Jung & Naiv Archiv
1168 Episoden
1 Stunde 55 Minuten
Maja ist Politökonomin, Expertin für Klimapolitik und Hochschullehrerin an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie hat sich den "Scientists For Future" angeschlossen, die die Schülerstreiks ("Fridays For Future") unterstützen. Hauptberuflich ist sie Generalsekretärin des "Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" (WBGU). Was das ist, erklärt sie im Interview. Zunächst geht's mit Maja aber um ihren Werdegang: Was wollte sie als Schülerin werden? Was und wie hat sie an einer "Laborschule" gelernt? War sie schon früh politisch aktiv? Was hat sie studiert? Worum ging es in ihrer Diplomarbeit? Womit hat sie promoviert? Was hat sie im wissenschaftlichen Betrieb gelernt? Es geht um Majas Analysen über die "Menschheitsmaschine": Warum ist der Wohlstand so ungleich verteilt? Was ist überhaupt "Wohlstand"? Können wir unseren Wohlstand erhalten und trotzdem Klimaschutz machen? Wieso müssen wir die Ökonomie auf den Kopf stellen? Warum müssen wir Wachstum hinterfragen? Müssen wir "Wachstum" neu definieren? Müssen Teile der Wirtschaft auch schrumpfen? Was sind unsere Wachstumszwänge? Welcher Strukturwandel steht uns bevor? Müssen wir davor Angst haben? Kann es einen Kapitalismus ohne Umweltzerstörung geben? Maja möchte eines vermeiden: zu klein denken. Es gelte die großen Fragen zu stellen. Sollten wir den "homo oeconomicus" durch einen "homo ecologicus" ersetzen? Wieso sollten wir als aufgeklärte Gesellschaft keine Furcht vor den kommenden Veränderungen haben? Was stellt sich Maja unter einer Kreislaufwirtschaft vor? Es geht um die Digitalisierung: Majas WBGU hat festgestellt, dass der "digitale Wandel den Ressourcen- und Energieverbrauch beschleunigen" werde? Wie kann das sein? Was können wir dagegen tun? Kann es eine nachhaltige Digitalisierung geben? Was bedeutet überhaupt "Nachhaltigkeit"? Das und vieles, vieles mehr in Folge 420 - wir haben sie am 26. Juni in der Berliner Buchhandlung "Ocelot" aufgezeichnet. Links: - Maja auf Twitter https://twitter.com/beyond_ideology Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 32 Minuten
Wenn man keine Dystopien mag, muss man sich eine Utopie erdenken: Sozialforscher Harald Welzer hat's getan und berichtet über seine Erkenntnisse. Was braucht es für eine "gute Geschichte für die Zukunft"? Nachdem uns Harald vor zwei Jahren in Folge 304 in sein Denken eingeführt hat, geht es nun um die aktuellen und anstehenden gesellschaftlichen Debatten: Haben die Grünen die Antwort auf die Zukunftsfragen? Sind sie dafür überhaupt radikal genug? Warum legt die Kanzlerin auf ihrer persönlichen Zielgeraden nicht nochmal den Schalter um? Ist es schlimm, wenn CDU & SPD sterben? Harald macht sich nicht nur Sorgen, wenn's um den Klimawandel geht: Geht die Welt zu Ende, wenn das "Zwei-Grad-Ziel" gerissen ist? Warum gibt es überhaupt ein "Zwei-Grad-Ziel"? Warum wird selbst das Mindeste, was in Sachen Klimawandel zu tun ist, nicht passieren? Müssen wir den Kapitalismus überwinden, um die Welt zu retten? Kann es einen "aufgeklärten" Kapitalismus geben, der nicht zerstörisch für die Umwelt ist? Harald möchte es zumindest herausfinden. Welche neuen Pfade möchte Harald betreten? Und wieso will er Autos abschaffen? Außerdem appelliert der Soziologe an die "Scientists for Future" und andere Unterstützer der "Fridays For Future"-Bewegung, sich nicht nur moralisch mit den SchülerInnen zu solidarisieren. Das und vieles, vieles mehr in Folge 419 - wir haben sie am 20. Juni in Berlin aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Links: - Haralds Interview mit Tilo für FUTURZWEI https://taz.de/!167352/ - J&N Folge 304 mit Harald Welzer https://youtu.be/NNd1TeI7kDo
