Kemferts Klima-Podcast Archiv
90 Episoden
58 Minuten
Die Bundesregierung macht bei Wind- und Solarenergie Tempo. Was bringt das beschlossene Gesetzespaket? Klimaökonomin Claudia Kemfert erklärt es. Außerdem: Warum hat Deutschland bei Gazprom Germania die Kontrolle übernommen? Und: Darum verbreitet der Weltklimabericht auch Optimismus. Podcast-Empfehlung: Unsere Langzeit-Serie Tschüss Kohle, hallo Zukunft!
1 Stunde 2 Minuten
Russlands Krieg gegen die Ukraine ist ein "Fukushima"-Moment, sagt die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert. Seit dem Angriff leben wir in einer anderen Welt. Das müsse auch bei der Energieversorgung Konsequenzen haben. Kemfert erklärt, mit welchen Maßnahmen Deutschland unabhängiger werden könnte von Gas und Öl aus Russland. Außerdem geht es um die Spritpreise, die derzeit die Geldbeutel der Deutschen stark strapazieren. Wie genau sie sich zusammensetzen und warum sie - trotz des Ukraine-Kriegs - zu hoch sind, schlüsseln wir im Detail auf. Ein Fall fürs Kartellamt, findet Kemfert. Hier geht es zu: „Wärmewende gegen Erdgasabhängigkeit“ - Stellungnahme der Scientists for Future. Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen zum Ausbau der Windenergie an Land. Und ein Podcast-Tipp zum Ukraine-Krieg: Was tun, Herr General?
59 Minuten
Die USA haben ein Öl-Embargo gegen Russland verhängt. Im Podcast plädiert Klimaökonomin Kemfert dafür, dass sich auch Deutschland schleunigst unabhängiger von Russland macht. Und sie erklärt, wie das gehen könnte.
51 Minuten
IKEA, Google, DHL: Welche Unternehmen engagieren sich wie stark für die Umwelt und wer täuscht die eigene Kundschaft und betreibt Greenwashing? In einer neuen Studie werden die Klimaversprechen der weltweit größten Konzerne genau unter die Lupe genommen. Deutsche Unternehmen schneiden dabei nicht besonders gut ab. Außerdem erläutert Prof. Claudia Kemfert in dieser Folge, warum Deutschland nicht auf die Pipeline Nord Stream 2 angewiesen ist und sie nimmt ausführlich Stellung zu dem umstrittenen Protest der Gruppe "Aufstand letzte Generation". Hier geht es zur Greenwashing-Studie des NewClimate Institute. Podcast-Tipp: Die Wirtschadftsprüfer: Kann man Russland mit Wirtschaftssanktionen beeindrucken?
1 Stunde 2 Minuten
Die Energie-Ökonomin Claudia Kemfert sieht auf die Bundesregierung wegen Nord Stream 2 schwierige Zeiten zukommen. Kemfert sprach am Mittwoch bei MDR AKTUELL von einer Zwickmühle. "Deutschland hat sich erpressbar gemacht, Nord Stream 2 ist der Elefant im Raum." Gas werde seit längerem als politische Waffe eingesetzt. Sollte Nord Stream 2 scheitern, kämen auf die Bundesregierung hohe Entschädigungszahlungen zu. Die USA und Russland verfolgten ihre eigenen Interessen, Deutschland befinde sich in der Mitte dazwischen. "Im Moment ist das eine ganz heikle Geschichte. Deutschland hat sich geopolitisch ins Abseits manövriert." Nach Ansicht von Kemfert ist die neue Gaspipeline für die deutsche Energieversorgung nicht notwendig. "Das geplante Vorhaben ist energiewirtschaftlich unnötig, umweltpolitisch schädlich und betriebswirtschaftlich unrentabel." Das werde seit Jahren durch Studien belegt. "Wir haben ausreichend Pipelines, die wir nutzen könnten", so die Abteilungsleiterin am DIW Berlin. Andere europäische Länder hätten in den vergangenen Jahren zudem auf Flüssiggasterminals gesetzt, auf die man im Verbund zurückgreifen könne. Außerdem werde der Anteil an fossilem Erdgas langfristig zurückgehen, wenn man die Klimaschutzziele erfüllen wolle. Hier geht es zur Studie über die eigentlichen Kosten von Autos. Podcast-Tipp: Wahlkreis Ost - Anja Maier und Malte Pieper erklären die Bundespolitik
