude auf. Zwischendurch lebte sie gut drei Jahre in Nigeria in ihrer Ursprungsfamilie, wo sie sich aber nicht zuhause fühlte. Zurück bei ihrer deutscher Pflegemama absolvierte sie die Schule und machte eine erstaunliche Karriere. Als Lehrerin, Schulleiterin, Schulamtsdirektorin und Bestseller-Autorin. Florence Brokowski-Shekete spricht darüber, wie sie in Buxtehude in den 1970er und 1980er Jahren komplett weiß sozialisiert wurde, über das Leben zwischen den Stühlen und darüber, was Schule heute tun kann, um gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen.
16 Minuten
Nachdem vor kurzem Oksana Janzen hier einen Einblick in die ukrainische Community in Niedersachsen gegeben hat, spricht Eva Völker heute mit Natascha Wellmann darüber, wie Russinnen und Russen in Deutschland, aber auch in Russland, Putins Krieg erleben. Als Ehrenamtskoordinatorin in der Flüchtlingshilfe beim Migrationszentrum Göttingen ist Natascha am Puls des Geschehens - immer mehr Geflüchtete aus der Ukraine kommen auch in Göttingen und Umgebung an.
14 Minuten
Der Anlass für diese Folge ist traurig: Putins Krieg gegen die Ukraine. Oksana Janzen ist Vorsitzende des Ukrainischen Vereins in Niedersachsen. Zusammen mit anderen Einrichtungen koordiniert sie die Hilfsangebote für die Menschen in der Ukraine und für die Geflüchteten, die nach Niedersachsen kommen. Oksana Janzen gibt einen Überblick über die Angebote und Aktivitäten des Vereins und einen Einblick, wie sie und die ukrainische Community in Niedersachsen den Krieg erleben.
43 Minuten
Fahed Kalaji, 24 Jahre, hat vor knapp einem Jahr in Göttingen Abitur gemacht. Inzwischen hat der junge Syrer ein Lehramtsstudium im Rheinland begonnen. Fahed hat einen weiten Weg hinter sich: Mit seiner Familie flüchtete er aus Aleppo zunächst in eine andere Stadt in Syrien, dann in die Türkei. Von dort machte er sich 2016 alleine auf den Weg nach Deutschland. Warum er eigentlich gar nicht fliehen wollte, es dann aber doch tat, wie es ihm in Deutschland ergangen ist und warum er eigentlich gar nicht mehr so gerne über seine Flucht spricht, erzählt Fahed Kalaji in dieser Folge.
38 Minuten
Die Autorin, Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal wurde als Tochter eines indischen Vaters und einer polnischen Mutter in Deutschland geboren. In dieser Folge erzählt sie, warum sie sich so genau an ihre Einbürgerung mit gerade mal drei Jahren erinnert, wie gut sie sich als Jugendliche in London gefühlt hat und wie sie Realität und Fiktion in ihrem Roman „Identitti“ miteinander verwoben hat. Zum Beispiel kommen die Morde von Hanau im Buch vor. Vor allem aber geht es darum, wie es für die Studentin Nivedita ist, als Person of Colour in einer weißen Mehrheitsgesellschaft zu leben. Einen Skandal gibt es auch: Eine der zentralen Figuren, Professorin Saraswati gibt vor, Schwarz zu sein, ist in Wirklichkeit aber Weiße. Mithu Sanyal erzählt, wie wichtig es für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist, im Gespräch miteinander zu bleiben, auch wenn es Konflikte gibt.
43 Minuten
Atiena Abednia, 27, ist als Tochter iranischer Eltern in Alfeld bei Hildesheim aufgewachsen. Ihre Heimatstadt hat sie hinter sich gelassen, sie studiert in Göttingen und engagiert sich nebenher seit einigen Jahren bei Conquer Babel – zunächst mit Deutschunterricht für Geflüchtete, dann als Dolmetscherin für traumatisierte Geflüchtete. In dieser Folge erzählt Atiena, wie es für sie war, in der südniedersächsischen Provinz aufzuwachsen, wie sie als Nicht-Akademikerkind den Start an der Uni erlebt hat und, warum sie sich ehrenamtlich für Geflüchtete engagiert.
1 Stunde 2 Minuten
Frank Joung ist ein Podcast-Urgestein. Er fing schon mit Podcasting an, als den meisten von uns dazu nur „Podwasfürnding“ einfiel. Das war 2016, als Facebook noch cool war. Für seinen Podcast „Halbe Katoffl“ wurde Frank 2018 für den Online-Grimme-Award nominiert. Frank führt Gespräche mit Deutschen, deren Eltern eingewandert sind, also mit „halben Katoffln“. Zu Gast waren schon z. B. die Soul- und R&B-Sängerin Joy Denalaaani, der Aktivist Raul Krauthausen und der Rapper Samy Deluxe. Frank Joung ist selbst auch eine „halbe Katoffl“. Er ist Sohn koreanischer Eltern, in Hannover geboren. Jetzt hat er die Seiten gewechselt – vom Host zum Gast: Frank erzählt, wie er aufgewachsen ist, wie er sich manchmal zwischen den Stühlen gefühlt hat und warum er Taekwando gelernt hat, obwohl er viel lieber Fußball spielt.