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Tauchgänge Archiv
42 Episoden
41 Minuten
Folge 2: Im Garten der Liebe wächst allerlei: Das Begehren und die Gewohnheit, die Menschenliebe und die Gottesliebe, die Eifersucht und der Liebeskummer. Pater Elmar Salmann hat uns im zweiten Teil des Gesprächs weiter durch diesen Garten geführt und uns Staunen lassen vor kleinen Pflänzchen der Zugewandtheit und der Zärtlichkeit, dem Mammutbaum der Ehe und den Früchten des Eros.
36 Minuten
Im Garten der Liebe wächst allerlei: Das Begehren und die Gewohnheit, die Menschenliebe und die Gottesliebe, die Eifersucht und der Liebeskummer. Pater Elmar Salmann hat uns durch diesen Garten geführt und uns Staunen lassen vor kleinen Pflänzchen der Zugewandtheit und der Zärtlichkeit, dem Mammutbaum der Ehe und den Früchten des Eros.
44 Minuten
Marguerite Porete und Mechthild von Magdeburg haben im Mittelalter gelebt und aufregende theologische Schriften verfasst. Sie waren Beginen, keine Nonnen, und lebten in selbstbestimmten religiösen Gemeinschaften. Sorgsam erzählt uns die Theologin Christine Büchner von den beiden eigenwilligen Frauen und vom Glühen, das sie erfasst und ins Schreiben gebracht hat – und was und wie so wunderbare Texte entstanden ist.
52 Minuten
Am Flughafen von Moskau liegt ein kleiner Koran unter einer Sitzbank. Darauf sitzt eine afghanische Flüchtlingsfamilie. Der 13jährige Milad findet ihn. Viele Jahre sind vergangen. Seither ist das Buch sein ständiger Begleiter. Denn es enthält, was keiner ihm nehmen kann: Poesie. Ihn fasziniert das, was zwischen den Worten liegt: nicht eindeutige Benennung, sondern Vieldeutigkeit, die staunen lässt.
46 Minuten
Wenn sie als 15-Jährige im Dunkeln über die Landstraße nach Hause geradelt ist, hat Katharina Ende immer gesungen – um sich im Dunkeln Mut zu machen und auch, weil es ein schöner Abend war. Die Furchtlosigkeit und die Freude am Singen sind seither ein Teil von ihr und haben sie weit geführt: in die West-Ukraine, nach Rumänien und nach Ungarn zum Theologiestudium. Als Pfarrerin fasziniert sie die Gestaltung des Gottesdienstes. „Ich habe da den Anspruch, die Liebe, dass es gut geplant, gut komponiert ist – ein Gesamtkunstwerk, davon bin ich überzeugt.“
49 Minuten
In den 70er Jahren gründete Jean Vanier in Frankreich „l’Arche“, eine heute weltweite Bewegung, in der behinderte und nichtbehinderte Menschen in einer damals völlig neuen Weise als Gemeinschaft in der Nachfolge Jesu zusammenleben. Kurz nach Vaniers Tod im Jahr 2019 wurde er des geistlichen Missbrauchs an mindesten 25 Frauen überführt. Seine Handlungen, teilweise auch mit sexuellen Übergriffen, hat er dabei theologisch-mystisch begründet. Klaus Mertes SJ seziert, was geistlicher Missbrauch ist und was alles in Mitleidenschaft gezogen wird: Mystik, Glaube, Vertrauen und Sexualität.
57 Minuten
Ursprünglich war Klaudia Höfig Gemeindereferentin in einer westdeutschen Kleinstadt. Dann zog sie mit ihrer Familie 1989 nach Brasilien, wo sie mit politisch-sozial engagierten Nonnen zusammen die Befreiungstheologie kennenlernte. Anschließend ging sie in den US-amerikanischen Bible Belt, wo die Katholiken die „Progressiven“ waren – und in den 90er Jahren in eine chinesische Industriestadt mit einer staatlich kontrollierten katholischen Kirche. Überall wach, interessiert und nah bei den Menschen, reift bei ihr die Erkenntnis: Ohne Kontext bleibt das Christentum oberflächlich. Und auch diese: Willst du wissen was Wasser ist, frage niemals einen Fisch.