51 Minuten
Die Klima-Expertin Claudia Kemfert hat den Stopp der Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung als überfällig bezeichnet. Die Abteilungsleiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sagte MDR AKTUELL, die Effizienzstandards bei Neubauten hätten sich schon am Markt durchgesetzt. Man brauche die üppigen Förderungen deshalb nicht mehr. "Die größten Probleme liegen ohnehin bei den Bestandsgebäuden", so Kemfert. "Hier muss man mehr Möglichkeiten schaffen, damit die energetische Sanierung vorwärts geht. Das ist bisher zu schleppend verlaufen." Viele Altbauten verbrauchten nach wie vor zu viel Energie. Auf diese Gebäude müsse sich die Förderung künftig konzentrieren. Kemfert verwies darauf, dass die bisherigen KfW-Programme in Kürze ohnehin ausgelaufen wären. Das sei noch von der alten Bundesregierung beschlossen worden. Insofern sei die Kritik von Unionspolitikern jetzt nicht ganz nachvollzuziehen. Kritik übte die Expertin allerdings an der Art und Weise, wie der Förder-Stopp nun vom grünen Wirtschaftsministerium verkündet wurde: "Das hat kurzfristig Vertrauen zerstört. In der Kommunikation hätte man das besser machen können." Man hätte deutlich sagen müssen, dass das bisherige Programm auslaufe und durch ein neues ersetzt werde. Links zum Podcast: Studie Umweltbundesamt zu "Zwillingsstädten" Hörtipp: Podcast "Das große Ganze" zur Zukunft von Friday for Future Ein Tipp zum Klima: Das MDR Klima-Update
60 Minuten
Gaskraftwerke und Mini-AKW sind nicht die Zukunft, meint Claudia Kemfert. Außerdem: Robert Habecks erster großer Auftritt als Klimaschutzminister. Und warum "Don't look up" ein echter Filmtipp ist.
37 Minuten
Wie viel Geld kostet Atomkraft-Energie? Wie sinnvoll sind Pumpspeicherwerke? Passen Klimaschutz und Kapitalismus zusammen? In dieser Spezialfolge beantwortet Claudia Kemfert ausschließlich Fragen von Hörerinnen und Hörern. Die nächste Folge von "Kemferts Klima-Podcast" erscheint am 12. Januar. Ursprünglich war sie für den 15. Dezember geplant.
44 Minuten
SPD, Grüne und FDP wollen die Nutzung der erneuerbaren Energien schnell ausbauen. Das wird auch nötig sein, wenn bis 2030 die Nutzung von Kohlestrom auslaufen soll. Denn: Auch mit dem Atomstrom soll bekanntlich Schluss sein. Aber: Wie wird dann die Versorgungssicherheit gewährleistet und wie gut ist Deutschland vorbereitet, falls es doch einmal zum flächendeckenden „Blackout“ kommen sollte? Davor wird von verschiedenen Seiten immer wieder gewarnt. Wie wahrscheinlich ist ein solcher Ernstfall überhaupt? Außerdem: Welchen Einfluss auf dem Klimawandel hat es, ausschließlich Biofleisch zu essen und wie viele Milliarden Euro entgehen dem Staat jährlich durch die fehlende Kerosinsteuer? Sie erreichen uns per Mail: klimapodcast@mdraktuell.de DIW-Studie zur Energieversorgung.
