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Litradio Archiv

500 Episoden
1 Stunde 44 Minuten
Als ehemaliger Student der Literaturwissenschaft, Doktorand in einem Graduiertenkolleg und Herausgeber der Werkausgabe von Friedericke Mayröcker ist der Schriftsteller Marcel Beyer vertraut mit der literaturwissenschaftlichen Arbeitsweise. Bekannt geworden ist er allerdings mit seinen literarischen Arbeiten (2016 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis zugesprochen). Dennoch kehrt der poeta doctus Beyer immer wieder ins akademische Umfeld zurück: Poetikdozenturen, Tagungsbeiträge, Werkstatt- oder Laborgespräche bilden einen wichtigen Teil seiner Arbeit als Gegenwartsautor. Die Literaturwissenschaft widmet sich, wie es scheint, mit Vorliebe ebensolchen poetae docti, die mit dem akademischen Habitus und dem literaturwissenschaftlichen Kommunikationsstil vertraut sind. Dabei fungiert ein Autor wie Marcel Beyer in der literaturwissenschaftlichen Befragung als Zeitzeuge, der im literarischen Feld kulturelles und soziales Kapital akkumuliert, kommentierender Autor, der sein eigenes Werk prägnant zu rahmen weiß, und Forscher, der sich in literaturwissenschaftliche Diskussionen einbringen kann. Autor*innen wie Beyer werden so zu einem bestimmenden „Teil der literaturwissenschaftlichen Deutungsgemeinschaft“ (Spoerhase).
25 Minuten
Dieses Mal schauen wir auf Tabea Steiners „Balg", lassen uns vom Horror des Dorflebens faszinieren und stellen fest, dass Menschen nicht miteinander kommunizieren können. Außerdem: Ausblicke aufs Prosanova Digital und wie Quarantäne richtig ausgesprochen wird. Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner Bild: Martin Johannsen Schnitt: Martin Johannsen Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon
2 Minuten
Wann hat nochmal Kant gelebt? Was hat Marx gesagt und warum kennt eigentlich niemand Sophie von La Roche? Unser Leben als Kulturwissenschaftler*innen ist eine permanente Performance vom Überspielen des eigenen Halb- bzw. Nicht-Wissens. Wenn in Seminaren von „Narrativ“, „ekphrastisch“ oder „Gamification“ die Rede ist, nicken wir eifrig mit und notieren uns die Begriffe schüchtern in unsere Notizenapps unter „Später googeln“. Wir, Sophie Hübner und Philipp Müller, wollen die sein, die für alle nachfragen. Was ist das? Wer war der alte weiße Mann, der das gesagt hat und was hat er damit gemeint? Wir werden das Quizformat „Beat the Prof“ von Zeit Campus nehmen um uns selbst zu testen und unsere Unwissenheit zur Schau zu stellen. Wir schneiden unterdurchschnittlich ab, was uns die Möglichkeit bietet die Antworten zu recherchieren und alle verbündeten Nicht-Wissenden daran teilzuhaben. Folge 3: Ratten In der heutigen Folge von „Warum sind wir eigentlich so doof?“ finden wir heraus, ob Ratten lachen können und was die WELT und die Augsburger Allgemeine dazu zu sagen haben. Credits Zeichnung: Johanna Baschke
25 Minuten
In diesem vierten Podcast besprechen wir „Ellbogen" von Fatma Aydemir (erschienen im Carl Hanser Verlag), Bezüge zu Fatih Akins „Gegen die Wand", was authentische Sprache ist und wer das überhaupt entscheiden darf. Sprechende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner Schnitt: Martin Johannsen Bildquelle: Martin Johannsen
31 Minuten
Dieses Mal geht es um Shida Bazyars 2016 erschienenes Buch "Nachts ist es leise in Teheran", Intergenerationalität in der Diaspora und die Politik der Mehrsprachigkeit. Zu Gast haben wir uns Armin Djamali ins Boot geholt, der sich derzeit akademisch mit Bazyars Debüt auseinandersetzt. Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner Interviewpartner: Armin Djamali Bild: Salma Jaber Schnitt: Martin Johannsen Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘
29 Minuten
In den Zeiten der Corona Verbreitung und Vermeidung erzählen wir, Simoné & Martin, Salma & Deniz etwas über den Menschenfisch von Simon Sailer. Neben unserem persönlichen Zugang, der Begeisterung über den tiefschichtigen Sprachgebrauch und die Symbolik der Höhlenwanderung, hallen Nuancen gegenwärtiger Rückbesinnung und Quarantänegedankengänge. Sailers Buch fesselt in einem Bann der Auseinandersetzung und erregt zum mitschwimmen ins Mystische. Lauscht und verrauscht! Sprechende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner Schnitt: Martin Johannsen Litradio Kontaktperson: Nicole Collignon Bildquelle: Martin Johannsen

