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Die Choreografin Archiv

118 Episoden
34 Minuten
Deng Pan, Kontrabassist und Masterstudent Rhythmik in Trossingen, kam mit einer Frage an mich heran zum Thema Improvisation: Wie können Musiker:innen den Wunsch bzw. die Erwartung von Tänzer:innen erfüllen? Was ist wichtig für den/die Bewegenden in Bezug auf Musk?

Diese Frage hat mich schlussendlich ganz woanders hingeführt, weil ich „Erwartungen“ nicht als konstruktiven bzw. spannenden Ausgangspunkt erachte in der Improvisation.

Wohin die Reise ging, hörst du in dieser Podcast-Episode.

Ich spreche dazu, was uns in der Improvisation verbindet, wie wir als Akteur:innen zusammen kommen, gleichermaßen steuern und Angebote machen - auch ohne vorherige Absprachen oder gemeinsame Trainings.  Wir befassen uns damit, welche Rolle die Vergangenheit, die Zukunft und der Augenblick spielen in der Improvisation und wie ich mit den Zeiten spielen kann, um den Moment zu kreieren. Welche Aspekte muss ich alle im Blick haben, während ich im Hier und Jetzt performen?
25 Minuten
Letzte Woche hab ich über die ersten beiden Grade von Beteiligung gesprochen: Wahrnehmung und Diskurs. Außerdem haben wir den dritten Grad, die Handlungsmöglichkeiten, angefangen. Die selbstbestimmte Teilhabe kennst du also schon. Heute steigen wir in die fremdbestimmte Teilhabe ein und reden über Framing, Deklaration und Übergriffigkeit.  Dann wenden wir uns dem vierten Grad zu: Teilhabe am Entstehungsprozess. Es wird um (kollektive) Co-Autorschaft gehen, Teilhabe durch Expertise und Ehrenamt  sowie thematisch angebundenes Agieren, wie z.B. Rahmenprogramme, politische Aktionen, Nachbarschaftshilfe, Demos, Petitionen. Auch heute gibt es wieder ein Nähkästchen. Außerdem ein Experiment und eine Hypothese zum Nach- und Weiterdenken.
32 Minuten
Ab wann ist eine künstlerische Darbietung partizipativ? Meines Erachtens ist Kunst, die wahr - und aufgenommen wird, schon partizipativ, denn es liegt eine innere Beteiligung vor. Der Grad der Beteiligung kann unterschiedlich, und passiv oder aktiv sein. Heute stelle ich dir meine Einteilung in vier Grade vor. Das Kunstwerk mit allen Sinnen erfassen und im Fühlen oder auch im inneren Dialog mit sich sein, ist Grad eins. Der zweite Grad ist Diskursführung: Meinung, Perspektiven ausdrücken und neue Sichtweisen aufnehmen. Im dritten Grad geht es um Handlungsmöglichkeiten für ein Publikum. Diese können selbstbestimmt oder auch fremdbestimmt angelegt sein. Heute steigen wir bei der selbstbestimmten Teilhabe ein, die Fremdbestimmte stelle ich dir nächste Woche vor; ebenso wie die Teilhabe am Entstehungsprozess. Heute plaudere ich auch ganz viel aus dem Nähkästchen.  
40 Minuten
Heute betrachte ich die 7 Prinzipien der Manipulation nach dem amerikanischen Psychologen Robert Cialdini unter dem Aspekt, wie wir sie nutzen können, um Zuschauer:innen für unsere Stücke zu gewinnen und wie wir unser Publikum motivieren können, sich in partizipativen Stücken beteiligen zu wollen.

Ich werde auch Beispiele geben, wie sie in der Werbebranche genutzt werden und wovon ich abraten würde, es in unsere Branche anzuwenden.
18 Minuten
Heute stelle ich euch die restlichen 4 der 7 Prinzipien der Manipulation nach dem amerikanischen Psychologen Robert Cialdini vor, nämlich Sympathie, Autorität, Verknappung und Identifikation.

Zu Erkennen, wo wir manipuliert werden, gibt uns mehr Freiheit in unseren Reaktionen und  Entscheidungen. Zu Erkennen, wo wir andere manipulieren - und es auch sein zu lassen - verbessert die Qualität unserer Verbindungen. Wenn wir bemerken, wo Manipulation im Gange ist, können wir nicht nur unsere beruflichen und privaten Beziehungen bewusster gestalten, sondern die Infos auch nutzen, um Zuschauer:innen zu gewinnen und um zu motivieren,  sich in partizipativen Stücken einzubringen. Dafür schaffe ich heute weitere Grundlagen, um darauf in der nächsten Folge einzugehen.  
28 Minuten
Heute stelle ich euch die ersten 3 von 7 Prinzipien der Manipulation nach dem amerikanischen Psychologen Robert Cialdini vor, nämlich Reziprozität, Konsistenz und soziale Bewährtheit. 

