hr2 Kaisers Klänge Archiv
68 Episoden
54 Minuten
Vor 100 Jahren kam "Der Protagonist", die erste Oper von Kurt Weill, auf die Bühne. Zur Premiere musste der junge Komponist sich noch einen Frack ausleihen. So richtig berühmt wurde er erst zwei Jahre später mit den jazzigen Songs aus der "Dreigroschenoper". Die frühen Opern von Weill sind noch psychologische Dramen im Stil des musikalischen Expressionismus. Es gibt aber auch schon erste Berührungen mit der Unterhaltungsmusik. In Weills dritter Oper "Der Zar lässt sich photographieren" wird bereits Tango getanzt.
54 Minuten
"Der Frühling ist die Musik der Natur", so heißt es. Die Vögel zwitschern, die Bäche rauschen, die Sonne lacht, die ersten Insekten brummen und der Frühjahrsregen tropft aufs Dach. Die schönsten Frühlingsweisen lassen wir heute erklingen. In Vivaldis Frühlingskonzert erwacht die Natur zu neuem Leben. In Strawinskys "Frühlingsopfer" wird zu archaischen Riten getanzt. Und in der Orchestermusik von Charles Koechlin startet das Dschungelkind Mowgli zu seinem großen "Frühlingslauf".
54 Minuten
Die Geschichten aus dem finnischen Nationalepos, der Kalevala, stecken voller Musik. Der weise Sänger Väinämöinen erschafft nicht nur das Leben auf der Erde, er spielt auch die ersten Klänge auf der Kantele, dem heutigen Nationalinstrument der Finnen. Die Kalevala ist ein Spiegel der finnischen Mythologie und Kultur. Ausladende Gesänge erzählen von der nordischen Kunst des Bierbrauens. Und zu gespenstischen Klängen kreist der Schwan von Tuonela als Wächter um das Totenreich.
54 Minuten
Die Klangwelten der Renaissance sind geprägt von der sakral-andächtigen Stimmung des mehrstimmigen Chorgesangs. Dafür interessieren sich auch noch die Musiker von heute. Mit ihren modernen Mitteln sorgen sie dafür, dass die 500 Jahre alte Musik wie neu klingt. Ob Messen mit Klezmerklarinette, Motetten für Streichquartett oder Madrigale mit Jazztrompete - die Wiederentdeckung der musikalischen Renaissance kennt keine Grenzen.
55 Minuten
Der Rock ‘n‘ Roll gehört zu den 50er Jahren und der Hula-Hoop-Reifen. Einen Fernseher hatte noch kaum jemand, Musik hörte man nur von Schallplatte oder im Radio, und der Krieg war gerade erst vorbei. Die Kinder der 50er Jahre trugen Lederhosen und Haarschleifen, die Jugend Petticoat und Ringelsocken und auf dem Kopf die unvermeidliche Elvis-Tolle. Die jungen Leute von damals sind die die Großeltern und Urgroßeltern der Kinder von heute. In "Kaisers Klänge" kommen sie noch einmal zu Wort, zusammen mit der Musik, die sie gehört haben.
54 Minuten
John Dowland war ein früher Meister der musikalischen Melancholie. Seine Lautenlieder erzählen von vergangener Liebe und traurigen Tränen. Als Saitenvirtuose schrieb er zudem viele Fantasien, Pavanen und Galliarden für sein Instrument. John Dowland arbeitete als Hoflautenist für den englischen und den dänischen König. Auch in deutschen Landen hat er musiziert. Mit seiner Laute im Gepäck kam er bis nach Kassel und Nürnberg. Am 20. Februar ist sein 400. Todestag.
55 Minuten
Schumanns Liederzyklus "Dichterliebe" ist die wohl bekannteste Vertonung der Liebeslyrik von Heinrich Heine. Dessen Verse haben aber auch unzählige andere Komponisten angeregt. Wir hören die Texte aus der "Dichterliebe" heute einmal nicht nur von Schumann, sondern auch in den Vertonungen der vielen anderen. Ob "Im wunderschönen Monat Mai" oder "Am leuchtenden Sommermorgen": Vor allem die Romantiker von Mendelssohn bis Meyerbeer, von Liszt bis Loewe haben sich von denselben Heine-Versen inspirieren lassen wie Robert Schumann.
55 Minuten
Wer kommt mit auf einen spannenden Erkundungsritt in die Musikwelten des Abenteuerschriftstellers Karl May? Dazu gehören nicht nur die bekannten Filmmusiken zu den Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand, sondern auch die musikalischen Schöpfungen von Karl May selbst! Zahlreiche Chorwerke hat er verfasst, am bekanntesten ist sein "Ave Maria". Auf unserem Abenteuerritt erbeuten wir seltene Schätze: Wir stoßen auf Winnetou-Songs, Cowboy-Ballette und sogar auf eine "Silbersee"-Oper! Aus der Feder von Karl May selbst stammt eine Weihnachtskantate für den Wilden Westen. Und auch die Sterbemusik für seinen Helden Winnetou hat er eigenhändig komponiert!
