Kunst Museum Konversation Archiv
24 Episoden
16 Minuten
In unserer neunten Folge sind wir in der Kunsthalle Mannheim. Die Ausstellung „James Ensor“ ist noch bis 03. Oktober 2021 zu sehen.
Nicole Schwarz, Deutscher Kunstverlag spricht mit Inge Herold, Kuratorin der Ausstellung „James Ensor“. Sie stellt sich den Fragen zur Person James Ensor, warum die Kunsthalle Mannheim
Das Werk des belgischen Künstlers James Ensor (1860-1949), der berühmte „Maler der Masken“, ist tief in der Geschichte der Kunsthalle Mannheim verwurzelt. Bereits 1928 wurde der Maler dort in einer Einzelausstellung als bedeutender zeitgenössischer Ausnahmekünstler gefeiert. Nun widmet die Kunsthalle James Ensor erneut eine große Ausstellung, in deren Zentrum das Schicksal eines Bildes steht, das einst zur Sammlung des Museums gehörte: Das Gemälde „Der Tod und die Masken“ wurde 1937 von den Nationalsozialisten als „entartet“ beschlagnahmt und befindet sich heute im Musee des Beaux-Arts Lüttich. Anlässlich der Ausstellung kehrt es temporär nach Mannheim zurück. In den 1950er Jahren wurde als Ersatz für das verlorene Bild das Gemälde „Der tote Hahn“ erworben, das beispielhaft für Ensors Stillleben steht, die einen wichtigen Stellenwert in seinem Schaffen beanspruchen. Als Bild im Bild taucht es in Ensors zentralem „Das malende Skelett“ auf. Um diese drei Bilder gruppieren sich weitere internationale Leihgaben zum Motivkreis Selbstbildnis–Maske–Tod–Stillleben, die zeigen, wie eng verflochten diese Thematik in Ensors Schaffen war. Ergänzt wird die Schau durch den umfangreichen Grafikbestand des Künstlers in der Kunsthalle, darunter „Scènes de la vie du Christ“ und „La Gamme d‘ Amour“. Insgesamt werden über 60 Gemälde, 120 Arbeiten auf Papier sowie einige Masken aus Ensors Besitz zu sehen sein.
Nicole Schwarz, Deutscher Kunstverlag spricht mit Inge Herold, Kuratorin der Ausstellung „James Ensor“. Sie stellt sich den Fragen zur Person James Ensor, warum die Kunsthalle Mannheim
Das Werk des belgischen Künstlers James Ensor (1860-1949), der berühmte „Maler der Masken“, ist tief in der Geschichte der Kunsthalle Mannheim verwurzelt. Bereits 1928 wurde der Maler dort in einer Einzelausstellung als bedeutender zeitgenössischer Ausnahmekünstler gefeiert. Nun widmet die Kunsthalle James Ensor erneut eine große Ausstellung, in deren Zentrum das Schicksal eines Bildes steht, das einst zur Sammlung des Museums gehörte: Das Gemälde „Der Tod und die Masken“ wurde 1937 von den Nationalsozialisten als „entartet“ beschlagnahmt und befindet sich heute im Musee des Beaux-Arts Lüttich. Anlässlich der Ausstellung kehrt es temporär nach Mannheim zurück. In den 1950er Jahren wurde als Ersatz für das verlorene Bild das Gemälde „Der tote Hahn“ erworben, das beispielhaft für Ensors Stillleben steht, die einen wichtigen Stellenwert in seinem Schaffen beanspruchen. Als Bild im Bild taucht es in Ensors zentralem „Das malende Skelett“ auf. Um diese drei Bilder gruppieren sich weitere internationale Leihgaben zum Motivkreis Selbstbildnis–Maske–Tod–Stillleben, die zeigen, wie eng verflochten diese Thematik in Ensors Schaffen war. Ergänzt wird die Schau durch den umfangreichen Grafikbestand des Künstlers in der Kunsthalle, darunter „Scènes de la vie du Christ“ und „La Gamme d‘ Amour“. Insgesamt werden über 60 Gemälde, 120 Arbeiten auf Papier sowie einige Masken aus Ensors Besitz zu sehen sein.
33 Minuten
In unserer achten Folge sind wir im Deutsches Historisches Museum in Berlin. Die Ausstellung „Documenta. Politik und Kunst“ ist noch bis 09. Januar 2022 zu sehen.
Nicole Schwarz, Deutscher Kunstverlag und Timur El Rafie, Kunsthistoriker sprechen mit Julia Voss, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Documenta. Politik und Kunst“. Sie stellt sich den Fragen zur NS-Vergangenheit von Werner Haftmann, wie politisch Kunst ist, warum deutsche, jüdische Künstler:innen in den Anfängen nicht auf der Documenta gezeigt wurde und mehr.
