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Tauchgänge Archiv

42 Episoden
51 Minuten
Hiob ist glücklich. Er hat eine große Familie und viel Kohle. Nach und nach wird ihm alles genommen. Mit Marlen Bunzel, Professorin für Altes Testament, sprechen wir über Vorwärtslösungen und Rückwärtsirrungen, übers Klagen und Be-klagen und darüber, wie man selbstbewusst verlieren kann.
44 Minuten
Es sieht aus wie ein festliches Abendessen. Das ist es auch, aber nicht nur. Für die wenigen Stunden des gemeinsamen Essens hat die Performance-Künstlerin Franziska Pierwoss bis zu einem Jahr gearbeitet. Sie glaubt: Nur wenn Menschen wirklich persönlich miteinander zu einem Thema in Austausch kommen, kann sich etwas bewegen. Frohe Ostern!
26 Minuten
„Martyrologium“ heißt der Gesang, der vor der Christmette in der dunklen Kirche gesungen wird. Aber der Name ist irreführend. Denn um Märtyrer geht es darin überhaupt nicht. Vielmehr führt eine Stimme durch die Zeiten – von der Entstehung der Welt bis zur Geburt Jesu. Von Kindesbeinen an begann auch für Christoph Karlson das Christfest mit diesem Gesang. Und die Erkenntnis: Es ist wahrhaft geschehen. Frohe Weihnachten!
44 Minuten
Ihr Arbeitsfeld ist die Weltkirche: Myriam Wijlens. Sie arbeitet in einer Fülle von Gremien, in denen sich einfache Gläubige genauso wie Kardinäle darüber verständigen, wie der katholische Glaube auf der Welt konkret gelebt wird. Dass diese unterschiedlichen Gesichter des Christentums eine Gemeinschaft bilden, sie jeweils zur Geltung kommen und wie sie sich gegenseitig bereichern können, ist immer wieder herausfordernd und beglückend. Das Geheimnis dahinter? Myriam Wijlens antwortet gut gelaunt: Zuhören. Fragen, ob man richtig verstanden hat. Und nicht zu urteilen.
44 Minuten
Die „Jahrestage“ von Uwe Johnson waren eine umwerfende Lektüreerfahrung für Hille Haker, Professorin für Ethik in den USA. Erinnern und Vergessen ist notwendig. Genauso, wie die Erinnerung lebbar zu machen – wie eine Katze springt sie einen an und kommt nicht unbedingt, wenn man nach ihr ruft.

Erinnerung kann es nicht geben ohne Vergessen. Aber vielleicht ist ja auch das Umgekehrte richtig: dass es Vergessen nicht ohne Erinnern gibt. Vergessen ist etwas anderes als das aktive Verschweigen, bei dem etwas nichtzur Sprache gebracht wird. Zwischen diesen Polen bewegt sich unser Tauchgang.
36 Minuten
Als 1979 die erste Folge der Hörspielserie Die drei ??? mit den Detektiven Justus, Peter und Bob veröffentlicht wurde, war unser Gast gerade geboren und die Mauer stand noch. Die Mauer fiel, und Jakob Deibl wurde Benediktinermönch, Philosoph und Theologe. Als er die drei Detektive und ihre Kriminalfälle mit 44 Jahren wieder entdeckt, sind diese nicht gealtert – und noch immer spannend und witzig. Gemeinsam tauchen wir in die Welt der ???.
54 Minuten
Etty Hillesum, 27 Jahre jung, jüdisch, Studentin und beseelt von dem Wunsch, Dichterin zu werden, beginnt im Jahr 1941 in Amsterdam ihr Tagebuch. Es gibt Zeugnis von einer unkonventionellen und sinnlichen Frau, die mit radikal ehrlichem Blick auf sich selbst auf der Suche nach Gott ist. 84 Jahre später nimmt ihr Tagebuch uns beim Lesen den Atem. Denn Etty Hillesum kämpft darum, die Schönheit der Welt in einer schrecklichen Zeit wahrzunehmen – und auf poetische Weise mit allen zu teilen. Isabella Bruckner berichtet uns von ihrer Entdeckung dieses lyrischen Tagebuchs.
48 Minuten
Als einer ihrer Studierenden als Mitglied der „Letzten Generation“ für 15 Tage in Präventionsgewahrsam kommt, wird Claudia Paganini aktiv: Die Professorin für Medienethik, Theologin, Philosophin und Kommunalpolitikerin beschreibt ihren persönlichen „Kipppunkt“ aus der Resignation. Seither fordert sie in einer Petition von ihren wissenschaftlichen Kolleg:innen, nicht in der Loge sitzen zu bleiben, sondern aktiv zu werden, die Stimme zu erheben – und das Engagement der jungen Menschen zu unterstützen.
43 Minuten
Achtung, Nerd-Content! Margareta Gruber ist Forscherin, ihr Spezialgebiet ist das Evangelium nach Johannes. Ihre jahrzehntelange Arbeit führte sie zu einer erstaunlichen Entdeckung: Der Tod Jesu am Kreuz lässt sich wie eine Geburt lesen. Sie nimmt uns mit auf einen unwiderstehlichen Ritt durch ihre komplexe und aufregende Lesart des Johannesevangeliums…

