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extra 3 - alles gut! Archiv

40 Episoden
49 Minuten
"Die Big Techs haben uns alle süchtig gemacht, bevor wir wussten, was das für üble Ganoven sind", sagt Podcaster, Autor und Karikaturist Miguel Robitzky, Sarahs Gast in dieser Folge. Er gibt zu, dass er süchtig ist, erst von Twitter, jetzt von Instagram.

Auch Sarah ist viel im Internet unterwegs und beide sprechen darüber, welche negativen Einflüsse jetzt auch noch KI auf Social Media hat. Eigentlich "unnutzbar", findet Miguel, aber die Sucht ist halt stärker. Der Philosoph Rainer Mühlenhoff beschwört in einem Einspieler sogar das Ende der Demokratien und schlimmer noch, das Ende des Planeten, wenn man die Big Techs mit KI so unreguliert weitermachen lässt wie bisher. Denn die Ressourcen, die gebraucht werden, sind immens und schädigen überdies weiter das Klima.

Apropos Klima: Der Expertenrat der Bundesregierung hat Deutschland ein sehr schlechtes Zeugnis ausgestellt, das Miguel und Sarah aufregt. Am neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (Ex-Gebäudeenergiegesetz) arbeitet sich Sarah ganz besonders ab, denn es ist verglichen mit dem alten schwer aufgeweicht. Erst 2040 müssen demnach 60 Prozent Bio-Brennstoffe verwendet werden - so jedenfalls wird das nichts mit den Klimazielen, findet sie und fühlt sich ziemlich getäuscht.

Im privaten Teil erzählt Miguel, warum das Phantasialand ein mögliches Fluchtland sein könnte, und Sarah spricht über das vorzeitige Verlassen von Parties.

Ihr habt Feedback oder eine letzte Frage für unsere nächste Gästin Florentine Osche? Dann schreibt uns an: bosettiswoche@ndr.de

Unser Podcast-Tipp:

"Too Many Tabs" mit Miguel Robitzky und Caro Worbs

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(00:01:10) Der Gast: Miguel Robitzky - Comedyautor und Podcaster

(00:08:08) Der Vibe auf der Re:publika

(00:11:19) Wie drollig dürfen wir Angela Merkel finden?

(00:15:26) Hat Philipp Amthor Angst vor Sarah?

(00:19:17) KI-Industrie mag den geslleschaftlichen Rechtsruck

(00:22:35) KI-Industrie will Demokratien abschaffen

(00:26:33) Sarah und Miguel vermissen Twitter

(00:33:29) "Verlierer der Woche": Der Klimaschutz in Deutschlen

(00:40:56) "Eine letzte Frage": Auswandergedanken

(00:44:21) "Eine letzte Freage": Partyflucht aus politischen Gründen?
57 Minuten
Seit über 40 Jahren steht Urban Priol schon als Kabarettist auf der Bühne. So langsam sehnt er sich nach seiner Rente, gibt er bei Sarah Bosetti offen zu. Denn auch, wenn er sich seine klare Haltung bewahrt, so hat er sich doch damit abgefunden, mit seiner Satire nicht wirklich etwas bewegen zu können. In dieser Podcast-Folge geht Urban Priol aber voll auf Angriff. “Zorn hält jung”, so sein Credo.

Friedrich Merz traut er nach einem Jahr Kanzlerschaft nur so weit, wie er ein Klavier werfen kann. Trotzdem wünschen sich Urban und Sarah, dass Merz noch lange durchhält, denn alle anderen könnten es ja auch nicht besser. Und zumindest nimmt ihm Urban Priol ab, dass Merz nicht mit der AfD zusammenarbeiten will.

Beim Thema “Social Media” sind sich die beiden uneinig. Urban Priol ist für eine Klarnamenpflicht, Sarah dagegen. Ihre Begründung: Menschen, die sich öffentlich im Internet äußern, können sich damit in Gefahr bringen.

Im persönlichen Teil möchte Urban Priol gerne von Sarah wissen, mit wem sie gerne einen Italo-Western gedreht hätte. Und Sarah findet raus, dass Urban nicht Lehrer geworden wäre, wenn es mit dem Kabarett nicht geklappt hätte - obwohl er auf Lehramt studiert hat.

Unser Podcast-Tipp:

"Der verbotene Vater" aus der Reihe "Alles Geschichte – der History-Podcast"

https://1.ard.de/alles-geschichte-der-verbotene-vater

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(00:01:10) Heute zu Gast: Der Kabarettist Urban Priol

