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forsch: Wissenschaft und Menschen Archiv

93 Episoden
1 Minute
Wie fördert man digitales Knowhow und die interkulturelle Kompetenz bei angehenden Lehrkräften? Damit beschäftigt sich das Bonner Projekt „Virtual Intercultural Skill Acquisition Via International Sessions“, kurz Vis-à-Vis.
1 Minute
Sterne und Menschen haben eines gemeinsam: Sie versuchen jünger auszuse-hen. Menschen färben sich etwa ihre grauen Haare. Bei Sternen funktioniert das etwas anders, nämlich durch eine Verschmelzung. Was wir mit dem bloßen Auge kaum sehen, macht ein spezielles Stern-Diagramm sichtbar. Die ver-schmolzenen Sterne rotieren langsamer und leuchten darin blauer, wodurch sie jünger erscheinen als ihre Nachbarn, die genauso alt sind. Wie genau das funktioniert, hat ein internationales Team von Astronomen untersucht und kürzlich in der Zeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht.
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Neue „Nasse“-Mensa an der Lennéstraße will zum Wohlfühlort für Bonner Studis werden

Die neue „Mensa an der Lennéstraße“ ist ein ambitioniertes Projekt des Studierendenwerks. Es bricht dabei mit dem klassischen Konzept: Die Mensa wird als sozialer Ort gedacht, an dem sich Studis den ganzen Tag lang aufhalten sollen. Neben einer Lounge und Café gibt es Raum für Gespräche, kollaborative Arbeit, Events und Entspannung. Beratung und Wohnen kommen natürlich auch nicht zu kurz. Jetzt gaben die Bonner Kommunalgremien und die Stadt grünes Licht für den Baubeginn.
29 Minuten
Viele Menschen erleben in diesen Tagen ein Gefühl der Angst. Erst die Covid-19-Pandemie, jetzt der Krieg in der Ukraine. Doch woher kommt Angst, und was können wir dagegen tun? Dazu befragten wir Professorin Dr. Franziska Geiser von der Medizinischen Fakultät. Sie arbeitet an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn. In einer interdisziplinären Forschungsgruppe forschte sie gemeinsam mit Kolleg:innen aus der Theologie, Philosophie und Palliativmedizin aus Bonn und anderen Universitäten zu „Dynamik von Resilienz in der Lebenskrise: Interdisziplinäre Begriffsklärung und Operationalisierung“.
5 Minuten
Nasales Mikrobiom und Alzheimer, Organoide der Netzhaut: fächerübergreifende Projekte ausgezeichnet

Der Transdisziplinäre Forschungsbereich „Life and Health“ hat einige seiner Mitglieder mit dem alle zwei Jahre vergebenen internen Forschungspreis belohnt. Bis zu drei Forschende arbeiten gemeinsam an einem Projekt; sie kommen aus den Disziplinen Biologie, Biotechnologie, Ernährungswissenschaften und der Medizin. Gemeinsam gehen die Teams biomedizinischen Fragestellungen nach, die eine nachhaltige Wirkung in die Gesellschaft haben können. Für ihre kreativen und innovativen Ansätze erhalten sie eine Anschubfinanzierung von jeweils 50.000 Euro. Und das sind die spannenden Projekte,

Organoide der menschlichen Netzhaut

Welche Mechanismen liegen Netzhauterkrankungen zugrunde? Um dieser Frage nachzugehen, entwickeln der Biotechnologe Prof. Dr. Volker Busskamp und die Immunologin Prof. Dr. Elvira Mass in ihrem gemeinsamen Projekt sogenannte Retina-Organoide. Dabei handelt es sich um kleine Stücke von Netzhautgewebe, die aus Stammzellen hergestellt werden und Organen nachgestellt sind. Komplexe Mechanismen wie das Zusammenspiel von Zellen im gesunden und kranken Zustand lassen sich auf diese Weise gut untersuchen; die gewonnenen Erkenntnisse sind grundlegend, um Therapien zu entwickeln. Die bisherigen Organoide der Netzhaut verfügen jedoch über kein Gefäßsystem und enthalten keine Immunzellen wie Mikroglia – die im Gehirn ansässigen Makrophagen. Da solche Organoide einem embryonalen Gewebe entsprechen, eignen sie sich nicht, um altersbedingte Krankheiten wie die altersbedingte Makuladegeneration nachzustellen.

