endlich jura. Archiv
149 Episoden
5 Minuten
Sicher – wir streiten gelegentlich darüber, welche Lernstrategie uns am schnellsten zum Ziel führt und welche Lernmethode die Beste ist, aber wir sind uns doch darüber einig, dass wir ums Lernen an sich nicht umhinkommen. Aber was, wenn ich dir sage, dass fast genauso wichtig ist, was du im Anschluss an deine Lernsession tust? Du kannst dein Lernen mit ganz einfachen Mitteln in der Viertelstunde danach dauerhaft positiv beeinflussen. Die Forschungsfrage lautet daher: Was sollte ich unmittelbar im Anschluss an meine Lernsession tun, um sie rückwirkend noch effektiver zu machen?
Heute möchte ich dir drei verschiedene Möglichkeiten vorstellen; dir fallen vielleicht sogar noch mehr ein. Sie lassen sich der Kategorie Anspannung zuordnen. Im zweiten Teil sehen wir uns drei weitere Möglichkeiten an, die sich der Kategorie Entspannung zuordnen lassen.
Um eine Lernsession rückwirkend noch effektiver zu machen, kannst du deinen Körper positivem Stress aussetzen (sog. Eustress).
Die dahinterstehende Idee: Wenn du etwas stärker im Gedächtnis verankern möchtest, versetze dich unmittelbar im Anschluss an den Lernvorgang in einen adrenalingeladenen Zustand. Wer versucht, etwas zu lernen, das keine emotionale Reaktion auslöst (vielleicht studierst du doch das Falsche …), und direkt danach keine Adrenalinausschüttung fördert, verschenkt beträchtliches Potenzial jeder Lerneinheit. Der Adrenalinspiegel im Anschluss an ein Ereignis entscheidet nämlich darüber, wie zuverlässig eine Erinnerung an dieses Ereignis geschaffen wird.
1. KOFFEIN
Selbst Koffein stimuliert schon die Ausschüttung von Adrenalin. Es bietet sich allerdings an, es schon vor Abschluss der Lernsession zuzuführen, weil es erst nach 20–25 Minuten in deinen Blutkreislauf gelangt und frühestens dann seine Wirkung entfalten kann. Der Schlafexperte Matthew Walker empfiehlt jedoch, spätestens zehn Stunden vor dem Zubettgehen kein Koffein mehr zu konsumieren.
2. KÄLTEBEHANDLUNG
Kältebehandlung (englisch cold exposure) ist eine schöne Low-Cost-Möglichkeit, Adrenalin freizusetzen.
Du kannst …
kalt duschen,
deine Arme in Eiswasser tauchen oder
in dem Wetter unangemessener Kleidung aus dem Haus gehen und ein wenig frieren.
Erstrebe einen Zustand, bei dem dir das o. Ä. durch den Kopf geht: »Oh Mann, das ist so kalt, ich will, dass es aufhört, aber ich weiß auch, dass ich mich nicht umbringe, wenn ich es noch länger aushalte.«
Der renommierte Neurowissenschaftler Andrew Huberman beschreibt es so: »Consider doing deliberate cold exposure for 11 minutes per week TOTAL. NOT per session, but rather, 2-4 sessions lasting 1-5 mins each distributed across the week. Again, the water temperature should be uncomfortably cold yet safe to stay in for a few minutes. You can do more, but this should be the minimum to achieve the benefits of cold exposure. You can do very cold, very brief exposures for adrenaline release too, but the 11 minutes is based on a recent study that explored a range of effects and is a good solid, basic protocol for ongoing use.«
3. SPORT
Den gewünschten Effekt erzeugt auch Sport, allerdings nur solcher, der nicht lediglich die Durchblutung fördert.
Faustformel: Wenn eine Aktivität deine Atmung beschleunigt, deine Pupillen erweitert und es dir schwerfällt, klar zu denken, dann sind das typische Anzeichen einer erhöhten Adrenalinausschüttung. Duschst du dich – wie eben angeregt – nach dem Lernen etwa kalt genug ab, wird genau das passieren.
Heute möchte ich dir drei verschiedene Möglichkeiten vorstellen; dir fallen vielleicht sogar noch mehr ein. Sie lassen sich der Kategorie Anspannung zuordnen. Im zweiten Teil sehen wir uns drei weitere Möglichkeiten an, die sich der Kategorie Entspannung zuordnen lassen.
Um eine Lernsession rückwirkend noch effektiver zu machen, kannst du deinen Körper positivem Stress aussetzen (sog. Eustress).
Die dahinterstehende Idee: Wenn du etwas stärker im Gedächtnis verankern möchtest, versetze dich unmittelbar im Anschluss an den Lernvorgang in einen adrenalingeladenen Zustand. Wer versucht, etwas zu lernen, das keine emotionale Reaktion auslöst (vielleicht studierst du doch das Falsche …), und direkt danach keine Adrenalinausschüttung fördert, verschenkt beträchtliches Potenzial jeder Lerneinheit. Der Adrenalinspiegel im Anschluss an ein Ereignis entscheidet nämlich darüber, wie zuverlässig eine Erinnerung an dieses Ereignis geschaffen wird.
