Kinderschutz Podcast Archiv
97 Episoden
56 Minuten
Über Gewalt an Kinder zu sprechen fällt vielen schwer - über und vor allem mit lebensverkürzt erkrankten Kindern zu sprechen ist für viele nahezu unmöglich. Doch vor mehr als 100 Jahren forderte Janusz Korczak, Kinderarzt und Kinderrechtler der ersten Stunde, genau das. In dieser Folge blickt Kathinka Beckmann zusammen mit Prof. Dr. Agnieszka Maluga und dem Soziologen Marcel Globisch auf Aspekte des Kinderschutzes in der Kinder- und Jugendhospizarbeit.
36 Minuten
Jerome Braun im Gespräch mit Erziehungswissenschaftlerin und Sozialunternehmerin Dr. Martina Stotz. Die promovierte Pädagogin sowie Erziehungs-, Paar- und Familienberaterin war viele Jahre Grundschullehrerin und begleitete als Schulberaterin Fachkräfte, Eltern und Kinder jeder Alters-stufe. Ihr Forschungsschwerpunkt lag im Bereich der Entwicklungs- und Familienpsychologie. Die Spiegel-Bestseller-Autorin hat die Vision, dass Kinder mit bedingungsloser Liebe - ohne Bestrafung und Belohnung - aufwachsen dürfen. Gleichzeitig liegt ihr viel daran, dass Kinder liebevolle Grenzen erfahren, die ihnen Sicherheit und Orientierung schenken. Mit Ihrer Bindungsakademie bildet sie zum/r zertifizierten bindungsorientierten Elternberater*in aus. Über die Akademie und vieles mehr berichtet sie in dieser Folge.
39 Minuten
Jerome Braun im Gespräch mit Silke Müller, die als Schulleiterin und erste Digitalbotschafterin des Landes Niedersachsen sehr deutlich auf die digitalen Gefahren für Kinder aufmerksam macht. Die Bestsellerautorin hat mit ihrem Buch "Wir verlieren unsere Kinder" klar gemacht, dass gehandelt werden muss. Sie fordert mehr Schutz und qualifizierte Begleitung für Kinder und Jugendliche im Netz. Es duldet keinen Aufschub, die Zukunft ist heute, wenn es darum geht, Kinder zu schützen. Insbesondere spielen dabei auch die Entwicklungen rund um die KI eine große Rolle, zumal wir heute gar nicht wissen können, was da noch kommt. Die Herausforderungen für Schule und Familie sind groß und wie junge Menschen erreicht werden können, erfahren Sie u.a. am Beispiel der Social-Media-Sprechstunde an der Schule von Silke Müller.
51 Minuten
Jerome Braun besucht Miriam Zeleke, die erste Landesbeauftragte für Kinder- und Jugendrechte in Deutschland im Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales in Hessen. Seit März 2024 ist die Erziehungswissenschaftlerin unter neuer Bezeichnung, als Landesbeauftragte für die Förderung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, unermüdlich unterwegs, um die Kinderrechte im zivilgesellschaftlichen und politischen Raum bekannter zu machen. Miriam Zeleke kümmert sich insbesondere um die Stärkung und Bekanntmachung der Beteiligungs- und Förderrechte und die Überwachung des Monitorings der Kinderrechte in Hessen. Über dieses Pionierprojekt auf Bundesebene und darüber, wie das Land Hessen die Umsetzung der Kinderrechte anpackt und was die Pläne und Visionen sind, erfahren unsere Zuhörer:innen in dieser Folge.
44 Minuten
Jerome Braun überrascht Lea Peters und Nina Stephainsky von ECPAT Deutschland am Ende dieser Podcast-Folge live mit der Übergabe des Deutschen Kinderschutzpreis. Die drei führen ein spannendes Gespräch über die Arbeit von ECPAT, die vielschichtig über die Entwicklung und Implementierung von Kinderschutzkonzepten, Advocacy zum Schutz von Kindern, über die Bekämpfung von sexueller Ausbeutung im Tourismus und des Menschenhandels zum Nachteil Minderjähriger, bis zur sexuellen Ausbeutung im digitalen Raum reicht. Mit dem Deutschen Kinderschutzpreis wird das unersetzliche Engagement von ECPAT Deutschland und dabei insbesondere die Vielfalt und Nachhaltigkeit in der Projektarbeit gewürdigt.
37 Minuten
Im Gespräch mit Sonja Howard beschreibt Verena Emmer* auf was zukünftige Sozialarbeiter:innen im Studium nicht unbedingt vorbereitet werden - von den Dynamiken am Familiengericht bis hin zum Selbstschutz im Umgang mit häuslichen Gewalttätern. Und was braucht es eigentlich, abgesehen von der Fachlichkeit, für wirklich gute Arbeit im Kinderschutz? *Name aus Datenschutzgründen geändert
41 Minuten
Jelena Gerke ist Psychologin und seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikum Ulm. Sie forscht u.a. zum Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit dem Fokus auf Frauen, insbesondere Mütter, als Täterinnen. Im Gespräch mit Jerome Braun wird deutlich, dass es in diesem Themenfeld noch einige „blinde Flecken“ gibt, die es sowohl in der Forschung wie in der Praxis zu bearbeiten gilt. Vor allem braucht es aber eine breite gesellschaftliche und professionelle Haltung, die anerkennt, dass sexualisierte Gewalt auch von Frauen, und so auch Müttern, ausgehen kann, denn „was Männer können, können auch Frauen“.
