Erfahrene Talklegende wird mit unbekannten Gästen überrascht Archiv
50 Episoden
36 Minuten
Unsere heutige Gäst:in bei Erzähl mir was Neues bedarf eigentlich keiner Vorstellung, denn die Theologin Margot Käßmann ist weit über die Landesgrenzen bekannt. Auch wenn Käßmann nach Ämtern wie Bischöfin der Landeskirche Hannover und EKD-Ratsvorsitzende mittlerweile im Ruhestand ist, wird sie nicht müde sich für ihre Überzeugungen einzusetzen. Sie gilt als Mahnerin – egal ob es um Waffenexporte, den Umgang mit Geflüchteten oder den Krieg in Afghanistan geht – und ist für ihre Geradlinigkeit bekannt. Für Wolfgang Heim bringt Margot Käßmann eine spannende neue These mit: Egal ob Christentum, Islam oder Judentum, sie ist überzeugt: alle Religionen, auch abseits der großen Buchreligionen, können zum Frieden in der Welt beitragen. Im Leitungsgremium von “Religions for peace” setzt sie sich mit vielen anderen Religionsvertreter:innen für den interreligiösen Dialog ein und sagt deutlich: Jede Religion ist im Kern friedlich! In dieser Folge: 00:00 – 08:08: Religionen können Frieden stiften! 08:08 – 09:38: Martin Luther King und das Gebot der Feindesliebe 09:38 – 12:31: Pazifismus und Waffenexporte 12:31 – 17:12: Fundamentalismus und Friedensbewegung in Judentum & Islam 17:12 – 23:05: “Aufbegehren gegen Ungerechtigkeit!” 23:05 – 26:15: Wie bleibt man sich selbst treu, Margot Käßmann? 26:15 – 29:01: Kann die Kirche sich verändern? 29:01 – 36:13: Aus dem Rücktritt neue Chancen gewinnen
37 Minuten
Schon ihre Geburtsurkunde ist eine Fälschung, im Alter von neun Jahren lebte Cheryl Diamond als Kind einer kriminellen Familie bereits in mehr als einem Dutzend Ländern auf fünf Kontinenten unter sechs verschiedenen Identitäten. Ein nie enden wollendes Versteckspiel, Cheryls Eltern und den drei Kindern dabei ständig auf den Fersen: Interpol. Was sich noch für die junge Cheryl als großes Abenteuer anfühlte, entpuppte sich nach und nach als gefährliches Konstrukt aus psychischer Gewalt, Lügen und Kontrolle. Heute sagt Cheryl Diamond klar: “Das ist nicht die Geschichte eines Opfers, das ist die Geschichte einer Überlebenden.” Im Gespräch mit Wolfgang Heim erzählt die dreifache Buchautorin von ihrer Autobiografie “Nowhere Girl – Meine gestohlene Kindheit auf der Flucht vor Interpol”, die schwere Beziehung zu ihrem Vater, wie sie schließlich fast gestorben wäre und sich selbst befreien konnte. In dieser Folge: 00:00 – 05:00: Darum war Cheryls Familie auf der Flucht vor Interpol 05:00 – 07:47: Unter falscher Identität geboren: “Ich war ein Ghost!” 07:47 – 11:01: Mit 13 begann Cheryls Karriere als Model in New York 11:01 – 21:38 “Mein Vater war ein Genie und ein Soziopath!” 21:38 – 24:41: Cheryl Diamond flieht vor ihrer eigenen Familie 24:41 – 31:31: So erkämpfte sich Cheryl ihr Leben zurück! 31:31 – 37:39: Cheryls Familie heute
40 Minuten
Cum-Ex, Wirecard, FinCEN – Benjamin Schorn ist Wirtschaftskriminologe und weiß genau, wie Wirtschaftskriminelle ticken. Einmal klein angefangen, kann aus einem Finanzbetrug schnell ein Skandal werden. Schorn war maßgeblich an der Aufklärung des Wirecard Skandals beteiligt und sagt: Jan Marsalek und Markus Braun sind womöglich nicht das duo infernale, als das sie manchmal dargestellt werden. Benjamin Schorn verknüpft psychologische und wirtschaftliche Disziplinen und leitet in München das Institut für Governance und Psychologie. Dabei geht er vor allem der Frage nach, was Wirtschaftsstraftäter antreibt – ist es Gier, Machtlust oder einfach die unglückliche Verkettung von Umständen? Im Gespräch mit Wolfgang Heim erklärt Benjamin Schorn, warum Wirtschaftsprüfer einen schwierigen Spagat leisten müssen und wie eine gesunde Unternehmenskultur sogar Straftaten verhindern kann.