1. KOFFEIN
Selbst Koffein stimuliert schon die Ausschüttung von Adrenalin. Es bietet sich allerdings an, es schon vor Abschluss der Lernsession zuzuführen, weil es erst nach 20–25 Minuten in deinen Blutkreislauf gelangt und frühestens dann seine Wirkung entfalten kann. Der Schlafexperte Matthew Walker empfiehlt jedoch, spätestens zehn Stunden vor dem Zubettgehen kein Koffein mehr zu konsumieren.
2. KÄLTEBEHANDLUNG
Kältebehandlung (englisch cold exposure) ist eine schöne Low-Cost-Möglichkeit, Adrenalin freizusetzen.
Du kannst …
kalt duschen,
deine Arme in Eiswasser tauchen oder
in dem Wetter unangemessener Kleidung aus dem Haus gehen und ein wenig frieren.
Erstrebe einen Zustand, bei dem dir das o. Ä. durch den Kopf geht: »Oh Mann, das ist so kalt, ich will, dass es aufhört, aber ich weiß auch, dass ich mich nicht umbringe, wenn ich es noch länger aushalte.«
Der renommierte Neurowissenschaftler Andrew Huberman beschreibt es so: »Consider doing deliberate cold exposure for 11 minutes per week TOTAL. NOT per session, but rather, 2-4 sessions lasting 1-5 mins each distributed across the week. Again, the water temperature should be uncomfortably cold yet safe to stay in for a few minutes. You can do more, but this should be the minimum to achieve the benefits of cold exposure. You can do very cold, very brief exposures for adrenaline release too, but the 11 minutes is based on a recent study that explored a range of effects and is a good solid, basic protocol for ongoing use.«
3. SPORT
Den gewünschten Effekt erzeugt auch Sport, allerdings nur solcher, der nicht lediglich die Durchblutung fördert.
Faustformel: Wenn eine Aktivität deine Atmung beschleunigt, deine Pupillen erweitert und es dir schwerfällt, klar zu denken, dann sind das typische Anzeichen einer erhöhten Adrenalinausschüttung. Duschst du dich – wie eben angeregt – nach dem Lernen etwa kalt genug ab, wird genau das passieren.
6 Minuten
Blog-Post »Hat Corona die Examensklausuren verändert?«: https://bit.ly/3E2LKQK
Der Ausbruch der Coronapandemie hat dazu geführt, dass Hunderte Kandidat*innen, deren Freiversuch längst hätte stattfinden sollen, mehrere Freisemester angerechnet bekamen. Das versetzte sie in die Lage, insgesamt mehr Zeit zu haben, sich auf den Freiversuch vorzubereiten. Das wirft die Frage auf: Werden damit diejenigen, die keine Corona-Freisemester hatten, nicht erheblich benachteiligt? Wäre es da nicht nur fair, die Klausuren sowohl umfangreicher als auch schwieriger zu machen – einfach, um einen Ausgleich zu schaffen? Ich habe mich kürzlich dieser Frage angenommen und mir exemplarisch den Examensdurchgang Februar/ März 2021 in NRW ganz genau angesehen. Sind die Examensklausuren tatsächlich umfangreicher und schwieriger geworden? Let’s find out …
SCHNITT ALLER KLAUSUREN AUS FEBRUAR/ MÄRZ 2021
… und so sieht der Schnitt für alle Klausuren dieses Durchgangs aus:
~3 Seiten Sachverhalt (nicht unüblich)
~2 Fälle (nicht unüblich)
2 Fallfragen (nicht unüblich)
6 Rechtsprobleme (eher unüblich)
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die Klausuren im Examen sind seit Ausbruch der Coronapandemie zumindest nicht umfangreicher geworden. Zwei Fälle mit je einer Fallfrage auf drei Seiten Sachverhalt entsprechen dem, was ich seit Jahren beobachte. Durchschnittlich sechs (statt fünf) Rechtsprobleme pro Klausur sind natürlich besorgniserregend; allerdings dürfen wir dabei nicht vergessen, dass die Strafrechtsklausur das Bild mit ihren elf Problemen verfälscht, sodass ich auch hier nicht von einer Überraschung sprechen würde. Der Durchgang beweist einmal mehr: Du benötigst Skills und Know-how; Rechtskenntnisse sind überschätzt. Es ist unmöglich, den gesamten examensrelevanten Stoff zu lernen, da er sich faktisch nicht eingrenzen lässt. Du kannst dir lediglich einen Überblick über gängige Rechtsprobleme verschaffen, die – das zeigt der hier besprochene Durchgang eindrücklich – nur einen Bruchteil derer ausmachen, die sich dir in Klausuren potenziell stellen können. Du benötigst Skills und Know-how, die dich in die Lage versetzen, auch mit dir bis dato unbekanntem methodisch sauber umzugehen. Das setzt voraus, dass du die gesetzliche Systematik der wesentlichen Rechtsnormen verinnerlicht hast und mit den wichtigsten ungeregelten Instituten umzugehen weißt.
