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Ö1 Intermezzo Archiv

12 Episoden
21 Minuten
Josef Dabernig - Experimentalfilm zwischen Raum und Struktur
21 Minuten
Käthe Kratz: Erinnern als Selbstermächtigung+++Die Autorin und Filmemacherin Käthe Kratz war oft Pionierin – und hat nun mit ihren Erinnerungen unter dem Titel „Schwindelfrei“ ein Stück feministische Geschichte aufgeschrieben.+++Sie wollte „Frontfrau sein, nicht Alibifrau“, schreibt sie in ihrem Buch: Käthe Kratz, die nächstes Jahr achtzig Jahre alt wird, war immer wieder Pionierin, nicht nur als erste Frau im Regiestudium an der Filmakademie Wien, auch als erste Regisseurin eines TV-Spielfilms für den ORF– übrigens gegen ganz konkreten Widerstand, wie sie im Intermezzo schildert. +++

Kratz war engagiert in der Aktion Unabhängiger Frauen, und sie war und ist wichtige Chronistin weiblicher Geschichte, am bekanntesten mit ihrem Fernseh-Fünfteiler „Lebenslinien“. Das Erzählen und Erinnern als Akt der durchaus politischen Selbstermächtigung ist ein Motiv, das sich auch in „Schwindelfrei“ wiederfindet.+++ Gestaltung: Magdalena Miedl.+++ Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 27.9.2026
16 Minuten
Sie gilt als Expertin für Stefanie Sargnagel- und Ferdinand Schmalz-Stücke, als Dauergast im Wiener Rabenhof Theater und wird in der kommenden Saison gleich zweimal am Landestheater St. Pölten inszenieren – die 1988 in Wien geborene Regisseurin Christina Tscharyiski. Sie ist eine von elf Regieführenden, die die neue Saison am Landestheater (unter der neuen Leiterin Patricia Nickel-Dönicke) eröffnen, mit der Gemeinschaftsproduktion von Bertolt Brechts Parabel „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“. Über die Herausforderungen dieser Produktion, die Brisanz und Relevanz des 1941 im Exil verfassten Stückes, das als Parabel im Chicagoer Gangstermilieu den Aufstieg Adolf Hitlers nachzeichnet, über ihre Zusammenarbeit mit Stefanie Sargnagel und Ferdinand Schmalz und das Jelinek-Stück „Die Schutzbefohlenen“, das sie in Linz umsetzen wird, spricht Christina Tscharyiski im Intermezzo mit Katharina Menhofer
21 Minuten
Peter Henisch: Vaterfigur & Muttersuche

Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt der 1943 geborene Wiener Schriftsteller, wie seine Mutter spät, aber vehement aus dem Schatten des schillernden, opportunistischen Vaters trat und wie sie sich förmlich selbst zum Zentrum seines neuen Romans „Muttersuchen“ (Residenz Verlag) machte.

Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 9. 8. 2026
21 Minuten
Ö1 Kulturjournal ++ Moderation: Benno Feichter ++ Als Spontan-Einspringer für Zubin Mehta während einer Asien-Tournee 2009 stand Tugan Sokhiev erstmals am Pult der Wiener Philharmoniker. Es war der Auftakt einer langjährigen Zusammenarbeit. 2027 wird er erstmals das Neujahrskonzert dirigieren, bei den Salzburger Festspielen an diesem Wochenende zwei Konzerte des Philharmoniker-Zyklus. (Judith Hoffmann) ++ Wie funktioniert das kulturelle Leben in einer Frontstadt? Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz hat in der Stadt Cherson mit dem Theaterdirektor Oleksandr Kniha gesprochen. (Christian Wehrschütz) ++ In der nördlichsten Stadt Österreichs, im niederösterreichischen Litschau, findet nach dem Schrammel.Klang.Festival im Juli wieder das „Hin und Weg“-Theaterfestival statt. Festival-Motto ist dieses Jahr „Schuld und Schönheit“. (Hannah Balber). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 7.8.2026
23 Minuten
Ö1 Intermezzo +++ Gestaltung: Sebastian Fleischer +++ Er zählt zu den vielseitigsten Charakterdarstellern des Landes: Johannes Silberschneider hat sich in den letzten vier Jahrzehnten mit über 200 Film- und Fernsehrollen beim Publikum eingeprägt, er spielte in Theatern quer durch den deutschen Sprachraum: in Zürich, Stuttgart, Hamburg, Berlin und München, im Schauspielhaus Graz und im Theater in der Josefstadt in Wien. Er stand als „Armer Nachbar“ und „Glaube“ in zwei unterschiedlichen „Jedermann“-Inszenierungen am Salzburger Domplatz. Und auch in diesem Festspielsommer ist er zu erleben: In der zweiten großen Opernpremiere, Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“, schlüpft Silberschneider in die kleine, aber nicht unbedeutende Sprechrolle des Haushofmeisters. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 2.8.2026
20 Minuten
Intermezzo, 7.6.2026

Tom Neuwirth – mehr als Conchita

Der Sänger Tom Neuwirth spielt den Frosch in der Pride Edition der „Fledermaus“ in der Wiener Volksoper.