35 Minuten
Prostitution – ein Beruf wie jeder andere? Jein. Spätestens seit dem Prostituiertenschutzgesetz nicht mehr, denn wer als Sexarbeiter*in arbeiten möchte, muss sich dafür erst einmal die Erlaubnis vom Amt besorgen. Eine gelungene Maßnahme gegen Zwangsprostitution? Kaum, sagt unsere Gästin Salomé Balthus, die seit über 11 Jahren als Sexarbeiterin arbeitet und mittlerweile Chefin ihrer eigenen Escort-Plattform in Berlin ist. Sex gegen Geld, das bleibt umstritten, auch wenn käuflicher Sex eine legale Dienstleistung ist. Die Liebe zur Philosophie, der Drang nach Unabhängigkeit und die Bewunderung für den Beruf machten Salomé vor über 11 Jahren zur Sexarbeiterin – und mittlerweile auch erfolgreicher Autorin und Unternehmerin. Was Prostituierten wirklich helfen würde, warum auch käuflicher Sex spontan sein muss und was ihre Mutter von ihrem Job hält, erzählt Salomé Balthus im Gespräch mit Wolfgang Heim. In dieser Folge: 00:00 – 07:55: Es wird hitzig zwischen Salomé und Wolfgang 07:55 – 12:33: Von der Studentin zur Prostituierten 12:33 – 19:00: Gefährliche Situationen mit Kunden 19:00 – 24:16: Das brauchen Sexarbeitende WIRKLICH 24:16 – 35:19: Liebe, Beziehung & die angenehmsten Kunden
38 Minuten
Mit Zwiebeln oder ohne? Knoblauchsoße oder Kräuter? Scharf, bisschen? Genau: in dieser Sendung geht’s um den Döner. Denn Filiz Recber ist Chefin von Stuttgarts bekanntestem Dönerladen, dem Ützel Brützel. Direkt vom Dönerspieß kommt sie zu uns in die Sendung und erzählt Wolfgang, warum der Döner das Beispiel gelungener Integration schlechthin ist. Aber Filiz wäre nicht Filiz, wenns hier nur um Kraut und Sauce ginge: Wir sprechen über Integration, türkische Gastarbeiter*innen, Heimat, Rassismus, Receipt Erdogan, Chancengleichheit, Herkunft, Cem Özdemir, das Podcasten und die großen und kleinen Gemeinsamkeiten, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Ganz schön viel? Einfach das Pita gut mit beiden Händen festhalten und kräftig reinbeißen! In dieser frischen Folge von Erzähl mir was Neues gehts auf einen Döner mit Filiz Recber – und Wolfgang Heim verrät sogar, wie er seinen Döner am liebsten isst In dieser Folge: 00:00 – 08:02: Das ist Filiz Recber! 08:03 – 19:10: Vom Gastarbeiter-Kind zur Unternehmerin 19:11 – 24:59: Podcast: Auf einen Döner mit… 25:00 – 42:01: Die Frage “Woher kommst du?
