Verstehe! Der Wissenschaftstalk aus dem Austria Center Vienna Archiv
37 Episoden
23 Minuten
Stellen Sie sich vor, Sie können essen, was Sie wollen, legen sich dann schlafen und nehmen automatisch ab. Für Menschen mit starkem Übergewicht und der chronischen Erkrankung Adipositas ist das mit Sicherheit eine traumhafte Vorstellung. In der Forschung setzt man sich bereits mit Themen wie Abnehmen im Schlaf auseinander. Und der Winterschlaf der Tiere könnte zum Weg dorthin beitragen. Im 3. Teil unseres Podcast-Special zu Adipositas gehen wir das Thema von Seiten der Biophysik an, denn immer wieder kommt es bei der Grundlagenforschung vor, dass mehr oder weniger zufällig Mechanismen entdeckt werden, die bei der Behandlung von Krankheiten helfen können. Was der Winterschlaf der Tiere mit der Bekämpfung von Adipositas zu tun haben könnte, darüber sprechen wir mit Elena Pohl. Sie ist die Leiterin des Instituts für Physiologie, Pathophysiologie und Biophysik an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.
26 Minuten
Vorurteile wie Langsamkeit, Faulheit und mangelnde Intelligenz bekommen Menschen, die übergewichtig sind, immer wieder zu hören. Bobby Herrmann-Thurner ist mehrgewichtig bzw. adipös, wie es in der Fachsprache heißt. Und Adipositas gilt als chronische Erkrankung. Wie es der 42-jährigen Unternehmerin damit im Alltag geht und warum Sie sich seit einigen Jahren lautstark gegen Gewichtsdiskriminierungen einsetzt, das erzählt sie in dieser Podcast-Folge.
25 Minuten
Sind Sie heuer auch einmal wieder mit guten Vorsätzen ins Neue Jahr gestartet - mehr Bewegung machen, abnehmen oder sich gesünder ernähren? Gratuliere, dann zählen Sie nämlich zur Mehrheit der Bevölkerung. Dass so viele Menschen abnehmen bzw. generell weniger essen wollen, liegt aber nicht nur daran, dass es schlichtweg gesund ist, sondern wohl auch an der Tatsache, dass wir alle immer dicker werden. Und dafür gibt es in der Medizin auch einen Namen - Adipositas bzw. Fettleibigkeit. Manche sprechen dabei von einer regelrechten Epidemie. Grund genug, uns in der 3. Podcast-Staffel diesem Thema zu widmen, heute erst einmal aus wissenschaftlicher Sicht mit Dr. Thomas Scherer. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Forschungsgruppenleiter an der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel der Medizinischen Universität Wien.
22 Minuten
Scheidungskinder sind laut diverser Studien oft schlechter in der Schule, häufiger übergewichtig, sie nehmen mehr Drogen und sie haben tendenziell mehr psychische Probleme wie etwa Depressionen und dergleichen. Kann man Kindern demnach eine Scheidung überhaupt antun und was können Eltern beitragen, um die Auswirkungen auf ihr Kind so gering wie möglich zu halten? Ratschläge zum Thema Scheidung und wie sich diese auf Kinder auswirken kann, gibt es in der heutigen Podcast-Folge mit Dr. Siegfried Kasper, ehem. Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien.
17 Minuten
Migräne ist eine ernst zu nehmende Krankheit, von der Frauen zweieinhalbmal so häufig betroffen sind wie Männer. Die Autorin und Filmemacherin Barbara Kaufmann ist eine davon. Migräne schränkt sie im sozialen Leben ein, weil Dinge, die sie immer gerne gemacht hat, wie mit Freunden die Nacht zu feiern, fast nicht mehr möglich sind. Nicht möglich ist oft auch die Arbeit mit heftigen Kopfschmerzen. Das kann für Betroffene beträchtliche soziale und auch finanzielle Folgen haben. Wie Barbara Kaufmann gelernt hat, mit ihrer Migräne umzugehen und warum sie für einen anderen Umgang mit Schmerzen in unserer Gesellschaft plädiert, das erzählt sie jetzt.
22 Minuten
Knapp 10 Prozent der Menschen in Österreich leiden unter Spannungskopfschmerzen oder Migräne. Woran das liegen kann und warum Betroffene besser keine Hot Dogs mehr essen oder Rotwein trinken, das weiß der Neurologe und Universitätsprofessor Dr. Thomas Berger. Was außerdem noch helfen kann sind Entspannungstechniken - wie Yoga und Biofeedback - und körperliche Betätigung. Das alles und mehr erwartet Sie in der heutigen Podcast-Folge.
21 Minuten
Eva Fischer ist alles andere als kompliziert. Sie verträgt nur einfach kein Gluten, also Klebereiweiß, das in vielen Getreidesorten natürlich vorkommt. Schon ein Brösel Brot kann Evas Körper enorm schaden, denn sie leidet unter Zöliakie. Welche Einschränkungen die 36-jährige dadurch in ihrem Alltag erfährt und warum sie vor einigen Jahren den sehr erfolgreichen Food-Blog Foodtastic gegründet hat, das hören Sie jetzt.
