Grenzen des Privaten - Privatsphäre in der digitalen Welt Archiv
19 Episoden
17 Minuten
In der letzten Folge dieser Staffel blicken wir zurück: Wie steht es um unsere Privatsphäre? Wie sehen Eingriffe in unsere Privatsphäre aus, durch den Staat, durch Unternehmen? Die Rechtfertigung dazu - es gehe um unsere Sicherheit, Technologie bedeute nunmal Übertragung von persönlichen Informationen - ist meistens nicht die ganze Wahrheit. Außerdem verliert die Realität durch den Einsatz von Algorithmen und künstlicher Intelligenz zunehmend an Wert. Was zählt ist die Entscheidung des Algorithmus.
18 Minuten
Unsere menschlichen Erfahrungen werden zu Profit gemacht. Ohne nach Berechtigungen zu fragen, werden sie uns entrissen. Der Überwachungskapitalismus ist der von Zuboff geprägte Begriff, der die Marktform rund um das Geschäft mit unseren Daten beschreibt. Er dringt in immer mehr Bereiche unseres Lebens vor, führt zu massenhaften Verletzungen unserer Privatsphäre. Wir stehen hilflos da, werden durch die Taktiken der Unternehmen gelähmt und geben unsere Daten preis. Die Frage ist aber: Warum werden menschliche Erfahrungen überhaupt in Daten umgewandelt?
13 Minuten
Wir versenden eine Email und Sekunden später ist sie schon beim Empfänger. Was wir dabei oft vergessen: Die Email ist vermutlich tausende Kilometer unterwegs gewesen. In Sekunden schnelle durchquert sie die Meere in Tiefseekabeln. Ganz allgemein verläuft etwa 95% des interkontinentalen Daten- und Sprachtransfers über Tiefseekabel. Aufgrund dieser Menge an Informationen werden die Tiefseekabel auch oft von Geheimdiensten angezapft. Es wird damit in die Privatsphäre von unbescholtenen Bürgern eingegriffen. Und auch Unternehmen mischen bei den Tiefseekabeln mit. Sie stellen die Infrastruktur teilweise zur Verfügung. Die Frage ist: Zu welchem Preis?
12 Minuten
Für persönliche Informationen Geld zu bekommen klingt zunächst interessant. Auch wir würden - auf den ersten Blick - von dem Geschäft mit unseren Daten profitieren. Tatsächlich gefährdet die Monetisierung von Daten aber unsere Privatsphäre. Wir würden dazu verführt werden, noch mehr Daten preiszugeben. Damit schaden wir nicht nur uns, sondern auch unseren Mitmenschen. Daten sollten auch nicht in Geld gemessen werden - sondern in Macht.
14 Minuten
Wir sehen Privatsphäre in der Regel als individuelle Thematik. Was ich mit meinen Daten mache, betrifft nur mich. Tatsächlich hat der Umgang mit unseren Daten auch Auswirkungen auf unsere Mitmenschen. Gleich wie mit CO2 leiden wir gemeinsam unter den Folgen von Datenabgasen.
13 Minuten
Der Skandal rund um Clearview hat gezeigt, dass Bilder von uns im Internet auch für Gesichtserkennung missbraucht werden. Trotzdem laden wir - wie es scheint - ganz unbekümmert Fotos ins Netz. Durch Boarding per Gesichtsscan werden wir an Gesichtserkennung gewöhnt. Dadurch fällt kaum mehr auf, dass auch Regierungen vermehrt per Gesichtserkennung an öffentlichen Orten in unsere Privatsphäre eingreifen. Neben unserem Recht auf Privatsphäre steht auch unsere Meinungsfreiheit auf dem Spiel.
15 Minuten
Wenn Unternehmen die Kontrolle über die ihnen anvertrauten Daten verlieren, kann das für die Betroffenen gravierende Folgen haben. Solche Datenlecks entstehen etwa durch Unachtsamkeit oder Sicherheitslücken. Während wir zunächst glauben, dass es sich dabei um Ausnahmefälle handelt, sehen wir schnell, dass Datenlecks wohl eher zur Normalität geworden sind.