41 Minuten
Zwar ist uns der Tod in den letzten 3 Jahren nähergekommen – aber über das Sterben und das „Danach“ reden wir nicht. Teresa Schweighofer ist Professorin für Praktische Theologie. Sie war mit Pfarrern, Seelsorgerinnen und Seelsorgern und freien Ritualbegleitern unterwegs und hat viel darüber nachgedacht, was sie selbst tröstet und dem Tod gelassener ins Auge blicken lässt: Das Requiem von Johannes Brahms…
PS: Die musikalischen Einspielungen (eben Stücke aus dem Brahms-Requiem) sind nun entfernt.
PS: Die musikalischen Einspielungen (eben Stücke aus dem Brahms-Requiem) sind nun entfernt.
1 Stunde 1 Minute
Als 15jährige stößt Teresa Forcades auf „Die Wohnungen der Inneren Burg“ von Teresa von Ávila. Damit beginnt für die spätere Benediktinerin, Ärztin, Theologin und Kapitalismuskritikerin aus dem Bergkloster Montserrat in Katalonien eine lebenslange Auseinandersetzung mit der eigensinnigen Dichterin, Kirchenlehrerin und Ordensfrau aus dem 16. Jahrhundert. Beide Teresas verbinden Mystik und tiefe Frömmigkeit mit pragmatischer Lebensklugheit. Im Gespräch führt uns Teresa Forcades in die Welt ihrer großen Namensvetterin, die uns heute Erstaunliches zu sagen hat.
50 Minuten
John von Düffel ist Dramaturg und Schriftsteller und hat ein Stundenbuch geschrieben. Dabei ist er gar nicht gläubig. Es geht darin vor allem um die Frage: was ist genug? Als moderner Asket macht er sich darin zusammen mit Ödipus, Sisyphos und Hiob auf die Suche nach der richtigen Richtung im Falschen, nach dem Wesentlichen, das kein zu wenig ist.
1 Stunde 5 Minuten
In Irak und Syrien, heute Orte voller Gewalt, arbeitet Pater Jens an der Versöhnung zwischen Christen und Muslimen. Sein Weg aus der Schweiz in das syrische Wüstenkloster Mar Musa war so nicht geplant, aber genau der richtige. Wie schaut er auf Europa, in das der Krieg zurückgekehrt ist?
47 Minuten
Sich aussetzen, das tut Birgit Mattausch. Dabei stolpern und gleichzeitig schweben, dem mittleren Kanzelton ein Schnippchen schlagen und an komischen Stellen etwas dazulernen. Sie ist die einzige Theologin im Literaturhaus Hildesheim und sucht dort als Inspirateuse Töne und Worte beim Sprechen über Gott zum Klingen zu bringen.
1 Stunde 3 Minuten
„Ich fürchte keine Kreatur außer einer: den Menschen,“ soll der Maler Franzisco de Goya (*1746) als Reaktion auf die Napoleonischen Kriege gesagt haben und Geschichte und Gegenwart geben ihm Recht. Doch blicken wir in das Antlitz eines Neugeborenen, strahlt uns die reine Hoffnung an. Was passiert nur seit diesem unschuldigen Anfang?
51 Minuten
Beim Osterspaziergang mit Kurt Appel begegnen uns drei Frauen auf dem Weg zu einem Toten. Die Szene endet mit entsetztem Schweigen: Der Stein ist weg, die Leiche auch und ein unbekannter junger Mann sitzt im Grab und sagt „Der, den ihr sucht, ist nicht mehr hier.“ Das Markus-Evangelium endet mit einem Cliffhanger, und mit dem Schweigen beginnt die eigentliche Geschichte, ohne dass sie je zu Ende kommen könnte. Ein Tauchgang zu Ostern.
53 Minuten
Optimismus und Pessimismus sind beides Verstimmungen. Gebildete Hoffnung ist mehr als positiv denken, sagt die Praktische Theologin Regina Polak. Denn in den Erzählungen der Bibel können wir zuschauen, wie Menschen unter widrigsten Umständen hoffen und hoffen lernen. Ein Gespräch über Migration, Klagen, Leiden – und die Kraft, die daraus erwachsen kann.