#1 INTRONOVA

39 Minuten
Für diesen ersten Podcast haben wir uns aufgrund der aktuellen Corona-Lage digital zusammengesetzt, über die Positionierung und Zielsetzungen des Literaturfestivals PROSANOVA 2020 gesprochen und über unseren eigenen Zugang zur Literatur, über Sprache und das Politisierungspotential von Sprache, und über Glätte und Reibung. Sprechende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner Schnitt: Deniz Bolat Litradio Kontaktperson: Nicole Collignon Musik: 80s' Era | Upbeat Free Royalty Free Music - 'Euro Pop 80s' (https://youtu.be/hPz5e04b-Zk) Bildquelle:privat
46 Minuten
„Die folgenden Texte könnte man als Kompasse verstehen, als frische Nadeln zwischen diesen Magneten der Poesis und der Politik, die anziehen und abstoßen können, jeder ein Versuch etwas in Sprache zu bestimmen, diese verändernd und damit wahrscheinlich uns selbst.“: So leitet Michael Hammerschmid die Lesung der Erstsemestrigen des Jahrgangs 2019/20 des Sprachkunstinstituts Wien beim Poesie und Politik Festival ein. Mit Laura Bärtle, Sophie Dostal, Anouk Stephanie Doujak, Sophie Eisenring, Vera Heinemann, Lennart Kos, Elena Zoi Miliou, Mae Schwinghammer, Veronika Zorn Gestaltung: Michael Hammerschmid
1 Stunde 53 Minuten
Die Augen der Texte gazen auf uns zurück. Der Schein blickt beim Poesie und Politik Festival. Etwas unmittelbar anschauen und wahrnehmen – Beweise finden im Prozess, damit haben sich die Studierenden des Sprachkunstinstituts Wien auf verschiedene Arten auseinandergesetzt. Mit Anna Neata, Maria Muhar, Felicitas Prokopetz, Max Andratsch, Florentin Berger-Monit, Katharina Klein, Dora Koderhold, Anna Maschik, Sebastian Sauer, Bettina Scheiflinger, Jacqueline Weihe Gestaltet und moderiert von Angelika Reitzer.
1 Stunde 28 Minuten
DAS ARCHIV AUFLESEN Wer gelangt auf welchem Weg in das Gedächtnis einer Stadt und wie wird man als Frau – als Autorin, als Politikerin oder als Ehefrau des Oberbürgermeisters – darin aufgenommen? Und einmal angenommen ein kulturelles Gedächtnis kollabiert, etwa in Form eines Archivs – wie gestaltet sich der Wiederaufbau? Welche Neuordnung des geborgenen Archivguts findet statt, oder bleibt die Ordnung nach dem Wiederaufbau die alte? Das Historische Archiv der Stadt Köln ist vor nun zehn Jahren zusammengebrochen. Die geretteten Archivalien werden im Restaurationszentrum in Köln Porz gereinigt, zusammengeflickt und für den neuen Archivbau vorbereitet. Insert Female Artist hat junge Schriftsteller*innen gebeten, das zerstreute Gedächtnis der Stadt Köln ‚aufzulesen‘: Und so haben sich im Vorfeld des Festivals die Autorin Özlem Özgül Dündar und Nachwuchsautor*innen der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) auf den Weg durch die Stadt gemacht – die Einsturzstelle, den Neubau, den Lesesaal am Heumarkt und das Restaurationszentrum in Porz besucht –, um den geborgenen Archivalien literarisch zu folgen. Eine Lesung mit darauffolgendem Gespräch (c) Lisa Heldmann
31 Minuten
Auf dem Insert Female Artist Festival in Köln wird Literatur als Insel, Literatur als Zuflucht, die Lesung als Insel gedacht: Dem Hildesheimer Literaturfestival Prosanova entliehen, entstehen in diesem Format drei Lesungs-Inseln, die die Gäste besuchen können. Deniz Ohde liest ihren Text "Vision Board", mit dem sie auf der Shortlist des Wortmeldungen Förderpreises landete. Miriam Zeh moderiert das darauf folgende Gespräch.
36 Minuten
Auf dem Insert Female Artist Festival in Köln wird Literatur als Insel, Literatur als Zuflucht, die Lesung als Insel gedacht: Dem Hildesheimer Literaturfestival Prosanova entliehen, entstehen in diesem Format drei Lesungs-Inseln, die die Gäste besuchen können. Lea Wintterlin vom Literaturinstitut Leipzig liest ihren Text "Antigones Schwester". Yannic Han Biao Federer moderiert das darauf folgende Gespräch.
1 Stunde 26 Minuten
MÄNNLICHE BAUCHREDNER WEIBLICHER ERFAHRUNGEN Wie werden Autorinnen heute erzählt? Mit welchen Themen sind sie im Diskurs vertreten? Welche Verbindungen werden nicht gezogen? Welchen Narrativen folgen männliche Biografien, welche Weiblichen, bzw. sind Biografien gegendert in der Art, was und wie sie erzählen? Wann ist eine Person biografiewürdig? „Unterbrich mich nicht, während ich versuche, dir eine Stimme zu geben!“ - Welche konkreten ethischen und ästhetischen Probleme mit der Verarbeitung fremder Erfahrungen einhergehen können, verhandelt Johannes Franzen in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch, moderiert von Svenja Reiner.
18 Minuten
Nora Bossong erzählt von der Recherchearbeit für ihren neuen Roman "Schutzzone", in dem die Hauptfigur Mira als UN-Beauftragte ihre eigene Rolle kritisch hinterfragen muss, vom Ausprobieren von Erzählperspektiven, von Positionierung und Hoffnung in der Desillusion. Das Gespräch führte Nicole Collignon. GORDON Photography
6 Minuten
Lisa Jeschke beschreibt ihre Gedichte als eine Chronologie des Jahrzehnts, die politischen Ereignissen folgt. Ihre Gedichte hat sie aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt - Science Fiction Körperlichkeit und Politik greifen in ihrer Lyrik ineinander. Das Gespräch führte Nicole Collignon. GORDON Photography
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