Tierschutz-Update Archiv
91 Episoden
4 Minuten
Seit Kriegsbeginn am 24. Februar wird der Feldman Ecopark, ein Privatzoo in Charkiw im Osten der Ukraine, immer wieder bei Luftangriffen und von Bomben getroffen. Viele Gehege sind zerstört – genau wie die Infrastruktur. Zoo-Besitzer Oleksandr Feldman befürchtet nun, dass er viele seiner Raubkatzen einschläfern muss, wie er in einem emotionalen Video auf Facebook mitgeteilt hat. Doch daraufhin erreichten ihn so viele Hilfsangebote aus der Ukraine und aus dem Ausland, dass nun doch die Chance besteht, Löwen, Jaguare und Panther zu evakuieren. Außerdem: Herzlose Halter setzen Mischlingshund Teddy einfach aus. Und: Kanada bläst zu Robbenjagd.
12 Minuten
Mehr als vier Millionen Menschen sind seit dem 24. Februar aus der Ukraine vor dem Krieg ins Ausland geflohen – und viele von ihnen haben ihre Haustiere mitgebracht. Wie viele genau, das ist nicht bekannt. Offizielle Zahlen gibt es dazu nicht, aber Tierschutzorganisationen schätzen, dass es sich um mehrere Zehntausend Hunde, Katzen und Kleintiere handelt. Und genau wie ihre geflüchteten Herrchen und Frauchen brauchen auch viele Vierbeiner Hilfe, wenn sie in Sicherheit angekommen sind. Freiwillige und Organisationen bieten deshalb zum Beispiel kostenlose tiermedizinische Behandlungen und Futterspenden an, oder helfen bei der Vermittlung von Unterkünften. Wiebke Plasse von der „WTG“ war in Warschau und Umgebung unterwegs, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen – und daraufhin entsprechende Hilfen bereitzustellen. In dieser Folge des Tierschutz-Updates spricht Hanna Hindemith darüber, was sie dort erlebt hat und warum der Tierschutz bei Katastrophen immer mitgedacht werden sollte.
6 Minuten
Seit mehr als einem Monat herrscht in der Ukraine Krieg. Unzählige russische Bomben und Raketen haben seitdem für Verwüstung und Leid gesorgt. Millionen Menschen fliehen, weil ihre Häuser zerstört worden sind. Immer wieder sind auch Tierheime oder Wildtier-Shelter von den Explosionen betroffen – und wer flieht, kann den Hund oder die Katze nicht immer mitnehmen. In den meisten Fällen ein Todesurteil für die Vierbeiner. Deswegen riskieren Tierschützer ihr Leben, um die Tiere aus dem Kriegsgebiet in Sicherheit zu bringen. Aktivisten der polnischen Tierschutzorganisation „Centaurus“ etwa fahren seit Ausbruch des Kriegs regelmäßig über die Grenze, um Tiere aus der Westukraine in ein improvisiertes Tierheim auf einem ehemaligen Bauernhof im polnischen Grenzort Medyka zu bringen. Einer der Tierretter ist Przemek Malik. Er ist seit Beginn der Evakuierungsaktionen im Einsatz. In dieser Folge des „Tierschutz-Updates“ spricht Hanna Hindemith mit ihm über Tierrettungen im Kriegsgebiet.
7 Minuten
Millionen Menschen sind vor dem Krieg in der Ukraine geflohen – Tausende von ihnen kommen jeden Tag in Berlin an. Behörden, Freiwillige und Hilfsorganisationen nehmen die Geflüchteten in Empfang, vermitteln Schlafplätze und verteilen das Nötigste. Am ehemaligen Flughafen Tegel hat Berlin ein Ankunftszentrum für Flüchtlinge eingerichtet. Ukrainer, die mit ihrem Haustier in der Hauptstadt ankommen, können ihre Vierbeiner dort am Animal Care Point versorgen lassen: Ehrenamtliche verteilen Futter und Zubehör, Tierärzte untersuchen die Tiere. Gemeinsam mit der Tiertafel Berlin und dem Tierschutzverein Berlin hat Landestierschutzbeauftragte Kathrin Herrmann den Animal Care Point initiiert. In dieser Folge des „Tierschutz-Updates“ spricht Hanna Hindemith mit ihr und Janine Bräuer, die die tiermedizinische Arbeit dort leitet, darüber, wie Freiwillige den Geflüchteten helfen.