31 Minuten
Für mehr Steuergerechtigkeit: Unser Gast Antonis Schwarz setzt sich für eine höhere Besteuerung von Reichen ein. Und das, obwohl er dann auch selbst deutlich tiefer in die Tasche greifen müsste. Denn Antonis Schwarz kommt aus einer sehr wohlhabenden Familie: 2006 wurde das Pharma-Unternehmen seines Vaters verkauft – und Antonis Schwarz durch sein Erbe superreich. Mit den Initiativen "tax me now" und "Millionaires for humanity" will der deutsch-griechische Millionenerbe mit anderen jungen Superreichen die Vermögensungleichheit bekämpfen. Gemeinsam wollen sie auf diesen Missstand aufmerksam machen: Arme werden immer ärmer und Reiche immer reicher. Sein Vermögen nutzt Antonis Schwarz außerdem, um in nachhaltige Projekte und Initiativen zu investieren, sogenanntes impact investment, und möchte seinen Einfluss so nutzen, das Klima zu schützen und die Welt zum Besseren zu verändern. In dieser Folge: 0:00 – 5:35 Das Problem mit den nachrichtenlosen Assets 5:36 – 7:12 Antonis setzt sich für höhere Steuern von Superreichen ein 7:13 – 9:27 Darum ist Antonis Schwarz so reich 9:28 – 23:11 “Die Vermögensungleichheit ist pervers!” 23:12 – 30:34 Dafür kämpft Tax me now!
35 Minuten
Mit dem Tod konfrontiert: Dada Peng ist gerade einmal Mitte 20, als sein Vater mit 50 Jahren an Krebs verstirbt – während Dada als Moderator vom Tigerenten Club mit Günter Kastenfrosch vor der Kamera steht. Damals hat sich der Tod plötzlich in Dadas Leben gezwungen und ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil seines Alltags geworden. Unmittelbar nach dem Tod seines Vaters wird Dada in der Sterbebegleitung aktiv und arbeitet ehrenamtlich in Hospizen. Heute ist der Sänger, Moderator und Autor Ehrenpreisträger des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbands. Dass Menschen gerade auch im Sterben auf individuelle Angebote treffen, die zu ihrem Lebensstil passen, liegt ihm am Herzen. Denn: Jeder Mensch bleibt der, der er war – auch im Tod. Und das gilt natürlich auch für junge Sterbende: Im vergangenen Jahr gründete Dada daher die Initiative “Superhelden fliegen vor”, die vor allem auf die Bedürfnissen von sterbenden Kindern und Jugendliche aufmerksam machen soll. Im Gespräch mit Wolfgang Heim erzählt Dada Peng, was die Auseinandersetzung mit dem Tod ihn gelehrt hat, wieso Sterben nicht nur traurig ist und wie er seinen letzten Tag am liebsten verbringen würde. In dieser Folge: 00:00 – 05:20: Das ist Dada Peng! 05:21 – 11:00: Vom Tigerentenclub ins Hospiz 11:01 – 16:35: Wie gehen wir mit Sterbenden um? 16:36 – 22:02: So müssen sich Hospize verändern! 22:03 – 28:40: “Superhelden fliegen vor!” 28:41 - 34:50: Dada, wie willst du sterben
38 Minuten
TikTok sagt Ihnen nichts? Okay Boomer – kein Problem! Charles Bahr (19) ist Strategic Manager bei Tiktok Deutschland und räumt bei Erzähl mir was Neues mit Vorurteilen über den neuen Shooting Star der Social-Media-Plattformen auf. Charles Bahr galt lange als jüngster Unternehmer Deutschlands: mit 14 gründete er sein erstes Startup und verkaufte es zwei Jahre später erfolgreich. Den Gewinn investierte er direkt in seine zweite Firma Project Z, mit der er Unternehmen erklärte, wie seine Generation Z eigentlich tickt. Denn Charles Bahr versteht sich, neben seinem Unternehmertum, auch als Blindenhundes zwischen den Generationen und fordert von der älteren Generation: begegnet uns auf Augenhöhe! Und dazu gehört auch, mit jungen Menschen dort zu sprechen, wo sie sind: auf Tiktok zum Beispiel. Wie Jan Hofer zum #Ehrenjan wurde, warum die Zielgruppe von Tiktok sich ganz anders zusammensetzt, als viele glauben und warum man kein Abitur braucht, um beruflich Erfolg zu haben, erzählt Charles Bahr im Gespräch mit Wolfgang Heim. In dieser Folge: 00:00 – 03:56: Das ist Charles Bahr! 03:56 – 14:37: Chef mit 14! 14:37 – 16:35: Kann man mit Tiktok Geld verdienen? 16:35 – 24:57: Boomer vs. Generation Z 24:57 – 28:09: So verändert die Digitalisierung unsere Kommunikation 28:09 – 30:56: Hass im Netz 30:56 – 37:44: Social Media Strategie zur Bundestagswahl 2021