Daher bringen die beiden Forschenden nun ihre Expertisen zusammen. Volker Busskamp ist darauf spezialisiert, mithilfe von Stammzellen Netzhautdegenerationen zu untersuchen, Elvira Mass ist Expertin für Immunologie und untersucht speziell Makrophagen, zu denen die Mikroglia zählen. Das Team möchte Endothel- und Mikrogliazellen aus menschlichen Stammzellen in wachsenden Netzhaut-Organoiden generieren, was dazu führt, dass die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der inneren Gewebeteile funktioniert. Die Forschenden sind sich sicher: Klappt der Ansatz, kann er nicht nur die Erzeugung von Organoiden der menschlichen Netzhaut vorantreiben, sondern auch dabei helfen, andere Organoidmodelle mit Gefäßen und Immunzellen zu entwickeln.

An dem Projekt beteiligt sind das LIMES-Institut (Life and Medical Sciences) der Universität Bonn und die Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn.

Wie hängen das nasale Mikrobiom und Alzheimer zusammen?

Das nasale Mikrobiom und die Alzheimer-Krankheit – diese bisher wenig erforschte Beziehung untersuchen in ihrem gemeinsamen Projekt die Ernährungswissenschaftlerin Jun.-Prof. Marie-Christine Simon, die Psychiaterin Prof. Dr. Anja Schneider und der Neuropsychologe Prof. Dr. Michael Wagner. Da die Nase über den Riechnerv anatomisch eng mit dem Gehirn verbunden ist, könnte das nasale Mikrobiom, also die Gesamtheit der Bakterien im Inneren der Nase, einen Einfluss auf die Gehirnfunktion haben – ähnlich wie das Darmmikrobiom, das über die Darm-Hirn-Achse mit dem Gehirn verbunden ist.
30 Minuten
Was ist ein Keks unter einem Baum? Ein schattiges Plätzchen.

(Pause für Gelächter). Sind Ihnen jetzt die Gesichtszüge entglitten? Dann sind Sie nicht alleine. Aber warum lachen wir eigentlich? Und welchen Ursprung hat der Slapstick? Diesen und weiteren Fragen sind Prof. Dr. Johannes Lehmann und Dr. Alexander Kling vom Institut für Germanistik nachgegangen. In diesem Frühjahr bringen sie im Rahmen eines DFG-Projekts eine neue Edition der Komiktheorien von Stephan Schütze heraus. Im Interview mit Eleonora Grammatikou sprechen sie über die bisher verborgene Quelle der Komik.
45 Minuten
Forsch gelesen - nachgefragt! Im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Rohrschneider und Jonas Bechtold dreht sich alles um Krieg und Frieden - mit besonderem Augenmerkt auf dem Westfälischen Frieden.