1 Stunde 25 Minuten
Eine Welt ohne fossile Brennstoffe ist möglich und Energiegewinnung aus 100% erneuerbaren in Deutschland ist mehr als realistisch, sagt Volker Quaschning. Volker gehört zu den ersten WissenschaflterInnen, die sich bei "Scientists for Future" zusammengetan haben. Er ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und in seinem Fachgebiet führender Experte für Erneuerbare Energien und Fragen der Energiewende. Mit Volker geht's zunächst um seinen Werdegang: Wie ist er an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin gelandet? Warum hat er sich schon in den 90ern für erneuerbare Energien interessiert? Was hat er jahrelang in Spanien gemacht? Wann begann der "Boom" von Solar- und Windkraft in Deutschland? Wie konnte dazu kommen? Wie wurde gefördert? Welche Arten von erneuerbaren Energien sind in Deutschland überhaupt möglich? Warum ist die Photovoltaik- und Windenergiewirtschaft heute am Boden? Welchen Anteil hat die Bundesregierung daran? Wie viele Arbeitsplätze haben wir in den letzten Jahren verloren? Es geht um Photovoltaik: Wie funktionieren Solarpanels überhaupt? Wie hat sich die Technik seit den 90ern weiterentwickelt? Warum ist Solarkraft mit den Jahren immer günstiger geworden? Was hält Volker von dem "Desertec"-Projekt, das in der Sahara gebaut werden und Europa mit Strom versorgen sollte? Es geht um Windkraft: Warum hat Volker seine Haltung zu "Off-Shore"-Windenergie geändert? Haben wir eigentlich schon genug Windräder in Deutschland? Wieso stehen so wenige davon in Bayern? Welche Rolle spielt der Stromleitungsausbau in Deutschland? Zum Schluss geht's neben dem Energiesektor noch um die Wärme- und Verkehrssektoren, die beim Klimaschutz entscheidend sind: Weshalb sollten Öl- und Gasheizungen verboten werden? Und warum sollten Neuzulassungen von Benzin- und Dieselfahrzeugen schon 2025 beendet werden? Das und vieles, vieles mehr in Folge 418 - wir haben sie am 28. Mai an der HTW Berlin aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Volker online: - Homepage www.volker-quaschning.de - Twitter https://twitter.com/VQuaschning - Instagram https://www.instagram.com/volkerquaschning/
1 Stunde 37 Minuten
Er hat das "Wissensbuch des Jahres" geschrieben: Bas Kast hat uns in Sachen Ernährung einen Kompass an die Hand gegeben, der zum Bestseller wurde. Mit dem deutsch-niederländischen Autoren geht's um seine Beweggründe für seine Recherchen: Warum musste Bas erst aus der Bahn geschmissen werden, bevor er sich mit seiner Ernährung auseinander setzte? Gibt es eine "offiziell gute" Ernährungsweise? Warum sind wir so scharf darauf fit zu sein? Was ist der Unterschied zwischen Fitness und Gesundheit? Müssen wir uns fit halten, weil wir uns so ungesund ernähren? Warum fällt uns eine gesunde Lebensweise so schwer? Wieso gibt es so viele "Gurus"? Wie werden wir eigentlich satt? Was haben Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate etc damit zu tun? Wieso sollten wir wenig verarbeitete Lebensmittel aus unserer Region zu uns nehmen? Weshalb ist die Ernährungsweise jedes Einzelnen von uns gut für alle? Außerdem geht's um die Verantwortung der Politik, Massentierhaltung, Dürre, Klimawandel, Landwirtschaft und Schokolade. Das und vieles, vieles mehr in Folge 417 - wir haben sie am 6. Mai auf der re:publica in Berlin aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Bas online: - Homepage https://baskast.de/ - Instagram https://www.instagram.com/baskastofficial/