31 Minuten
Haben Sie schon mal um einen Baum herum gelacht? Unsere Gästin in dieser Woche verdient damit sogar ihr Geld! Carmen Goglin ist Lach-Yoga-Trainerin und begeistert im Netz hunderttausende mit ihren Videos. Denn: Lachen ist Carmens Mission und sie ist überzeugt: mit ein bisschen Training hat jeder mehr zu lachen. Lachen ist gesund, verbessert die Lungenfunktion, versorgt das Gehirn mit reichlich Sauerstoff und massiert die inneren Organe. Die Immunabwehr steigt, Stresshormone werden abgebaut und Glückshormone freigesetzt. Daher gründete Carmen nach ihrer Ausbildung bei dem indischen Guru Dr. Madan Kataria vor über acht Jahren die Reutlinger Lachschule. Damals ahnte sie noch nicht, dass ein Video des Rappers Finch Asozial sie über Nacht berühmt machen würde – eine neue Realität zwischen Merchandise und Hasskommentaren. Dabei hat sich Carmen für das Lach-Yoga entschieden, um ihrer Depression entgegen zu treten. In dieser Folge: In dieser Folge: 00:00 – 05:50: Grundloses Lachen hat mein Leben verändert! 05:50 – 09:44: Sachsen vs Baden-Württemberg 09:44 –11:25: Wolfgangs erste Lachyoga-Erfahrung! 11:25 – 14:22: Eine Schule zum Lachen lernen 14:22 – 21:30: Jetzt wird gelacht! 21:30 – 28:04: Hass im Netz & Carmens Weg aus der Depression 28:04 – 31:02: Das hat Carmen als nächstes vor!
37 Minuten
Tiefgefrorene Menschen, die in ferner Zukunft wieder aufgetaut werden, klingt für Sie nach Science-Fiction? Von wegen! Dr. Emil Kendziorra praktiziert mit seinem Unternehmen Tomorrow Biostasis schon heute die sogenannten Kryokonservierung, die Menschen ein signifikant längeres Leben ermöglichen soll. Die Idee: Aktuell versterben die meisten Menschen am Alter oder an Krankheiten, für die bislang kein Heilmittel gefunden wurde. In 100 oder 200 Jahren könnten aber sowohl Mittel existieren, die bislang unheilbare Krankheiten heilen und Verfahren bestehen, die uns helfen nicht mit 80, sondern vielleicht erst mit 200 Jahren zu versterben. Und die Kryonik könnte quasi unser Ticket in diese Zukunft sein: Verstorbene werden in großen Tanks in flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad gelagert – in der Hoffnung die Körper dann in unbestimmter Zukunft wieder “auftauen” zu können. Für unseren spannenden Gast Dr. Emil Kendziorra ist klar: “Ich werde mich einmal einfrieren lassen” – und mit seinem Unternehmen Tomorrow Biostasis, will er Kunden in ganz Europa die Hoffnung auf ewiges Leben ermöglichen, wird sich auch Moderator Wolfgang Heim auf dieses Experiment einlassen? In dieser Folge: 00:00 – 12:33: So funktioniert Kryokonservierung! 12:33 – 13:24: Emil, bist du verrückt? 13:24 – 19:56: Ist ewiges Leben sinnvoll? 19:56 – 25:04: Das große Tauen: so könnte das Leben nach dem Frost sein 25:04 – 36:47: Darum will sich Emil einfrieren lassen
33 Minuten