Der Ausbruch der Coronapandemie hat dazu geführt, dass Hunderte Kandidat*innen, deren Freiversuch längst hätte stattfinden sollen, mehrere Freisemester angerechnet bekamen. Das versetzte sie in die Lage, insgesamt mehr Zeit zu haben, sich auf den Freiversuch vorzubereiten. Das wirft die Frage auf: Werden damit diejenigen, die keine Corona-Freisemester hatten, nicht erheblich benachteiligt? Wäre es da nicht nur fair, die Klausuren sowohl umfangreicher als auch schwieriger zu machen – einfach, um einen Ausgleich zu schaffen? Ich habe mich kürzlich dieser Frage angenommen und mir exemplarisch den Examensdurchgang Februar/ März 2021 in NRW ganz genau angesehen. Sind die Examensklausuren tatsächlich umfangreicher und schwieriger geworden? Let’s find out …
SCHNITT ALLER KLAUSUREN AUS FEBRUAR/ MÄRZ 2021
… und so sieht der Schnitt für alle Klausuren dieses Durchgangs aus:
~3 Seiten Sachverhalt (nicht unüblich)
~2 Fälle (nicht unüblich)
2 Fallfragen (nicht unüblich)
6 Rechtsprobleme (eher unüblich)
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die Klausuren im Examen sind seit Ausbruch der Coronapandemie zumindest nicht umfangreicher geworden. Zwei Fälle mit je einer Fallfrage auf drei Seiten Sachverhalt entsprechen dem, was ich seit Jahren beobachte. Durchschnittlich sechs (statt fünf) Rechtsprobleme pro Klausur sind natürlich besorgniserregend; allerdings dürfen wir dabei nicht vergessen, dass die Strafrechtsklausur das Bild mit ihren elf Problemen verfälscht, sodass ich auch hier nicht von einer Überraschung sprechen würde. Der Durchgang beweist einmal mehr: Du benötigst Skills und Know-how; Rechtskenntnisse sind überschätzt. Es ist unmöglich, den gesamten examensrelevanten Stoff zu lernen, da er sich faktisch nicht eingrenzen lässt. Du kannst dir lediglich einen Überblick über gängige Rechtsprobleme verschaffen, die – das zeigt der hier besprochene Durchgang eindrücklich – nur einen Bruchteil derer ausmachen, die sich dir in Klausuren potenziell stellen können. Du benötigst Skills und Know-how, die dich in die Lage versetzen, auch mit dir bis dato unbekanntem methodisch sauber umzugehen. Das setzt voraus, dass du die gesetzliche Systematik der wesentlichen Rechtsnormen verinnerlicht hast und mit den wichtigsten ungeregelten Instituten umzugehen weißt.
3 Minuten
Schließe dich über 12.000 Studierenden und Referendar*innen an: Abonniere meinen kostenlosen Newsletter »Jura neu gedacht« https://mailchi.mp/endlichjura/newsletter
Untersuchungen bereits Ende des 19. Jahrhunderts haben gezeigt, dass ein Großteil (bis zu 70 %) von dem, was wir lesen und hören, kurz darauf vergessen wird. Wissenschaftler bezeichnen dies als Vergessenskurve. Wenn du dich nach dem Lernen mithilfe eines Quiz, von Karteikarten, einem Kreuzworträtsel, Lückentexten o. Ä. aktiv abfragst, ist es wahrscheinlicher, dass das Gelernte hängen bleibt.
»Je schwerer es fällt, neu Gelerntes aus dem Gedächtnis abzurufen, desto größer ist der Nutzen. Die Anstrengung, Wissen abzurufen, stärkt das Erinnerungsvermögen.«
– Henry Roediger/ Mark McDaniel (Kognitionswissenschaftler)
Du musst übrigens nicht darauf warten, dass deine Professorin oder dein Repetitor ein Quiz austeilt. Du kannst dir selbst eins erstellen und lernst dabei noch mal deutlich mehr. Es muss auch nicht immer gleich ein Stapel neuer Karteikarten sein. Beginne doch mal damit, dein Lernmaterial alle Viertelstunde kurz beiseitezulegen und dir Fragen wie die Folgenden zu stellen:
Was waren die Kerngedanken?
Was habe ich zum ersten Mal gehört?
Wie kann ich diese Informationen in meinen nächsten Klausuren verwenden?
Untersuchungen bereits Ende des 19. Jahrhunderts haben gezeigt, dass ein Großteil (bis zu 70 %) von dem, was wir lesen und hören, kurz darauf vergessen wird. Wissenschaftler bezeichnen dies als Vergessenskurve. Wenn du dich nach dem Lernen mithilfe eines Quiz, von Karteikarten, einem Kreuzworträtsel, Lückentexten o. Ä. aktiv abfragst, ist es wahrscheinlicher, dass das Gelernte hängen bleibt.
»Je schwerer es fällt, neu Gelerntes aus dem Gedächtnis abzurufen, desto größer ist der Nutzen. Die Anstrengung, Wissen abzurufen, stärkt das Erinnerungsvermögen.«
– Henry Roediger/ Mark McDaniel (Kognitionswissenschaftler)
Du musst übrigens nicht darauf warten, dass deine Professorin oder dein Repetitor ein Quiz austeilt. Du kannst dir selbst eins erstellen und lernst dabei noch mal deutlich mehr. Es muss auch nicht immer gleich ein Stapel neuer Karteikarten sein. Beginne doch mal damit, dein Lernmaterial alle Viertelstunde kurz beiseitezulegen und dir Fragen wie die Folgenden zu stellen:
Was waren die Kerngedanken?
Was habe ich zum ersten Mal gehört?
Wie kann ich diese Informationen in meinen nächsten Klausuren verwenden?