3 Stunden 21 Minuten
Mit: - Katja Kipping, Parteivorsitzender der Linken - Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) - Luisa Neubauer (Fridays For Future) - Albrecht von Lucke (Blätter für deutsche & internationale Politik) Moderation: Hans Jessen Show & Tilo Zeitmarken: 6:28 Grundgesetz-Quiz AvL vs MASZ +Zuschauer Jenny und Felix 25:15 Artikel 15 Grundgesetz (Enteignung/Wohnen) 1:01:02 Welches Grundrecht fehlt? + Klimaschutzpolitik 2:42:30 Publikumsfeedback + Schlussrunde Bitte unterstützt solche Abende finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 36 Minuten
Die Europawahl steht vor der Tür und Damian Boeselager will ins Brüsseler Parlament: Der 31-Jährige hat mit zwei Freunden eine eigene Partei dafür ins Leben gerufen. Warum er "Volt" gegründet hat und wie schnell es überhaupt möglich ist an der EU-Wahl teilzunehmen, erklärt er im Interview. Der ehemalige Unternehmensberater erzählt, wie er politisch und später zum Politiker wurde: Was hat die Nacht der Wahlniederlage von Hillary Clinton damit zu tun? Was war die Idee für Volt? Warum ist er nicht einfach in eine bereits existierende Partei eingetreten? Was will Volt, was andere nicht wollen? Wie ist das Wahl- und Parteiprogramm zustande gekommen? Wie finanzieren sie sich? In welchen EU-Ländern treten sie an und in welchen wurde es doch nix? Es geht um die "Herausforderungen", die Damian mit Volt angehen will. Was hält er von einer "europäischen Identität"? Warum soll Europa zu einer "neuen Wirtschaftsmacht" werden? Wie passt das mit echtem Klimaschutz zusammen? Es geht um Verbote, Transparenz und die Besteuerung von globalen Konzernen. Damian spricht über seine Vision für 2050. Es geht u.a. um eine EU-Armee. Warum findet man im Volt-Programm nichts zu europäischen Kriegseinsätzen und Waffenexporten? Warum will Volt praktisch nichts verbieten? Schließlich geht's um den europäischen Überwachungsstaat und innere Sicherheit: Ist Europa etwa unsicher? Was will Volt gegen staatliche Überwachung tun? Warum plädieren sie für unsichere elektronische Wahlsysteme und einen "E-Perso"? Inwiefern braucht es eine andere EU-Flüchtlingspolitik? Sollte sich die EU Menschen nach wirtschaftlicher Nützlichkeit aussuchen und dann reinlassen? Das und vieles, vieles mehr in Folge 416 - wir haben sie am 16. Mai in im temporären Volt-HQ in Berlin aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Volt/Damian online: - Homepage https://www.voltdeutschland.org/ - Twitter: https://twitter.com/d_boeselager
1 Stunde 37 Minuten
Die Europawahl steht vor der Tür und Nico Semsrott will ins Brüsseler Parlament: Der 33-Jährige steht nach Martin Sonneborn auf Listenplatz 2 seiner PARTEI. Nico war bisher Slam-Poet und Kabarettist, worauf er mittlerweile aber keine Lust mehr hat. Warum erklärt er im Interview. Zunächst geht's mit Nico aber über seinen Werdegang: Wie wurde er politisiert? Warum war er auf einer katholischen Schule? Warum werden so viele SatirikerInnen in solchen Bildungseinrichtungen groß? Warum zahlte sich Hartnäckigkeit für Nico oft aus? Bei welchen Parteien hatte er mal vorbeigeschaut um politisch aktiv zu werden? Wieso wurde er depressiv und wie kam er da wieder raus? Wie sollte unsere Gesellschaft und die Politik mit psychischen Krankheiten umgehen? Wir reden über Nicos politische Haltung: Warum ist