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Münchner Kammerspiele Archiv

56 Episoden
30 Minuten
Folge #8 - Janne und Klaus Weinzierl blicken im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber auf die SCHICKSALE der Mitwirkenden der Uraufführung von Brechts "Trommeln in der Nacht”. Der Theaterzettel der Premiere am 29. September 1922 in der Augustenstraße 89, dem ursprünglichen Spielort der Kammerspiele, ist zum Symbolbild des gesamten Rechercheprojekts SCHICKSALE geworden. In einer durch Klaus Weinzierl handschriftlich kommentierten Version wird das Ausmaß der Verfolgung von Mitarbeiter*innen in der NS-Zeit deutlich. Das Gespräch zeichnet die verschiedenen Lebenswege der Protagonist*innen von Brechts Uraufführung, übrigens unter der Spielleitung von Otto Falckenberg, nach.
27 Minuten
Folge #7 - Sabrina Kanthak, Promovierende an der LMU München im Sonderforschungsbereich ‘Vigilanzkulturen’, berichtet von den Vorkommnissen rund um die Premiere von Wedekinds "Schloss Wetterstein" (1919) an den Kammerspielen. Die Polizei erzwang die Absetzung des Stücks, weil sie sich angeblich, angesichts organisierter antisemitischer Saalstörungen, außer Stande sah, die Öffentliche Ordnung und die Sicherheit der Theaterzuschauer*innen zu gewährleisten. Ein fadenscheiniger Vorwand des reaktionären Polizeipräsidenten Ernst Pöhner, der später auch im NS-System Karriere machte. Die mediale Skandalisierung des scheinbaren Theaterskandals rund um die Absetzung von Wedekinds Stück belegt eine krisenhafte Stimmung und ist letztlich Symptom für eine tieferliegende, grundsätzliche gesellschaftliche Auseinandersetzung in den Anfangsjahren der Weimarer Republik.
24 Minuten
Folge #6 - Ab ihrer Gründung 1911 in der Augustenstraße 89 entwickelten sich die Münchner Kammerspiele, gegründet als privates Theater (Münchner Theater GmbH), rasch zu einer bedeutsamen, avantgardistischen Bühne. Schon bevor die Kammerspiele 1926 an die Maximilianstraße in das Schauspielhaus zogen, waren sie weithin bekannt für ihren Umgang mit (internationaler) Neuer Dramatik. Ein Blick auf die prägenden Figuren dieser Gründungsjahre verrät, dass 1933 ein jäher Bruch die Geschichte der Kammerspiele durchzieht. Die Theaterdirektoren dieser Anfangsjahre waren: Eugen Robert, Erich Ziegel, Hermann Sinsheimer, Benno Bing, Adolf Kaufmann, Otto Falckenberg. Nur dieser letzte blieb ab 1933 an den Kammerspielen und wirkt im kollektiven Gedächtnis unserer Gegenwart. Alle anderen flohen; Benno Bing wurde im KZ Ausschwitz ermordet.
26 Minuten
Folge #5 - In welchem historischen Umfeld werden die Kammerspiele gegründet? Im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber blickt Prof. Magnus Brechtken, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München, auf die Zeit ab der Gründung der Kammerspiele 1911 in der Augustenstraße bis zum Umzug an die Maximianstraße im Jahr 1926. Jenseits der bewegten Ereignisgeschichte betrachtet Prof. Brechtken ökonomische und ideengeschichtliche Prozesse und Umbrüche, die die Anfangsjahre der Kammerspiele prägten.
8 Minuten
Folge #4 - Janne und Klaus Weinzierl verlesen gemeinsam die Namen all derjenigen unter den Mitarbeiter*innen der Kammerspiele, die in der NS-Zeit entrechtet, verfolgt und ermordet worden sind. Seit Beginn der Recherchen im Herbst 2018 sind über 200 SCHICKSALE mit engen Verbindungen zu den Kammerspielen entdeckt worden. Die Aufnahme spiegelt den Forschungsstand Ende 2021 wieder. In der kurzen Zeit seitdem sind drei weitere SCHICKSALE hinzugekommen: Eugen Auerbach, Martin Berliner und Eva Kessler.
31 Minuten
Folge #3 - Eine immergleiche Erzählung prägte lange Zeit die Darstellung der Geschichte der Kammerspiele in der NS-Zeit. Sie verunmöglichte es, nach dem Verschwiegenem, Verdrängten und Vergessenem zu fragen. Janne und Klaus Weinzierl blicken im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber auf ihre Recherchemethoden. Wie erforscht man die unerzählten Schicksale von früheren Mitarbeiter*innen? Was bedeuten sie für die Selbsterzählung der Münchner Kammerspiele?
40 Minuten
Folge #2 - Mit Prof. Magnus Brechtken, stellvertretendem Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München, blickt Dramaturg Martín Valdés-Stauber auf die Geschichte deutscher Erinnerungskultur. Wie sind Mechanismen der Verdrängung und Verstummung zu erklären? Wie bildeten sich, wie etwa im Falle der Kammerspiele, Echokammern unzureichender und fehlerhafter Geschichtserzählungen? (Warum) Fällt der Stadt München die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus schwer?
28 Minuten
Folge #1 - Alles begann mit einer Begegnung: Bei der Verlegung eines Stolpersteins für den Theaterdirektor Benno Bing im November 2018 trafen Janne und Klaus Weinzierl auf den Dramaturgen Martin Valdés-Stauber. Nun begrüßt er beide im Tonstudio der Kammerspiele zum Auftakt der Podcastreihe: Was bewegt das Ehepaar, um seit 2018 unermüdlich die SCHICKSALE von Mitarbeiter*innen der Kammerspiele in der NS-Zeit zu recherchieren? Hier klicken und die erste Folge anhören!

SCHICKSALE

26 Minuten
Die Podcast-Reihe SCHICKSALE beginnt mit einem Überblick: Dramaturg Martín Valdés-Stauber liest seinen Buchbeitrag “SCHICKSALE von Mitarbeiter*innen der Münchner Kammerspiele in der NS-Zeit”, der kürzlich im Sammelband “Über jeden Verdacht erhaben? - Antisemitismus in Kunst und Kultur” (hrsg. von Stella Leder, Hentrich&Hentrich, 2021) erschienen ist. Bis zum Ende der Spielzeit wird Martín Valdés-Stauber als Leiter des künstlerischen Forschungsfeldes “Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart” wöchentlich Gäste in sein Studio einladen, um Einblicke in die Recherchen zur Geschichte der Münchner Kammerspiele in der NS-Zeit und der SCHICKSALE ihrer Mitarbeiter*innen zu geben. Jeden Donnerstag eine neue Folge
18 Minuten
Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.
16 Minuten
Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.
21 Minuten
Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.
19 Minuten
Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.
27 Minuten
Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.
21 Minuten
Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.