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Gradmesser Archiv

113 Episoden
26 Minuten
Die Ampel hat sich große Ziele bei der Energiewende gesetzt, das Ausbautempo der Erneuerbaren muss jetzt verdreifacht werden. „Die Energiewende wird in ganz Deutschland sichtbar sein", ist Harald Uphoff, Geschäftsführer der Stiftung 100 Prozent Erneuerbar, überzeugt. Leicht wird es nicht, auch weil Populisten massiv gegen die Energiewende hetzen. Doch die Ampelkoalition kann das Jahrhundertprojekt zum Erfolg bringen und viele Menschen dafür gewinnen. Wie? Darum geht es in dieser Gradmesser-Folge.
26 Minuten
Bauen ist klimatechnisch eine höchst dreckige Angelegenheit, Wohnen auch. Ein Drittel der Treibhausgasemissionen kommt in Deutschland aus dem Gebäudesektor. Was sich ändern muss – und wie das bezahlt werden kann, darum geht es in dieser Gradmesser-Folge. Lamia Messari-Becker, Professorin für Gebäudetechnologie und Bauphysik sowie Mitglied im Club of Rome, sagt, wie Klimaanpassung und Klimaschutz zusammengehen, warum Krisen schon immer unsere Lebensräume neu geformt haben, und wie die Stadt der Zukunft auch sehr viel lebenswerter ist.
26 Minuten
Auf die Weltklimakonferenz in Glasgow blickt die Welt, dass Mitte Oktober die Weltnaturschutzkonferenz stattgefunden hat, haben vor allem Expertinnen und Experten zur Kenntnis genommen. Die Klimakrise überdeckt die Biodiversitätskrise, dabei läuft gerade das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Weil die Klimakrise eine Hauptursache der Biodiversitätskrise ist, müssen beide viel enger zusammen gedacht und bekämpft werden. Wie das gehen kann, ob die Delegierten in Glasgow verstanden haben, und was eine Erderwärmung um zwei Grad für Artenvielfalt und Ökosysteme bedeuten würde, darüber spricht Viviane Raddatz vom WWF in dieser Gradmesser-Folge. Und sie sagt, was jetzt der größte Fehler aus Sicht des Naturschutzes wäre.
30 Minuten
Frankreich will die Kernenerige „neu erfinden“, Deutschland schaltet die letzten Atomkraftwerke ab – die Kernkraft spaltet Europa. Während die einen mit Atomkraftwerken ihre CO2-Bilanz verbessern wollen, sehen die anderen die ungelöste Frage nach der Lagerung des für zehntausende Jahre strahlende Mülls und die Gefahr eines GAUs. Ob die Kernenergie tatsächlich eine Renaissance erlebt, was dabei die von Bill Gates gehypten Mini-Reaktoren für eine Rolle spielen, und was das alles für den Klimaschutz bedeutet, darum geht es in dieser Gradmesser-Folge, unter anderem mit dem Energieökonomen und Autoren des Weltklimarates Andreas Löschel.
28 Minuten
Politik und Wirtschaft haben den neuen Superstar auf dem Weg zur Klimaneutralität entdeckt: den Wasserstoff. Tatsächlich hat das Gas nicht nur eine extrem hohe Energiedichte, es ist in der Anwendung auch äußerst klimafreundlich, weil es Abfallprodukt nichts weiter als Wasser oder Wasserdampf entsteht. Aber ist Wasserstoff wirklich "das Öl von morgen", wie es Noch-Wissenschaftsministerin Karliczek erklärt? Warum die schöne, neue Wasserstoffwelt doch etwas komplizierter ist, darum geht es in dieser Gradmesser-Folge, unter anderem mit dem Energieexperten Volker Quaschning.
23 Minuten
„Wirtschaft und Gesellschaft sind schon deutlich weiter als die Politik, und Klimaschutz ist schon längst raus aus der linken Ecke“ - das sagt Julian Zuber von GermanZero. Die NGO unterstützt in Deutschland rund 60 Klimaentscheide – auch den in Berlin gerade erfolgreich laufenden „Klimaneustart“. Warum die Städte in der Klimakrise eine wichtige Rolle spielen, Klimaschutz auch immer mehr von unten kommt - und es trotzdem ein 1,5-Grad-Gesetzespaket braucht, darum geht es in dieser Gradmesser-Folge.
27 Minuten
Die schlechte Nachricht: China deckt noch etwa 57 Prozent seines Energiebedarfs mittels massig CO2-emittierender Kohlekraftwerke. Die gute Nachricht: Peking will das ändern, denn Chinas Führung erkennt die Klimakrise als bedrohlichen Fakt an. Wie China die Energiewende vorantreibt, warum aktuell trotzdem neue Kohlekraftwerke gebaut werden, wo Deutschland und die EU gut aufpassen sollten - und warum es auch Hoffnung für die Weltklimakonferenz gibt, darum geht es in dieser Gradmesser-Folge.
27 Minuten
Fridays for Future haben die Politik beim Klimaschutz aufgerüttelt, aber das reicht noch lange nicht, wie FFF-Sprecherin Pauline Brünger nüchtern feststellt: „Ohne Druck auf der Straße wird es auch unter einer neuen Regierung keine gerechte 1,5-Grad-Politik geben.“ Vor der Bundestagswahl haben FFF zum großen Klimastreik aufgerufen, wie es nach der Wahl weitergeht, um Angst, um Wut und um einiges mehr geht es in dieser Gradmesser-Folge.