(00:04:50) Hoffnungsträger der Rechten

(00:08:10) Realität löst Satire ab

(00:16:00) Ein Herz für Merz

(00:24:40) Alles viel zu zahm

(00:27:30) Auf X sein oder nicht auf X sein

(00:40:00) Die Amokfrahrt und die Debatte danach

(00:45:50) Sinnloser Tankrabatt und Willy Brandt

(00:52:30) Eine letzte Frage

(00:56:00) Das tröstliche Ende
56 Minuten
„Braucht die Welt noch Satire, wo die Welt doch schon Satire ist?“ fragt Sarah Bosettis heutiger Gast, der Kabarettist Claus von Wagner gleich zu Beginn. Bewirkt Kabarett noch etwas? „Nee“, sagt Wagner.„Denn Kabarett ist für den Arsch.“ Zugegeben, klingt ein wenig negativ diese Erkenntnis, sie war aber Ausgangspunkt seines neuen Programms. Generell stimmt Sarah ihm zu, denn heute wird Realität immer öfter zur Satire und nimmt den Satirikern den Job weg. Beide machen natürlich weiter, können aber dem ersten Thema "Kriminalstatistik" so viel Satirisches nicht abgewinnen, geht es doch wieder um Nicht–Deutsche und Zugewanderte, die laut Innenminister Dobrindt gemäß Ihres Bevölkerungsanteils überdurchschnittlich ausgewiesen sind. Für diesen Hinweis wurde er heftig kritisiert. Statistik zieht halt immer auch den „Tanz um die Statistik“ nach sich, wie Claus es bezeichnet und jeder liest das raus, was für ihn/sie nützlich ist. Sarah weist darauf hin, dass die soziale Situation von Zuwanderern oft vergessen wird, da müsse mehr hingeschaut und verbessert werden.

Junge Männer sind das Problem findet sie, ob deutsch oder nicht deutsch. Aber, nicht "der Mann an sich" ist das Problem unserer Gesellschaft, sondern das Patriachat und deren Männlichkeitsbild. Es ist halt komplex, übrigens laut Sarah auch der Feminismus, denn der besteht ja auch nicht darin, allen Männern den Pimmel abzuschneiden ... „Wär auch viel Arbeit." (!)

„Timmy“ ist Thema 2, das Schicksal des Buckelwals. Was lernen wir daraus? Dass wir noch Empathie haben. Gott sei Dank! Ansonsten ist natürlich ein großes Stück Doppelmoral mit im Spiel. Wir lassen Arten zu Tausenden täglich sterben, aber wir fiebern live mit dem einen Wal. Wie wäre es, wenn wir Tieren, die wir essen auch Namen geben würden, fragt sich Claus. Würde das an unserer Empathie etwas ändern? Sarah stellt fest, dass der Wal, je länger er da liegt, auch politisch wird. Irgendwann kommen wahrscheinlich die Gegner und beschimpfen ihn als faulen Schmarotzer, der Ressourcen verschlingt, nie was geleistet und schon gar nichts eingezahlt hat. Noch ist es nicht so weit, aber - Achtung Wortspiel - in MeckPom könnte der Wal die Wahl entscheiden.

Am Ende gibt’s noch einen unglaublichen Fun Fact, der mit Buckelwalen und Star Trek IV zu tun hat und mit dem man bei jeder Stehparty garantiert Punkte macht.

Unser heutiger Podcast Tipp:  

Olaf Schubert: Die schönsten Krisen

https://www.ardsounds.de/sendung/olaf-schubert-die-schoensten-krisen/urn:ard:show:c6527920e2e74c0d/

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(00:00:00) Intro

(00:01:29) Heute zu Gast: Kabarettist Claus von Wagner

(00:09:37) Sag doch mal was Nettes: Polizeiliche Kriminalstatistik - ist das Patriarchat schuld?

(00:28:42) Liegen geblieben: Wal Timmy hält ein ganzes Land in Atem.

(00:40:20) Mit Empathie dem Populismus den Wind aus den Segeln nehmen?

(00:44:04) Entscheidet der Wal die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern?

(00:47:31) Können wir den Wal nicht einfach wie bei Star Trek IV wegbeamen?

(00:49:33) Eine letzte Frage: Über Bücher, die die Weltsicht verändern.
1 Stunde 6 Minuten
„Wenn ich gewusst hätte, dass man dafür ins Gefängnis kommen kann, wäre ich in meinem Leben deutlich weniger schwarz gefahren“, gibt Comedian Kawus Kalantar offen zu. Denn jährlich landen 9000 Menschen, die ohne Fahrschein im ÖPNV erwischt werden, im Knast, weil sie sich die Geldstrafe nicht leisten können. Die Justiz ist mittlerweile überfordert, der Knast teuer, also was tun? Sarah und ihr heutiger Gast Kawus sprechen darüber, weil Justizministerin Hubig eine Entkriminalisierung des Schwarzfahrens vorgeschlagen hat. Beide finden das richtig und fordern mindestens die Rückkehr des 9 Euro Tickets für arme Menschen. Vorschlag von Sarah: Ticketpreise ans Einkommen binden, so dass die wirklich Reichen auch gern mal 2000 Euro für eine U-Bahnfahrt zahlen sollten. Kawus sieht das schon als kommendes Statussymbol für Millionäre. So leicht wäre das! Jetzt hoffen beide nur, dass Kanzler Merz den Podcast hört und die Vorschläge umsetzt. Im Themen-Speeddating outet sich Sarah als absoluter Wolfgang Kubicki Fan und Kawus als überzeugter Befürworter einer krassen Zuckersteuer. „Ich will, dass die Cola 11 Euro kostet.“ - Wumms, das sitzt. Und er fügt das Bild an vom adipösen 8-jährigen mit einem Softdrink in der Hand. „Zucker ist halt eine Droge“, meint Sarah und hätte nichts gegen ein Zuckerverbot. Zum Schluss erklärt Kawus, warum Comedian sein für ihn besser war als ein Masterstudium in Politik und Sarah hat weitere Vorschläge zur Entkriminalisierung. Spoiler: Gendern.

Unser heutiger Podcast Tipp:

“BEING THE BEATLES – eine Pop-Revolution”

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(00:00:00) null

(00:01:14) Heute zu Gast: Comedian Kawus Kalantar

(00:06:01) Die Schnapsidee der Woche: Soll Schwarzfahren entkriminalisiert werden?

