Martini-Klinik Prostata POM Talk Archiv
29 Episoden
24 Minuten
Mit Stephen Freedland, dem Ideengeber der wegweisenden EMBARK-Studie, begrüßen wir einen ganz besonderen Gast in unserem aktuellen Podcast – das Gespräch wird in englischer Sprache geführt. Im Fokus stehen die finalen Gesamtüberlebensdaten der Phase-3-Studie, die zeigen, dass die Kombination aus Enzalutamid und Leuprolid bei Patienten mit Hochrisiko-biochemischem Rezidiv nach lokaler Therapie zu einem signifikant längeren Gesamtüberleben führt als Leuprolid allein, während eine Enzalutamid-Monotherapie keinen entsprechenden Vorteil zeigt. Gemeinsam diskutieren wir die klinische Relevanz dieser Langzeitdaten, den Stellenwert der Kombinationstherapie sowie aktuelle Fragen – etwa zur Rolle der Monotherapie bei Erhalt der Sexualfunktion und zur Einordnung der Ergebnisse im Kontext moderner PSMA-PET-Diagnostik.
24 Minuten
Die im Dezember 2025 publizierten Ergebnisse knüpfen an die bereits in der POM 8 (2021) diskutierten Konzepte der intensivierten Neoadjuvanz an und liefern wichtige neue Daten zur onkologischen Wirksamkeit. Darüber hinaus bietet die Studie zahlreiche Anknüpfungspunkte zur aktuellen Entwicklung, unter anderem im Kontext der erwarteten PROTEUS-Daten, laufender PSMA-PET-Studien (EAGLE-I) sowie neuer chirurgischer Navigationsansätze.
24 Minuten
In 22 Zentren weltweit zeigte die Studie bei 490 biopsienaiven Männern, dass die bpMRT ohne Kontrastmittel der mpMRT in der Erkennung klinisch signifikanter Tumoren nicht unterlegen ist (29,2 % vs. 29,6 %). Damit bietet die bpMRT eine gleichwertige diagnostische Genauigkeit bei kürzerer Untersuchungszeit, geringeren Kosten und besserer Verfügbarkeit. Die Ergebnisse legen nahe, dass die bpMRT künftig einen neuen möglichen Standard in der Prostatadiagnostik darstellen könnte und den weltweiten Zugang zur MRT-basierten Krebsdiagnostik verbessert.
21 Minuten
Die Studie liefert erstmals Daten über 12 Jahre Follow-up bei mehr als 3.500 Patienten. Die Ergebnisse beschreiben, dass RALP mit einer signifikant niedrigeren prostatakrebsspezifischen Mortalität sowie einer moderat besseren Gesamtüberlebensrate assoziiert ist – insbesondere bei Hochrisiko-Patienten. Bezüglich der funktionellen Endpunkte war die Potenz nach der Operation etwas höher nach robotischer Technik, während die Kontinenzraten vergleichbar waren. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wahl der chirurgischen Technik langfristig onkologische und funktionelle Verläufe beeinflussen kann, und bestätigen die RALP als sicheres und effektives Verfahren bei der Prostataentfernung.
26 Minuten
Es werden aktuelle Studienergebnisse sowie die Änderungen der EAU-Leitlinie vorgestellt und diskutiert. Die Datenlage zeigt: Die erweiterte PLND liefert zwar Staging-Informationen, ist je-doch nicht mit einem nachweisbaren Überlebensvorteil verbunden. Gleichzeitig steigt das Risiko für Komplikationen wie Lymphozelen und Lymphödeme. In der aktuellen Diskussion steht daher weniger die routinemäßige Anwendung, sondern vielmehr ein individuell angepasstes, risikobasiertes Vorgehen im Vordergrund – ganz im Sinne einer personalisierten Therapieplanung.
29 Minuten
Die Schonung der Nerven während der Prostataentfernung ist entscheidend für Potenz und Kon-tinenz nach der Operation. In der multizentrischen, randomisierten NeuroSAFE PROOF-Studie aus Großbritannien wurde nun erstmals in einer prospektiv randomisierten Studie der Nutzen der von der Martini-Klinik entwickelten NeuroSAFE-Technik wissenschaftlich belegt: Patienten profitierten von einer signifikant besseren Erektionsfähigkeit und einer schnelleren Wiedererlangung der Harnkontinenz.
24 Minuten
Beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakrebs (mHSPC) haben neue Erstlinien-Kombinationstherapien das Gesamtüberleben (OS) verbessert, aber die klinischen Ergebnisse für einzelne Patienten sind sehr unterschiedlich und schwer vorherzusagen. Prof Maurer und Prof. Graefen geben Einblick in die Studie und den prognostischen Wert der CTC-Zahl bei Männern.
22 Minuten
Dr. Hendirk Isbarn diskutiert und bewertet gemeinsam mit Prof. Markus Graefen die Studie "Effektivität und Sicherheit der Metastasen-direktiven Therapie bei Prostatakarzinom Patienten." Die Studie evaluiert Daten aus 22 prospektiven Studien, die die MDT zu verschiedenen Zeitpunkten des Krankheitsverlaufs untersuchten.
20 Minuten
Wir hatten kürzlich das Vergnügen, Frau Prof. Sigrid Carlsson als Visiting Professor in unserer Klinik begrüßen zu dürfen. Sie stellt ihr Paper und die darin beschriebenen Auswirkungen des Screening-Beginns auf das karzinomspezifische Überleben vor.
22 Minuten
In dieser Folge haben wir für Sie die Studie „Improved Outcomes with Enzalutamide in Biochemically Recurrent Prostate Cancer.“ ausgewählt.
28 Minuten
Den extrem langen Nachsorgeintervallen von 21 Jahren verbunden mit der relevanten Senkung der prostatakrebs spezifischen Mortalität und der signifikanten Senkung des metastatischen Prostatakarzinoms hat uns dazu bewegt, diese Studie auszuwählen, denn sie illustriert in hervorragender Weise die Historie des PSA basierten Screenings, mit einer erfreulichen Entwicklung.
22 Minuten
Im zweiten Teil ist es uns zudem eine Freude, dass wir zum speziellen Nebenwirkungsmanagement für diese neuen Behandlungsansätze Prof. Margitta Retz aus München als Gast gewinnen konnten. Gemeinsam mit Prof. Tobias Maurer gibt sie nützliche Tipps für den Behandlungsalltag.
31 Minuten
In dieser Folge haben wir für Sie die Studie „Tala-zoparib plus Enzalutamid in der Erstlinie des metastasierten, kastrationsresisten Prostatakarzinoms (TALAPRO-2): eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-3-Studie.” ausgewählt.
27 Minuten
In dem zweiten Teil des intern genannten „Speed Dating“ stellen weitere Kolleg:innen der Faculty ihre persönlichen Paper Favoriten des Jahres 2022 vor. Die vier Beiträge werden kurz und prägnant in 27 min präsentiert. Wir wünschen auch beim zweiten Teil gute Unterhaltung.
18 Minuten
In dieser Folge geht es um die „STOMP und ORIOLE Studie." Es werden langfristige onkologische Ergebnisse dieser beiden Studien berichtet und zusätzlich wird der Einfluss von genomischen Markern auf das onkologische Ansprechen analysiert.