Schubschlag Archiv
173 Episoden
58 Minuten
Ingrid Dieterle ein Name der seit Jahrzehnten im DRV und im Rudersport immer wieder fällt. Deutsche Meisterin, Funktionärin im DRV und der FISA. Ein Gespräch über Frauenrudern in Deutschland und auf dem Weg zu den olympischen Spielen, Ost und West Kontakte, Thomas Keller, Erinnerungen an die Juniorenzeit mit abschließendem Blick auf das Heute im DRV und ob es Hoffnung gibt. Kleiner Spoiler, wenn die Nacht am Tiefsten ist, kann es nur heller werden.
Schubschlag@gmail.com für Anregungen, Hinweise und Kritik
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1 Stunde
“Sind Leistungssportler krank?” Diese Frage stellt sich irgendwann Paco Müller, eine der Hauptfiguren im Roman ‘Der Schlagmann’ von Evi Simeoni. Auch wenn das Buch ein Roman ist, so orientiert sich die Geschichte doch sehr stark an einer der tragischsten Geschichten im deutschen Rudersport: dem Leben von Bahne Rabe. Der Olympiasieger und Schlagmann des Deutschland-Achters würde dieses Jahr seinen 60. Geburtstag feiern. Über Druck, psychologische Begleitung im Leistungssport und die Antwort auf die Frage von Paco Müller haben wir mit der Sportjournalistin Evi Simeoni gesprochen.
1 Stunde
Wolfgang Goede, Ruderer, Journalist und bewandert in der Historie des Rudersports. Eine Stunde unterhalten sich Wolfgang und Zappel über Rudersport vom Anbeginn der Zeit über das Kaiserreich und während zwei Diktaturen. Auf welche Traditionen man sich berief, dass man nicht mit schwarz-weiß Schablonen denken sollte und was man in alten Vereinszeitungen so entdecken kann. Am Ende gibt es sogar noch eine Entwicklungshelferaufgabe für Weltenbummlertrainer.
schubschlag@gmail.com für Hinweise, Kritik, Gästenominierungen und Fragen zum Beginn der Forschungen im eigenen Vereinsarchiv.
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53 Minuten
Theodor Heuss hat einmal gesagt, dass “der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen. Der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein”. Man kann diese Aussage recht einfach auf das Rudern übertragen und dabei das Renn- und das Wanderrudern. Dass Wanderrudern nicht nur etwas für ältere Herr- und Frauschaften ist, haben wir mit Sebastian Kross besprochen. Wieder jemand, der für sein Hobby brennt und uns alte Rennruderer fast für das Wanderrudern begeistern konnte. Fast.
1 Stunde 6 Minuten
Wir haben sie endlich gefunden; die Leidenschaft. Leidenschaft, die sich im täglichen Training, in der Führung von Sportlern und Trainern zeigt. Leidenschaft, die Hartmut Buschbacher fast fünf Jahrzehnte als Erfolgstrainer kombiniert hat mit Neugier, Flexibilität und einer Portion Perfektionismus. Ein spannendes Gespräch mit einem Mann, der von der Nixenstrasse in Berlin die Welt eroberte und den deutschen Rudersport nach einem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 wieder zurück in die Erfolgsspur brachte.
PS. Für Fragen und Anregungen schreibt uns: schubschlag@gmail.com
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1 Stunde 7 Minuten
Sport und Beruf kombinieren? Das geht doch überhaupt nicht! Und sicherlich nicht, wenn man olympische Medaillen gewinnen will. Hmm, na ja, es geht doch. Wir haben mit keiner Geringeren als Kathrin Boron darüber gesprochen und wie sie berufliche Ausbildung und Beruf mit schlappen vier olympischen Goldmedaillen, 397 WM Medaillen und noch mehr deutschen Meistertiteln kombiniert hat. Welche Rolle die Deutsche Sporthilfe dabei spielen kann, hat Kathrin in den letzten Jahren aus der Nähe mitgemacht und mitbeeinflusst. Von Leidenschaft war in dieser Folge übrigens auch wieder häufig die Sprache.
1 Stunde 2 Minuten
In vier Jahrzehnten mit dem Adler auf der Brust, mehr als zwanzig Jahre rudern auf höchstem internationalem Niveau. Für so etwas wurde der Begriff ‘Ausnahmeathlet’ erfunden. Oder besser: ‘Ausnahmeathletin’. Marie-Louise Dräger ist so eine Ausnahmeathletin und wir haben uns mit ihr über ihre Karriere, Leidenschaft und Gründe für den Niedergang einer weiteren ehemaligen Medaillenfabrik im deutschen Rudersport unterhalten.