Was können wir von Friedensschlüssen aus der Vergangenheit lernen? Bei der Beantwortung dieser Frage hilft eine einzigartige Sammlung an der Universität Bonn: die Acta Pacis Westphalicae vereinen Wissen zum Westfälischen Frieden. In jahrzehntelanger Arbeit sind tausende Originalschriften aus mehr als 150 Archiven und Bibliotheken Europas zusammengekommen, verarbeitet in hunderten von Mikrofilmen und bisher 48 edierten Bänden. Forschende der unterschiedlichsten Disziplinen nutzen sie und stellen teilweise Bezüge zur Gegenwart her. Mehr dazu auch in der forsch 2021/01.
1 Minute
Endlich wieder mit großem Publikum konnte in diesem Jahr die Eröffnung des Akademischen Jahres stattfinden. Über 450 Personen sind der Einladung in die Aula des Hauptgebäudes gefolgt – parallel verfolgten viele die Veranstaltung im Livestream. Im Mittelpunkt standen die zentralen Themen Exzellenz und Nachhaltigkeit.  
4 Minuten
Wie nennt man Prüfungsordnung auf Englisch? Wie übersetzt man Immatrikulationsbestätigung? Keiner weiß das an der Bonner Universität so genau wie Annette Poetsch und Maximilian Boßeler vom Zentralen Übersetzungsservice. Ein Groβteil der englischen nichtwissenschaftlichen Kommunikation an der Uni Bonn geht im Dezernat Internationales durch ihre Finger.
7 Minuten
Schock, Verzweiflung, Trauer oder sogar Wut: Für Betroffene ändert die Diagnose „Krebs“ von jetzt auf gleich alles. In der Informationsflut stürmen drängende Fragen zur Krankheit und Therapie auf sie ein. Oft ist vieles rund um den Behandlungsablauf unklar. Im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) am Universitätsklinikum Bonn stehen an Krebs erkrankten Menschen erfahrene Patientenlotsinnen zur Seite, um die Herausforderung „Krankenhaus“ zu bewältigen. Sie sorgen für ein passgenaues Behandlungs- und Nachsorgemanagement und sind Ansprechperson für die Patienten:innen bei Sorgen und Nöten.
1 Minute
Vierunddreißig faszinierte Studierende, geballte Medienkompetenz und Hündin Wilma mit an Bord: Beim viertägigen Blockseminar zu „Mächte, Medien, Mythen“ berichtete Journalistin Dunja Hayali über Themensetzung, schärfte die Medienkompetenz der Teilnehmenden und begeisterte sie zugleich für Journalismus in all seinen Facetten. 
7 Minuten
Geheimnisvolle Pyramiden und hochentwickelte Kalender: Viele Mythen ranken sich um die mittelamerikanischen Maya-Völker. Erst vor rund 200 Jahren begann die Wissenschaft, die überwucherten Ruinen der Mayastädte wieder freizulegen und versuchten, die Geheimnisse der Maya zu entschlüsseln. Doch eines stellt viele Forschende vor ein Rätsel: Die Hieroglyphentexte der Maya. Das Bonner Maya-Wörterbuch-Projekt möchte das ändern: Es erfasst und katalogisiert seit 2014 tausende Zeichen, entwickelt digitale Werkzeuge für die Analyse der Texte  und vernetzt weltweit Experten aus der gesamten Maya-Wissenschaft.
5 Minuten
Eineinhalb Stunden fährt Mehmet Boz von Düren an die Poppelsdorfer Allee. Fast jeden Mittwoch. Die Zeit nimmt er gerne in Kauf. Denn er hat ein klares Ziel vor Augen:  Er möchte Ernährungswissenschaften studieren, später im Sportbereich arbeiten. Um das benötigte zertifiziertes Sprachniveau zu erreichen, nimmt er am Programm „Förderung der Integration in das Studium“ (FdIS) teil – und besucht dabei auch das freiwillige wöchentliche Lerncafé des Dezernat Internationales.
1 Minute
Gebannt lassen die Bonner Studierenden ihren Blick durch die schummrig beleuchtete etruskische Grabanlagen in Cerveteri schweifen. Im Hintergrund erläutert ein Dozent den Aufbau und die Funktion der Anlage, stellt Fragen. Doch es ist keine Exkursion nach Italien, die hier stattfindet: Die Teilnehmenden bewegen und besprechen sich in einer virtuellen Umgebung, tauschen dabei Ideen und Überlegungen aus. Sie sitzen in einem Hörsaal in Bonn, tragen Virtual-Reality-(VR)-Brillen.
7 Minuten
Die Universität Bonn, das sind 6.500 Beschäftigte sowie 42.000 Studierende und Promovierende, die sich auf rund 370 Gebäude verteilen. Viele der Bauten müssen dringend saniert werden. Der geschätzte Investitionsstau liegt derzeit bei rund zwei Milliarden Euro. Allein für die Sanierung in den nächsten fünf bis acht Jahren werden bis zu 800 Millionen Euro benötigt. Bauherr wird meist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) sein, der gegenüber der Universität als Vermieter auftritt, gelegentlich baut die Uni selbst. Sieben wichtige Objekte stellen wir Ihnen heute auf den drei Campus-Arealen Poppelsdorf, Endenich und City vor.
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