4 Minuten
Blog-Post »Ein freies Wochenende löst dein Problem nicht«: https://bit.ly/3Hxkk6C
Wenn du täglich weniger lernst, kommst du der Anatomie deines Gehirns entgegen. Du wirst überrascht sein, wie viel mehr du doch behältst.
Doppelt so viel zu lernen, heißt nicht, doppelt so viel zu behalten
Nehmen wir an, du lernst an einem Tag nicht nur zweimal 90 Minuten, sondern viermal. Dann stellt sich heraus, dass das, was du in den Sessions 3 und 4 gelernt hast, den Stoff der ersten beiden Sessions teilweise verdrängt. Der Stoff der ersten beiden Sessions wäre besser im Gedächtnis verankert worden, hättest du es dabei belassen, statt noch mehr Informationen aufzusaugen. Das nennt man retroaktive Hemmung, weil der neue Lernstoff die Erinnerung an den alten rückwirkend hemmt. Umgekehrt gilt übrigens das Gleiche: Der Lernstoff der Sessions 3 und 4 wird, wenn er sich den Sessions 1 und 2 anschließt, deutlich schlechter behalten, als wären die Sessions 3 und 4 die einzigen des Tages gewesen. Das nennt man proaktive Hemmung, weil das vorher Gelernte die Erinnerung an das erschwert, was hinterher gelernt wird. Schon 1935 führte der Psychologe Edwin Guthrie in seinem Grundsatzwerk The Psychology of Learning praktisch jedes Vergessen auf wechselseitige Hemmung von Lernstoff zurück. All das führt zu der demotivierenden Erkenntnis, dass du, der mehr zu lernen sucht, schon deshalb auch viel mehr vergisst. Ich wünschte, das würde sich reimen; dann würde es sich noch besser bei dir einbrennen.
Weniger, aber häufiger lässt den Lernstoff reifen
Lernen nach dem Prinzip Weniger, aber häufiger (wenn’s nach mir geht: sieben- statt fünfmal pro Woche) bietet noch einen weiteren unscheinbaren Vorteil: Es nutzt den sog. Maturation Effect voll aus. Dieser besagt im Wesentlichen, dass deine Gedanken, wenn du in regelmäßigen, nicht notwendigerweise zeitlich aufeinander abgestimmten Intervallen auf sie zurückkommst, einen Reifungsprozess durchlaufen haben und du praktisch durchs Nichtstun schlauer geworden bist. Mit anderen Worten: Dein Unterbewusstsein verarbeitet das Gelernte auch dann weiter, wenn du aufgehört hast, dich aktiv damit zu befassen. Solltest du jemals versucht haben, drei Tage vor Abgabefrist eine Hausarbeit anzufertigen (schuldig), weißt du, dass das möglich, aber viel schwieriger ist, als über sechs Wochen verteilt genauso viel Zeit zu investieren und immer wieder ein wenig daran zu feilen.
Wenn du täglich weniger lernst, kommst du der Anatomie deines Gehirns entgegen. Du wirst überrascht sein, wie viel mehr du doch behältst.
Doppelt so viel zu lernen, heißt nicht, doppelt so viel zu behalten
Nehmen wir an, du lernst an einem Tag nicht nur zweimal 90 Minuten, sondern viermal. Dann stellt sich heraus, dass das, was du in den Sessions 3 und 4 gelernt hast, den Stoff der ersten beiden Sessions teilweise verdrängt. Der Stoff der ersten beiden Sessions wäre besser im Gedächtnis verankert worden, hättest du es dabei belassen, statt noch mehr Informationen aufzusaugen. Das nennt man retroaktive Hemmung, weil der neue Lernstoff die Erinnerung an den alten rückwirkend hemmt. Umgekehrt gilt übrigens das Gleiche: Der Lernstoff der Sessions 3 und 4 wird, wenn er sich den Sessions 1 und 2 anschließt, deutlich schlechter behalten, als wären die Sessions 3 und 4 die einzigen des Tages gewesen. Das nennt man proaktive Hemmung, weil das vorher Gelernte die Erinnerung an das erschwert, was hinterher gelernt wird. Schon 1935 führte der Psychologe Edwin Guthrie in seinem Grundsatzwerk The Psychology of Learning praktisch jedes Vergessen auf wechselseitige Hemmung von Lernstoff zurück. All das führt zu der demotivierenden Erkenntnis, dass du, der mehr zu lernen sucht, schon deshalb auch viel mehr vergisst. Ich wünschte, das würde sich reimen; dann würde es sich noch besser bei dir einbrennen.
Weniger, aber häufiger lässt den Lernstoff reifen
Lernen nach dem Prinzip Weniger, aber häufiger (wenn’s nach mir geht: sieben- statt fünfmal pro Woche) bietet noch einen weiteren unscheinbaren Vorteil: Es nutzt den sog. Maturation Effect voll aus. Dieser besagt im Wesentlichen, dass deine Gedanken, wenn du in regelmäßigen, nicht notwendigerweise zeitlich aufeinander abgestimmten Intervallen auf sie zurückkommst, einen Reifungsprozess durchlaufen haben und du praktisch durchs Nichtstun schlauer geworden bist. Mit anderen Worten: Dein Unterbewusstsein verarbeitet das Gelernte auch dann weiter, wenn du aufgehört hast, dich aktiv damit zu befassen. Solltest du jemals versucht haben, drei Tage vor Abgabefrist eine Hausarbeit anzufertigen (schuldig), weißt du, dass das möglich, aber viel schwieriger ist, als über sechs Wochen verteilt genauso viel Zeit zu investieren und immer wieder ein wenig daran zu feilen.