54 Minuten
Die Weltklimakonferenz in Glasgow, die Cop26, ist vorbei. Fridays for Future Aktivistin Greta Thunberg fasst die Ergebnisse zusammen mit den Worten: „blah blah blah“. Das sieht die Klimaökonomin Claudia Kemfert anders. Außerdem appelliert sie an Politik und Medien, die Klimakrise endlich genauso ernst zu nehmen wie die Coronakrise, denn: „Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz.“ Momentan würden in der Klima- und Coronapolitik aber ähnliche Fehler gemacht. Die Wissenschaftlerin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sagt, die Politik handle "nicht vorausschauend", sondern reagiere nur. Das Ergebnis seien kurzfristige und chaotische Entscheidungen. Außerdem geht es um eine aktuelle Analyse der EU-Umweltagentur. Danach sterben jedes Jahr hunderttausende Menschen vorzeitig wegen zu hoher Luftverschmutzung. Was muss passieren, um diese vorzeitigen Todesfälle zu verhindern? Sie erreichen uns per Mail: klimapodcast@mdraktuell.de Podcast-Tipp: "Das große Ganze" Wissenschaft und Demokratie - Machtverschiebung durch Corona?
44 Minuten
Für die Grünen steht bei den Koalitions-Verhandlungen viel auf dem Spiel, sagt Claudia Kemfert. Außerdem: Warum die ärmeren Länder mehr Geld für den Klimaschutz brauchen und wie er sozial gerecht gestaltet werden kann. Podcast-Tipp: "Die Wirtschaftsprüfer" Wieviel darf Klimaschutz kosten?
52 Minuten
Claudia Kemfert bewertet erste Vereinbarungen der UN-Klimakonferenz in Glasgow. Sie spricht von positiven Signalen. Außerdem geht es um eine Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf deutsche Tourismusregionen. Fazit: Sie werden massiv unter weniger Schnee und mehr Hitze leiden. Anmerkung der Redaktion: Frau Prof. Claudia Kemfert spricht in dieser Folge (Minute 14) davon, dass im Rahmen des sogenannten „Green Deal“ der Europäischen Union die Emissionen EU-weit um 65 % sinken sollen bis 2030. Das ist missverständlich formuliert. Das Ziel lautet: EU-weit 55% weniger Emissionen bis 2030. Die von Frau Prof. Kemfert angesprochenen 65 Prozent sind der Teil, der sich für Deutschland daraus ableitet. Wir haben das auch in dieser Podcast-Folge korrigiert:
51 Minuten
Im Kampf gegen den Klimawandel setzt Frankreich auf Atomenergie. Eine gute Lösung? Außerdem: Wieviel CO2-Budget Deutschland noch hat. Und: Sanktionen für Länder, die Klimaziele verfehlen, könnten mehr schaden als nützen. Anmerkung der Redaktion: Frau Prof. Claudia Kemfert spricht in dieser Folge (Minute 28) davon, dass Methan eine längere Lebensdauer in der Atmosphäre hat als CO2. Hier liegt ein Versprecher vor. Die durchschnittliche Lebenszeit von Methan in der Atmosphäre ist wesentlich kürzer als die von Co2. Wir haben das auch in dieser Podcast-Folge korrigiert. Podcast-Tipp: "MDR Investigativ" Atomkraft - Ja, bitte?
57 Minuten
Was würde sich verbessern, wenn es künftig ein Klimaministerium gäbe? Was bedeutet eigentlich „klimaneutral“? Und keine Panik: Natürlich dürfen wir weiter fliegen, sagt Klima-Ökonomin Claudia Kemfert im Podcast.
9 Minuten
Klimawandel und Klimapolitik sind zwei der wichtigsten Themen. Wie können wir den Klimawandel bremsen? Welche Opfer müssen wir bringen? Darüber sprechen Theresa Liebig und die Ökonomin Claudia Kemfert einmal pro Woche.