16 Minuten
Ursprünglich wurde die ePrivacy Verordnung als Regelwerk angedacht, das unsere Privatsphäre schützt. Durch diverse Änderungen wurde diese Zielsetzung mehr und mehr ins Gegenteil umgekehrt. Der Entwurf der ePrivacy Verordnung des Rats der europäischen Union kann als Skandal bezeichnet werden.
15 Minuten
Privatsphäre als Hyperobjekt - zu groß, zu komplex um es erfassen zu können. Der Vergleich von Daten mit Öl hilft uns dabei, das Geschäft mit unsere Daten zu begreifen. Gleichzeitig ist der Vergleich aber auch gefährlich, denn: Daten sind kein Rohstoff, kein Objekt. Daten sind ganz persönliche Informationen.
16 Minuten
Auf unseren Smartphones sind die wichtigsten und intimsten Details über uns und unsere Liebsten. Trotzdem laden wir oft Apps auf unsere Smartphones, ohne zu wissen, welche Daten sie an Dritte weiterleiten. Ganz schnell werden aus den Mini-Computern Mini-Spione, die Informationen, wie Blutdruckwerte oder unseren Standort, einfach an Dritte schicken.
15 Minuten
Werbung, die genau das anzeigt, was uns interessiert. Das ist die Geschichte, rund um personalisierte Werbung. Der Realität entspricht das nicht wirklich, die angezeigte Werbung interessiert uns oft nicht. Außerdem hat uns auch niemand gefragt, ob wir sie denn überhaupt wollen. Während uns personalisierte Werbung aufgezwungen, wird damit auch die Überwachung normalisiert. Wäre es nicht eine Idee, personalisierte Werbung einfach abzuschaffen, wie etwa Carissa Véliz es fordert?
14 Minuten
Wenn wir auf dem Heimweg auf Schritt und Tritt verfolgt werden, dann reagieren wir verängstigt, verärgert oder verunsichert. Eines ist sicher: Wir würden das nicht einfach hinnehmen. Im Internet findet aber genau das statt. Wir werden unentwegt, schamlos verfolgt. Der Unterschied: Wir nehmen es einfach hin. Vielleicht, weil wir unsere Verfolger nicht sehen können?
15 Minuten
Wir werden überwacht, im Namen der Sicherheit. Überwachungsgesetze werden verschärft, um uns zu schützen. Künstliche Intelligenz automatisiert unsere Überwachung. Für uns ist mit diesen Maßnahmen allerdings nicht viel gewonnen: Sicherer machen sie unser Leben kaum. Was sicher ist, ist, dass damit in unsere Privatsphäre eingegriffen wird. Wir sehen in dieser Folge, wie gefährlich diese Maßnahmen für uns werden können.
17 Minuten
Von der Schule ins virtuelle Klassenzimmer. Mit der Coronakrise wurde so gut wie weltweit auch der Unterricht über Videokonferenz-Dienste eingeläutet. Oft ohne die betroffenen SchülerInnen und LehrerInnen zu fragen. Die Devise lautet: Besser online als gar kein Unterricht. Die verwendeten Dienste sind oft nicht unbedingt Privatsphäre-freundlich. Die Krise macht’s aber notwenig, außerdem ist ja alles nur für kurze Zeit. Oder?
17 Minuten
Unsere Informationen werden verwendet, um uns vermeintlich relevante Inhalte zu zeigen. Personalisierte Werbung, für uns - angeblich - relevante Nachrichten und Postings. Und viel mehr als das: unsere Daten können auch dazu genutzt werden, uns zu manipulieren und unser Wahlverhalten zu beeinflussen. Wir sehen, dass mit unseren Daten viel Macht verbunden ist. Bei unserer Privatsphäre geht es nicht mehr allein um personalisierte Werbung, sondern auch um unsere Gesellschaft und unsere Demokratie.
Grenzen des Privaten - Privatsphäre in der digitalen Welt
Der Podcast über Privatsphäre. Von Datenschutz, Tracking, Cookies, Überwachungskapitalismus und vielem mehr.