9 Minuten
Sieh dir das exklusive Video zu kognitiver Verzerrung im Jura-Studium und Referendariat an, das ich der endlich jura. Akademie entnommen habe: https://bit.ly/3XeNi1X
Wer schon einmal zum Examen angetreten ist oder kurz davor steht, kennt es: Je näher der Termin rückt, desto mehr hat man das Gefühl, nichts zu können. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich diese Aussage jede Woche mehrfach zu hören bekomme.
Ich schaue dann in betretene Gesichter, gezeichnet von einem Mix aus Ratlosigkeit, Angst und Verzweiflung. Und ich weiß, wie schwer es ist, diesen inneren Monolog loszuwerden: »Wer nichts kann, fällt durch. Und ich kann ja offenbar nichts.« Ich weiß es, weil ich vor nunmehr siebeneinhalb Jahren an exakt demselben Punkt stand.
Ist das Gefühl, nichts zu können, denn wirklich ein Indiz dafür, dass du durchfällst?
Um diese Frage zuverlässig beantworten zu können, werden wir in diesem Podcast …
das Phänomen beschreiben,
sein Auftreten begründen,
Risiken und Nebenwirkungen betrachten und
Handlungsempfehlungen aussprechen.
Wer schon einmal zum Examen angetreten ist oder kurz davor steht, kennt es: Je näher der Termin rückt, desto mehr hat man das Gefühl, nichts zu können. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich diese Aussage jede Woche mehrfach zu hören bekomme.
Ich schaue dann in betretene Gesichter, gezeichnet von einem Mix aus Ratlosigkeit, Angst und Verzweiflung. Und ich weiß, wie schwer es ist, diesen inneren Monolog loszuwerden: »Wer nichts kann, fällt durch. Und ich kann ja offenbar nichts.« Ich weiß es, weil ich vor nunmehr siebeneinhalb Jahren an exakt demselben Punkt stand.
Ist das Gefühl, nichts zu können, denn wirklich ein Indiz dafür, dass du durchfällst?
Um diese Frage zuverlässig beantworten zu können, werden wir in diesem Podcast …
das Phänomen beschreiben,
sein Auftreten begründen,
Risiken und Nebenwirkungen betrachten und
Handlungsempfehlungen aussprechen.
2 Minuten
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Fast 30 % der Studierenden und Referendar*innen lernen ein einzelnes Fach so lange, bis sie es beherrschten, und gehen erst dann zum Nächsten über. Wenn du ein neues Thema lernen und möglichst viel davon behalten möchtest, solltest du auch andere Themen in dein Lernen einbinden. Um den Kontext-Interferenz-Effekt zu nutzen, wechsle in zufälliger Reihenfolge von Fach zu Fach. Das ist zwar anstrengender, aber auch effektiver. Anstatt dich auf ein Fach zu konzentrieren und dieses so lange zu lernen, bis du es beherrschst, lerne lieber drei bis fünf Fächer zeitgleich, indem du zwischen ihnen hin- und herspringst. Du musst sie ja ohnehin alle lernen!
Fast 30 % der Studierenden und Referendar*innen lernen ein einzelnes Fach so lange, bis sie es beherrschten, und gehen erst dann zum Nächsten über. Wenn du ein neues Thema lernen und möglichst viel davon behalten möchtest, solltest du auch andere Themen in dein Lernen einbinden. Um den Kontext-Interferenz-Effekt zu nutzen, wechsle in zufälliger Reihenfolge von Fach zu Fach. Das ist zwar anstrengender, aber auch effektiver. Anstatt dich auf ein Fach zu konzentrieren und dieses so lange zu lernen, bis du es beherrschst, lerne lieber drei bis fünf Fächer zeitgleich, indem du zwischen ihnen hin- und herspringst. Du musst sie ja ohnehin alle lernen!
79 Sekunden
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6 Minuten
Alle examensrelevanten Tatbestände mit Strafantragserfordernis: https://bit.ly/3VHpZfS
2 Minuten
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Transkript:
Welches Szenario hältst du für effektiver?
Du beschäftigst dich heute zwei Stunden mit der Drittschadensliquidation.
Du beschäftigst dich heute, morgen und übermorgen jeweils 20 Minuten mit der Drittschadensliquidation.
Tatsächlich haben es 44 % der von mir Befragten für effektiver gehalten, alles an einem Tag zu lernen. Vielleicht, weil immer noch die Ansicht herrscht, dass viel auch viel helfe?
Wenn du das Lernen eines bestimmten Themas auf mehrere Tage ausdehnst, musst du nicht nur die Hälfte der Zeit investieren; du erhöhst zugleich auch deine Chancen, dich besser daran zu erinnern. Probier’s aus!
Transkript:
Welches Szenario hältst du für effektiver?
Du beschäftigst dich heute zwei Stunden mit der Drittschadensliquidation.
Du beschäftigst dich heute, morgen und übermorgen jeweils 20 Minuten mit der Drittschadensliquidation.