Nächster Live-Tauchgang am 19. März 2025 um 20 Uhr im Club der polnischen Versager, Berlin.
54 Minuten
Als Achtjährige durfte sie keine Ministrantin werden – heute ist sie Professorin für Predigtlehre und forscht zu Missbrauch an erwachsenen Frauen in der katholischen Kirche. „Meine Muttersprache ist katholisch“, sagt sie – und deswegen kann sie übersetzen und aufdecken, was für Muster es sind, die Missbrauch in der Kirche begünstigen. Ihre Überzeugung ist: Das, was passiert ist, darf nicht ungesagt bleiben.

 

Die im Gespräch erwähnte Homepage lautet: Missbrauchsmuster.de; das erwähnte Buch heißt „Erzählen als Widerstand“ – ebenso wie das Gespräch im Hörraum der Akademie.
1 Stunde 1 Minute
November 2024 in Berlin Mitte, der Club der polnischen Versager ist proppenvoll. Johanna Haberer, ehemalige Theologieprofessorin und Podcasterin, hat einen Schatz mitgebracht: zwei Lieder von Paul Gerhardt, vertont von Johann Sebastian Bach. Gerhardt schrieb sie vor fast 400 Jahren. Ihre Innigkeit und Leichtigkeit berührt, tröstet und stärkt bis heute - auch an einem trüben Novemberabend im 21. Jahrhundert in Berlin.
47 Minuten
„Ich wollte auch so was wie die Bibel schreiben“, sagte John von Düffel, nachdem ihm in der Grundschule zum ersten Mal daraus vorgelesen wird: Eine meisterhafte Erzählung, die den Menschen erlaubt, sich selbst als Teil einer großen Geschichte zu sehen - die man erfinden müsste, wenn es sie nicht schon gäbe, ergänzt Mirja Kutzer. Mirja Kutzer und John von Düffel im Gespräch mit Katrin Visse und Peter Gößwein, aufgenommen zum zehnjährigen Jubiläum der Tauchgänge im Mariengarten der Katholischen Akademie in Berlin.
39 Minuten
„Du bist der religiöseste Atheist, den ich kenne“, sagt seine Frau über den Künstler Thomas Lucker. Bei seiner Arbeit kommen immer wieder religiöse Themen auf ihn zu: die Figur des segnenden Christus, das Relief einer Prozession und ein Auferstehungsbild, nämlich „Levitation im neuen Berlin“. Er erzählt uns von seinen Begegnungen, Auseinandersetzungen und Erkenntnissen beim Schaffen dieser Werke und davon, immer wieder an der Grenze zwischen Glauben oder Unglauben unterwegs zu sein.
1 Stunde 24 Minuten
In einer Haftanstalt begegnen sie sich: Pete William Meyer als Insasse und Dirk Harms als sein Gefängnisseelsorger. Sie teilen dort, was man in einem Gefängnis nicht erwarten würde: Ästhetik, künstlerisches Schaffen und Spiritualität.

Aufgenommen am 28.11.2023 im Club der polnischen Versager, Berlin.
29 Minuten
Folge 3: Im Garten der Liebe wächst allerlei: Das Begehren und die Gewohnheit, die Menschenliebe und die Gottesliebe, die Eifersucht und der Liebeskummer. Auch im dritten (und letzten Teil) hat Pater Elmar Salmann uns durch diesen Garten geführt und uns Staunen lassen vor kleinen Pflänzchen der Zugewandtheit und der Zärtlichkeit, dem Mammutbaum der Ehe und den Früchten des Eros.
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