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Tschüss Kohle, hallo Zukunft! Archiv

32 Episoden
19 Minuten
In dieser Folge ist Ralf Geißler nach Bad Lauchstädt, einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt, gefahren. Im dortigen Energiepark hat er Cornelia Müller Pagel getroffen. Sie leitet den Aufbau des sogenannten „Reallabors Energiewende“. Es besteht aus Windrädern, einem Elektrolyseur, Gasspeichern und Leitungen, die grünen Wasserstoff ins Land transportieren sollen. Das bundesweit einmalige Projekt soll im Kleinen zeigen, wie die Energiewende im Großen funktionieren könne. Besonders spannend sind dabei die Kavernen, in denen grüner Wasserstoff für energiearmen Zeiten gespeichert werden könnten. Müller Pagel erklärt, wie das funktioniert und was alles im Energiepark entsteht. Mit Blick in die Zukunft sagt sie: Man mache das Projekt nicht aus purem Altruismus. In Zukunft wollten alle Projektpartner damit Geld verdienen.

"Tschüss Kohle, hallo Zukunft!" ist vielleicht das langfristigste Rechercheprojekt Deutschlands. Über zehn Jahre hinweg begleiten wir Menschen aus dem Mitteldeutschen Revier durch den Kohleausstieg. Was geht durch den Ausstieg verloren? Was kommt neu?

Und noch ein Tipp: In der MDR AKTUELL-App erhalten Sie alle Informationen, die für die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wichtig sind, egal ob Nachrichten aus der Region, aus Deutschland oder der Welt.

https://www.mdr.de/nachrichten/neue-mdr-aktuell-app-100.html
12 Minuten
In dieser Folge fährt Britta Veltzke wieder ins Dorf Pödelwitz. Es sollte eigentlich für die Kohle darunter abgebaggert werden. Die meisten Bewohner waren schon weggezogen als klar war: Das Dorf bleibt. Mit der Frage, wie es dort weitergehen soll, beschäftigt sich der Verein „Pödelwitz hat Zukunft“. Er organisiert unter anderem Veranstaltungen wie das „Repaircafé“. Dort können Menschen ihre kaputten Geräte oder andere Dinge reparieren lassen. Solche Veranstaltungen sollen im Kleinen zeigen, wie die Menschen hier im Dorf zusammenleben wollen. Getroffen haben wir auch wieder Pfarrerin Friederike Kaltofen. Die Pödelwitzer Dorfkirche liegt in ihrer Gemeinde. Kaltofen sagt, aktuell sind 80 Prozent der Häuser in Dorf im Besitz des Kohleunternehmens Mibrag. Dem Verein schwebt eine Genossenschaft vor, die die verlassenen Häuser verteilt. Er ist mittlerweile auch mit dabei, wenn die Gemeinde und die Mibrag über die Zukunft sprechen. Kaltofen kritisiert, dass alles zu lang dauert. Die verbliebenen Bewohner ein Recht darauf, nicht noch viel länger in einem weitgehend leeren Dorf zu leben.

"Tschüss Kohle, hallo Zukunft!" ist vielleicht das langfristigste Rechercheprojekt Deutschlands. Über zehn Jahre hinweg begleiten wir Menschen aus dem Mitteldeutschen Revier durch den Kohleausstieg. Was geht durch den Ausstieg verloren? Was kommt neu?

Und noch ein Tipp: Das Kohleupdate

Mit 40 Milliarden Euro Steuergeld soll der Strukturwandel im Lausitzer, Mitteldeutschen und Rheinischen Braunkohlerevier gestemmt werden. Doch fließt das Geld auch dorthin, wo es wirklich gebraucht wird? Mit einem Datenprojekt verfolgt der MDR die Verteilung der "Kohlemilliarden" und macht sie damit für alle sichtbar. https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/kohlemilliarden/index.html
17 Minuten
In dieser Folge mit Ralf Geißler spielt ein "Titanosaurus aus Stahl" eine wichtige Rolle. Beim Kohleunternehmen Mibrag stehen die Zeichen auf Wandel. Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain gibt Planungschef Bastian Zimmer Auskunft darüber, wie gut das Kohlegeschäft noch läuft und womit die Mibrag in Zukunft Geld verdienen will. Wegen des Ukraine-Kriegs hatte der Konzern zunächst von der Renaissance der Kohle profitiert. Inzwischen schwanke die Nachfrage extrem, so Zimmer. Die Mibrag muss sich mehr und mehr von ihrem Kerngeschäft lösen. Stattdessen nimmt man erneuerbare Energien in den Fokus. Doch dafür müssen auch die Rahmenbedingungen passen. Und da sieht man bei der Mibrag noch Nachholbedarf.

