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Litradio Archiv
500 Episoden
44 Minuten
Assoziiere drei Wörter zum Begriff "Literatur": Ist eines davon "Unterhaltung"? Falls nein, wieso nicht? Falls doch, wieso klingt das in diesem Kontext immer so ein bisschen nach Schimpfwort? Tut es das überhaupt? Ist Unterhaltung gleichbedeutend mit Humor? Die Kultur-Funktionär*innen Tanasgol, Giorgio und Kay lassen sich in der schwülen Atmosphäre des Festivalsonntags bei einem Softdrink gepflegt gehen und schwitzen ihre Katersymptome sowie eine ganze Reihe von Gedanken nicht nur zu den obigen Fragen aus.
55 Minuten
Das Werk des kommunistischen und schwulen Schriftstellers Ronald M. Schernikau ist lange in Vergessenheit geraten. Zumindest in Teilen des Literaturbetriebs hat es in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt. Ein Grund dafür ist die 2009 erschienene Biografie "Der letzte Kommunist" des langjährigen Schernikau-Freundes Matthias Frings. Auf dem PROSANOVA liest Matthias Frings aus seinem Buch "Der letzte Kommunist. Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau" und kommt mit Tilman Busch über Schernikau ins Gespräch.
29 Minuten
Detlev Kies, Assessor im Forstamt Northeim, und Veit Auth, stellv. Vorsitzender des Landschulfördervereins Emsland besprachen sich einst am Holztelephon in einem der ersten Podcasts: Maulwurf Impossible Unter ihren Pseudonymen Guido Graf und Robert Wenrich bestritten sie zudem bei Prosanova 2014 die Late Night Show Don't cry for me, Prosanova. Nun treffen sie erstmals seit 10 Jahren bei Prosanova 2023 in der Litradio Lounge wieder aufeinander und fragen sich, was bloß passiert ist.
15 Minuten
Der Autor Paul Brodowsky erkundet im Gespräch mit Guido Graf, wie es um das Verhältnis steht, ein Vater zu sein und einen Vater zu haben. Paul Brodowsky wurde 1980 als eins von acht Kindern in Kiel geboren und zog 1999 nach Hildesheim, um Kreatives Schreiben zu studieren. Er war Mitbegründer der Literaturzeitschrift Bella triste und ein Teil der künstlerischen Leitung des ersten Prosanova 2005. Im März diesen Jahres ist sein Roman Väter bei Suhrkamp erschienen. In Väter bewegt der Protagonist sich auf den Spuren seines Vaters. Wie viel NS-Zeit steckt noch in seiner Familie? Welche Prägungen haben sich vielleicht bis zu ihm durchgesetzt? Wie hat sein Vater, geboren 1933, seine frühen Jahre erlebt? Zusammen überlegen Paul Brodowsky und Guido Graf, wo ihr eigenes “Vater-sein” verwurzelt ist. Wie sind sie zu den Vätern geworden, die sie heute sind? Wieso ist es den Vätern ihrer Elterngeneration so schwer gefallen, Zuneigung zu zeigen? Und wo bleiben eigentlich die Mütter?
26 Minuten
Franziska Gänsler hat im Sommer 2022 ihren Debutroman „Ewig Sommer“ veröffentlicht. Darin erzählt sie unter anderem von der gegenwärtigen Klimakatastrophe: „Mit präzisen Beschreibungen und einer bildgewaltigen Sprache sind die Szenen Dystopie und Hoffnung zugleich, erlauben sich mehrdeutig zu sein“. Auf dem Prosanova sprach sie mit Duygu Ağal über ihren Text und führte die Zuschauer*innen mit ihrem autofiktionalen Text „TV is Poetry“ durch ihre Watchlist. Das letzte Mal, als Franziska bei Litradio zu Besuch war, sprach sie mit uns vor allem über die feministischen Fragen, die ihr Roman aufwirft. Dieses mal sprechen wir über brennende und nicht brennende Wälder, über die Kardashians, die Bedeutung des Erzählens und das passende Vokabular zur Krise.