40 Minuten
Gastgeberin Kathinka Beckmann im Gespräch mit Prof. Dr. Barbara Schramkowski über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Kinder(gesundheit) und warum die Klimakrise auch eine Krise der Kinderrechte ist.
45 Minuten
Jerome Braun im Gespräch mit Wissenschaftlerin und Sportpsychologin Dr. Jeannine Ohlert an der Deutschen Sporthochschule Köln, die im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte die Themen der sexualisierten und interpersonalen Gewalt im Spitzen- und Breitensport untersucht. Die Forschungsergebnisse u.a. der Studien „Safe Sport“, „Safe Clubs“ unterstützen systematisch die Einführung und Verbesserung von (Schutzkonzept-)Prozessen, die präventiv sexualisierte und psychische Gewalt verhindern sollen. Gerade der Sensibilisierung aller Hierarchieebenen im Sport bezüglich sexualisierter und psychischer Gewaltaspekte kommt eine zentrale Bedeutung zu. Die Handlungsfelder im Sport sind so zahlreich, dass sich die Analogie des Marathonlaufes anbietet, nicht zuletzt, da der Sport auf dem Weg, aber noch lange nicht im Ziel ist.
43 Minuten
Im ersten Podcast des Jahres spricht Jerome Braun mit Maike Brummelmann, der Bundesre-feratsleiterin Kinder- und Jugendhilfe, des Christliches Jugenddorfwerk Deutschland e.V. „Keiner darf verlorenen gehen“ ist ein Leitsatz des cjd. Was das für die Partizipation in einem Sozialunternehmen mit rund 11.000 Fachkräften intern und im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen bedeutet, wird besprochen. Ebenso sprechen die beiden über den Weg gelin-gender Partizipation und warum diese auch weh tun darf, besser weh tun muss.
32 Minuten
Ob am Wochenende beim Einsatz im Kontext häuslicher Gewalt oder bei aufwendigen Ermittlungen im Darknet zu sog. Kinderpornografie - Kinder zu retten und zu schützen gehört zum beruflichen Alltag von Polizist*innen. Wie wichtig dabei die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen Netzwerkpartnern ist und welchen Stellenwert die Psychohygiene der Mitarbeitenden hat, berichtet Deutschlands jüngster Polizeipräsident Alexander Dierselhuis im Gespräch mit Kathinka Beckmann.
49 Minuten
Es geht in dieser Folge ans Eingemachte: Sonja Howard spricht mit der Fachanwältin Karola Rosenberg über schieflaufende Kinderschutzverfahren im Familienrecht und was die mangelhafte Qualifizierung von Jurist*innen damit zu tun hat, dass bis heute unwissenschaftliche "Diagnosen" durch die Gerichtssäle wabern und es dadurch zu staatlicher Kindeswohlgefährdung kommt.
35 Minuten
Im Jahr 2005 sterben in Duisburg 5 Kinder durch Misshandlung - die genauere Betrachtung ergibt, dass ein kollegialer Austausch zwischen den behandelnden Kinderärzt*innen zwei der Kinder gerettet hätte. Die Idee von RISKID e.V. ist geboren. Im Gespräch mit Kathinka Beckmann zeichnet der engagierte Kinderarzt Dr. Ralf Kownatzki und Vorsitzende von RISKID e.V. den anstrengenden Weg von der Idee über Anfeindungen und Datenschutzbedenken bis zur Gesetzesänderung im Jahr 2021 nach.
40 Minuten
Jerome Braun im Gespräch mit Bianca Biwer der Bundesgeschäftsführerin des Weissen Ring, der größten Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität in Deutschland. Mit aktuell fast 3000 Ehrenamtlichen mit 400 Außenstellen sowie dem Opfertelefon und der Online-Beratung ist der Weisse Ring für Kriminalitätsopfer da. Im Gespräch geht es unter anderem um die erhöhte Kontaktaufnahme aufgrund sexualisierter Gewalterfahrungen und wie Betroffene persönliche und finanzielle Hilfe z.B. über das Opferentschädigungsgesetz finden können. Foto: „Angelika Stehle/WEISSER RING“
32 Minuten
20 Jahre „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen* Anfang der 2000er Jahre gab es zahlreiche sexuelle Übergriffe im Umfeld des Oktoberfests, und Frauen* fühlten sich zunehmend unsicher. Die drei Münchner Vereine AMYNA e.V., IMMA e.V. und die Beratungsstelle Frauen*notruf München riefen daraufhin die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen* und Frauen*“ ins Leben. Jerome Braun spricht mit Kristina Gottlöber und Manuela Soller über die Anfänge und was das Projekt heute für die Stadt und die Wiesn-Besucher*innen bedeutet. Die Frauen berichten über ihre Arbeit im „Safe Space“, der kostenlosen Anlaufstelle für Mädchen und Frauen bei Verunsicherung, Bedrohung, Unterstützung für den sicheren Nachhauseweg, sexuelle Belästigung, Nötigung oder Vergewaltigung und auch bei Beobachtung derselben.