(00:26:12) Speed-Dating – Fragen, mit Bitte um schnelle Antwort, Herr Kalantar.

(00:26:46) Wird Deutschland klimaneutral oder gibt es ein Revival der FDP?

(00:30:36) Sollte eine Zuckersteuer auf Softdrinks eingeführt werden?

(00:35:28) Lieber ins All oder in die Tiefsee?

(00:42:00) Ist die Waffenruhe im Iran Grund zum Aufatmen oder nur ein Luftholen vor der nächsten

(00:53:22) Eine letzte Frage: Was würdest Du noch entkriminalisieren wollen, Sarah?

(01:02:09) Warum hast Du Politikwissenschaften studiert, Kawus?
52 Minuten
Männern sollte das Internet verboten werden! Das fordert extra 3 – Moderator und Kabarettist Christian Ehring in der neuen Podcastfolge von Bosettis Woche. Host Sarah und Christian finden, dass dieses Experiment viel Positives bringen würde. Aber, wenn Männer nicht mehr ins Internet dürften, wo träfen sie sich dann? Im Baumarkt vermutet Christian und bringt das Problem der toxischen Männlichkeit auf den Punkt.

Wie kommen beide darauf? Weil es natürlich zuerst um Deep Fakes und die Anzeige von Collien Fernandes gegen Ihren Ex-Mann Christian Ulmen geht. Hier wird für Sarah wieder einmal deutlich, dass Gewalt gegen Frauen erst dann die berechtigte Aufmerksamkeit bekommt, wenn die Betroffene berühmt ist und wenn es ein konkretes Feindbild gibt, wie hier der mutmaßliche Täter Christian Ulmen.

Dass sich auch Friedrich Merz wieder mit einer spontanen und eher unglücklichen Bemerkung in Sachen Gewalt in Deutschland eingemischt hat und das Thema wieder mal mit Migration verband, finden beide sehr kontraproduktiv. Deswegen sollte Merz immer vom Blatt ablesen und nicht einfach so den Mund aufmachen, findet Christian. Trotzdem würden beide den Kanzler auch gern mal loben, wenn es dazu Anlässe gibt. Im Themen-Speeddating geht’s um die Zukunft der SPD, die Christian eher düster sieht. Es sei denn, sie opfert sich jetzt jesushaft und setzt tiefgreifende und schmerzhafte Reformen um, revolutioniert so den Sozialstaat und am Ende werden Bärbel Bas und Lars Klingbeil als Heilige verehrt.

Zum Schluss muss Christian auf eine sehr originelle Frage antworten: Ob er wohl ein glücklicher Politiker wäre? Seine Antwort ist überraschend!

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Unsere heutigen Podcast-Tipp “Satire deluxe”: https://1.ard.de/satire_deluxe_CP_Bosetti

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(00:00:00) Intro

(00:01:17) Heute zu Gast: Der "König von extra 3“ Christian Ehring

(00:07:30) Digitale Gewalt und der Fall Ulmen Fernandes

(00:11:30) Männer zwischen Sprachlosigkeit und Solidaritätsbekundungen

(00:21:00) Internetverbot für Männer

(00:27:20) Die wundersame Reaktion des Kanzlers

(00:35:00) Podcast-Tipp: Satire deluxe

(00:36:00) Speeddating: Die jesushaften Züge der SPD

(00:38:20) Speeddating: Vertrauensdilemma im Irankrieg

(00:39:57) Speeddating: Klimaschutz der Bundesregierung

(00:44:56) "Eine letzte Frage": Glückliche Politiker und die Hoffnung auf Besserung
43 Minuten
„Trumps Freiheitsbegriff funktioniert nur, wenn man anderer Leute Freiheit einschränkt”, bringt es Rieke Havertz auf den Punkt. Sie ist USA-Expertin der Zeit, Buchautorin und diesmal zu Gast bei Sarah Bosetti. Beide sprechen über den Krieg gegen den Iran, der von Trump ja nie so bezeichnet wird und dessen Ziele unklar bleiben.

Was, wenn Trump die Geduld verliert oder ihm langweilig wird? fragt sich Rieke und Sarah wundert sich, dass man über einen Machtmenschen wie Trump schon redet, wie über ein kleines Kind. “Man muss aufpassen, dass er nicht das Interesse verliert, ihm langweilig wird, das Spielzeug kaputt macht und sich nach dem Nächsten umdreht.”

Auch das Frauenbild der MAGA-Bewegung besprechen die beiden. Frauen spielen darin zwar die übliche konservative Rolle im Familienbild, wollen aber doch mit dem typischen MAGA-Gesicht, durch OPs und Botox aufgehübscht, ins Rampenlicht.

Kriegen die USA noch „die Kurve“, also raus aus dem Trumpismus, fragt Sarah und Rieke wagt die Einschätzung: Ja, es müsste dann aber auch bald mal losgehen mit der Gegenbewegung. So wie früher wird’s dann allerdings ganz sicher nicht mehr, glaubt sie.

Im thematischen Speeddating geht’s um die Frage, wie grün Cem Özdemir noch ist, warum sich der Veggie-Speck einen neuen Namen suchen muss, die Veggie-Wurst aber nicht, und weshalb eine Alice Schwarzer Lesung so aus dem Ruder laufen konnte.