32 Minuten
Flüssige Literatur Auf dem Prosanova-Festival durften wir uns mit Avrina Prabala-Joslin über ihr Schreiben unterhalten. Wir thematisieren das Schreiben auf verschiedenen Sprachen und den Rhythmus und das Gefühl, welches erzeugt wird. Wir blicken auf die Lesung zurück, die Avrina mit Sinthujan Varatharajah hielt und die ihr ebenfalls hier auf Litradio nachhören könnt: kadal ondru. Avrina Prabala-Joslin wurde 1992 in Villuparam, Südindien (Tamil Nadu) geboren. Nun lebt sie in Berlin und schreibt Belletristik und Poesie. Für die Kurzgeschichte "She's a Tank, a Battalion, a Banyan" gewann sie den Short Fiction/ University of Essex International Short Story Prize 2021. Avrina lebte in Indien, England, Rumänien, Italien, Deutschland. Sie glaubt an die Fluidität in allem. Litradio
31 Minuten
Auf Tamil, Englisch und Deutsch tragen Avrina Prabala-Joslin und Sinthujan Varatharajah ein klangvollen Text auf dem Prosanova-Festival vor. Begleitet von Wellen Geräuschen, stellt sich beim Hören eine meditative und dennoch ergreifende Stimmung ein. Avrina Prabala-Joslin wurde 1992 in Villuparam, Südindien (Tamil Nadu) geboren. Nun lebt sie in Berlin und schreibt Belletristik und Poesie. Für die Kurzgeschichte "She's a Tank, a Battalion, a Banyan" gewann sie den Short Fiction/ University of Essex International Short Story Prize 2021. Avrina lebte in Indien, England, Rumänien, Italien, Deutschland. Sie glaubt an die Fluidität in allem Sinthujan Varatharajah lebt als freie*r Wissenschaftler*in und Essayist*in in Berlin, wo they die Veranstaltungsreihe "dissolving territories: kulturgeographien eines neuen eelam" kuratiert. 2017 –2018 war they Vorstandsmitglied des Beirats für Asylfragen der Europäischen Kommission und arbeitete über mehrere Jahre hinweg für verschiedene Menschenrechtsorganisationen in London und Berlin. Debütroman ist „an alle orte die hinter uns liegen".
47 Minuten
Wir haben uns mit Behzad Karim Khani auf dem Prosanova-Festival über seinen „Roman Hund, Wolf, Schakal“ unterhalten. Khani ist 1977 im Iran geboren. In jungem Alter ist er mit seiner Familie nach Deutschland geflohen. Khani hat Medienwissenschaften und Kunstgeschichte studiert und arbeitet nun als Schriftsteller und Journalist. Wir reden über sein Schreiben, seine Erfahrungen und Kämpfe oder Nicht-Kämpfe in der Literaturbranche. Behzad berichtet über seinen Werdegang, über das Finden seiner Sprache und über die Bildhaftigkeit, die man in seinem Roman findet.
25 Minuten
Wir haben auf der Leipziger Buchmesse mit Theresa Pleitner über ihren Debütroman ÜBER DEN FLUSS gesprochen. Theresa Pleitner ist 1991 geboren und studierte literarisches Schreiben und Psychologie in Heidelberg, Leipzig und Berlin. Sie arbeitete als Psychologin in einer Unterkunft für Geflüchtete sowie in einer psychosomatischen Klinik. Ihr Debütroman »Über den Fluss« erschien Anfang diesen Jahres bei S.Fischer und wurde schon vor der Veröffentlichung mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur ausgezeichnet. Die Protagonistin ihrer Geschichte ist wie Pleitner Psychologin, die kurz nach ihrem Studium eine Stelle in einem provisorischen Aufnahmelager für Geflüchtete antritt. Schnell wird ihr klar, wie begrenzt ihre Möglichkeiten sind, den Traumatisierten in der hoch gesicherten Einrichtung zu helfen. Die Geschichten der Menschen und die Widersprüchlichkeit ihres Auftrags bringen sie um den Schlaf und ihr idealistischer Eifer in ein moralisches Dilemma. Eine heftige und doch zarte Erzählung über die moralische Ambivalenz des Helfens, die Fragen aufwirft, die man sich - gerade wenn man glaubt, es gut zu meinen - stellen sollte. Über einige dieser Fragen haben wir miteinander gesprochen. Außerdem hört ihr gleich zu Beginn noch eine 4 minütigen Leseprobe, wem das zu viel verraten ist, spult also etwas vor. Viel Spaß beim Zuhören!
