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Aus der Bibliothekswissenschaft Archiv

41 Episoden
24 Minuten
In der elften Ausgabe des Podcasts aus der Bibliothekswissenschaft besprechen wir zwei ganz unterschiedliche Texte. Im ersten geht es darum, wie gut Studierende ihre eigene Bibliotheksarbeit im nächsten Semester voraussagen können. Die dazugehörige Studie ist kurz, aber auch einfach in anderen Bibliotheken zu wiederholen.

Die zweite Arbeit stammt aus dem Feld zwischen Literaturwissenschaft und Gender / Queer Studies. In ihr wird diskutiert, dass in zahlreichen autobiographischen, lesbischen Coming Out-Texten Bibliotheken und die Wissensordnungen in Bibliotheken vorkommen. Diese Beobachtung wird zum Ausgangspunkt der Arbeit genommen und dann solche Texte im Rahmen der aktuellen Theoriedebatte im genannten Feld diskutiert. Hier im Podcast schauen wir uns an, was explizit über Bibliotheken gesagt wird, aber vorher wird die Arbeit noch eingeordnet.

Im Interlude ein Hinweis auf die aktuelle Ausgabe der 027.7.
36 Minuten
In dieser Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” geht es um zwei Studien von der anderen Seite der Welt. In der ersten wird untersucht, ob Street Libraries ‒ die australische Variante Offener Bücherschränke ‒ die ganzen Versprechen, die sich von Ihnen gemacht werden ‒ Zugang zu Büchern verbessern, Communities fördern, Teil der Gift-Ökonomie sein ‒ einhalten. Die Studie ergänzt eine Anzahl Studien, die sich in den letzten Jahren kritisch mit solchen Offenen Bücherschränken auseinandergesetzt hat.

In der zweiten Studie geht es darum, ob und wie Mobile Libraries ‒ also Bücherbusse ‒ in Aotearoa Neuseeland dabei helfen, den digital divide zu überwinden und die digitale Inklusion von Menschen ausserhalb der grossen Städte zu fördern.

Beide Studien, so kann man vorausgreifen, zeigen jeweils eine Kluft zwischen dem Anspruch und der Realität. Street Libraries sind eher ein Hobby, die Angebote von Mobile Libraries zu digitalen Inklusion werden wenig konkret genutzt. Aber das beide Mal nicht, dass sie grundsätzlich falsch wären.

In Interlude, anhand eines Artikels zur Informationsation der UB Graz, ein paar Worte dazu, warum Bibliotheken von einer Beschäftigung mit Bibliotheksgeschichte profitieren können.
42 Minuten
Die neunte Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” beschäftigt sich mit zwei sehr unterschiedlichen Studien. In der ersten geht es um die Frage, wie Bibliotheken eigentlich über ihre Zukunft nachdenken. Welche Themen werden angesprochen und welche Aussagen werden gemacht? Aber auch: Mit welchen Methoden werden diese Aussagen generiert? Was ist die Basis dieser Aussagen? Zu lernen ist hierbei unter anderem, dass der eine Konsens unter all denen, die über die Zukunft der Bibliotheken nachdenken, darin einig sind, dass diese nicht untergehen werden.

Die zweite Studie ist schon aus den 1980er Jahren und wird vor allem besprochen, um zu zeigen, was möglich wäre, wenn es für solche Forschung auch eine Finanzierung gäbe. Die Studie ist eine soziologische Analyse des Bibliothekspersonals in Frankreich am Anfang der 1980er Jahre. Es ist ein faszinierender Blick auf den Einfluss des sozialen Hintergrundes des Bibliothekspersonals und seiner Vorstellungen davon, was die Aufgabe von Bibliotheken ist. Ein interessanter, und auch für heute interessanter Fakt, ist, dass die Demokratisierung des Bibliothekswesens in Frankreich - die Ausweitung von Bibliotheken über die grossen Städte hinaus und gleichzeitig das Aufkommen von Bibliotheksarbeit, die einen Fokus auf den Zugang für alle legte - damit einherging, dass mehr Personen aus der Mittelklasse und den “populären Klassen” in das Bibliothekswesen einstiegen.
32 Minuten
Fokus der achten Ausgabe von “Aus der Bibliothekswissenschaft” ist das Lesen, aber in zwei unterschiedlichen Formen. Im ersten Teil geht es darum, wie Forschende - genauer solche aus der Soziologie - in ihrer Arbeit mit Texten umgehen. Dabei ist zu lernen, dass dies “Textarbeit” ist, also tatsächlich intellektuell und körperlich fordernd. Interessant ist auch, dass nicht mit “Originalen” gearbeitet wird, sondern immer mit Objekten (Kopien, Ausdrucken, Scans).

In zweiten Teil geht es um eine Studie zu Formen der Bibliotherapie, die weltweit in Öffentlichen Bibliotheken angeboten werden. Bibliotherapie ist der gezielte Einsatz von Literatur für therapeutische Zwecke, wobei dies weit zu fassen ist. Für Bibliotheken relevant ist vor allem, wenn es darum geht, Menschen bei der Bewältigung von persönlichen Krisen (Tod von Verwandten oder Bekannten, Umzug, Arbeitslosigkeit, radikale Veränderungen) zu unterstützen. Dies kann eigentlich mit wenig Aufwand und hohem Nutzen für Menschen und die Gesellschaft getan werden, aber gerade im DACH-Raum wird das selten praktiziert.
33 Minuten
In der siebten Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” geht es grundsätzlich um die alltägliche Arbeit von Bibliotheken. In der ersten Studie wird untersucht, wie Arbeit von Krankenhausbibliotheken in Schweden unsichtbar ist und wie Bibliotheken versuchen, diese sichtbarer zu machen. Relevant ist das zum einen, weil in Schweden dem Prinzip der Evidence Based Medicine gefolgt wird und man erwarten könnte, dass dadurch Bibliotheken kontinuierlich durch das medizinische Personal genutzt würde, was nicht der Fall ist. Zum anderen theoretisiert diese Studie diese Situation und zeigt damit potentiell, dass es sich um eine strukturelle Situation handelt, nicht um Fehler auf Seiten der Bibliotheken oder Krankenhäuser. In der zweiten Studie wird die interne Kommunikation einer spezifischen Bibliothek untersucht. Es zeigt sich, dass ständig kommuniziert wird, aber auch gleichzeitig, dass den Bibliothekarinnen ihre spezifischen Rollen und die ihrer Kolleginnen nicht wirklich klar sind.