"Tschüss Kohle, hallo Zukunft!" ist vielleicht das langfristigste Rechercheprojekt Deutschlands. Über zehn Jahre hinweg begleiten wir Menschen aus dem Mitteldeutschen Revier durch den Kohleausstieg. Was geht durch den Ausstieg verloren? Was kommt neu?

Und hier unser Podcast-Tipp: Nach der Kohle von detektor.fm - http://detektor.fm/nach-der-kohle
2 Minuten
Wir sind zurück im mitteldeutschen Braunkohlerevier. Was bedeutet der Kohleausstieg für die Menschen vor Ort? Es geht um ein ehemals totgeweihtes Dorf, Jobs und die Frage, wie die Energiewende gelingen kann.
12 Minuten
Bastian Zimmer plant für die Mibrag den Kohlebergbau. Weil Energie derzeit knapp ist, laufen die Bagger im Revier auf Hochtouren. Kohle zu verfeuern, lohnt sich wieder. Der Ausstieg scheint ferner als vor einem Jahr.
11 Minuten
Nele Mäder ist jetzt 15 Jahre alt und wünscht sich mehr Klimaschutz. Doch sie kann auch verstehen, dass Kohlekraftwerke die aktuelle Energiekrise mildern. Eine Schülerin zwischen Klimaangst und der Realität am Tagebau.
13 Minuten
Bürgermeister Andy Haugk sucht für seine Kleinstadt eine neue Wärmequelle. Bislang werden fast alle Häuser in Hohenmölsen über Fernwärme von einem Kohlekraftwerk beheizt. Doch das wird mit dem Kohleausstieg abgeschaltet.
12 Minuten
Pfarrerin Friederike Kaltofen träumt von einem Öko-Dorf Pödelwitz. Der Ort wäre fast den Kohlebaggern zum Opfer gefallen. Die Sanierung der Kirche geht voran. Doch für weitere Pläne braucht es die Zustimmung der Mibrag.
11 Minuten
Thomas Brandenburg wollte in Leipzig mit einem neuen Gaskraftwerk eine Brücke in die grüne Zukunft bauen. Doch nun ist Gas extrem teuer. Trotzdem hat Brandenburg sein Heizkraftwerk jetzt hochgefahren.
2 Minuten
Nach einem Jahr besuchen Britta Veltzke und Ralf Geißler wieder das Mitteldeutsche Revier. Inzwischen ist alles anders: Es herrscht Energiekrise und die Kohlekraftwerke laufen auf Hochtouren. Wie erlebt man das vor Ort?
12 Minuten
Mit Putins Krieg in der Ukraine stellt sich die Frage: Sollten wir wirklich bis 2038 die Kohlekraftwerke abschalten und die Tagebaue schließen? Dazu im Interview der Politikökonom Philipp Litz von Agora Energiewende.
9 Minuten
Bastian Zimmer ist Planungschef bei der Mibrag - heißt, er plant den Kohle-Abbau in zwei großen Tagebauen in Mitteldeutschland. 2038 soll spätestens Schluss damit sein. Aber auch dann wartet auf ihn noch viel Arbeit.
10 Minuten
Nele Mäder ist 14 und wohnt in Michlitz im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. Das Landleben findet sie zwar langweilig, aber Michlitz ist ihr wichtig. Das Dorf soll nicht abgebaggert werden - auch wegen des Klimawandels.
14 Minuten
Andy Haugk ist Bürgermeister von Hohenmölsen. Knapp 10.000 Menschen leben hier, viele von der Arbeit im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. Haugk kämpft dafür, dass sie neue Jobs bekommen werden, auch im Energiesektor.
12 Minuten
Friederike Kaltofen ist Pfarrerin von Pödelwitz. Das Dorf am Tagebau Vereinigtes Schleenhain sollte abgebaggert werden. Der Kohleausstieg hat Ort und Kirche gerettet. Nun schmiedet die Pastorin neue Pläne.