Tatsächlich haben es 44 % der von mir Befragten für effektiver gehalten, alles an einem Tag zu lernen. Vielleicht, weil immer noch die Ansicht herrscht, dass viel auch viel helfe?
Wenn du das Lernen eines bestimmten Themas auf mehrere Tage ausdehnst, musst du nicht nur die Hälfte der Zeit investieren; du erhöhst zugleich auch deine Chancen, dich besser daran zu erinnern. Probier’s aus!
6 Minuten
Bei dieser Ausgabe des Podcasts handelt es sich um eine spezielle Inbetweenisode, die als Zusammenfassung der Beiträge von endlich jura. von Oktober 2022 dient. Sie enthält einen kurzen Ausschnitt aus allen Episoden, gesammelt an einem Ort, sodass du hin- und herspringen kannst, um ein Gefühl für die jeweilige Folge zu bekommen.
5 Minuten
Warum du dich nicht zum Examen anmeldest – endlich jura.
Blog-Post: https://bit.ly/3fEXZtZ
Vollständiges Transkript:
Es hat einen Grund, dass du dich nicht bereit fühlst und immer wieder davor zurückschreckst, dich zum Examen anzumelden: Du machst einen Denkfehler. Du kannst nicht einfach warten, bis du dir das examensrelevante Wissen anhand von Lehrbüchern oder Skripten erarbeitet hast. Es gibt überhaupt kein »examensrelevantes Wissen«, das du abstecken könntest; der Prüfungsstoff ist unbegrenzt. Und du kannst noch so viel Wissen haben; wenn du nicht in der Lage bist, es in einer Klausur den dir präsentierten Sachverhaltsangaben zuzuordnen, ist alles umsonst gewesen. Abstraktes Wissen bringt dir nichts.
Ich habe mich ganz ohne Lehrbücher und Skripte aufs Examen vorbereitet und vereinzelt Literatur und Rechtsprechung zur Vertiefung herangezogen. Dieser Weg war nicht nur für mich, sondern auch für etliche meiner Studierenden von Erfolg gezeichnet. Wenn du bereit bist, den nachfolgenden Alternativweg einzuschlagen, stehen die Chancen gut, dass du tatsächlich ein realistisches Bild davon bekommst, was dich im Examen eigentlich erwartet, ohne zu jedem Fach ein Lehrbuch oder Skript gewälzt haben zu müssen. Du wirst Tausende Karteikarten, Zusammenfassungen und Mindmap-Elemente einsparen und vor allem nicht den halben Tag damit zubringen, den Scheiß von gestern zu wiederholen.
Examensvorbereitung ohne Lehrbücher und Skripte – so geht’s:
Besorge dir 60 Original-Examensklausuren: 30 aus dem Zivilrecht, 20 aus dem Öffentlichen Recht und 10 aus dem Strafrecht. Diese findest du im Klausurfundus deiner Uni, in Ausbildungszeitschriften wie der JuS und Fallbüchern wie »Die Examensklausur«.
Analysiere Bearbeitungsvermerk und Fallfrage(n) jeder Klausur, stelle sicher, dass du den Sachverhalt vollständig erfasst, entwickle zumindest ein grobes Prüfprogramm (in Betracht kommende Anspruchsgrundlagen; möglicherweise verletzte subjektiv-öffentliche Rechte; Straftatbestände, die verwirklicht worden sein könnten) und erstelle eine Übersicht der Klausurschwerpunkte.
Nutze die entsprechenden Falllösungen als Quelle deiner eigenen Notizen. Achte darauf, in eigenen Worten zu formulieren, damit du das, was du dir rausschreibst, auch garantiert verstehst. Mit den so erstellten Notizen kannst du dich dann zu Beginn deines Lerntags, oder wenn du gerade mal keinen Fall löst, aktiv abfragen. Faustregel: eine Notiz mit nur einem Gedanken pro Seite Falllösung.
Greife erst dann zu vertiefender Literatur und Rechtsprechung, wenn du wissen willst, warum sich eine bestimmte Rechtsfrage überhaupt stellt. Oft finden sich auf der letzten Seite professioneller Lösungsvorschläge Vertiefungshinweise, die genau die bedeutenden Rechtsfragen der jeweiligen Klausur zum Gegenstand haben. Pro Klausur solltest du dafür maximal einen Nachmittag, also ein paar Stunden deiner Zeit aufwenden.
Blog-Post: https://bit.ly/3fEXZtZ
Vollständiges Transkript:
Es hat einen Grund, dass du dich nicht bereit fühlst und immer wieder davor zurückschreckst, dich zum Examen anzumelden: Du machst einen Denkfehler. Du kannst nicht einfach warten, bis du dir das examensrelevante Wissen anhand von Lehrbüchern oder Skripten erarbeitet hast. Es gibt überhaupt kein »examensrelevantes Wissen«, das du abstecken könntest; der Prüfungsstoff ist unbegrenzt. Und du kannst noch so viel Wissen haben; wenn du nicht in der Lage bist, es in einer Klausur den dir präsentierten Sachverhaltsangaben zuzuordnen, ist alles umsonst gewesen. Abstraktes Wissen bringt dir nichts.