Die Bundesrepublik soll wirtschaften, wie eine schwäbische Hausfrau? Bloß nicht – sagt Wirtschaftspodcaster Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Wolfgang Heim. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie viel Geld kurzfristig zur Verfügung gestellt werden kann und genau da sollte der Staat weiter machen: Massive Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Zukunftstechnologien. Denn wenn Deutschland und die EU sich nicht von falschen Schuldenvorstellungen befreiten, um den Übergang zu einem liberal-demokratischen Staatskapitalismus zu schaffen, sei es nur eine Frage der Zeit, bis sie von der Wirtschaftskraft Chinas abgehängt sind. Wolfgang M. Schmitt holt zum Rundumschlag aus und analysiert die Situation. Durch “Die Filmanalyse” auf YouTube bekannt geworden, hostet er mittlerweile erfolgreich die Podcasts “Wohlstand für alle” und “Die neuen Zwanziger”, bei Thilo Jungs “Jung & Naiv” übernimmt er die Politikanalyse. Wolfgang und Wolfgang unterhalten sich über den neuen James Bond, das Wirken von Reich Ranicki und die FDP als Partei der Millionär:innen. In dieser Folge: 00:00 – 03:52: Das ist Wolfgang M. Schmitt! 03:52 – 13:27: Warum der Staat viel mehr Geld ausgeben sollte! 13:27 – 16:13: Ein souveräner Staat kann Geld drucken! 16:13 – 18:32: Joe Bidens neue Wirtschaftspolitik 18:32 – 22:37: China könnte die EU abhängen 22:37 – 25:03: Vom Literaturkritiker zur Filmanalyse 25:03 – 25:03: James Bond und die schwäbische Hausfrau 26:27 – 33:21: Was können wir von der neuen Bundesregierung erwarten?
34 Minuten
Sie ist eine echte Zeugin der Geschichte – und wird nicht müde zu erzählen, was ihr Unglaubliches als DDR-Bürgerin passiert ist. Edda Schönherz war das Gesicht des DDR-Fernsehen und führte als erste Ansagerin das Farbfernsehen ein. Doch dann machte die junge Mutter von zwei Kindern einen verhängnisvollen Fehler und geriet in das Visier von Stasi-Chef Erich Mielke persönlich, dem sie im Geheimgefängnis Berlin-Hohenschönhausen schließlich im Verhörraum begegnet. Doch Edda Schönherz war unbequem und ließ sich nicht einschüchtern. Drei Jahre saß sie im Stasi-Knast, erst in Hohenschönhausen, dann in dem berüchtigten Frauenzuchthaus Hohenschöneck – was sie dort erleben musste ist aus heutiger Sicht nur schwer vorstellbar. Aber eines hat die Gefangenschaft, die körperliche und psychische Folter nie geschafft: Edda zu brechen. Heute ist Edda Schönherz ein echtes Vorbild, eine leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie – im Gespräch mit Wolfgang Heim nimmt sie uns mit auf die Reise durch ihr bewegtes Leben.
38 Minuten
Können Sie sich Dinge gut merken? Nein? Christiane Stenger schon, denn sie ist echter Vollprofi: als Gedächtnisweltmeisterin merkte sie sich 280 zufällige Ziffern in fünf Minuten! Doch auch für uns Normalos weiß sie aus ihrer Arbeit als Gedächtnistrainerin allerlei Tipps und Tricks gegen das Vergessen: Mit Körperroute und schrägen Bildern können wir alle unser Gedächtnis auf Vordermann bringen – das darf auch Wolfgang Heim direkt ausprobieren. Aber Christiane Stenger steht für viel mehr als nur graue Zellen: Sie ist außerdem Schauspielerin, Moderatorin und Podcasterin – in ihrem Audible Original Podcast “Sag niemals Nietzsche” philosophiert sie gemeinsam mit Samira El Ouassil über ihren Alltag und die ganz großen Fragen im Leben. Außerdem veröffentlichte sie in diesem Jahr ihr zweites Buch “Lassen Sie ihre Zeit nicht unbeaufsichtigt”. Darin geht sie den Fragen nach, wie das Zeitgefühl in unserem Gehirn entsteht, warum die Zeit unterschiedlich schnell vergeht und warum wir alle selbst in der Hand haben, wie viel Zeit uns noch bleibt. Im Gespräch mit Wolfgang Heim spricht sie über ihren errechneten Todestag, ihre schwierige Schulzeit und wie die moderne Technik unser Gedächtnis verändert.