Hinten raus im privaten Teil antwortet Rieke auf die Frage: Was wirst Du, wenn Du mal groß bist? Und Sarah bekommt eine kniffelige Aufgabe: Welchen Song würde sie wählen, wenn sie nur noch einen hören dürfte? Ihre Antwort ist überraschend. Also nicht Coldplay!

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Unsere heutigen Podcast-Tipp “1plus1 - Freundschaft auf Zeit” findet ihr hier:

https://1.ard.de/1+1

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(00:00:56) Heute zu Gast: Zeit-Journalistin und USA-Expertin Rieke Havertz

(00:04:10) USA heute: Viel Freud, viel Leid

(00:07:10) Gekränkte Männer und ihre Lust am Krieg

(00:09:10) Heimchen am Herd und Übersexualisierung: Frauen in der MAGA-Welt

(00:13:05) Angriff auf den Iran: Trumps Kalkül

(00:17:50) Was will Trump für den Iran?

(00:21:24) Amerika am Scheideweg

(00:24:55) Podcast-Tipp: 1 zu 1 – Freundschaft auf Zeit

(00:26:10) "Speeddating": Frauenstreik ein kleiner Erfolg

(00:29:10) "Speeddating": Die Lehren aus der Wahl in Baden-Württemberg

(00:30:40) "Speeddating": Alles Wurst – auch wenn sie vegan ist

(00:31:30) "Speeddating": Proteste gegen Alice Schwarzer

(00:38:34) "Eine letzte Frage": Was Rieke tut, wenn sie groß ist und Sarahs Musik für die Ewigkeit
46 Minuten
Wie konnte es dazu kommen? Sarah Bosetti stimmt Friedrich Merz zu. Doch der Reihe nach:

In dieser Folge von „extra 3 – Bosettis Woche“ begrüßt Satirikerin Sarah Bosetti die TikTokerin und Comedienne Maraam, die seit Kurzem auch zum Team von extra 3 gehört und für ihre Episode des Internetformats „extra 3 Take Over“ für den Grimme Preis nominiert ist.

Sarah und Maraam sprechen über den CDU-Politiker Manuel Hagel, der in Baden-Württemberg Ministerpräsident werden will. Nur wenige Wochen vor der Wahl hat eine Grünenpolitikerin ein acht Jahre altes Interview mit Hagel hervorgekramt. Darin schwärmt der damals 29-jährige Politiker von einer 16 Jahre alten Schülerin, ihren braunen Haaren und den rehbraunen Augen. Es geht um Fremdscham, Macht, Männer und deren Schutzbehauptungen ("Meine Frau hat mir den Kopf gewaschen. Das würde ich heute so nicht wieder sagen.") Sarah will Manuel Hagel nicht wegen einer einzigen Äußerung abstempeln, stellt aber auch die Frage, wonach wir Politiker beurteilen sollen, wenn nicht nach ihrem Menschenbild.

Ein angeregter Talk über politische Doppelmoral und männliche Perspektiven-Blindheit.

Und dann geht es um das geplante Social Media Verbot für Jugendliche unter 14. Können Sarah und Maraam dem etwas abgewinnen? Schließlich ist Maraam mit TikTok und Instagram berühmt geworden. Ein Themenbereich, bei dem Sarah sich ausnahmsweise mal der Meinung von Kanzler Friedrich Merz anschließt.

Im persönlichen Teil möchte Maraam von Sarah wissen, welches Gesetz sie gerne erlassen würde und verrät, warum Dua Lipa für sie ein heimliches Lebensziel symbolisiert.

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Unsere heutigen Podcast-Tipps:  

"Amerika, wir müssen reden" mit Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni und seiner Frau, der US-Journalistin Jiffer Bourguignon:

https://1.ard.de/Amerika_wir_muessen_reden

Extra 3 – Takeover mit Maraam seht ihr hier: https://1.ard.de/extra-3-Take-over-Maraam-BW

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(00:01:06) Heute zu Gast: Comedienne und TikTokerin Maraam

(00:05:40) "Cringe der Woche": CDU-Politiker Hagel und die rehbraunen Augen

(00:09:07) Fairness im Wahlkampf und die Schwierigkeit der Abstufung

(00:14:00) Woran messen wir Politiker*innen?

(00:19:10) Sexismus eine Frage des Geschlechts?

(00:22:50) "Die beste Idee ever": Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche

(00:27:20) Verbot oder mehr Regulierung: Was wäre der richtige Weg?

(00:31:55) Mobbing und Social Media

(00:37:55) "Eine letzte Frage": Mitgefühl per Gesetz und Therapie für alle
1 Stunde 1 Minute
“Ich kann mit Moral nichts anfangen, und zwar mit gar keiner!” Dahinter setzt Florian Schroeder mehrere Ausrufezeichen. Er ist der Gast in der ersten Folge der neuen Staffel von extra 3 - Bosettis Woche, in der es um Medien, Moral und Ethik geht, abgeleitet von den beiden Themen Dschungelkönig Gil Ofarmi und Epstein Files. Moral sei immer personalisiert und die Geschichte zeige, dass das oft im Unheil endet, sagt der Kabarettist und Buchautor und beklagt, dass oft Moralinsaure in den gesellschaftlichen Debatten. Sarah hingegen hat einen anderen Blick auf Moral, die sie erst einmal positiv sieht. Aufgehängt an Gil Ofarim und seinem neuerlichen Versuch im Dschungelcamp, Verschwörungstheorien um seine Schuld zu streuen, sind beide überwiegend empört, ja angewidert. Schürte er dadurch doch weiterhin den Antisemitismus. Beide diskutieren leidenschaftlich in dieser Folge, natürlich auch über die Epstein Files. Auch hier spielt die Moralfrage eine große Rolle, wie auch die Frage nach der Verantwortung der Medien. Sarah weist eindringlich darauf hin, dass die Opfer mal wieder in den Hintergrund treten, sie seien für Medien eh namenlos und weniger interessant als Täter. Überhaupt: “Nicht in den Epstein Files zu stehen ist ja erstmal noch kein Zeichen moralischer Integrität”, meint sie – worauf man gern auch mal herumdenken darf. Mit Blick auf die mediale Wucht dieses monströsen Skandals weist Florian am Ende der Diskussion auf die heißeste Frage hin, die es in dem Zusammenhang momentan gibt.... Spoiler: Es hat mit uns zu tun!