3 Minuten
Die Solidarität und Unterstützung für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland ist riesig. Trotzdem haben es Geflüchtete mit Tier schwer. Denn: In vielen Notunterkünften sind die Vierbeiner nicht erlaubt. Deshalb nehmen Tierheime die Hunde und Katzen vorübergehend auf oder kümmern sich um die Vermittlung von Schlafplätzen bei Privatpersonen. Einige Tierheime bitten dabei jetzt um Unterstützung – und suchen nach Pflegestellen für die Tiere. Wenn Du Geflüchteten aus der Ukraine und ihren Tieren helfen willst, solltest Du Dich an die Hilfsorganisationen und Tierheime in Deiner Stadt wenden. Die können am besten einschätzen, wo und in welcher Form Deine Unterstützung gebraucht wird. Außerdem: Namibia verkauft Elefanten nach Dubai. Und: Mann schmuggelt 52 Reptilien – in seiner Hose.
6 Minuten
Mehr als eine Woche ist es mittlerweile her, dass russische Soldaten die Ukraine angegriffen haben. Über eine Millionen Menschen sind seitdem auf der Flucht vor dem Krieg. Ihr Ziel: Die EU-Staaten westlich der Ukraine. Gerade in Polen und Rumänien kommen viele Flüchtende an – doch Tausende reisen weiter, auch nach Deutschland. Neben ihren Kindern und ihren Habseligkeiten haben die meist weiblichen Flüchtlinge oft auch Hunde, Katzen und andere Haustiere dabei. Tierschützer und Privatpersonen setzen sich für die Schutzsuchenden ein. In den sozialen Medien bieten Menschen in ganz Europa Schlafplätze und Mitfahrgelegenheiten für zwei- und vierbeinige Flüchtlinge an. Die Schauspielerin Karla Nina Diedrich bietet selbst Schlafplätze für Geflüchtete mit Tier an und hat eine interaktive Karte angelegt, in andere Unterkünfte eintragen können. In dieser Folge des „Tierschutz-Updates“ spricht sie mit Hanna Hindemith darüber, wie sie den Menschen helfen will.
6 Minuten
Seit die russische Armee in der vergangenen Woche die Ukraine angegriffen hat, herrscht Krieg in dem Land. Hunderttausende sind auf der Flucht. Ihr Ziel: Die EU-Nachbarländer Polen, Rumänien, Ungarn und Slowakei. Alleine in Polen sind bis zum Dienstagmittag über 400.000 Schutzsuchende angekommen – meist Frauen und Kinder. Viele von ihnen haben aber auch ihre Haustiere mitgebracht. Die Tierschutzorganisation „Peta” ist seit Anfang der Woche mit Aktivisten an der Grenzen zwischen Polen und der Ukraine im Einsatz und hilft sowohl zwei- als auch vierbeinigen Flüchtigen. In dieser Spezialausgabe des Tierschutz-Updates spricht Hanna Hindemith mit Peter Höffken von „Peta” über die Situation an der Grenze und den Einsatz.
4 Minuten
Wer im Urlaub Schnappschüsse von Wildtieren macht und diese bei Instagram oder Facebook postet, der leistet möglicherweise einen Beitrag zum Artenschutz. Denn ein Forscherteam wertet öffentlich zugängliche Bilder von bedrohten Tieren aus und kann mithilfe von künstlicher Intelligenz erkennen, wie viele Tiere einer Art es noch gibt und wo sie sich befinden. Warum Artenschützer das für ein wichtiges Werkzeug bei der Rettung vom Aussterben bedrohter Arten halten, das erklärt Tierschutz-Expertin Hanna Hindemith in dieser Ausgabe des „Tierschutz-Updates”.
3 Minuten
Englische Bulldoggen und Cavalier King Charles Spaniel sind für ihr niedliches Äußeres bekannt und beliebt. Ihre Merkmale wie etwa eine kurze Nase und besonders große Augen machen sie zu echten Verkaufsschlagern. In Norwegen sind die Rassen jetzt aber verboten. Das hat ein Gericht in Oslo beschlossen. Die Begründung: Die Rassen gelten als Qualzuchten. Aber warum eigentlich? Das erklärt Tierschutz-Expertin Hanna Hindemith in dieser Folge des „Tierschutz-Updates“.
4 Minuten
Island will 2024 aus dem kommerziellen Walfang aussteigen. Das hat Fischereiministerin Svandis Svavarsdóttir angekündigt. Der Grund: Für die Inselnation hat der Walfang kaum ökonomische Vorteile. Der Export nach Japan hat sich Experten zufolge nie wirklich gelohnt, der heimische Markt schrumpft. Nach der Fang-Saison 2023 soll die Walfang-Quote nun nicht mehr erneuert werden. Wenn Island den Walfang stoppt, machen weltweit nur noch Japan und Norwegen kommerziell Jagd auf die Meeresriesen. Wie ist die Ankündigung der Politikerin einzuschätzen? Welchen Einfluss hat sie auf Japan und Norwegen? Das fragt Tierschutz-Expertin Hanna Hindemith Artenschützer Andreas Dinkelmeyer vom „IFAW”.