er gegen das Sterben im Mittelmeer? Weshalb lässt die EU es überhaupt so weit kommen? Was kann Nico als eventueller Europaabgeordneter dagegen tun? Was müssten wir tun, damit sich Menschen gar nicht erst in diese Notlage begeben? Dann geht's um den Klimaschutz: Warum fliegt Nico eigentlich gar nicht mehr? Ist er für das Ende von innerdeutschen Flügen? Wie soll man zukünftig von Berlin nach Mailand kommen? Was wäre die Alternative? Was ist die Klimaschutzpolitik der PARTEI? Außerdem geht's um Lobbyismus, den Euro, bedingungsloses Grundeinkommen und die Einführung der Demokratie auf europäischer Ebene. Das und vieles, vieles mehr in Folge 415 - wir haben sie am 14. Mai in der Berliner Buchhandlung "Ocelot" (Brunnenstraße) aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Nico online: - Homepage www.nicosemsrott.de - Twitter: https://twitter.com/nicosemsrott
53 Minuten
Die Europawahl steht vor der Tür und Gregor Gysi will viele Linke im EU-Parlament vertreten sehen: Seit Dezember 2016 ist Gregor Präsident der Europäischen Linken, schreibt nebenbei seine Autobiografie, sitzt im Bundestag und vertritt Mandanten als Anwalt. Woher nimmt er die Zeit? Wollte er nicht ruhiger machen? Mit Gregor geht's um den linken Blick auf die Europäische Union: Warum ist die EU seit der letzten Krise "noch neoliberaler und autoritärer" geworden? Warum steht Neoliberalismus und Profitstreben in den EU-Verträgen? Welche Antworten haben Sozialisten auf die Klimakatastrophe? Wieso sind linke Parteien in Osteuropa so schwach? Das und vieles, vieles mehr in Folge 414 - wir haben sie am 9. Mai im Bundestag aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
59 Minuten
Die Europawahl steht vor der Tür und Sven Giegold will erneut ins Brüsseler Parlament: Der 49-Jährige bildet gemeinsam mit Ska Keller das Spitzenduo der Grünen zur Europawahl. Sven ist seit 2009 Abgeordneter im Europäischen Parlament, erst ein Jahr zuvor wurde er Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Wie das kam, erklärt er im Interview. Er ist Mitbegründer von NGOs wie Attac Deutschland, AllerWohnen eG und Tax Justice Network. Wie ist Sven politisch geworden? Wofür hat er sich schon zu Schulzeiten engagiert? Was hat er studiert? Warum hat er sich den Grünen angeschlossen? Ist er ein Antikapitalist, ein Sozialist? Sven ist Mitglied im EU-Ausschuss für Wirtschaft und Währung und kennt sich daher in den Finanzthemen aus: Warum gibt es immer noch Steueroasen in der EU? Was wurde in den letzten Jahren getan diese auszutrocknen? Wie läuft's mit der Bankenunion? Warum schaffen es Amazon, Facebook & Co kaum Steuern in Europa zu zahlen? Warum ist Geldwäsche in der EU so leicht möglich? Wieso ist das EU-Parlament mittlerweile das am transparentesten arbeitende Parlament? Wo kann sich der Bundestag noch eine Scheibe abschneiden? Wer blockiert weitere Fortschritte? Welchen Einfluss haben Lobbyisten auf ihn? Wer oder was ist "Lobbygift" in Brüssel? Was kann innerhalb der EU für den Klimaschutz getan werden? Was hält Sven von innereuropäischen Flugverboten? Und was sieht er anders als Greta Thunberg? Das und vieles, vieles mehr in Folge 413 - wir haben sie am 8. Mai in der Buchhandlung "Ocelot" (Berliner Brunnenstraße) aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Sven online: - Blog https://sven-giegold.de/ - Twitter https://twitter.com/sven_giegold
1 Stunde 44 Minuten
