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Berliner Zimmer - Literatur aus der Hauptstadt Archiv

34 Episoden
1 Stunde 5 Minuten
Ronja von Rönne rockt das Berliner Zimmer: Mit „Alles Liebe“ hat die Wahl-Berlinerin in diesem Sommer einen Bestseller hingelegt, in dem gar nicht alles so liebevoll zugeht, wie der Titel vermuten ließe. Außerdem feiert sie in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum als Schriftstellerin, denn ihr Debütroman „Wir kommen“ ist 2016 erschienen. Im Berliner Zimmer spricht sie über ihren frühen Erfolg, die guten und schlechten Seiten des Schreibens, ihren Umgang mit Depressionen und dass sie einmal fast erschossen worden wäre.
1 Stunde 10 Minuten
„So, in etwa, ist es geschehen“: In ihrem zweiten Roman nach „Adas Raum“ erfindet sich Sharon Dodua Otoo nochmal ganz neu. Das Buch ist das Geständnis einer Mörderin, die ihren Chef umgebracht hat. Und doch ist es viel mehr als das. Amata, die als schwarze Frau in Deutschland schon lange unter dem Alltagsrassismus leidet, erzählt in ihrer Beichte von den vielen kleinen Dingen, die sie dazu gebracht haben, einen Mord zu begehen. Das alles wird mit einer leichtfüßigen Lakonie erzählt und ist gleichzeitig sehr lehrreich. Sharon Dodua Otoo ist eine großartige Autorin, die im „Berliner Zimmer“ über ihren Weg von der Bachmann-Preisträgerin zur international erfolgreichen Romanautorin spricht und erklärt, was das alles mit Lübecker Marzipan zu tun hat.
1 Stunde 1 Minute
Ihr autofiktionaler Roman „Menschen wie wir“ handelt von der Zerrissenheit, wenn man zwei Heimatländer hat. Thị Thanh Thảo Trần ist selbst in Vietnam aufgewachsen und mit 13 Jahren mit ihrer Mutter nach Deutschland gekommen. Ihr Vater war noch kurz vorm Zusammenbruch der DDR als Vertragsarbeiter vorausgegangen. In ihrem Buch verarbeitet sie ihre Erlebnisse aus beiden Ländern und entführt die Leserschaft in eine Welt voller berührender und tragischer Begebenheiten zwischen Armut und Fremdsein, Ankommen und neuen Freundschaften. Über allem schwebt eine Sehnsucht zur alten Heimat und dem, was gewesen sein könnte, wenn die Ich-Erzählerin nicht so lange von ihrem Vater getrennt gewesen oder die Familie in Vietnam geblieben wäre. Thảo Trần erzählt im „Berliner Zimmer“-Podcast, moderiert von Judith Gridl und Klaus Rathje, wie es war, die eigene Geschichte aufzuschreiben und wie sie ihre Eltern auf diese kreative Reise mitgenommen hat.
1 Stunde 15 Minuten
„Dies ist eine große Ballade von der zerbrochenen Liebe. Traurig, aber mit einer schönen Melodie!“ So beschreibt Sven Regener den Roman „Karacho“ von Susanne Schirdewahn. Die Berliner Künstlerin und Autorin verarbeitet in ihrem Buch furios eine Scheidung in den Vierzigern und den Spagat zwischen getrennt Eltern sein und neu ins Leben starten. Susanne Schirdewahn gelingt es ganz fantastisch, diesen Bruch in der Biographie äußerst temporeich einzufangen. Im „Berliner Zimmer“-Podcast erzählt sie von ihrem Leben zwischen Leinwand und Tastatur, von Liebeskummer und wie man sich am besten „entliebt“. Und natürlich darf auch diesmal das Lügenspiel nicht fehlen.
1 Stunde 8 Minuten
Sein neuer Roman läuft bei radio eins unter „richtig runde bösartige Satire zu Medien und Berlin“: Nikita Afanasjew begeistert mit „Sputnik“ (erschienen bei Voland & Quist) und heimst nebenbei immer wieder Journalistenpreise ein. Der Wahl-Berliner mit sowjetischen Wurzeln hat für DIE ZEIT, GEO und den Tagesspiegel geschrieben und inzwischen zwei Romane veröffentlicht, die beide sehr lustig sind. Im „Berliner Zimmer“-Podcast spricht er über die Schriftsteller-Fußballmeisterschaft, seine Reportage-Leidenschaft, die ihn immer wieder durch die ganze Welt führt, und den Mix aus echtem Leben und Fiktion beim Romanschreiben. Moderation: Judith Gridl & Klaus Rathje
1 Stunde 4 Minuten
Roswitha Quadflieg hatte sich bereits einen Namen als Buchkünstlerin gemacht – etwa mit den Illustrationen für den Welterfolg „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende –, bevor sie angefangen hat, Romane zu schreiben. Ihr neuestes Werk handelt von ihrem Vater Will Quadflieg, der eine beispiellose Karriere als Schauspieler gemacht hat. Aus seinen Tagebüchern von 1945/46 hat sie eine Art Vater-Tochter-Dialog gemacht: In „Ich will lieber schweigen“ versucht sie, dem berühmten Theater- und Filmschauspieler auf die Spur zu kommen. Dazu stellt sie seine Tagebucheinträge ihren Gedanken und Fragen gegenüber. Im „Berliner Zimmer“ erzählt Roswitha Quadflieg, die es über Freiburg und Hamburg nach Berlin verschlagen hat, von ihrem Leben in einer zerrissenen Künstlerfamilie und wie sie sich aus allem herausgeschrieben hat: Ein Gespräch zwischen Bühne, Bellheim und dem Buch der Bücher.