55 Minuten
Viva Verdi! Zum 125. Todestag am 27. Januar lassen wir den Großmeister der italienischen Oper noch einmal hochleben! Zahlreich sind die Verehrer, die dem Maestro ein Ständchen darbieten. Dafür haben sie ihre ganz eigenen Interpretationen seiner Musik mitgebracht! Von der Swing-Aida bis zum Rigoletto mit Blaskapelle reicht der Reigen der Hommagen. Und da ohnehin so viele Freunde gekommen sind: Warum soll das berühmte „La donna è mobile“ nicht einmal von 10 Tenören gleichzeitig gesungen werden? Oder die Abschiedsarie der Violetta aus „La Traviata“ von einem ganzen Chor?
55 Minuten
Ob packende Opernarien, coole Jazznummern, frisch aufpolierte Orchesterwerke oder Neues aus Folk und Pop - vieles bleibt im Laufe eines Jahres in den Ohren eines Musikredakteurs hängen, manchmal aber leider auch auf seinem Schreibtisch liegen. Den übersehenen und noch nicht gesendeten musikalischen Perlen des letzten Jahres lauschen Kaisers Klänge heute nach: Neue Aufnahmen von altbekannten Stars und unbekannten Newcomern.
55 Minuten
Viele neue Aufnahmen wandern im Laufe eines Jahres über den Schreibtisch eines Musikredakteurs. Musik von großen Stars und solchen, die es noch werden können. Musik, die man schnell wieder vergisst, aber auch Musik, die einfach hängen bleibt. Ausschnitte aus den schönsten Klassik-CDs des letzten Jahres sind heute noch einmal zu hören: Ein "Best of 2025", ausgesucht und zusammengestellt von Niels Kaiser.
55 Minuten
Vor 10 Jahren starb David Bowie. Als Rockmusiker war er nicht unbedingt ein Mann der leisen Töne, trotzdem hatte er auch seine ruhigen Seiten. Manche Songs hat er einfach nur zum Piano gesungen, als seien sie romantische Klavierlieder. Andere Musiker spielen Bowie-Songs mit Streichquartettbegleitung oder in klassischer Trio-Besetzung. Wir streifen heute durch die Klangwelten des romantischen Helden David Bowie ("Heroes"). Zu seinen sphärischen Klängen schweben wir durchs Weltall ("Space Oddity") oder träumen vom Leben auf dem Mars ("Life on Mars?").
55 Minuten
In der kalten und dunklen Jahreszeit packt viele das Fernweh. Wer es nicht mehr aushält, kann heute mit Kaisers Klänge auf Globetrotter-Tour gehen. Wir reisen auf weißen Elefanten, singen chinesisch, tanzen Bossa Nova und trinken mit amerikanischen Ureinwohnern Manhattan. In einer großen Musikcollage führt die Reise rund um den Globus, durch Wüsten und über Meere, hinauf bis zum Gipfel der Welt und sogar darüber hinaus, denn: Mit Musik ist alles möglich und werden Träume wahr.
56 Minuten
Vor über 200 Jahren jagte er zum ersten Mal über die Opernbühne: Carl Maria von Webers "Freischütz". Seitdem hat er nicht aufgehört, das Publikum zu begeistern und Musiker anzuregen. Die Palette der Bearbeitungen reicht von Freischütz-Fantasien und Potpourris bis zu Neuschöpfungen wie dem "Schreifritz" oder dem "Black Rider" von Tom Waits. Mit Samiel, Agathe und Max gehen "Kaisers Klänge" heute noch einmal auf die Pirsch.
54 Minuten
Mit ihm begann die Blütezeit der italienischen Novelle. Zusammen mit Petrarca, mit dem er befreundet war, und Dante, den er verehrte, zählt Giovanni Boccaccio zu den großen Vertretern der frühen italienischen Literatur. Zum 650. Todestag am 21. Dezember hören wir Musik zu seinen Werken. Häufig sind es die amourösen und witzigen Geschichten aus Boccaccios Hauptwerk, dem Dekameron, die zu Musik werden. Vivaldi, Scarlatti und Massenet verwenden sie als Vorlagen für große Opern. Aber auch Boccaccios Gedichte werden vertont. Palestrina und Monteverdi machen daraus Madrigale, Respighi Klavierlieder. Und bei Suppè avanciert Boccaccio sogar selbst zum Operettenhelden.