Ich habe mich ganz ohne Lehrbücher und Skripte aufs Examen vorbereitet und vereinzelt Literatur und Rechtsprechung zur Vertiefung herangezogen. Dieser Weg war nicht nur für mich, sondern auch für etliche meiner Studierenden von Erfolg gezeichnet. Wenn du bereit bist, den nachfolgenden Alternativweg einzuschlagen, stehen die Chancen gut, dass du tatsächlich ein realistisches Bild davon bekommst, was dich im Examen eigentlich erwartet, ohne zu jedem Fach ein Lehrbuch oder Skript gewälzt haben zu müssen. Du wirst Tausende Karteikarten, Zusammenfassungen und Mindmap-Elemente einsparen und vor allem nicht den halben Tag damit zubringen, den Scheiß von gestern zu wiederholen.
Examensvorbereitung ohne Lehrbücher und Skripte – so geht’s:
Besorge dir 60 Original-Examensklausuren: 30 aus dem Zivilrecht, 20 aus dem Öffentlichen Recht und 10 aus dem Strafrecht. Diese findest du im Klausurfundus deiner Uni, in Ausbildungszeitschriften wie der JuS und Fallbüchern wie »Die Examensklausur«.
Analysiere Bearbeitungsvermerk und Fallfrage(n) jeder Klausur, stelle sicher, dass du den Sachverhalt vollständig erfasst, entwickle zumindest ein grobes Prüfprogramm (in Betracht kommende Anspruchsgrundlagen; möglicherweise verletzte subjektiv-öffentliche Rechte; Straftatbestände, die verwirklicht worden sein könnten) und erstelle eine Übersicht der Klausurschwerpunkte.
Nutze die entsprechenden Falllösungen als Quelle deiner eigenen Notizen. Achte darauf, in eigenen Worten zu formulieren, damit du das, was du dir rausschreibst, auch garantiert verstehst. Mit den so erstellten Notizen kannst du dich dann zu Beginn deines Lerntags, oder wenn du gerade mal keinen Fall löst, aktiv abfragen. Faustregel: eine Notiz mit nur einem Gedanken pro Seite Falllösung.
Greife erst dann zu vertiefender Literatur und Rechtsprechung, wenn du wissen willst, warum sich eine bestimmte Rechtsfrage überhaupt stellt. Oft finden sich auf der letzten Seite professioneller Lösungsvorschläge Vertiefungshinweise, die genau die bedeutenden Rechtsfragen der jeweiligen Klausur zum Gegenstand haben. Pro Klausur solltest du dafür maximal einen Nachmittag, also ein paar Stunden deiner Zeit aufwenden.
4 Minuten
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Als ich mich vor ein paar Wochen zum ersten Mal in meinem Leben mit der isolierten Drittwiderklage beschäftigt habe, bin ich in Nicos schriftlicher Zusammenfassung zu dem Thema über die nachfolgenden Ausführungen gestolpert:
»Die isolierte Drittwiderklage ist nur zulässig, wenn Klage und isolierte Drittwiderklage in einem rechtlich und tatsächlich engen Zusammenhang stehen. Hierneben verlangt der BGH, dass keine schützenswerten Interessen des Drittwiderbeklagten verletzt werden. Dafür kommt es auf eine Gesamtabwägung aller Umstände des Einzelfalls an.«
Da wurde mir wieder einmal bewusst, auf wie viele Prinzipien und weiche Argumentationsmuster wir als Jurist*innen tagtäglich zurückgreifen:
Eine Verbindung zweier Sachverhalte ist nur möglich, wenn diese in einem rechtlich und tatsächlich engen Zusammenhang stehen.
Es ist sicherzustellen, dass keine schützenswerten Interessen eines Dritten verletzt werden.
Es kommt auf eine Gesamtabwägung aller Umstände des Einzelfalls an.
Et voilà: Drei Dinge, die du schreiben kannst, wenn dir nichts Besseres einfällt.
Als ich mich vor ein paar Wochen zum ersten Mal in meinem Leben mit der isolierten Drittwiderklage beschäftigt habe, bin ich in Nicos schriftlicher Zusammenfassung zu dem Thema über die nachfolgenden Ausführungen gestolpert:
»Die isolierte Drittwiderklage ist nur zulässig, wenn Klage und isolierte Drittwiderklage in einem rechtlich und tatsächlich engen Zusammenhang stehen. Hierneben verlangt der BGH, dass keine schützenswerten Interessen des Drittwiderbeklagten verletzt werden. Dafür kommt es auf eine Gesamtabwägung aller Umstände des Einzelfalls an.«
Da wurde mir wieder einmal bewusst, auf wie viele Prinzipien und weiche Argumentationsmuster wir als Jurist*innen tagtäglich zurückgreifen:
Eine Verbindung zweier Sachverhalte ist nur möglich, wenn diese in einem rechtlich und tatsächlich engen Zusammenhang stehen.
Es ist sicherzustellen, dass keine schützenswerten Interessen eines Dritten verletzt werden.
Es kommt auf eine Gesamtabwägung aller Umstände des Einzelfalls an.
Et voilà: Drei Dinge, die du schreiben kannst, wenn dir nichts Besseres einfällt.
15 Minuten
Bei dieser Ausgabe des endlich jura. Podcasts handelt es sich um eine spezielle Inbetweenisode, die als Zusammenfassung aller Beiträge von September 2022 dient. Sie enthält einen kurzen Clip aus jedem Beitrag, gesammelt an einem Ort, sodass du hin- und herspringen kannst, um ein Gefühl für die jeweilige Episode zu bekommen.
