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Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsfraktion, Jens Spahn, hält die geplante Gasumlage der Bundesregierung in dieser Form für den falschen Weg, um finanziell angeschlagene Energiekonzerne zu entlasten. Spahn sagte in der ntv-Sendung #beisenherz: "Dass man Uniper rettet, finde ich richtig, vom Gedanken her. Die Frage ist, wie. Und diese Gasumlage als Chaos-Umlage ist halt mit allem, was sich die letzten zwei Wochen entwickelt hat, der völlig falsche Weg."


Unter anderem bemängelt Spahn, dass die Regierung zunächst die Gasumlage angekündigt und erst mit einiger Verzögerung eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Gas in Aussicht gestellt habe. Zudem kritisiert der CDU-Politiker, dass auch Unternehmen, die Gewinne gemacht haben, die Gasumlage beantragen können. "Ich finde, das ist in jeder Hinsicht einfach schlecht und falsch gemacht. Das hätte man im Nachhinein genauso gut direkt aus dem Bundeshaushalt einfach finanzieren können", sagte Spahn.


Aus seiner Sicht vermittelt die Bundesregierung insgesamt einen zerstrittenen Eindruck: "Es wird eigentlich in dieser Krise jeden Tag schlimmer. Und das ist für Deutschland schon ziemlich fatal." Weiter sagte Spahn über den Zustand der Ampel-Koalition: "Scholz sagt ja, wer Führung bestellt, kriegt welche. Ich sehe keine, nirgends. Und jeden Tag streiten die beiden wichtigsten Minister. Das ist schon ein Problem."


Außerdem zu Gast bei Micky Beisenherz: Melanie Amann, Leiterin Hauptstadtbüro Spiegel


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42 Minuten
Um Gasimporteure zu stützen, zahlen deutsche Kunden ab Herbst deutlich mehr. Eine Gasumlage von 2,419 Cent pro Kilowattstunde wird fällig, um die erhöhten Beschaffungskosten der Importeure weiterzugeben - in den Augen des ehemaligen Vorsitzenden der Linken, Bernd Riexinger, kein gerechtes, sondern ein "völlig falsches" und "total unsoziales" Instrument.


"Man rettet ein paar Betriebe, die man vielleicht sogar retten muss. Aber das hätte man anders machen können. Man verzichtet auf eine Übergewinnsteuer bei den Konzernen, die prächtig verdienen, belastet aber jetzt die Masse der Bevölkerung mit einer Energiepolitik, für die sie gar nichts kann, wälzt es auf alle ab. Das bringt wahnsinnig viele Leute in Not", sagt er im ntv Talk #beisenherz. "30 Prozent der Bevölkerung hat keinerlei Rücklagen. Ich weiß nicht, wie eine Verkäuferin, eine Alleinerziehende, eine Teilzeitkraft das stemmen sollen."


Weitere Themen bei #beisenherz: #akw_Verlängerung, #maskenpflicht


Außerdem zu Gast bei Micky Beisenherz ist Hannah Bethke, Journalistin bei der "Zeit"


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42 Minuten
"Niemandem darf Strom und Gas abgestellt werden", sagt Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke angesichts explodierender Energiekosten. Ihre Parteifreundin Britta Haßelmann sieht es genauso. Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag unterstützt das Energiemoratorium, weil sie fürchtet, dass das Ende der Kostensteigerungen längst noch nicht erreicht ist. "Das kann gut sein, weil die meisten Nebenkostenabrechnungen noch nicht da sind", erklärt die Politikerin im ntv Talk #beisenherz. "Die kommen Ende des Jahres oder 2023/24. Das, was wir jetzt sehen, sind noch gar nicht die Engpässe, über die wir sprechen."


Haßelmann hält es deshalb für wichtig, sozial schwächeren Familien eine politische Garantie zu geben, dass niemand frieren muss: "Menschen, die wenig haben, müssen sich darauf verlassen können, dass sie Unterstützung bekommen für Strom und Wärme, wenn sie das aus eigener Kraft nicht stemmen können."


Weitere Themen bei #beisenherz: #nordstream1_aus, #gasnotstand, #rückeroberung_ukraine, #coronafalle, #lindnerhochzeit


Außerdem zu Gast bei Micky Beisenherz ist Martin Machowecz, Journalist von der "Zeit"
42 Minuten
Trotz der gestiegenen Anforderungen an die Bundeswehr im Rahmen der neuen NATO-Strategie glaubt Marie-Agnes Strack-Zimmermann nicht an ein Comeback der Wehrpflicht in Deutschland. "Die komplette Infrastruktur, die wir hatten, wurde mit Beendigung des Kalten Krieges und mit der Reduktion der Armee abgeschafft", sagt die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag im ntv Talk #beisenherz. "Kasernen sind verschwunden. Sie werden heute nicht mehr Soldaten und Soldatinnen in Kasernen unterbringen, wo sie mit 20 Leuten in einer Kammer sind."


Die Konsequenz? "Man müsste Ausbildungszentren neu aufbauen, ebenso die Unterbringung, die Kreiswehrersatzämter", sagt die FDP-Politikerin. "Wenn Sie das Ganze wieder in Gang bringen, wird das nicht nur Milliarden kosten, sondern es ist auch ein Zeitfaktor, der über Jahre geht."


Weitere Themen bei #beisenherz: #inflationsbremse, #russland_rückt_vor, #wehrpflicht_comeback, #corona_herbstchaos, #reisefrust


Außerdem zu Gast bei Micky Beisenherz ist Gregor Peter Schmitz, Chefredakteur des "Stern"
41 Minuten
Der parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, Thorsten Frei, übt scharfe Kritik an G7-Gastgeber Kanzler Olaf Scholz und dessen Politik im Ukraine-Krieg. Im ntv-Talk #beisenherz beklagt Frei, dass die Ampel-Regierung weiterhin zu wenig und zu langsam Waffen an die Ukraine liefere. Dabei zeigten die aktuellen Geländegewinne Russlands, dass sich das Zeitfenster schließe, in dem der Ukraine noch mit Waffen geholfen werden könne.


Frei kritisierte: "Deshalb ist es so verwerflich, dass die Bundesregierung zwar immer wieder Ankündigungen macht, aber die starke Führung gibt es nicht. Und zwar nicht nur im Vergleich zu Ländern wie den USA oder Großbritannien, sondern selbst viele mittel- und osteuropäische Länder, die sehr viel kleiner sind als Deutschland, liefern deutlich mehr. Interessant ist doch, dass bei der Bundesregierung Reden und Handeln so auseinander fällt."


Außerdem zu Gast bei Micky Beisenherz ist die Funk-Journalistin Eva Schulz.
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Über diesen Podcast

Jeden Montag begrüßt Micky Beisenherz zwei Gäste, um mit ihnen über die wichtigsten Themen der Woche zu diskutieren. Wie kaum ein anderer Moderator deckt Beisenherz ein breites Spektrum ab - von Politik über Wirtschaft bis hin zu Sport und auch unterhaltsamen Themen. Das in Kombination mit seiner pointierten und humorvollen Art seine Gäste zu befragen, macht ihn zum perfekten Host eines wöchentlichen Talks bei ntv.
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