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Münchner Kammerspiele Archiv

56 Episoden
1 Stunde 4 Minuten
With whom do feminist artists think? How can artistic practices associate different voices and perspectives? In this episode of the Breaking the Spell podcast, we discuss feminist strategies of thinking-with in performing arts - practices of sharing knowledge, transcending the individualistic paradigm of creative work and relating to humans and more-than-humans in art projects.
1 Stunde 16 Minuten
What spells do we need at times when the conditions we live in form a curse that often seems impossible to break?
1 Stunde
What type of institutional alignments do artistic practices of thinking-with need? What traces do they leave in institutions when the project is over - if any? How to translate an exception into a condition?
1 Stunde 3 Minuten
What is the position of artists and curators from Ukraine and Poland in professional relations with Western partners? How can we build alliances and solidarity? How to break the spell of colonial and auto-colonial practices? What can the Western art world learn from Eastern European artists about decolonization?
12 Minuten
Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.
18 Minuten
Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.
27 Minuten
Folge #17 - Was geschah an diesem Theater nach der „Machtergreifung“ der National-sozialisten im Januar 1933 in Deutschland und in Bayern im März 1933? Im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber blicken Janne und Klaus Weinzierl darauf, wie die nationalsozialistische Ideologie sofort ihren Ausdruck fand: Innerhalb weniger Wochen sahen sich alle leitenden Personen der Kammerspiele, mit Ausnahme Otto Falckenbergs, sowie viele Mitglieder des Ensembles gezwungen, ihrer Verfolgung durch Flucht aus Deutschland zu entkommen.
40 Minuten
Folge #16 - Prof. Magnus Brechtken, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München, blickt im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber auf das Jahr 1933. Wie wurden die raschen Veränderungen von Menschen jener Zeit empfunden und bewertet? Wessen Hoffnungen sahen sich erfüllt — und wer geriet rasch in Gefahr oder musste fliehen? In welcher wirtschafts-historischen und außenpolitischen Konstellation ereignet sich die Machtübernahme Hitlers und was bedeuten diese Faktoren für seine Machtsicherung? Magnus Brechtken skizziert die zeitgeschichtlichen Umstände, die zum größten Bruch in der Traditionslinie der Kammerspiele führten: 1933 verließen dutzende prägende Figuren der frühen Jahre des Hauses das Theater bzw. die zu Neige gehende Weimarer Republik.
23 Minuten
Folge #15 - Angesichts der unerträglichen politischen Lage gründeten in der Spielzeit 1932/33 Erika Mann, ihr Bruder Klaus, der Musiker Magnus Henning sowie die Ensembleschauspielerin der Kammerspiele Therese Giehse “Die Pfeffermühle”. Die Kabarett-Gruppe führt am 1. Januar 1933 in der Münchner Bonbonniere, in der unmittelbaren Nähe der Kammerspiele, ihr erstes Programm auf, eine widerständige Beschäftigung mit ihrer bedrohlichen Gegenwart. Kurz danach muss das Ensemble ins Exil fliehen. "Die Pfeffermühle" reist quer durch Europa an all jene Orte, an denen ihre Aufführungen noch möglich sind. Janne und Klaus Weinzierl blicken im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber auf die SCHICKSALE der Mitglieder der Pfeffermühle und auf die künstlerische und politische Arbeit der Kompanie.
26 Minuten
Folge #14: Kurz nach der sogenannten Machtergreifung fordern die Nationalsozialisten – in rassistischem Klartext – im Februar 1933: „Die Münchner Kammerspiele müssen von jüdischen und ausländischen Elementen gesäubert werden.“ Zu diesem Zeitpunkt waren einzelne Künstler*innen bereits ins Ausland geflüchtet, andere kehrten von Arbeitsetappen im Ausland nicht mehr zurück. Janne und Klaus Weinzierl blicken im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber auf diese Schicksale. Eine persönliche Gefährdung erschien vielen wahrscheinlich, angesichts der nationalsozialistischen Agitation in den 1920er Jahren gegen die „jüdische Leitung der Münchner Kammerspiele“ und der Forderung „die Entfernung von undeutschen und marxistischen Persönlichkeiten aus den Theatern der Systemzeit“ herbeizuführen.