30 Minuten
In Europas schrecklichster Naturkatastrophe seit Jahrzehnten starben 2003 mehr als 70.000 Menschen. Doch in Deutschland erinnert sich heute kaum jemand mehr an die Hitzetoten. Denn wie sehr die sich stetig verschlimmernde Klimakrise akut unsere Gesundheit bedroht, wird hierzulande noch nicht richtig wahrgenommen. Anders übrigens als bei unseren Nachbarn. Um die Klimakrise als Gesundheitskrise geht es in dieser Gradmesser-Folge.
26 Minuten
Die aktuelle Wahlkampf-Taktik von Union, SPD und FDP in der Klimakrise ist, so zu tun, als ob im Großen und Ganzen alles so bleiben kann, wie es ist. Auch die Grünen sind nach leidvollen Erfahrungen wie der CO2-Preis- und der Benzinpreis-Debatte auf den Kurs „Möglichst wenig über konkrete Veränderung sprechen“ eingeschwenkt. Dabei zeigt das Gutachten des Bürgerrates Klima, das gerade vorgestellt worden ist, dass die Menschen hierzulande durchaus bereit zu Veränderungen sind. Mit einer wichtigen Voraussetzung: Sie müssen gut informiert werden und sich gehört fühlen. Wie das gehen kann, sagt Mareike Menneckemeyer, 37 Jahre alt, Mutter - und Bürgerrätin für das Klima.
29 Minuten
Die Arktis zeigt uns die Zukunft in der Klimakrise. Denn am Nordpol erhitzt sich der Planet so schnell wie nirgendwo sonst. Polarforscher Markus Rex hat auf der größten Arktisexpedition aller Zeiten selbst den in weiten Teilen eisfreien Pol im Sommer gesehen. Im Podcast spricht er über die Folgen einer eisfreien Arktis und einer Kaskade von Klimakipppunkten, sowie darüber, warum er unsere Gesellschaft für fähig hält, im Kampf gegen die Klimakrise zu bestehen.
25 Minuten
Deutschland hat sich in seinem Klimagesetz selbst dazu verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein. Doch schon das allererste Zwischenziel, die weitere Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Jahr 2021, wird spektakulär scheitern. Statt den CO-Ausstoß weiter zu senken, wird er so deutlich ansteigen wie seit 30 Jahren nicht mehr. Was sich jetzt ändern muss, und wie die Politik bei Energiewende und Kohleausstieg gegenüber Wählern und Wählerinnen nicht klar in der Botschaft ist, sagt Patrick Graichen, Direktor der Agora Energiewende, im Klimapodcast Gradmesser.
24 Minuten
Im Mittelmeerraum brennen die Wälder, die Situation in diesem Sommer ist wegen extremer Hitze und Dürre katastrophal. Dabei setzt die Politik gerade im Kampf gegen die Klimakrise stark auf den Wald. Wie Wetterextreme auch die Bäume in Deutschland sterben lassen, und wie sich der Wald in der Klimakrise entwickelt, darum und mehr geht es in dieser Gradmesser-Folge mit dem Waldexperten Ulrich Schraml.
25 Minuten
„Der Planet schwebt in Lebensgefahr und mit ihm seine Bewohner“ – das sagt Umweltministerin Svenja Schulze, nicht bekannt für Panikmache und Übertreibungen. Und die SPD-Politikerin steht mit ihrer Reaktion auf den neuesten Bericht des Weltklimarates nicht alleine da. Der IPCC-Bericht zeigt in bisher nicht dagewesener Deutlichkeit, wie sehr die Zeit drängt. Er zeigt aber auch: Noch haben die Menschen es in der Hand, die Klimaerwärmung zu stoppen. Was jetzt dringend passieren muss, was sofort hilft, und warum wir mehr auf die Kinder hören sollten, darum geht es im Gespräch mit dem Klimaforscher Mojib Latif vom Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung. Weitere Themen in dieser Gradmesser Folge: Warum kommt der Ausbau der Windenergie an Land nicht voran, und was erschwert gerade den Schutz der Moore - die eigentlich wichtiger Bestandteil der Klimaschutzstrategie sind.
24 Minuten
In Deutschland finden mehr als 80 Prozent der Menschen, dass bei der Klimakrise großer oder sogar sehr großer Handlungsbedarf besteht. Nur – warum passiert dann so wenig? Warum ist der Protest bei neuen Windrädern oder 16 Cent mehr für den Liter Benzin so groß? Dabei sind das Kleinigkeiten im Blick auf die Veränderungen, die uns tatsächlich allen bevorstehen. Lea Dohm, Gründerin von Psychologists for Future erklärt die Rolle der Psyche in der Klimakrise, wie man mit Klimaignoranten ins Gespräch kommt – und welche Rolle Politik und Medien spielen sollten. Außerdem hat sie eine guten Rat für alle, die sich gerade ziemliche Sorgen machen. Weitere Themen im Gradmesser sind die gefährlich großen Austritte von Methan in Sibirien und den IPCC, den sogenannten Weltklimarat, der am 9. August seinen neuesten Bericht vorstellt.
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Der Klima-Podcast vom Tagesspiegel