Zu Gast im Pride month Juni ist der Sänger, Schauspieler, Moderator, Podcaster und Botschafter der LGBTQI+ Bewegung Tom Neuwirth, der einem weltweiten Publikum als Kunstfigur Conchita Wurst durch seinen Sieg beim ESC Songcontest 2014 bekannt wurde. Derzeit probt er für seinen Auftritt als Gerichtsdiener Frosch in der Pride Edition von Johann Strauß Operette „Die Fledermaus“, die ab Dienstag in der Wiener Volksoper zu sehen sein wird. Gestaltung: Katharina Menhofer
25 Minuten
Für Anna Bernreitner ist kein Ort zu banal, kein Raum zu alltäglich, um zur Bühne zu werden. 10 Jahre lang bespielte sie mit ihrem Ensemble "Oper rundum" öffentliche Plätze. Sie inszenierte etwa die Oper „Doktor und Apotheker“ auf dem Gehsteig vor einer Apotheke, tingelte mit „La Bohème“ und einem Bühnenbild aus Mineralwasserkisten durch die Wiener Bezirke oder führte „Die Fledermaus“ zwischen Rutsche und Liegewiese in Wiener Freibädern auf. Diesen Zauber der Pop-Up Straßenoper nimmt die 40jährige auch in ihre Inszenierungen an festen Häusern mit, etwa in Nancy, Zürich oder Wien. Derzeit inszeniert sie die surrealen Einakter „Lady Magnesia & Zweimal Alexander“ in der Wiener Kammeroper. Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt die Regisseurin von den Herausforderungen der Straßenoper und von den vielen berührenden Begegnungen, die sie mit sich bringt.

Eine Eigenproduktion des ORF; gesendet am 4.6.2026
24 Minuten
Der in Marseille geborene Ludovic Tézier gilt als einer der weltbesten Baritone und als führender Verdi-Bariton der Gegenwart. An der Wiener Staatsoper singt er derzeit die Rolle des Zurga in Bizets "Perlenfischer". Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt er vom großen Vergnügen, Bösewichte und abgründige Charaktere zu spielen, davon, wie ihm seine Frau, die Sopranistin Cassandre Berthon, mit Bergman-Filmen Schauspielunterricht gab und warum er froh ist, doch kein Startenor mit Society-Verpflichtungen geworden zu sein.

Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 24. Mai 2026.
25 Minuten
Ö1 Intermezzo ++ Zum Start der Wiener Festwochen bringt die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf im Odeon Theater ihre immersive Musiktheater-Produktion "The Day Before" zur Uraufführung. Ein Clubbing im klassizistischen Theatersaal entwickelt sich dabei zu einem Antikriegs-Protest-Ritual. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 17.5.2026
21 Minuten
Er gilt als hellsichtiger und engagierter Diagnostiker der Gegenwart und hat mit seinen Filmen das deutsche Autorenkino der 1960er, 70er und 80er Jahre geprägt. Alexander Kluge ist Autor, Regisseur und Fernsehmacher. Vielen gilt er als letzter Universalgelehrter Deutschlands. Nun zeigt Alexander Kluge eine Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, die eine Brücke vom Theater zum Film schlägt. 1962 formulieren junge Filmschaffende das so genannte „Oberhausener Manifest“: eine Kampfansage an den Nachkriegskitsch und die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Autorenfilms, der mit Namen wie Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Alexander Kluge verknüpft ist. Doch die larmoyante Nabelschau so mancher Veteranen der 68er-Bewegung liegt Alexander Kluge nicht. Statt in die Vergangenheit blickt er in die digitale Zukunft. Denn Kluges jüngste Filmprojekte entstehen mit Hilfe der KI.
21 Minuten
Der deutsche Theatermacher Julian Hetzel lebt seit rund 15 Jahren im niederländischen Utrecht. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Stücke von politischer Dimension mit dokumentarischem Ansatz. Julian Hetzel, der an der Bauhaus Universität Weimar visuelle Kommunikation und in Amsterdam Theaterkunst studierte, verwebt dabei unterschiedliche Disziplinen. Theater- und Performancekunst treffen auf musikalische Experimente, bildende Kunst und Visual Arts. 2024 war beim Donaufestival Krems bereits "SPAfrica" von Julian Hetzel und Ntando Cele zu sehen. Das Stück, in dem es um Schuld und Empathie geht, wurde mit dem Dutch Theatre Award ausgezeichnet. Hetzels Arbeit "The Automated Sniper" behandelte das Thema der automatisierten Kriegsführung und erhielt 2017 den VSCD Mime Award. Jakob Fessler hat mit Julian Hetzel über seine Arbeitsweise, über sein neues Stück "Three times left is right" und über den Prozess der sogenannten "Normalisierung" neuer Werte und Normen gesprochen.