Im privaten Teil muss Sarah die Frage beantworten, wie ihr letzter Satz auf dem Totenbett lauten könnte. Und Florian bewertet - mit ein wenig Abstand - seinen kürzlichen Gast Auftritt bei Ex-Bild-Chef Julian Reichelt im rechtspopulistischen Online-Portal Nius.

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Unsere heutigen Podcast-Tipps: Das ARD Klima-Update: https://1.ard.de/ARD_Klima_Update?cp=bosetti

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(00:00:00) Intro

(00:02:30) Heute zu Gast: Kabarettist Florian Schroeder

(00:06:20) Florian der Dschungel-Fan

(00:10:40) Dschungelkönig Gil Ofarim: Wie konnte es so weit kommen?

(00:14:40) Moralische Verfehlungen, Schuldkultur und Opfertaktik

(00:22:35) Moral: Besser als ihr Ruf oder das Unheil der Geschichte

(00:29:12) Anprangern und Öffentlichkeit: Wann kippt die Stimmung?

(00:35:17) Die Notwendigkeit der Empörung

(00:40:04) Podcast-Tipp: ARD Klima-Update

(00:41:10) "Verlierer der Woche Woche": Keir Starmer im Fall Epstein

(00:47:20) Sarahs Verschwörungstheorie zu Trump und Epstein

(00:55:20) Eine letzte Frage”: Florians Umgang mit “Nius” und Sarahs letzte Worte
59 Minuten
99 ist das neue 100! Zumindest wenn ein Unfall dazwischenkommt. Und weil man sowieso viel häufiger Dinge feiern sollte, die man nur fast geschafft hat, hat sich Sarah zu diesem Nicht-Jubiläum nicht nur Publikum eingeladen, sondern auch einen ganz besonderen Gratulanten: Komiker, Autor und Podcaster Oliver Kalkofe. Mit ihm spricht sie über die Aufregung rund um Schauspielerin Ariana Grande, die vor allem auf Social Media angegangen wird, weil sie zu dünn sei. Oliver hört selbst oft den Satz “nimm doch mal ab” und wünscht sich, dass grundsätzlich nicht mehr über das Äußere von Menschen geurteilt wird. Sarah befindet sich in einem Zwiespalt: Natürlich will sie Körper nicht beurteilen, aber wie schafft man es, dass andere nicht ungesunden Körperbildern nacheifern?

Außerdem sprechen die beiden über "Young Hitler”. Genauer gesagt über die Rede von Alexander Eichwald bei der Gründungsversammlung der AfD-Nachwuchsorganisation. Denn sein Sprachduktus und seine Gestik erinnerten stark an Adolf Hitler. War der Redebeitrag echt oder eine satirische Inszenierung? Und wenn der Auftritt inszeniert war, war es genial oder gefährlich? Sarah hat eine ganz eigene Idee zum Zweck der Rede, in der die AfD selbst eine zentrale Rolle spielt. Oliver treibt noch eine andere Frage um: Warum glauben aktuell überhaupt so viele Menschen den Versprechungen von AfD-Politiker*innen oder auch von Donald Trump? Wird Politik zunehmend zur Glaubenssache, weil die Kirchen an Bedeutung verloren haben? Doch bei aller Kritik an Trump, finden Sarah und Oliver gemeinsam einen Grund, warum wir alle manchmal mehr wie der US-Präsident sein sollten!

Im persönlichen Teil droht Sarah mit Hausbesuchen beim Publikum und verrät, warum sie keine Vorbilder hat, während sich Oliver auf die Suche nach dem Sinn des Lebens macht.

00:00:00 Intro

00:01:53 Heute zu Gast: Komiker Oliver Kalkofe

00:03:50 99 ist das neue 100: Fast-Jubiläum ist eh besser

00:08:09 Ariana Grande und die Aufregung um ihr Körpergewicht

00:22:40 Sollte man überhaupt Vorbilder haben?

00:27:05 Satire oder real? Die Eichwald-Rede bei Jugend der AfD

00:36:12 Politik zum Glaubensersatz?