Sieh das hier als kleinen Snack, der (hoffentlich) Lust auf mehr macht. Wenn dir gefällt, was du hörst, findest du die vollständigen Beiträge unter https://endlich-jura.mykajabi.com/blog.
Viel Spaß!
***
Zeitstempel:
00:00-02:51 Warum du langsam liest und so wenig verstehst
02:52-08:52 Jura lernen mit Nebenjob, Kind oder berufsbegleitend
08:53-11:03 Ich bin ein Anti-Texter geworden
11:04-14:44 Level Up Your Beweiswürdigung
Sieh das hier als kleinen Snack, der (hoffentlich) Lust auf mehr macht. Wenn dir gefällt, was du hörst, findest du die vollständigen Beiträge unter https://endlich-jura.mykajabi.com/blog.
Viel Spaß!
***
Zeitstempel:
00:00-02:51 Warum du langsam liest und so wenig verstehst
02:52-08:52 Jura lernen mit Nebenjob, Kind oder berufsbegleitend
08:53-11:03 Ich bin ein Anti-Texter geworden
11:04-14:44 Level Up Your Beweiswürdigung
10 Minuten
Finde heraus, wie du in einer Welt voller Ablenkungen maximal fokussiert sein kannst: Lad dir mein E-Book zum konzentrierten Arbeiten herunter https://mailchi.mp/endlichjura/deep-work
Wir kennen es alle nur zu gut: Wieder ist ein Tag um, und man hat viel, viel weniger geschafft, als man sich vorgenommen hatte – extrem frustrierend! Hohe Produktivität fühlt sich anders an.
Es gibt Hunderte, ja Tausende Bücher über Produktivität, und – trust me! – ich hab’ sie alle gelesen und fast alles ausprobiert. Geblieben sind bis heute drei Dinge, die ich wirklich jeden Tag mache, um meine Produktivität hochzuhalten.
In dieser Episode erfährst du …
in welchem Ausmaß Anfang und Ende deines Lerntages über deine Produktivität bestimmen,
welches Tool dir dabei helfen kann, Produktivität nicht mit Busyness zu verwechseln, und
was du schon heute tun kannst, um deine Produktivität von morgen positiv zu beeinflussen.
Wir kennen es alle nur zu gut: Wieder ist ein Tag um, und man hat viel, viel weniger geschafft, als man sich vorgenommen hatte – extrem frustrierend! Hohe Produktivität fühlt sich anders an.
Es gibt Hunderte, ja Tausende Bücher über Produktivität, und – trust me! – ich hab’ sie alle gelesen und fast alles ausprobiert. Geblieben sind bis heute drei Dinge, die ich wirklich jeden Tag mache, um meine Produktivität hochzuhalten.
In dieser Episode erfährst du …
in welchem Ausmaß Anfang und Ende deines Lerntages über deine Produktivität bestimmen,
welches Tool dir dabei helfen kann, Produktivität nicht mit Busyness zu verwechseln, und
was du schon heute tun kannst, um deine Produktivität von morgen positiv zu beeinflussen.
9 Minuten
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Es hat mich überrascht, zu lesen, dass das Vorabentscheidungsverfahren gemäß Art. 267 AEUV die Hälfte der Verfahren vor dem EuGH ausmacht. Ziel des Vorabentscheidungsverfahrens ist es, die einheitliche Anwendung des Europarechts sicherzustellen. Alle Behörden und Gerichte aller Mitgliedsstaaten sollen bestimmte Rechtsfragen identisch beantworten. Das Vorabentscheidungsverfahren versetzt nationale Gerichte deshalb in die Lage, dem EuGH Fragen zur Auslegung von Europarecht zu stellen.
In dieser Episode erfährst du …
wie Art. 267 AEUV, die zentrale Norm des Vorabentscheidungsverfahrens, zu lesen und priorisieren ist,
wie sich aus ihr sämtliche Zulässigkeitsvoraussetzungen für das Vorabentscheidungsverfahren gewinnen lassen und
wie der EuGH bei der Beantwortung der vorgelegten Rechtsfrage im Vorabentscheidungsverfahren genau vorgeht.
Es hat mich überrascht, zu lesen, dass das Vorabentscheidungsverfahren gemäß Art. 267 AEUV die Hälfte der Verfahren vor dem EuGH ausmacht. Ziel des Vorabentscheidungsverfahrens ist es, die einheitliche Anwendung des Europarechts sicherzustellen. Alle Behörden und Gerichte aller Mitgliedsstaaten sollen bestimmte Rechtsfragen identisch beantworten. Das Vorabentscheidungsverfahren versetzt nationale Gerichte deshalb in die Lage, dem EuGH Fragen zur Auslegung von Europarecht zu stellen.
In dieser Episode erfährst du …
wie Art. 267 AEUV, die zentrale Norm des Vorabentscheidungsverfahrens, zu lesen und priorisieren ist,
wie sich aus ihr sämtliche Zulässigkeitsvoraussetzungen für das Vorabentscheidungsverfahren gewinnen lassen und
wie der EuGH bei der Beantwortung der vorgelegten Rechtsfrage im Vorabentscheidungsverfahren genau vorgeht.