37 Minuten
Wer sich anstrengt, wird auch erfolgreich? Nein, sagt unsere Gästin Natalya Nepomnyashcha in "Erzähl mir was Neues". Denn die soziale Herkunft und das Elternhaus entscheiden immer noch stark über den späteren Lebensweg junger Menschen in Deutschland. “Das deutsche Schulsystem raubt vielen Kindern ihre Chancen”, sagt sie im Gespräch mit Wolfgang Heim. 2016 gründete Natalya Nepomnyashcha deshalb ehrenamtliche die Organisation Netzwerk Chancen, die sich für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit einsetzt und ihre Mitglieder gezielt und individuell fördert. Unterstützung, die Natalya Nepomnyashcha selbst auf ihrem Weg nicht bekam: Mit elf Jahren zieht sie mit ihren Eltern aus der Ukraine nach Deutschland, wo sie die Realschule besucht. Ihre Eltern konnten in Deutschland nie einen Job finden und leben seit vielen Jahren von Hartz IV. Aber Natalya Nepomnyashcha gibt nicht auf. Schnell lernt sie die Sprache und ist bald Klassenbeste. Doch als sie nach der neunten Klasse aufs Gymnasium wechseln will, wird sie vom dortigen Schulleiter nur ausgelacht. Es ist auch die Wut über die Ungerechtigkeit, die sie weiter kämpfen lässt: Sie schließt mehrere Ausbildungen und ein Masterstudium in London ab – heute arbeitet sie erfolgreich in einer großen Unternehmensberatung.
35 Minuten
Krieg in Afghanistan: “Es gibt jetzt ein mediales Interesse, was ich so noch nie erlebt habe, obwohl ich nur das mache, was ich seit Jahren mache!” – sagt der österreichisch-afghanische Journalist und Autor Emran Feroz im Gespräch mit Wolfgang Heim. Seit mehreren Jahren berichtet Feroz als Experte aus und über Afghanistan, doch seine Zweifel an der Stabilität des Landes, werden erst seitdem Abzug der NATO-Streitkräfte und der Machtübernahme der Taliban im August breit diskutiert. In seinem Buch “Der längste Krieg: 20 Jahre war on terror” analysiert Feroz, wie die von den USA angeführte westliche Intervention am Hindukusch im Grunde von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Egal ob Russland, China oder USA oder – das Land war und ist Spielball fremder Interessen. Emran Feroz, der als freier Journalist unter anderem für Die Zeit, taz, Al Jazeera und die New York Times berichtet, ist 1991 als Sohn afghanischer Geflüchteter in Innsbruck geboren und reiste regelmäßig nach Afghanistan – nicht nur aus beruflichen Gründen. Ein Großteil seiner Familie verbleibt weiterhin im Land, im Gespräch bei Erzähl mir was Neues berichtet er auch, welcher emotionale Belastung er wie viele andere Exil-Afghanen in den letzten Tagen und Wochen ausgesetzt ist.
Erfahrene Talklegende wird mit unbekannten Gästen überrascht
In „Erzähl mir was Neues“ betritt SWR1 Talk-Legende Wolfgang Heim unbekanntes Terrain: Die Auswahl der Gäste liegt zu 100 % in den Händen der Redaktion.