4 Minuten
Das Hormon PMSG wird in der Massentierhaltung eingesetzt, um die Besamung von Sauen und Geburt von Ferkeln zu synchronisieren. Denn: Wenn alle Sauen in einem Mastbetrieb am gleichen Tag besamt werden können, gebären sie auch am selben Tag – und die Aufzucht der Ferkel lässt sich automatisieren. Da ist profitabel – sorgt aber dafür, dass unzählige Pferde auf Island leiden müssen. PMSG wird nämlich aus dem Blut trächtiger Stuten gewonnen – ein grausamer Prozess, bei dem sogenannte Blutstuten brutal behandelt werden. Die Tierschutzorganisationen „Animal Welfare Foundation“ und „Tierschutzbund Zürich“ haben schreckliche Bilder von Blutfarmen auf Island veröffentlicht. In dieser Folge des „Tierschutz-Updates“ spricht Hanna Hindemith mit York Ditfurth, Präsident der „AWF“, darüber.
6 Minuten
Unzählige Tiere leiden in Mastbetrieben, auf Pelzfarmen und vielen weiteren Einrichtungen. Die neue Doku-Serie „Animals Army“ zeigt nun, wie Tierschützer dagegen kämpfen – und was dieser Einsatz für die Tiere im Alltag für sie bedeutet. Kamerateams begleiteten die Aktivisten nämlich über einen längeren Zeitraum. Zu sehen ist die Serie seit dem 20. Januar 2022 auf dem Streaminganbieter „John Plus“. Unzählige Tiere leiden auf Pelzfarmen, in Mastbetrieben und vielen weiteren Einrichtungen. Die neue Doku-Serie „Animals Army” zeigt nun, wie Tierschützer dagegen kämpfen – und was dieser Einsatz im Alltag für sie bedeutet. Kamerateams begleiteten die Aktivisten nämlich über einen längeren Zeitraum. Zu sehen ist die Serie seit dem 20. Januar 2022 auf dem Streaminganbieter „Joyn Plus”. Regie geführt haben Isabella Hoffmann und Felix S. Hoffmann. Tierschutz-Expertin Hanna Hindemith spricht in dieser Folge des Tierschutz-Updates mit den beiden über die bewegendsten Momente der Recherche.
5 Minuten
Ludger Beerbaum ist einer der besten Springreiter der Welt. Doch nach einer Investigativ-Recherche des TV-Formats „RTL Extra“ gerät der 58-Jährige in Bedrängnis. In einem heimlich auf seiner Reitanlage aufgezeichneten Video ist zu sehen, wie ein Pferd mit einer Stange geschlagen wird, während ein Reiter mit ihm über ein Hindernis springt. Barren nennt man diese verbotene und für die Tiere schmerzhafte Trainingspraxis. Beerbaum wehrt sich gegen die Vorwürfe. pferde.de-Expertin Harriet Schulz ordnet die Szenen in dieser Folge des Tierschutz-Updates ein und verrät, was Barren so grausam macht.
6 Minuten
Einen Eimer Farbe, neue Tapete und ein Meerschweinchen für die Kinder kaufen – in vielen Garten- und Baumärkten in Deutschland ist das kein Problem. Doch: Die Kleintiere, die im Einzelhandel als niedliche Kuschelware angeboten werden, leben häufig in unwürdigen Bedingungen, haben zu wenig Platz und dreckige Käfige. Viele Kaninchen, Meerschweinchen und Co. sind krank oder verletzt – und werden trotzdem verkauft. Jana Hoger von der Tierrechtsorganisation „Peta“ hat undercover in Deutschen Baumärkten recherchiert. In dieser Folge des Tierschutz-Updates berichtet sie von ihren Erlebnissen. Außerdem: Zwingerhaltung bleibt trotz neuem Gesetzes erlaubt. Und: Australien will Tausende Wildpferde abschießen.
2 Minuten
Zwangsurlaub für Polizeihunde: Seit Anfang des Jahres dürfen 49 Schutzhunde der Berliner Polizei nicht mehr eingesetzt werden. Der Grund: Die Änderungen der Tierschutz-Hundeverordnung verbietet die bei der Polizei üblichen Zughalsbänder. Ex-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte die Überarbeitung der Verordnung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht. Nun steht die Polizei vor einem Problem.