00:45:20 Warum wir uns Trump als Vorbild nehemen sollten

00:49:10 Hausbesuch von Sarah und Oliver auf der Sinnsuche

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Unsere heutigen Podcast-Tipps:

“Kalk und Welk” https://www.ardaudiothek.de/sendung/kalk-und-welk/urn:ard:show:8e6d4d6fa453e7f7/

“Barmbek Bump – Prange vs. Rohde” - mit Bjarne Mädel und Olli Dittrich: Folgenbeschreibung. https://1.ard.de/barmbekbump?cp=bw

Extra 3 – Bosettis Woche macht jetzt Winterpause. Neue Folgen gibt es wieder ab dem 13. Februar 2026

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(00:00:00) Intro
3 Minuten
Die Erkenntnis dürfte manche erschüttern: Aber auch Sarah Bosetti ist nur ein Mensch! Eigentlich sollte sie heute mit ZDF-Moderatorin Dunja Hayali sprechen. Aber weil Sarah leider krank geworden ist, kann sie keine Folge aufzeichnen. Auch wenn es heute von unsere Seite aus etwas ruhiger ist, werden wir unser Jubiläum in 14 Tagen mit umso mehr Schwung und Freude angehen - auch wenn es dann strenggenommen Folge 99 und nicht 100 ist. Um euch die Wartezeit zu verkürzen, empfehlen wir euch diese beiden Podcasts:

"Eat.reed.sleep" - der Bücherpodcast von NDR Kultur: https://1.ard.de/eat-read-sleep-podcast

"Berlin-Code" mit Linda Zervakis: kurz.ard.de/berlincode

(00:00:00) Intro

(00:00:06) Ruhe vor dem Jubiläum

(00:02:51) Sarah Bosetti lässt grüßen.

(00:02:59) Outro
1 Stunde 1 Minute
“Was genau machst Du eigentlich beruflich?“ Diese Frage wird sowohl Sarah Bosetti als auch ihrem Gast, dem Comedian und Quizspezialist Bernhard Hoëcker, häufiger gestellt. Kommt oft locker rüber, beide aber betonen: Das ist mehr Arbeit, als man denkt.

Aber natürlich geht es auch um Politik. Dem Sieg des Demokraten Zohran Mamdani bei der Wahl zum Bürgermeister von New York wollen sie noch nicht zu viel Bedeutung beimessen. Denn erstmal muss der Neue ja liefern, was er versprochen hat. Und das wird wahrscheinlich schwer.

Generell scheint es aber für Politiker inzwischen immer komplizierter zu sein, ihren Wählern Kompromisse als etwas Gutes zu verkaufen. Sarah würde sich deshalb wünschen, dass schon im Wahlkampf offen gesagt würde, dass nicht alle Forderungen umsetzbar sein werden.

Sorgen macht ihr die KI Grok, mit der Elon Musk eine rechts-konservative Alternative zu Wikipedia verfasst – die Grokipedia. Dort werden Fakten, die Musk zu links oder woke erscheinen, einfach umgeschrieben. Um das zu erkennen, braucht es Medienkompetenz. Die war laut Bernhard übrigens schon immer notwendig - selbst in der Steinzeit beim Lesen der Höhlenmalerei.

Im persönlichen Teil verrät Bernhard, was er geworden wäre, wenn er nicht "Narr und Schelm“ in die Jobzeile der Hotelanmeldung eintragen würde. Und Sarah gibt zu, bei welchem Thema sie sich zuletzt geirrt hat und jetzt eine andere Meinung vertritt. Spoiler: Ärgert uns alle und sie jetzt auch....

00:00:00 Intro 

00:01:50 Heute zu Gast: Comedian Bernhard Hoëcker

00:09:04 Gewinner der Woche: Zohran Mamdani gewinnt Bürgermeisterwahl in New York

00:15:45 Kompromisse in der Politik: besser als ihr Ruf

00:26:00 Kann man mit linken Themen noch Wahlen gewinnen?

00:36:26 „Die Schnapsidee der Woche“: Elon Musks Grokipedia

00:41:20 Lüge versteckt unter Wahrheit: So funktioniert Grokipedia

00:46:19 KI und das Versumpfen der Informationsqualität

00:54:20 "Eine letzte Frage..“: Fast EZB-Chef Bernhard und Sarahs Irrtum mit der Bahn

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Unser heutiger Podcast-Tipp:

"Deutschland 3000" mit dem Star aus „Maxton Hall“, Harriet Herbig-Matten: https://1.ard.de/D3000_Harriet_Herbig-Matten?cp   

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54 Minuten
“Friedrich Merz ist jetzt Bundeskanzler und Spaltung steht nicht in seiner Jobbeschreibung,” sagt Sarah Bosetti mit Blick auf die Stadtbild-Äußerung des CDU-Politikers, die sie wütend gemacht hat. Wäre es etwas anderes gewesen, er hätte die Aussage im Wahlkampf getroffen? Für Sarahs Gast, den Comedian und Moderator Christian Schulte-Loh, eher nicht. “Es ist doch immer Wahlkampf” und es werde immer parteitaktisch agiert. Sarah hält dagegen, dass Merz doch gerade jetzt als Bundeskanzler ein Werkzeug in der Hand hat, ganz anders Wahlkampf zu führen. Nämlich durch gute Politik. Sieht sie das vielleicht zu sehr durch die rosarote Brille? Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg, Merz-Rhetorik-Trick zu entschlüsseln. Außerdem fragt sich Christian etwas ketzerisch, wieso Merz mit derlei Rhetorik überhaupt in das Amt des Kanzlers kommen konnte. Haben da Partei und Wähler versagt?

Außerdem sprechen die beiden über die Massenproteste in den USA gegen Donald Trump und dessen Reaktion darauf. Mit seinem Video, in dem er aus einem Flieger Fäkalien auf die Demonstranten regnen lässt, hat er es mal wieder geschafft, dass alle über ihn sprechen und nicht über die Demos. Werden Sarah und Christian es schaffen, diesem genialen Move von Tump zu widerstehen?