Im Interlude wird auf einen Vortrag von 1908 verwiesen, an dem man sowohl sehen kann, wie sich Bibliotheken verändert haben, als auch welche Traditionen es gibt.
29 Minuten
Ein Fokus in der sechsten Ausgabe des Podcasts “Aus der Bibliothekswissenschaft” sind die Unterschiede zwischen Bibliothekswesen. Anhand eines Buches und einer Studie wird unter anderem diskutiert, warum diese im englischsprachigen Bibliothekswesen Sinn machen, aber nicht unbedingt im DACH-Raum.

Das Buch von Annamaree Lloyd liefert einen Überblick dazu, welche Theorien und Methoden bei der Forschung zur Informationskompetenz genutzt werden ‒ oder genutzt werden könnten. Es ist einerseits ein Überblick, anderseits auch eine mögliche Anleitung dazu, wie man es selber machen könnte. Sie stellt unter anderem klar, dass Bibliothekar*innen aus der Praxis und Forschende, die sich mit dem Thema befassen, sehr unterschiedliche Fragestellungen aber auch theoretische Annahmen haben.

In der zweiten Sektion wird eine Studie zu Bücher, die in Storytime-Veranstaltungen genutzt werden, besprochen. Diese Veranstaltungen, bei denen Kindern regelmässig in Public Libraries vorgelesen wird, diese aber auch zum Beispiel zu Aktivitäten wie dem Mitsingen angeregt werden, sind in den USA und anderen englischsprachigen Ländern normaler Teil der Bibliotheksarbeit. Bibliothekar*innen werden dafür ausgebildet, diese zu planen und durchzuführen. Sie sind es auch, die dann vorlesen. Die Studie will nun mit Text Mining herausfinden, welche Bücher bei diesen Veranstaltungen genutzt werden, was deren Inhalte sind und so weiter.
32 Minuten
In der fünften Ausgabe des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” geht es zuerst um einen Projektbericht aus der Sozialen Arbeit. Im Projekt wurde von Studierenden und Forschenden aus diesem Feld zusammen mit einer Public Library versucht, Traumata-Arbeit in einer Bibliothek zu etablieren und ein Toolkit zum Thema zu erstellen.

In der zweiten Sektion wird eine Studie des Bureau für Bibliothekswissenschaft (das diesen Podcast produziert) vorgestellt. In dieser wurden 50 Jahresberichte von Öffentlichen Bibliotheken aus dem DACH-Raum analysiert um mehr darüber zu erfahren, was die Themen und Entwicklungen sind, welche diese Bibliotheken umtreiben.
30 Minuten
Die Episode #4 des Podcasts “Aus der Bibliothekswissenschaft” behandelt eine Studie zum Data Stewardship als Boundary Work und eine Diskursanalyse dazu, wie Bibliotheken sich die Lernenden beim Thema Information Literacy vorstellen. In beiden Studien geht es, auch wenn das vielleicht auf den ersten Blick nicht so aussieht, auch um Konsequenzen für die Bibliothekspraxis.
25 Minuten
In der dritten Episode des Podcast “Aus der Bibliothekswissenschaft” geht es zum einen um Studien zum Themenbereich COVID-19 und die Bibliotheken, zum anderen um Bibliotheken im antiken Griechenland. Zwischendurch wird eine Studie empfohlen, in der es darum geht, die Arbeit an der Sammlung einer Bibliothek selber sichtbar zu machen.
34 Minuten
In der ersten Sektion dieser Ausgabe geht es um eine Untersuchung von Protestbibliotheken, die zum Beispiel bei Occupy Wallstreet auftauchten. Was sagen uns diese Bibliotheken darüber, was Menschen von Bibliotheken selber denken und von ihnen erwarten? Wer hat diese Bibliotheken betrieben? Was wurde aus ihnen? In der zweiten Sektion geht es um die Frage, welche Methoden in der Bibliotheksforschung genutzt werden. Dies wird anhand der Studie “Studies on blind and visually impaired users in LIS literature: A review of research methods” von Iris Xie, Shengang Wang und Meredith Saba diskutiert (in: Information Science Research, 43 (2021) 3, 101109, https://doi.org/10.1016/j.lisr.2021.101109 [Paywall]), aber auch nochmal übergreifend besprochen.
30 Minuten
Sektion 1: Plan des Podcasts und "Was ist Bibliothekswissenschaft"

Interlude: Neue Ausgabe der 027.7 erschienen

Sektion 2: Brittany O’Neill (2021). Do they know is when they see it?: Natural language preferences of undergraduate students for library resources. In: College & Undergraduate Libraries
Aus der Bibliothekswissenschaft

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Ein Podcast für Bibliotheken und an Bibliotheken Interessierten