56 Minuten
“Kauz”, “Außenseiter”, “Merkwürdige” oder sogar “Gestörte”. Anderes Verhalten fällt auch im Rudersport auf. Der Blick hinter den Sportler fehlt dabei allerdings häufig. Ein Urteil ist schnell gefällt und wieder einmal zeigt sich, dass nicht alle Sportler (und Menschen) über einen Kamm geschert werden können. Caragh McMurtry war zehn Jahre Mitglied der britischen Nationalmannschaft und hat mit uns über falsche Diagnosen, Training mit Psychopharmaka und ein Leben mit Neurodivergenz gesprochen.
52 Minuten
Sportfunktionäre, die sich für die Interessen der Sportler einsetzen. Nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Aber im internationalen Rudersport drei Jahrzehnte lang die Normalität. Thomas Keller stand fast dreißig Jahre an der Spitze des internationalen Ruderverbandes (FISA) und hat nicht nur den Rudersport, sondern auch den olympischen Sport nachhaltig geprägt. David Owen hat eine sehr lesenswerte Biografie “Thomi Keller: A life in sport” geschrieben und Zappel gibt einige Einblicke in das Buch und das Leben von Thomas Keller.
56 Minuten
Rudern an amerikanischen Universitäten ist ein Genuss. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ähnelt der Unisport aus deutscher Sicht fast einem Paradies. Wie kommt man als junger Sportler dort hin und warum der deutsche Ruderverband dort viele Möglichkeiten liegen lässt, haben wir mir mit Lukas Wojciechowski besprochen. Letztes Jahr noch Gewinner einer Bronzemedaille auf der Junioren WM, hat Lukas diesen Sommer den Aufbruch in die USA gewagt und einiges zu berichten.
1 Stunde
Nirgendwo waren die Wochen und Monate nach dem Fall der Mauer wohl so allgegenwärtig wie in Berlin. Aus zwei mach eins hat die Stadt über Jahre beschäftigt. Der Rudersport macht da keine Ausnahme. Mit Joachim Ehrig, dem leitenden Landestrainer des LRV Berlin in dieser Zeit, sprechen wir über Rudern in den ersten Monaten des wiedervereinten Berlins. Über Rivalität, menschliches Leid und den vielsagenden Geruch so mancher Umkleidekabine.
1 Stunde 3 Minuten
Wem dieser Podcast hier bisher zu “männlich” war, kommt heute endlich wieder zum Zug. Frauenrudern, wie Frauensport im Allgemeinen, haben es in den letzten mehr als hundert Jahren schwer gehabt, sich in Sport und Gesellschaft durchzusetzen. Wie es beim Rudern vom Einer mit Dame bis zum olympischen Medaillenschatz gekommen ist, besprechen wir mit Ellen Becker. Ellen hat nicht nur eine Bronzemedaille von den Olympischen Spielen in Los Angeles im Schrank, sondern auch ihr eigenes Buch “Mit Rock und Riemen. Die Entwicklung des Frauenruderns im Deutschen Reich und der Bundesrepublik”.
1 Stunde 9 Minuten
Rudern ist ein konservativer Sport, in dem Bauchgefühl und “das haben wir schon immer so gemacht” immer noch weit verbreitet sind. Obwohl gerade beim Rudern physikalische Gesetze und Naturwissenschaften eine große Rolle spielen sollten. Warum Innovationen immer wieder stocken und warum auch aktuelle Spitzenruderer ruhig häufiger mit einer Säge in die Bootshalle gehen sollten, besprechen wir mit Trainer- und Wissenschaftslegende Volker Nolte.
1 Stunde 1 Minute
Mittlerweile sind sie eine aussterbende Art, aber in den neunziger und frühen zweitausender Jahren belebten sie das (internationale) Regattageschehen: Leichtgewichte und dann vor allem leichtgewichtige Riemenruderer. Man sah sie in Regenjacken schwitzend im Kampf gegen die Waage und dann auf dem Wasser in hartumkämpften Rennen gegen die Gegner. Kurz vor dem Aussterben des Leichtgewichtsruderns - Dankee IOC - sprechen wir mit einem Protagonisten, der in drei verschiedenen Jahrzehnten, im Haifischbecken der Leichtgewichte mitgeschwommen und auch oft vorneweg geschwommen ist: Stefan Locher. Wir sprechen mit Stefan über Sport in Regenjacken, Schnelldiäten und Alleinunterhalter in Ratzeburger Kinos.
1 Stunde 10 Minuten
Ein desolates Ergebnis des Achters in München und ein Ruderverband, der danach mehrere Jahre benötigt, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen? Nein, nicht, was Ihr denkt. Ähnlichkeiten mit der Aktualität sind rein zufällig. Es geht um die frühen siebziger Jahre. Joachim "Goofy" Ehrig erzählt im Gespräch mit uns, was in den siebziger Jahren in der Trainingssteuerung schief lief. Aber das ist nicht alles. "Goofy" hat eine beeindruckende Vita als Ruderer und Trainer. Mit uns bespricht er auch seine Erfahrungen als ruderischer Entwicklungshelfer in China. Wir gehen ab sofort nur noch mit Schuhen in chinesische Badezimmer. Sollten wir jemals dort hin kommen.