26 Minuten
Folge #13 - In den ersten beiden Jahrzehnten ihres Wirkens wurden die Münchner Kammerspiele, als Privattheater, von einer Gesellschaft, der Münchner Theater GmbH getragen. Vier Familien jüdischer Hopfenhändler, Bankiers und Juristen schufen als Theater- und Kunstmäzene die finanzielle Basis der Kammerspiele. Ihr Werk wurde 1933 jäh zerstört, während auch sie selbst fliehen mussten: Alle Gesellschafter*innen erfuhren Verfolgung und flohen, wie Janne und Klaus Weinzierl im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber darlegen. Flora Fromm, grande dame dieser Vereinigung kunstsinniger, internationaler und progressiver Münchner*innen wurde im hohen Alter 1942 in Theresienstadt ermordet.
29 Minuten
Folge #12 - 1926 wechseln die Kammerspiele ihre Spielstätte. Sie verlassen die Vorstadt, die sie selbst als kreative Peripherie mitgeprägt haben, und arbeiten fortan im Schauspielhaus im Herzen Münchens. Die Avantgarde gelangt so ins Zentrum der Stadtgesellschaft. Diese beiden Wirkungsorte beschreibt Jahre später Hermann Sinsheimer in seinem Londoner Exil als “Das Paradies, das uns verloren gegangen ist”. Janne und Klaus Weinzierl zeichnen im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber die Jahre bis zum Bruch 1933 nach. Die Anfangsjahre der Kammerspiele in der Maximilianstraße waren auch geprägt von Anfeindungen. Von einer Kampfrhetorik, die nach der sogenannten Machtergreifung rasch und erbarmungslos mithilfe staatlicher Institutionen ihre Umsetzung fand.
31 Minuten
Folge #11 - Welche Rolle spielte das Publikum in der bewegten (Theater)Geschichte der Weimarer Republik? Daniela Maier, Promovierende am Institut für Neuere und Neueste Geschichte der LMU München bei Prof. Körner, erforscht die Besucherorganisationen und die gemeinnützige Theaterpflege in der Zeit nach Abschaffung der bayerischen Monarchie und der königlichen Zensur. Im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber skizziert Maier das Verhältnis zweier Besucherorganisationen, die sich im damaligen München als Antipoden gegenüber standen: die links-progressive “Volksbühne” und die konservativ-reaktionäre “Theatergemeinde München”. Während erstere die Arbeit der Kammerspiele lobte und wertschätzte, bekämpfte die “Theatergemeinde München” das Programm der Kammerspiele - allein Falckenberg wurde bezeichnenderweise von dieser Kritik ausgenommen.
30 Minuten
Folge #10 - 1926 ziehen die Münchner Kammerspiele in das Schauspielhaus an der Maximilianstraße. Welche gesellschaftlichen Umbrüche ereignen sich zeitgleich mit diesem Wechsel? In welchem Umfeld geschieht die Theaterarbeit der Kammerspiele an ihrer neuen Spielstätte, nicht zuletzt angesichts nationalsozialisitscher Anfeindungen? Prof. Magnus Brechtken, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München, lädt dazu ein, auf München in der Zeit der Weimarer Republik ausgehend von damaligen Erfahrungsräumen zu blicken und beschreibt im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber die politische Entwicklungen bis zum Bruch 1933 aus der Perspektive damaliger Münchner*innen.
36 Minuten
Folge #9 - Carolina Heberling, Promovierende an der LMU München im Sonderforschungsbereich ‘Vigilanzkulturen’, blickt auf die Münchner Theaterlandschaft zwischen 1911 (Gründung der Kammerspiele in der Augustenstraße 89) und dem Bruch 1933. Im Gespräch mit dem Dramaturgen Martín Valdés-Stauber beschreibt Heberling das Verhältnis der Kammerspiele zu den übrigen Münchner Theatern. Insbesondere das Staatstheater stand immer im Verhältnis - sei es durch Abgrenzung oder Annäherung - zu den Kammerspielen, erst aus der Ferne und ab 1926, als die Kammerspiele an die Maximilianstraße kamen, als Nachbarn aus nächster Nähe. Carolina Heberling berichtet auch von den wechselvollen Prozessen am Staatstheater und den prägenden Figuren jener Jahre.