21 Minuten
Nudeln aus Reis, Brot aus Buchweizen und Kekse aus Maismehl - ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Regale im Supermarkt mit glutenfreier Nahrung immer breiter werden? Ist das eine Modeerscheinung oder ist eine Glutenunverträglichkeit bzw. die chronische Darmerkrankung Zöliakie so etwas wie eine neue Zivilisationskrankheit? "Nein!", meint die Fachärztin für Kinder und Jugendheilkunde Almuthe Christine Hauer. "Aber es wird möglicherweise mehr kommuniziert und mehr diagnostiziert als früher", räumt sie ein. Was Zöliakie genau ist und woran in diesem Zusammenhang gerade geforscht wird, darum geht es in dieser Podcast-Folge.
21 Minuten
Rote Flecken auf der Haut, Gelenk- und Muskelschmerzen bis hin zu Nieren- oder Herzmuskelentzündungen - Karin Frauenberger leidet seit über 25 Jahren an der rheumatischen Erkrankung Lupus. Weil ihr ein offener Umgang mit der Krankheit im Alltag enorm hilft, hat sie eine Selbsthilfegruppe gegründet und leitet auch seit einigen Jahren als Vizepräsidentin die Österreichische Rheumaliga. Warum Aufklärung so wichtig ist und mit welchen Vorurteilen Rheumapatient:innen konfrontiert werden, darum geht es in dieser Folge.
26 Minuten
Am 12. Oktober 2022 ist Welt-Rheuma-Tag. Seit 26 Jahre soll damit Bewusstsein für die Anliegen rheumakranker Menschen geschaffen werden, denn je früher eine Diagnose erfolgt, desto besser. Daniel Aletaha ist Experte für rheumatische Erkrankungen. In dieser verstehe!-Folge spricht Mari Lang mit ihm über Diagnosemethoden, wie und ob man rheumatischen Erkrankungen vorbeugen kann und woran in diesem Bereich gerade geforscht wird.
18 Minuten
Im Grunde ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis uns der Klimawandel alle persönlich betrifft. Warum also warten, wenn man schon heute etwas tun kann, wenn man gegenlenken kann? Rund 100 Österreicherinnen und Österreicher haben sich im Rahmen des Klimarates der Bürgerinnen und Bürger Gedanken gemacht, wie Österreich bis 2040 klimaneutral werden könnte. Und sie haben konkrete Maßnahmen vorgelegt. Edith Siebenstich war Teil des Klimarates und hat auch Monate danach noch großes Interesse daran, sich aktiv für Klimaschutz einzusetzen, obwohl sie früher überhaupt keine Klimaschützerin war. Was genau sie zum Umdenken gebracht hat, erzählt sie in dieser Podcast-Folge.
25 Minuten
Obwohl dieser Sommer auch in Europa mit Hitzewellen, Extremwetterereignissen und dergleichen mal wieder gezeigt hat, dass der Klimawandel unaufhörlich voranschreitet, blickt Klimaforscher Thomas Jung vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven positiv in die Zukunft. Mit seiner Forschung an Klimamodellen und speziellen Wetterkarten möchte er dazu beitragen, dass wir das Klima in Zukunft besser voraussagen können und die Auswirkungen auf unser Leben und die Umwelt besser begreifen können. Wie extrem wird das Wetter in Zukunft noch werden, welche Folgen hat der Klimawandel konkret für unser Leben und was können wir überhaupt noch tun, um eine Katastrophe zu verhindern, darüber sprechen wir in der heutigen Verstehe!-Folge.
23 Minuten
Wenn der Motor meines Autos kaputt ist, dann bringe ich es in die Werkstatt, um es reparieren zu lassen. Beim menschlichen Körper ist das schon ein bisschen komplizierter. Da funktioniert das mit dem Reparieren nicht immer so einfach. Deshalb hat es sich die Regenerative Medizin zum Ziel gesetzt, zu heilen statt zu reparieren. Lars-Peter Kamolz forscht seit vielen Jahren im Bereich der Regenerativen Medizin. Welche Methoden da angewandt werden und wie weit die Realität von so manchen Science-Fiction-Filmen entfernt ist, darüber sprechen wir in der heutigen Verstehe!-Folge.
16 Minuten
Renate Gschiel hatte vor 6 Jahren in ihrem Wohnzimmer einen schweren Unfall mit einem Ethanolofen. 70 Prozent ihrer Haut sind dabei verbrannt. Früher wäre das ein Todesurteil gewesen, doch die Fortschritte in der Forschung sind enorm und tragen dazu bei, dass viele Patientinnen und Patienten mit extremen Brandverletzungen heute überleben. Nach Monaten auf der Intensivstation, unzähligen Operationen und einem harten Weg zurück steht heute Renate Gschiel wieder Mitten im Leben. In der heutigen Podcastfolge erzählt sie von ihrer körperlichen und psychischen Heilung und warum Aufgeben nie eine Option war.
21 Minuten
Hand auf's Herz: Wenn Sie plastische Chirurgie hören, dann denken Sie wahrscheinlich an Nasenkorrekturen und Brustvergrößerungen, jedoch an einen netten Grillnachmittag im Garten wohl eher nicht. Aber auch darum geht es in der plastischen Chirurgie, um die Behandlung von Brandverletzungen. Und die nehmen in diesen Tagen wieder zu. Dann ist es gut, wenn man neue Methoden wie Tissue Engineering und dergleichen hat, um Brandwunden zu behandeln. Was man bei Verbrennungen sonst noch tun kann und was vor allem österreichische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in dem Bereich der Forschung beitragen, hören Sie jetzt.