37 Minuten
In Kooperation mit dem Literaturinstitut Hildesheim und dem Literaturhaus St. Jakobi findet am 23. Mai 2023 der zweite Programmpunkt des PROSANOVA-Vorporgramms statt: Und dazwischen Zwischenräume. Abend der Kollektive. Am Abend der Kollektive treten Publikum und Vertreter:innen verschiedener literarischer Kollektive in Diskurs um den großen Begriff der Kollektivität. Clara Dönicke und Melek Halici aus der Künstlerischen Leitung von PROSANOVA 2023 haben sich die Zeit genommen, mit uns über den Abend der Kollektive, ihr eigenes (kollektives) Arbeiten und den Kollektiv-Begriff zu sprechen. Foto: Tilman Busch
28 Minuten
Eine unserer Redakteur:innen hat sich auf der Leipziger Buchmesse 2023 mit Marlen Hobrack getroffen und mit ihr über ihren Debütroman "Schrödingers Grrrl" gesprochen
40 Minuten
Im Vorfeld der Leipziger Buchmesse durften wir mit Detlef Grumbach – Herausgeber und 1. Vorsitzender der Christian-Geissler-Gesellschaft – über die Neufauflage von Geisslers Erstlingswerk sprechen. Foto: Anfrage 300ppi Verbrecher Verlag
23 Sekunden
Kurz aufhören, alles stehen und liegen lassen für ein bisschen Literatur – für die erste Ausgabe von ZIKADE, dem akustischen Literaturmagazin. Mit Zikade versuchen wir Platz für Texte zu schaffen, die von ihrer Mündlichkeit leben oder mit anderen akustischen Mitteln arbeiten. Von der bloßen Vertonung der eigenen Texte bis hin zu gewagten Audioexperimenten ist in unserem Audiozine alles dabei. Kaum haben wir angefangen, haben wir AUFGEHÖRT. Credits: Intromusik und Interludes: Nitay Feigenbaum Ohrmuschel: Text von Johanna Wagner gelesen von Chiara Nicolaisen Vier Stufen: Text und Musik von Jannik Schorn fremde Zeit: Valentin Wölflmaier Fanta: Text von Max Grund, Musik von Robin Lütolf Doppelt verglast: Maria Conrad draußen sein: Tobias Graichen Ein bisschen Ende: Malu von Marschall wie schnee: Text von Lukas Gutsfeld, Musik von Niclas Schindler Morgen höre ich auf: Franziska Bothe drøm ohne bilder: Text von Liv Thastum, Musik von Udo Erdenreich, Inke Kühl, Karen Thastum, Liv Thastum TARASP: Marc Huber Nachricht Eins: Finn Behrens Technischer Support: Thore Fahrenbach Grafik und Design: Paul Knop Redaktion: Gwendolyn Krenkel, Sophie Wischnewski
25 Sekunden
Kurz aufhören, alles stehen und liegen lassen für ein bisschen Literatur – für die erste Ausgabe von ZIKADE, dem akustischen Literaturmagazin. Mit Zikade versuchen wir Platz für Texte zu schaffen, die von ihrer Mündlichkeit leben oder mit anderen akustischen Mitteln arbeiten. Von der bloßen Vertonung der eigenen Texte bis hin zu gewagten Audioexperimenten ist in unserem Audiozine alles dabei. Kaum haben wir angefangen, haben wir AUFGEHÖRT. Credits: Intromusik und Interludes: Nitay Feigenbaum Ohrmuschel: Text von Johanna Wagner gelesen von Chiara Nicolaisen Vier Stufen: Text und Musik von Jannik Schorn fremde Zeit: Valentin Wölflmaier Fanta: Text von Max Grund, Musik von Robin Lütolf Doppelt verglast: Maria Conrad draußen sein: Tobias Graichen Ein bisschen Ende: Malu von Marschall wie schnee: Text von Lukas Gutsfeld, Musik von Niclas Schindler Morgen höre ich auf: Franziska Bothe drøm ohne bilder: Text von Liv Thastum, Musik von Udo Erdenreich, Inke Kühl, Karen Thastum, Liv Thastum TARASP: Marc Huber Nachricht Eins: Finn Behrens Technischer Support: Thore Fahrenbach Grafik und Design: Paul Knop Redaktion: Gwendolyn Krenkel, Sophie Wischnewski