Über die Ausstellung:
Seit ihrer Gründung 1955 war die international orientierte Großausstellung ein Ort, an dem das westdeutsche Selbstverständnis verhandelt wurde. Seitdem erhoben die Macher*innen alle vier, später fünf Jahre den Anspruch, Einblicke in aktuelle künstlerische Tendenzen zu geben. Erstmals stellt das Deutsche Historische Museum die Geschichte der ersten bis zehnten documenta in den Kontext der politischen, kultur- und gesellschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1955 und 1997. Kunstwerke, Filme, Dokumente, Plakate, Oral-History-Interviews und andere kulturhistorische Originalzeugnisse illustrieren, wie die documenta als Kunstereignis und zugleich als historischer Ort politisch-sozialen Wandel kommentiert, einfordert und widerspiegelt. Zu sehen sind berühmte documenta-Exponate von Max Beckmann, Willi Baumeister, Joseph Beuys, den Guerrilla Girls, Hans Haacke, Séraphine Louis, Wolfgang Mattheuer, Emy Roeder, Andy Warhol oder Fritz Winter.
Nicole Schwarz, Deutscher Kunstverlag und Timur El Rafie, Kunsthistoriker sprechen mit Julia Voss, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Documenta. Politik und Kunst“. Sie stellt sich den Fragen zur NS-Vergangenheit von Werner Haftmann, wie politisch Kunst ist, warum deutsche, jüdische Künstler:innen in den Anfängen nicht auf der Documenta gezeigt wurde und mehr.
Über die Ausstellung:
Seit ihrer Gründung 1955 war die international orientierte Großausstellung ein Ort, an dem das westdeutsche Selbstverständnis verhandelt wurde. Seitdem erhoben die Macher*innen alle vier, später fünf Jahre den Anspruch, Einblicke in aktuelle künstlerische Tendenzen zu geben. Erstmals stellt das Deutsche Historische Museum die Geschichte der ersten bis zehnten documenta in den Kontext der politischen, kultur- und gesellschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1955 und 1997. Kunstwerke, Filme, Dokumente, Plakate, Oral-History-Interviews und andere kulturhistorische Originalzeugnisse illustrieren, wie die documenta als Kunstereignis und zugleich als historischer Ort politisch-sozialen Wandel kommentiert, einfordert und widerspiegelt. Zu sehen sind berühmte documenta-Exponate von Max Beckmann, Willi Baumeister, Joseph Beuys, den Guerrilla Girls, Hans Haacke, Séraphine Louis, Wolfgang Mattheuer, Emy Roeder, Andy Warhol oder Fritz Winter.
15 Minuten
In unserer sieben Folge sind wir im Museum im Kulturspeicher. Die Ausstellung „IMAGINE MOZART | MOZART BILDER“ im Rahmen des Mozartfest Würzburg ist noch bis 11. Juli 2021 zu sehen.
Sich ein Bild von Mozart machen? Ein schwieriges Unterfangen. Bilder von Mozart sind immer eine Deutung: idealisierend die älteren, interpretierend die jüngeren. Jede Zeit hat sich ihr Mozartbild neu erschaffen, und immer noch bietet der Wiener Klassiker Interpretationsspielraum, wird zur Projektionsfläche, zum Abziehbild, zur Imagination. Welches Bild haben wir vor Augen, wenn wir Mozart imaginieren?
Das im Jahr 1921 wurzelnde Mozartfest Würzburg zählt zu den ältesten Musikfestivals weltweit. Zum 100-jährigen Jubiläum wird eine Ausstellung unter dem Motto IMAGINE MOZART | MOZART BILDER die Wandlungen der Wirkungsgeschichte Mozarts und seiner Musik aus dem Blickwinkel der Bildkünste aufzeigen. Seit über 250 Jahren faszinieren Persönlichkeit und Musik Mozarts bildende Künstler – die Ausstellung entfaltet das gesamte Panorama. Hochrangige Kunstwerke von Klee, Slevogt, Schwind, Kokoschka, Delacroix, Richter und anderen präsentiert das Museum im Kulturspeicher in Würzburg.
Sich ein Bild von Mozart machen? Ein schwieriges Unterfangen. Bilder von Mozart sind immer eine Deutung: idealisierend die älteren, interpretierend die jüngeren. Jede Zeit hat sich ihr Mozartbild neu erschaffen, und immer noch bietet der Wiener Klassiker Interpretationsspielraum, wird zur Projektionsfläche, zum Abziehbild, zur Imagination. Welches Bild haben wir vor Augen, wenn wir Mozart imaginieren?