1 Stunde 20 Minuten
„Pop und Politik in Deutschland“ will uns Marcus S. Kleiner schmackhaft machen mit seinem Sachbuch „Keine Macht für Niemand“. Darin erzählt er Zeitgeschichte anhand von 260 Songs, die etwas bewegen wollten. Die titelgebende Band „Ton Steine Scherben“ ist natürlich dabei, aber auch BAP, Marius Müller Westernhagen, Tocotronic und Hannes Wader. Wir haben uns jedenfalls gern mit dem umtriebigen Medien- und Kulturwissenschaftler unterhalten, der nebenbei auch noch ein Buch über Bruce Springsteen herausgebracht hat. Mehr Musikwissen geht nicht. Herzlich willkommen im Berliner Zimmer, Marcus!
1 Stunde 12 Minuten
Sie galt einst als „Deutschlands berühmteste Buchhändlerin“, ist jetzt aber eine ebenso prominente Literaturvermittlerin: Maria-Christina Piwowarski hat zehn Jahre lang in der Berliner Buchhandlung ocelot gearbeitet und moderiert inzwischen online und offline Lesungen und andere Kulturevents. Inzwischen schreibt sie selbst und spricht darüber im „Berliner Zimmer“-Podcast: Sie hat mit „Und ich –“ ein ganz besonderes Buch herausgegeben, das literarische Beiträge von großartigen Frauen wie Gabriele von Arnim, Isabel Bogdan, Mareike Fallwickl und Maria-Christina Piwowarski selbst enthält. Es geht um 20 Wendepunkte im Leben, die inspirieren und absolut lesenswert sind.
1 Stunde 43 Minuten
Sie ist wahrscheinlich die witzigste Literatin im deutschsprachigen Raum: Felicitas Hoppe ist zu Gast im „Berliner Zimmer“-Podcast und erzählt über ihr äußerst vielfältiges Schreiben, dass sich die Buchrücken biegen. In ihren Romanen und Erzählungen geht es um Rittersagen, Stummfilmklassiker, Reisen auf Containerschiffen, ihre eigene (fiktive) Biografie und den amerikanischen Kontinent, immer verbunden mit ihrem eigenwilligen Sinn für absurde Komik. So macht Literatur Spaß. Im „Berliner Zimmer“ spricht Felicitas Hoppe über Siegried, Trump und Iwein Löwenritter.
1 Stunde 15 Minuten
Im Oktober 2024 ist der letzte Band der Rath-Reihe erschienen – wie es Volker Kutscher damit geht, erfahrt ihr in der neuen "Berliner Zimmer"-Folge. Wir haben uns mit dem unermüdlichen Schriftsteller unterhalten, auf dessen Büchern die "Babylon Berlin"-Serie von Tom Tykwer basiert. Über 5.700 Seiten umfasst der zehnbändige Zyklus um Kriminalkommissar Gereon Rath, der sich durch die Jahre 1928 bis 1938 kämpft und dabei nicht nur Mordfälle lösen, sondern auch mit dem Ende der Weimarer Republik und dem Beginn der Nazi-Herrschaft umgehen muss. Volker Kutscher versteht es meisterlich, diese komplexe und dramatische Zeit einzufangen und in spannende und bewegende Romanform zu gießen. Vielen historischen Fakten und Phänomenen kommt man so deutlich näher - und versteht vielleicht manches besser. Viel Spaß bei diesem ausgiebigen Gespräch übers Schreiben, Recherchieren und Volker Kutschers schweren Abschied nach 20 Jahren mit seiner Kommissar-Figur Gereon und der großartigen Charlotte.
1 Stunde 18 Minuten
In dieser besonderen Folge haben wir die bayrisch-stämmige Autorin Judith Gridl zu Gast. Die Wahl-Berlinerin hat den Thriller „Der tiefste Punkt“ geschrieben, der an der Ostsee, in Paris, Kenia und im Weltall spielt. Es geht um ein Schiffsunglück, Elefantenherden und die internationale Raumstation ISS – mehr Spannung geht nicht. Der Roman lebt gerade auch von sehr originell und authentisch gezeichneten Charakteren, die allesamt auf mystische Art und Weise miteinander verbunden sind. Für die Fernsehjournalistin, die natürlich beim Bayerischen Rundfunk arbeitet, ist es schon der zweite Roman. Sie spricht mit dem Moderationsduo, bestehend aus Ludwig Lohmann (ausgeliehen vom blauschwarzberlin-Podcast) und Klaus Rathje, über „Nature Writing“, Schreibdisziplin und ihr Leben im Hauptstadt-Exil. Im Lügenspiel wird es diesmal international, denn eine Anekdote dreht sich um Steven Spielberg.