Zu Erkennen, wo wir manipuliert werden, gibt uns mehr Freiheit in unseren Reaktionen und  Entscheidungen. Zu Erkennen, wo wir andere manipulieren - und es auch sein zu lassen - verbessert die Qualität unserer Verbindungen. Wenn wir bemerken, wo Manipulation im Gange ist, können wir nicht nur unsere beruflichen und privaten Beziehungen bewusster gestalten, sondern die Infos auch nutzen, um Zuschauer:innen zu gewinnen und um zu motivieren,  sich in partizipativen Stücken einzubringen. Dafür schaffe ich heute Grundlagen, um darauf in der übernächsten Folge einzugehen.  
42 Minuten
Heute sitze ich zusammen mit Anna Linß, Kantorin der Stiftskirche Landau sowie  Initiatorin und Organistin des Projekts 5 nach Endlichkeit und mit der Tänzerin und Co-Choreografin Bérengère Brulebois. Wir lassen das Projekt revue passieren unter folgenden Gesichtspunkten: War echte Interdisziplinarität gegeben? Wie haben wir die interdisziplinäre Zusammenarbeit gestaltet und hat sie funktioniert? Inwiefern haben wir kooperiert, kollaboriert oder kollektiv kreiert? Am Ende streifen wir noch die Frage: wie kommuniziert man ein Gemeinschaftswerk nach außen?
21 Minuten
Heute möchte ich dir meine Unterscheidung dieser 3 Arbeitsformen vorstellen und Beispiele dazu geben. Jede Form hat ein anderes Level von Verantwortung. Jede Form bedingt andere Arbeitsweisen, erfüllt verschiedene Zwecke und unterstützt unterschiedliche Ziele.  
27 Minuten
Heute tauchen wir in das zweite große Potenzialfeld der verbindlichen Interdisziplinarität ein, nämlich wie wir Synergien zwischen den Disziplinen entdecken und ausarbeiten können. Mir fallen dazu 4 Vorgehensweisen zur verbindlichen interdisziplinären Zusammenarbeit ein  -  es gibt sicher noch mehr - die ich dir zur Verdeutlichung in ihrer Reinform vorstellen möchte:

InterferenzSymbioseModifikation Neugestaltung und Innovation

Im künstlerischen Prozess selbst sind die Grenzen in der Regel fließend und natürlich funktionieren sie auch in Kombination. Wie immer hab ich auch Beispiele parat.

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Im zweiten Teil bespreche ich, welche Basis und Arbeitsgrundlage es  für eine funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit braucht: Wie kommt man auf einen Nenner, wenn einer von Birnen spricht, aber Äpfel meint, der nächste von Hunden spricht, der andere aber Katzen vor Augen hat, und man erst später herausfindet, dass ein Quadrat kein Kreis ist?

Kommunikation ist schon innerhalb der eigenen Disziplin schwer, und sie wird nicht einfacher, wenn man sich interdisziplinär zu verständigen versucht. Stellen wir uns also bestmöglich darauf ein.
31 Minuten
Heute tauchen wir in das erste große Potenzialfeld der verbindlichen Interdisziplinarität ein, der Übertragung von Essenzen. Wie kristallisieren wir Essenzen in einer Disziplin heraus und wie übertragen wir diese auf eine andere? Mir fallen dazu 4 Vorgehensweisen zur verbindlichen interdisziplinären Zusammenarbeit ein  -  es gibt sicher noch mehr - die ich dir zur Verdeutlichung in ihrer Reinform vorstellen möchte.

TranspositionTransfer, hier noch die Unterscheidung von Transformativem Transfer, Schementransfer und Erkenntnistransfer Adaption Übersetzung

Im künstlerischen Prozess selbst sind die Grenzen in der Regel fließend und natürlich funktionieren sie auch in Kombination. Wie immer hab ich auch Beispiele parat. 
23 Minuten
Schein-Interdisziplinarität: Unterschiedliche Disziplinen arbeiten in verschiedenen Bereichen an unterschiedlichen Einzelzielen. 

Die echte, oder wie ich sie nennen, verbindliche Interdisziplinarität:

Ein Team, dessen Mitglieder aus unterschiedlichen Disziplinen kommen, arbeitet an einem gemeinsamen Ziel, das es nur in Zusammenarbeit umsetzen kann. 