Wir sind zu Gast in der Denkfabrik des Global Public Policy Institute (GPPi) und treffen Friedens- und Konfliktforscherin Sarah Brockmeier. Sarah beschäftigt sich mit deutscher Außenpolitik, Völkermordvermeidung & Friedenssicherung. Letztes Jahr erschien ihr Buch "Krieg vor der Haustür: Die Gewalt in Europas Nachbarschaft und was wir dagegen tun können" (Dietz-Verlag), das sie mit Philipp Rotmann geschrieben hat. Mit Sarah geht's zunächst einmal um ihren Werdegang und wie sie zur Konfliktforschung gekommen ist. Kann man Frieden studieren? Wozu müssen wir uns Krisen in anderen Teilen der Welt beschäftigen? Was geht uns das an? Was ist überhaupt eine "Krise"? Warum wurde der Völkermord in Ruanda in den 1990ern nicht verhindert? Hätte er verhindert werden können? Woran erkennt man einen Völkermord? Und was hat "Responsibility to Protect" der Vereinten Nationen damit zu tun? Was für ein Think Tank ist das GPPi? Wer finanziert es? Gibt es eine politische Ausrichtung? Welche geopolitischen Interessen hat Deutschland? Wieso sind wir in der NATO am besten aufgehoben? Was kommt nach der NATO? Braucht es eine europäische Armee? Wie blickt Sarah auf die deutsche Waffenexportpolitik? Warum sind Rüstungsexporte wichtig für uns? Ist es richtig, Waffen an Saudi-Arabien zu verkaufen? Wieso soll Deutschland "internationale Verantwortung" übernehmen? Was ist mit diesem "Engagement" gemeint? Müssen am Ende mehr deutsche Soldaten in Kriege geschickt werden? Wir blicken auf entscheidene deutsche Kriegseinsätze zurück wie Jugoslawien und Afghanistan. Außerdem geht's um Heiko Maas, US-Atombomben und Drohnenangriffe via Ramstein. Das und vieles, vieles mehr in Folge 412 - wir haben sie am 2. Mai im Berliner Büro vom "Global Public Policy Institute" aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Sarah online: - Blog http://www.peacelab.blog/ - Twitter https://twitter.com/sarahbrockmeier
1 Stunde 30 Minuten
Die Europawahl steht vor der Tür und Bianca Praetorius will ins Brüsseler Parlament: Die 34-Jährige engagiert sich in der ersten linken paneuropäischen Bewegung "Demokratie in Europa - DiEM25" und steht auf Listenplatz 4. Bianca arbeitet im Startup-Bereich und ist "Pitch-Trainerin". Was das bedeutet, erklärt sie im Interview. Bianca erzählt, wie sie politisiert wurde und warum sie sich nie in anderen Parteien engagiert hat. Sieht sie sich als Marxistin wie Varoufakis? Ist sie Antikapitalistin? Welche Umwege musste sie in ihrem Leben gehen und wohin haben die sie geführt? Was hat es mit DiEM25 auf sich? Was ist der Unterschied zu "Demokratie in Europa"? Oder ist das dasselbe? Warum ist der griechische Politiker Yanis Varoufakis in Deutschland der Spitzenkandidat? Warum braucht es DiEM25 überhaupt? Welche Alternativen bieten sie, die andere linke Bewegungen nicht bieten? Warum will Bianca "kotzen", wenn sie das positive Storytelling anderer Parteien zur Europawahl auf den Straßen sieht? Welche strukturellen Probleme in der EU müssen sich ändern? Wer oder was ist das "europäische Establishment"? Braucht es eine EU-Armee? Wieso plädiert DiEM25 nicht für eine bedingungsloses Grundeinkommen, sondern für eine bedindungslose "Bürgerdividende"? Was soll das sein und wie soll das finanziert werden? Was hat es mit dem "Green New Deal" auf sich? Wo sollen die €500 Milliarden herkommen, die es dafür braucht? Und weshalb soll es eine europäische verfassungsgebende Versammlung geben? Das und vieles, vieles mehr in Folge 411 - wir haben sie am 26. April in Berlin aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv Bianca online: - Twitter https://twitter.com/bancia - Instagram https://www.instagram.com/biancaprae/ - Homepage www.biancapraetorius.com