1 Stunde 22 Minuten
Es ist wahrscheinlich das schönste Buchcover des Jahres, aber das ist längst nicht alles: „Die andern sind das weite Meer“ heißt der neue Roman, den Julie von Kessel dieses Jahr im Eisele Verlag herausgebracht hat. Die Berliner Autorin und Fernsehjournalistin beschreibt darin drei Geschwister, die allesamt in ihrem Erwachsenenleben irgendwie auf der Stelle treten oder in Krisen geraten. Luka macht als TV-Reporterin im Ukrainekrieg einen folgenschweren Fehler, Tom hadert mit seinem Ärztedasein und Elena trauert ihrer Jugendliebe nach. Was die drei verbindet, ist, dass sie in einer Diplomatenfamilie aufgewachsen sind – genau wie die Schriftstellerin Julie von Kessel selbst. Im „Berliner Zimmer“-Podcast erzählt die Schwester der Schauspielerin Sophie von Kessel (die das Hörbuch eingesprochen hat) von einem Leben zwischen Bonn und Washington D.C. und ihrem Berufsleben, das sich zwischen dem heimischen Schreibtisch und der ZDF-Kulturredaktion abspielt. Achso, und im Lügenspiel geht es diesmal auch um die österreichische Pop-Ikone Falco, dessen Lebensweg sich mit dem Vater von Julie von Kessel gekreuzt hat. Seid gespannt.
1 Stunde 8 Minuten
„Sei nicht so“ heißt der Debütroman von Kirstin Warnke, die bisher als Schauspielerin und Comedian („extra 3“, „Frau Dingens will zum Fernsehen“) in Erscheinung getreten ist. Jetzt hat sie ein hochgelobtes Buch herausgebracht, in dem sich ihre Ich-Erzählerin Alice gegen eine Mutter mit schwerer Persönlichkeitsstörung behaupten muss – als Kind, Jugendliche und junge Erwachsene. Schließlich schafft sie es auf die Comedy-Bühne – wie Kirstin Warnke auch – und entwickelt einen unbändigen Ehrgeiz, „zu beweisen, dass ausnahmslos alles im Leben sich zu einem Witz verarbeiten lässt“, wie es im Roman heißt. Wir haben mit Kirstin Warnke über Katzen, Krankheiten und Kalauer geredet. Auch das Lügenspiel war wieder mit von der Partie. Vielen Dank, Kirstin Warnke, für den launig-tiefsinnigen Besuch im „Berliner Zimmer“!
1 Stunde 14 Minuten
Mit dem Roman „Heilung“ hat er die Feuilletons begeistert und sich einen Vergleich mit Thomas Mann eingehandelt. Timon Karl Kaleyta ist ein Phänomen, denn er ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Drehbuchautor („Jerks“) und Frontmann der Band „Susanne Blech“. Im „Berliner Zimmer“ spricht der gebürtige Bochumer über Helmut Kohl, Benjamin von Stuckrad-Barre und Bundesjugendspiele. Viel Spaß mit Timon Karl Kaleyta, der laut der ZEIT den „besten Roman des Frühjahrs“ vorgelegt hat.
1 Stunde 3 Minuten
Berni Mayer startete seine Schriftstellerkarriere mit den Mandel-Krimis, in die er sein Wissen über die Musikbranche eingebracht hat. Der Ur-Bayer und Wahl-Berliner war in einem früheren Leben nämlich Online-Redakteur bei MTV. Seine beiden neuen Bücher drehen sich um ernsthaftere Themen. Sein Roman „Das vorläufige Ende der Zeit“ ist „ein Buch über Schmerz, Verlust und die Hoffnung danach“, wie es die Süddeutsche Zeitung auf den Punkt bringt. Gewohnt leichtfüßig erzählt Berni Mayer die Geschichte von drei leicht absurden Figuren, die in die eigene Vergangenheit zurückreisen. Einer der Charaktere muss – wie Bernie Mayer im echten Leben – den Verlust seiner Tochter verkraften. Dazu hat er gleich noch ein Sachbuch hinterhergeschoben: In „Anleitung zum Traurigsein“ schildert er offen und kompetent zugleich, wie es ist, einen nahen Menschen zu verlieren und was dann zu tun ist. Aber keine Sorge, diese Podcast-Folge bleibt trotz schwerer Themen gewohnt unterhaltsam und präsentiert mit Berni Mayer einen sehr wandlungsfähigen und originellen Autor, den wir wärmstens empfehlen können (achso, Judith: Berni schreibt man übrigens mit einem „i“ und nicht mit „ie“, just saying).
Berliner Zimmer - Literatur aus der Hauptstadt

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