Heute stelle ich dir dazu verschiedene künstlerische Konzepte und Vorgehensweisen vor, wie du scheininterdisziplinär oder verbindlich interdisziplinär spannend künstlerisch kollaborieren kannst.
32 Minuten
Zusammen ein Seil knüpfen oder mit verschiedenen Seilen in eine Richtung ziehen; das ist m. E. der Unterscheid zwischen Trans- und Interdisziplinarität.

In der interdisziplinären Zusammenarbeit bleiben die Disziplinen weitgehend voneinander getrennt und behalten ihre spezifischen Methoden und Ansätze bei. In transdisziplinären Ansätzen dagegen werden die Grenzen zwischen den Disziplinen bewusst überschritten, um umfassendere und integrativere Lösungen zu entwickeln bezogen auf eine gemeinsame übergeordnete Sache.

Heute möchte ich mit dir erörtern, wie diese beiden Begriffe allgemein unterschieden werden und wie ich sie persönlich im Kontext der Kunst anwende. Ich gebe dir Bilder, um es greifbarer zu machen und Beispiele. Diese Episode ist der erste von 4 Teilen zu diesem Thema. 
28 Minuten
Vor 2 Jahren hab ich in diesem Podcast diese Bewegungsmethode movement fundamentals nach Jane Hawley vorgestellt, du findest sie unter dem Titel „Wenn Tanz dir deine Pattern vor die Füße wirft“, Episode  54 vom 16.  April 22. 

Ich habe für die heutige Episode eine Session getanzt und teile meine sehr persönlichen Schreibergebnisse mit dir. Über das Schreiben konnte ich Sachen über mich selbst herausfinden. Diese habe ich genutzt, um 8 Experimente für meinen Alltag zu entwickeln. Vielleicht hast du Lust, das eine oder andere Experiment von mir auszuprobieren. Mein individueller Prozess soll dir als Beispiel und Anregung dienen, wie du selbst durch Beobachtung deines Körpers und deiner Bewegung und schließlich über das dazu Geschriebene etwas über dich, deine Gewohnheiten, Automatismen, deine Gedanken, Interpretationen, Bewertungen und Gefühle herausfinden kannst. Vor allem aber geht es mir darum, dich zu ermutigen, movement fundamentals für dich selbst erweiternd anzuwenden und deine eigenen Beobachtungen in Texten zu verfassen und daraus Experimente zu entwickeln.
47 Minuten
Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Bérengère Brulebois leitet die inklusive Tanztheater Compagnie INTUICIO in Saarbrücken. Heute spreche ich mit ihr über den Unterschied der Wörter inklusiv und integrativ. Wir überlegen und reflektieren über den Unterschied von finanzieller Barrierefreiheit und einem Handshake des Empowerments. Wir tauchen in Fragen ein, wie: Was, wenn (körperliche) Einschränkungen den tänzerischen Entdeckungsraum erweitern statt limitieren? Was, wenn wir uns statt  künstlich kategorisch abzugrenzen, dem WIE zuwenden, um in einer vielfältigen Gruppe Ziele zu erreichen oder bestimmte Resultate zu erzielen? Ein Gespräch, das Normität, Exklusivität und Schubladen zugunsten von authentischem Miteinander infrage stellt.
30 Minuten
In der letzten Episode hab ich dir ausführlich von Memen erzählt - Gedankenschnipsel, die bestimmen, womit wir denken und wie sich das, womit wir denken auf unser Denken, Entscheiden und Handeln auswirkt. Meme sind sehr individuell, wir können aber auch normative Memen-Sets in unterschiedlichen Sektoren erkennen, z. B. partnerschaftlich/ familiär, gesellschaftlich/ kulturell oder in verschiedenen Spielwelten oder Kontexten.    

Als Kunstschaffende können wir diese toxischen oder visionären Meme scannen, untersuchen und für unsere künstlerischen Inhalte nutzen. Wie das gehen kann und welche Strategien was bewirken, wird heute Thema sein. 

Außerdem schauen wir uns an, wie das, WOMIT die verschiedenen Rollen im Kulturbereich denken, beeinflusst, was, wie und welche Art von Kunst erschaffen wird.

Zum Schluss noch eine Momentaufnahme, um deine eigenen Meme auszumachen, die dir eventuell hier und und da im Leben einen Strich durch die Rechnung machen.
Die Choreografin

Die Choreografin

Über Kunst und von der Kunst Unternehmer und Mensch zu sein