Im persönlichen Teil verrät Christian, was er als erstes tun würde, wenn er an die Macht käme und Sarah, warum sie ausgerechnet Friedrich Merz gerne mit zum Campen nehmen würde.

00:00:00 Intro

00:01:54 Heute zu Gast: Moderator und Comedian Christian Schulte-Loh

00:05:13 “Sätze für die Ewigkeit”: Friedrich Merz und seine Aussage über Stadtbild und Töchter

00:11:40 Im Land der rosaroten Brille: Wahlkampf über gute Politik führen

00:14:30 Merz Rhetorik-Trick: Das Verschieben von Debatten

00:21:40 Gift und Politik: Welche Verantwortung tragen Wähler und Partei?

00:28:12 Flucht nach vorne statt Zurückrudern

00:32:30 “Unterm Radar”: Massenproteste gegen Trump und dessen genialer Kniff

00:40:10 Trump einfach aussitzen oder aufstehen?

00:46:13 “Eine letzte Frage”: Was Christian als erstes als Kanzler tun würde

00:50:20 Wen Sarah mit zum Camping nimmt

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Unsere heutigen Podcast-Tipp: 7 Tage wach vom RBB: https://1.ard.de/7TageWach?cp

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(00:00:00) Intro
1 Stunde 4 Minuten
“Plötzlich kommen wir in die Situation, dass der Hofnarr auch mal auf dem Thron sitzt, weil er so viel Macht bekommen hat”. Das findet Sarah Bosettis heutiger Gast, der Kabarettist und “Hofnarr” Christoph Sieber, am Debattenchaos rund um die Ausstellung von Jan Böhmermann besonders spannend. Wie groß ist die Macht über den Diskurs von Nichtpolitikern mit erheblicher Reichweite inzwischen? Für Sarah zeigen der Fall und die Absage des Konzerts des Rappers Chefket, was alles in der Kommunikation schieflaufen kann. Und Christoph fragt sich, warum man keinen Fehler mehr einräumen kann, ohne trotzdem “gegrillt zu werden”. Einig sind sich beide darin, dass die Debatte über den ganzen Israel-Palästina-Komplex extrem schwierig ist, weil schnell “Geschrei von allen Seiten kommt”. Wie konnte sich die Menschheit nur in so einem moralischen Dilemma verknoten? Spielen soziale Medien dabei eine entscheidende Rolle? “Hass und Ausgrenzung dürfen jedenfalls nicht siegen”, gibt sich Christoph auch mit Blick auf die AfD kämpferisch.

Nach diesem sehr nachdenklichen Teil geht es dann aber um die Wurst – oder viel mehr um die Frage, was sich noch so nennen darf. Schließlich hat das EU-Parlament beschlossen, dass Ersatztzprodukte nicht mehr so Wurst heißen dürfen. Vielleicht sollte man aber lieber die Fleischprodukte umbenennen. Wie wäre es etwa mit einer “Qualzucht im Eigendarm” vom Grill?

Im persönlichen Teil verrät Christoph, warum er am liebsten einen Schwamm einstecken würde, wenn er zu ner Party geht und Sarah überrascht bei der Frage , was sie wirklich bereut.

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Unsere heutigen Podcast-Tipps: Was für Zeiten – Richling plus 1

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(00:00:00) Intro

(00:01:33) Heute zu Gast: Christoph Sieber.

(00:07:26) "Klatschen vom Balkon": Das Debattenchaos um Jan Böhmermann Ausstellung

(00:11:00) Ausstellung, Absage, Aufregung: Was eingentlich geschehen ist?

(00:15:18) Wo bleibt Chefkets Statement zu alledem?

(00:19:50) Darf man im Israel-Palästina-Komplex noch Mitleid zeigen?

(00:24:10) Algorithmen und Wut: Die dauernde Empörungswelle

(00:34:20) Die Sorgen vieler Diskriminierter vor der AfD

(00:41:10) "Die Schnapsidee der Woche": EU-Parlament spricht sich gegen Veggie.Wurst aus

(00:43:50) Leberkäse, Kinderteller und Scherumlich: Jetzt wirds heikel

(00:48:20) Verkennung wissenschaftlicher Tatsachen

(00:51:00) "Eine letzte Frage": Warum Christoph einen Schwamm mit zu Partys nimmt

(00:56:56) Was bereut Sarah im Leben?
57 Minuten
“Wenn wir an Vernunft als Diskurs-organisierendes Element gar nicht mehr glauben, dann sind wir verloren”, konstatiert die Podcasterin und Schriftstellerin Jagoda Marinić. Sie ist in dieser Folge zu Gast bei Sarah Bosetti. Gemeinsam sprechen beide über den aufgeheizten Diskurs rund um das tödliche Attentat auf den rechten Trump-Unterstützter Charlie Kirk – auch in Deutschland. So erhielt ZDF-Moderatorin Dunja Hayali Morddrohungen nach einer Anmoderation zu dem Attentat. “Dürfen Journalisten eigentlich noch benennen, wenn etwas rassistisch oder menschenfeindlich ist?”, fragt Jagoda und findet es beängstigend, dass in Hayalis Fall die politischen Reaktionen deutlich leiser ausgefallen sind, als nach dem Ausscheiden von Moderatorin Julia Ruhs aus dem NDR. Spielen Fakten und Informationen denn gar keine Rolle mehr? Und ist Streit wirklich das Herzstück der Demokratie? Jagoda kommt hier ins Zweifeln. Sie besorgt, dass Demokratie immer weniger als “Wettbewerb der Ideen” wahrgenommen wird. “Wir brauchen irgendwie einen Pool an - sagen wir mal - zehn, 15 Meinungen, die wir öffentlich ertragen. Und im Moment ertragen wir nicht mal zwei oder drei”, meint sie. Sarah hingegen findet, “man muss sich nur gut streiten”. Entbrennt über diese Frage etwa ein Streit zwischen den beiden? Eins ist auf jeden Fall klar: Es sollte immer um die Liebe nach dem Streit gehen!