1 Stunde 48 Minuten
Naturpolitik für Desinteressierte: Wir treffen Eckhard Fuhr, den stellvertretenden Vorsitzenden des Ökologischen Jagdvereins Brandenburg (ÖJV). Eckhard ist Journalist (bzw. mittlerweile "Naturjournalist"), begann seine Karriere 1986 bei der FAZ. Von 2000 bis 2010 war er Feuilletonchef bei der WELT. Mittlerweile hat Eckhard einige lesenswerte Naturbücher geschrieben, zB "Rückkehr der Wölfe: Wie ein Heimkehrer unser Leben verändert (2014)" oder "Schafe. Ein Portrait (2017)". Um unsere Natur, den Wald und die dort lebendene Tiere soll's in diesem Gespräch gehen: Haben wir uns die Natur zum Untertan gemacht? Wie sind die heutigen Lebensbedingungen für Insekten, Reptilien und Wild? Warum ist unsere Turbolandwirtschaft ein "Schlaraffenland" für Rehe und Wildschweine? Warum gibt es viel zu viel Wild im Wald? Jagen unsere Jäger zu wenig? Warum ist Eckhard ein "Ökojäger" und nicht Mitglied im Deutschen Jagdverband? Wie wird man überhaupt Jäger in Deutschland? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen? Was lernt man in der Ausbildung? Wie bekommt man einen Jagdschein? Könnte ich als Jäger mir den größten und schönsten Hirsch im Wald suchen und ihn erlegen? Was muss in Deutschland gejagt werden, was kann gejagt und was darf nicht gejagt werden? Was unterscheidet die deutsche Jagdkultur von den anderen in Europa? Wie funktioniert unser Reviersystem? Was ist mit "Waldgerechtigkeit" gemeint? In der zweiten Hälfte geht's ausführlich um Wölfe in Deutschland: Warum kehren sie "heim"? Wo waren sie die ganze Zeit? Warum ist die Beziehung Wolf-Mensch-Hund eine "Schicksalsgemeinschaft"? Wie wurde der Wolf domestiziert (und von wem)? Warum änderte die neolithische Revolution alles? Wie steht Eckhard zu "Wolfsromantikern"? Sind Wölfe die "Friedensbringer der Natur"? Welche Rolle spielten die Hirtenreligion Christentum, Judentum und Islam bei der Feindschaftsentwicklung gegenüber den Wolf? Für wie viele Wolfsrudel gäbe es Lebensraum in Deutschland? Warum siedelt sich der Wolf, laut Eckhard, in der "Intimsphäre der Kulturgeschichte" an? Wieso sind Wölfe streng geschützte Tiere und wann könnte sich das ändern? Das und vieles, vieles mehr in Folge 410 - wir haben sie am 11. April in Berlin aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
2 Stunden 6 Minuten
Diesmal wird's wieder philosophisch: Philipp Hübl hat sich mit der Entstehung unserer Moralvorstellungen, spontanen Emotionen sowie Polarisierung befasst. Philipp ist Juniorprofessor für Philosophie an der Universität Stuttgart und forscht zu den philosophischen Grundlagen der Moralpsychologie. Er hat bereits mehrere Bücher (u.a. "Bullshit-Resistenz") geschrieben. Mit Philipp geht's zunächst um den Antrieb für sein neues Buch ("Die aufgeregte Gesellschaft: Wie Emotionen unsere Moral prägen und die Polarisierung verstärken"). Woher kommt unsere moralische Identität? Werden wir damit geboren? Was haben die fünf Persönlichkeitsmerkmale Offenheit, Gewissenheit, Extrovertiertheit, Verträglichkeit und emotionale Stabilität damit zu tun? Warum sagt die Inneneinrichtung eines Menschen etwas über ihn aus? Was unterscheidet Konservative von Progressiven? Welche moralischen Probleme müssen Progressive mit sich klären? Wie entstehen Ängste? Woher kommt (anti-)autoritäres Denken? Warum ist "politische Korrektheit" ein Zeichen für Gruppenzugehörigkeit? Bin ich rechts, wenn ich die Auswirkungen der Globalisierung kritisch sehe? Ist Inzest generell schlecht? Was können wir von "Game Of Thrones" lernen? Zum Schluss geht's noch um Populismus: Was ist das überhaupt? Und sind die SchülerInnen von "FridaysForFuture" eigentlich auch populistisch, weil sie mit dem Finger auf die herrschende Politik zeigen? Das und vieles, vieles mehr in Folge 409 - wir haben sie am 21. März 2019 in der Ocelot-Buchhandlung (Berlin, Brunnenstraße) aufgezeichnet. Tipp: Folge 348 mit Philipp Hübl Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 18 Minuten