Das im Jahr 1921 wurzelnde Mozartfest Würzburg zählt zu den ältesten Musikfestivals weltweit. Zum 100-jährigen Jubiläum wird eine Ausstellung unter dem Motto IMAGINE MOZART | MOZART BILDER die Wandlungen der Wirkungsgeschichte Mozarts und seiner Musik aus dem Blickwinkel der Bildkünste aufzeigen. Seit über 250 Jahren faszinieren Persönlichkeit und Musik Mozarts bildende Künstler – die Ausstellung entfaltet das gesamte Panorama. Hochrangige Kunstwerke von Klee, Slevogt, Schwind, Kokoschka, Delacroix, Richter und anderen präsentiert das Museum im Kulturspeicher in Würzburg.
18 Minuten
In unserer sechsten Folge sind wir im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Die Ausstellung „Bildungsschock – Lernen, Politik und Architektur in den 1960er und 1970er Jahren“ ist noch bis 11. Juli 2021 zu sehen.
"Bildungsschock" blickt auf die Jahrzehnte nach dem Sputnik-Schock, in denen Bildung im globalen Maßstab expandierte. Die Ausstellung zeigt, wie die Räume des Lernens unter dem Druck demografischer und technologischer Entwicklungen, des Kalten Krieges und der 1968er-Bewegungen permanent neu gedacht und geplant wurden.
In Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Architekt*innen untersucht Kurator Tom Holert diese Epoche der Experimente und Konflikte. Mitten in der Coronakrise, die drängende Probleme des Bildungssektors akut sichtbar werden lässt, schlägt er vor, die Ansätze der 1960er und 1970er Jahre als Archiv und Ressource für aktuelle Debatten zu entdecken.
"Bildungsschock" blickt auf die Jahrzehnte nach dem Sputnik-Schock, in denen Bildung im globalen Maßstab expandierte. Die Ausstellung zeigt, wie die Räume des Lernens unter dem Druck demografischer und technologischer Entwicklungen, des Kalten Krieges und der 1968er-Bewegungen permanent neu gedacht und geplant wurden.
In Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Architekt*innen untersucht Kurator Tom Holert diese Epoche der Experimente und Konflikte. Mitten in der Coronakrise, die drängende Probleme des Bildungssektors akut sichtbar werden lässt, schlägt er vor, die Ansätze der 1960er und 1970er Jahre als Archiv und Ressource für aktuelle Debatten zu entdecken.
17 Minuten
In unserer fünften Folge sind wir im Kunstmuseum Bonn; die Ausstellung „Alexej von Jawlensky“ ist noch bis 16. Mai 2021 zu sehen.
Als zentraler Künstler der frühen Moderne hat Alexej von Jawlensky (1864 Torschok/ Russland – 1941 Wiesbaden) die Möglichkeiten der Farbe wesentlich erweitert. Während er die sichtbare Welt zu Beginn expressiv farbig darstellte, reduzierte er später die Formen des Bildes und steigerte die innere Leuchtkraft der Farben zum Ausdruck einer immateriellen und geistigen Wahrheit. Trotz der großen Individualität seines Wegs hat er der Malerei bis zur Gegenwart im Blick auf die Bedeutung der Farbe, des Seriellen und Spirituellen wichtige Anregungen gegeben.
Als zentraler Künstler der frühen Moderne hat Alexej von Jawlensky (1864 Torschok/ Russland – 1941 Wiesbaden) die Möglichkeiten der Farbe wesentlich erweitert. Während er die sichtbare Welt zu Beginn expressiv farbig darstellte, reduzierte er später die Formen des Bildes und steigerte die innere Leuchtkraft der Farben zum Ausdruck einer immateriellen und geistigen Wahrheit. Trotz der großen Individualität seines Wegs hat er der Malerei bis zur Gegenwart im Blick auf die Bedeutung der Farbe, des Seriellen und Spirituellen wichtige Anregungen gegeben.
17 Minuten
In unserer vierten Folge sind wir im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster; die Ausstellung „Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle“ ist noch bis 14. Februar 2021 zu sehen.
Neid und Wut, Liebe und Hass, Begehren und Eifersucht – die Darstellung herzzerreißender, hochdramatischer, zutiefst beglückender und bis ins Mark erschütternder Figuren und Szenen zieht sich als roter Faden durch die gesamte Kunstgeschichte Europas. Große Gefühle verändern die Welt, beeinflussen unser Denken und Glauben, führen zu Krieg und Widerstand. In Politik und Gesellschaft sind Emotionen aktueller denn je. In einer großen Sonderausstellung und im begleitenden Katalog geben etwa 200 Kunstwerke einen historischen Überblick von den Anfängen in der Antike bis in die heutige Zeit. Versammelt werden Gemälde, Skulpturen, Fotos und Videoinstallationen von Matthias Grünewald, Leonardo da Vinci, Peter Paul Rubens, Camille Claudel, Edvard Munch, Käthe Kollwitz, Bill Viola, Maria Lassnig und vielen mehr.