In “Eine letzte Frage” geht es um Störtalente: Sarah steht nämlich immer im Weg und Jagoda verbreitet überall Chaos. Außerdem planen die beiden ihre Reise ins Weltall. Denn vielleicht ist der Blick von ganz weit oben der einzige Weg, sich aus den festgefahrenen Debatten zu lösen.

00:00:00 Intro

00:01:27 Heute zu Gast: Schriftstellerin und Podcasterin Jagoda Marinić

00:03:08 Hass, Liebe und Wut im Netz und was Leoparden damit zu tun haben

00:08:45 “Ist das euer Ernst?”: Morddrohungen gegen Dunja Hayali nach einer Moderation zum Attentat auf Charlie Kirk

00:13:00 Shitstorms, Realitätsverschiebungen und Überlebensstrategien

00:18:00 Märtyrer Kirk und der Kulturkampf um rechts

00:22:15 Institutionelle Sanktionierung von Hass: Eine Option?

00:31:30 Streit - das Herzstück der Demokratie?

00:36:20 Streit im Öffentlichen und Privaten und die Liebe nach dem Streit

00:40:10 Was in unserer Gesellschaft gerade kaputtzugehen droht

00:44:30 “Eine letzte Frage...”: Warum Chaos machen ein besonders Talent ist

00:49:20 Die gemeinsame Reise ins All

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Unsere heutigen Podcast-Tipps:

Den Podcast “Freiheit Deluxe” findet ihr hier: https://1.ard.de/freiheit-deluxe

Im Podcast Hateland geht es um den Rechtsruck in Deutschland.

https://1.ard.de/abjetzt_hatelandpodcast

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44 Minuten
"Du bist schuld am Bundeskanzler Friedrich Merz." Mit dieser These überrascht Sarah Bosetti in der ersten Podcastfolge nach der Sommerpause ihre Gästin Luisa Neubauer, Klimaschutzaktivistin und Gesicht der "Fridays for Future"- Bewegung in Deutschland. Auch wenn Luisa Sarahs These nicht ganz mitgeht, outet sie sich zumindest in einigen Punkten als echte Merz-Bewunderin. So freut sie sich etwa darüber, dass der Kanzler in der aktuellen Debatte um Reformen des Sozialstaats vom "Leben über die Verhältnisse" berichtet. "Da kann er ja aus seinem Privatleben viel erzählen", meint Luisa. Überhaupt sind Luisa und Sarah der Meinung, dass Reiche endlich mal besser vor Diskriminierung geschützt werden müssen. Ansonsten überdeckt die Debatte über Bürgergeldempfänger für Luisa aber vor allem, wie gefährlich die wachsende Ungleichheit in Deutschland ist. Stimmen Realität und Wahrnehmung im politischen Diskurs überhaupt noch überein? Und wie sähe es aus, wenn die Union wirklich Politik für die Mehrheit machen würde? Sarah und Luisa würden sich auf jeden Fall wieder mehr Aufmerksamkeit für den Klimaschutz wünschen. Luisa fürchtet, dass sich der von der Koalition ausgerufenen "Herbst der Reformen" als "Herbst der Klimazerstörung" entpuppt. Und so manche Klimaschutzaussagen einiger Kabinettsmitglieder erträgt sie nur noch mit Galgenhumor.

Im privaten Teil outet sich Luisa als passionierte Pfannkuchenbäckerin und Sarah verrät, wem sie gerne ein hohes politische Amt anvertrauen würde. Ob da der Name Friedrich Merz nochmal fällt?

00:00:00 Intro und Begrüßung

00:01:25 Heute zu Gast: Klimaschutzaktivistin und Publizistin Luisa Neubauer

00:03:40 "Sag doch mal was Nettes über…": Friedrich Merz. Denn schließlich ist Luisa Neubauer "schuld" daran, dass Merz Kanzler wurde.

00:09:45 Warum die CDU-Ansage, "Politik für die Mehrheit" zu machen, Quatsch ist

00:14:45 Politische Diskussionen über gefühlte Fakten

00:25:10 "Neues vom Weltuntergang": Wenn Fleischkonsum nix mit Klimakrise zu tun hat

00:32:25 "Eine letzte Frage": Warum Luisa mal Pfannkuchenbäckerin wird und wen Sarah gern in der Politik sehen würde.

Ihr habt Feedback oder eine letzte Frage an unsere nächste Gästin Jagoda Marinic, dann schreibt uns an bosettiswoche@ndr.de

Unseren Podcast-Tipp "Too many tabs" findet ihr hier: https://1.ard.de/too_many_tabs

Die von Sarah erwähnte Folge von "Bosetti Late Night" findet ihr hier: https://www.3sat.de/kabarett/bosetti-late-night/bosetti-late-night-folge-13-bln-102.html

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