Wir sind zurück im Bundestag und treffen Martin Schulz. Martin sitzt seit Herbst 2017 als Abgeordneter im Parlament und ist Teil der SPD-Fraktion. Seiner Partei ist er 1975 als 19-Jähriger beigetreten. 1987 wurde er Bürgermeister von Würselen, 1994 wurde Martin zusätzlich Abgeordneter im Europaparlament, dessen Präsident er 2012 wurde bis er 2017 ausschied um in die deutsche Bundespolitik zu wechseln. Bei der Bundestagswahl 2017 war er der Kanzlerkandidat der SPD. Nach nur einem Jahr im Amt gab er 2018 den Parteivorsitz mit der Bildung einer erneuten großen Koalition wieder ab. Mit Martin geht's um den Vergleich zwischen Bundestag und Europaparlament: Vermisst er Brüssel? Martin erzählt, wie er politisiert wurde, wann sein politisches Engagement anfing, warum er SPD-Mitglied wurde und was seine Mutter damit zu tun hatte. Martin redet über Willy Brandt und was er zur heutigen Ost- und Außenpolitik sagen würde. Es geht um deutsche Waffenexporte an Diktaturen, das Ungleichgewicht in Europa, unsere Wirtschaftspolitik, Deutschlands Dominanz, Eurobonds und Martins Ziel von den "Vereinigten Staaten von Europa" im Jahr 2025. Martin blickt auf seinen ungeraden Lebensweg zurück, spricht über seinen Alkoholismus und seine Art mit der Basis in Kontakt zu bleiben: Was ist der "Nachbarschaftstest"? Es geht um das Kohlekraftwerk in Martins Heimat und den Kohleausstieg 2038: Unterstützt er die Forderungen der Schülerproteste? Er schlägt vor, wie die europäische Handelspolitik zum Klimaschutz eingesetzt werden kann. Zum Schluss geht's um Martins Wahlkampf als Kanzlerkandidat: Was hat er über politische Berater gelernt? Warum hat er nicht auf seinen "Instinkt" gehört? Wo hat er "Hofberichterstattung" für Angela Merkel in den Medien erlebt? Und warum schätzt er ausgerechnet Steffen Seibert? Das und vieles, vieles mehr in Folge 408 - wir haben sie am 4. April 2019 im Bundestag aufgezeichnet. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv
1 Stunde 40 Minuten
Carolin Görzig arbeitet am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle/Saale, wo sie sich mit der Lernfähigkeit von Terrorgruppen beschäftig und zur Frage forscht, ob und wie Staaten mit Terroristen verhandeln sollten. Sollte das staatliche Mantra "Wir verhandeln nicht mit Terroristen!" aufgeweicht werden? Wann hat es sich von staatlicher Seite gelohnt mit Terrorgruppen zu reden? Lohnt es sich auch für die Terrorgruppen? Was ist überhaupt Terrorismus? Gibt es Staatsterrorismus? Wie muss man bei Terroristen differenzieren? Was haben Rechtsextreme und Jihadisten gemeinsam? Mit welchen Gruppen hat sich Carolin schon beschäftig, wen hat sie vor Ort, in Gefängnissen besucht? Das und vieles, vieles mehr in Folge 407 - wir haben sie am 28. März 2019 in der Buchhandlung "Ocelot" (Berliner Brunnenstraße) aufgenommen. Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Jung IBAN: DE36700222000072410386 BIC: FDDODEMMXXX Verwendungszweck: Jung & Naiv PayPal http://www.paypal.me/JungNaiv