Neid und Wut, Liebe und Hass, Begehren und Eifersucht – die Darstellung herzzerreißender, hochdramatischer, zutiefst beglückender und bis ins Mark erschütternder Figuren und Szenen zieht sich als roter Faden durch die gesamte Kunstgeschichte Europas. Große Gefühle verändern die Welt, beeinflussen unser Denken und Glauben, führen zu Krieg und Widerstand. In Politik und Gesellschaft sind Emotionen aktueller denn je. In einer großen Sonderausstellung und im begleitenden Katalog geben etwa 200 Kunstwerke einen historischen Überblick von den Anfängen in der Antike bis in die heutige Zeit. Versammelt werden Gemälde, Skulpturen, Fotos und Videoinstallationen von Matthias Grünewald, Leonardo da Vinci, Peter Paul Rubens, Camille Claudel, Edvard Munch, Käthe Kollwitz, Bill Viola, Maria Lassnig und vielen mehr.
16 Minuten
In unserer dritten Folge sind wir in der Kunsthalle Mannheim; die Ausstellung „(Wieder-)Entdecken – Die Kunsthalle Mannheim 1933 bis 1945 und die Folgen“ ist noch bis 31. Januar 2021 zu sehen.
Die Ausstellung veranschaulicht die Auswirkungen, die die Zeit des Nationalsozialismus bis heute auf die Kunsthalle Mannheim, ihre Sammlung sowie auf die mit dem Museum verbundenen Menschen hat. Ein Fokus liegt auf dem dauerhaften Verlust von über 500 Werken, den das Museum 1937 im Zuge der Beschlagnahmungen „entarteter Kunst“ erlitten hat.
Die Ausstellung veranschaulicht die Auswirkungen, die die Zeit des Nationalsozialismus bis heute auf die Kunsthalle Mannheim, ihre Sammlung sowie auf die mit dem Museum verbundenen Menschen hat. Ein Fokus liegt auf dem dauerhaften Verlust von über 500 Werken, den das Museum 1937 im Zuge der Beschlagnahmungen „entarteter Kunst“ erlitten hat.
21 Minuten
In unserer zweiten Folge sind wir auch in der Gemäldegalerie, Berlin;die Ausstellung „Zwischen Kosmos und Pathos – Berliner Werke aus Aby Warburgs Bilderatlas Mnemosyne“ ist noch bis 1. November 2020 zu sehen.
Aby Warburg ist eine Art Kultfigur der Bildwissenschaften. Sein letztes Projekt, das in den 1920er-Jahren entstanden ist, der unvollendete Bilderatlas Mnemosyne, hat an Aktualität nicht eingebüßt. Das riesige Mosaik besteht aus knapp eintausend Bildern mit wiederkehrenden visuellen Themen und Mustern von der Antike bis zur Gegenwartskultur.
Aby Warburg ist eine Art Kultfigur der Bildwissenschaften. Sein letztes Projekt, das in den 1920er-Jahren entstanden ist, der unvollendete Bilderatlas Mnemosyne, hat an Aktualität nicht eingebüßt. Das riesige Mosaik besteht aus knapp eintausend Bildern mit wiederkehrenden visuellen Themen und Mustern von der Antike bis zur Gegenwartskultur.
17 Minuten
In unserer ersten Folge sind wir in der Gemäldegalerie, Berlin;die Ausstellung „Zwischen Kosmos und Pathos – Berliner Werke aus Aby Warburgs Bilderatlas Mnemosyne“ ist noch bis 1. November 2020 zu sehen.
Aby Warburg ist eine Art Kultfigur der Bildwissenschaften. Sein letztes Projekt, das in den 1920er-Jahren entstanden ist, der unvollendete Bilderatlas Mnemosyne, hat an Aktualität nicht eingebüßt. Das riesige Mosaik besteht aus knapp eintausend Bildern mit wiederkehrenden visuellen Themen und Mustern von der Antike bis zur Gegenwartskultur.
Aby Warburg ist eine Art Kultfigur der Bildwissenschaften. Sein letztes Projekt, das in den 1920er-Jahren entstanden ist, der unvollendete Bilderatlas Mnemosyne, hat an Aktualität nicht eingebüßt. Das riesige Mosaik besteht aus knapp eintausend Bildern mit wiederkehrenden visuellen Themen und Mustern von der Antike bis zur Gegenwartskultur.