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ARD Radiofeature Archiv

111 Episoden
32 Minuten
Wie viele Tötungsdelikte bleiben unentdeckt, weil ein Tod vorschnell als natürlich eingestuft wird? Für ihr ARD Radiofeature „Stille Morde“ hat Martina Keller zu den Schwachstellen der Leichenschau in Deutschland recherchiert – in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Im Gespräch mit Selma Badawi berichtet sie von übersehenen Verletzungen, gravierenden Wissenslücken und den Schwierigkeiten, verlässliche Antworten zu bekommen. Und sie erklärt, warum Fehler bei der Leichenschau dazu führen können, dass Täter unentdeckt bleiben und Angehörige nie die Wahrheit erfahren. Von Selma Badawi.
36 Minuten
Die Anschläge vom 11. September 2001 veränderten auch die Sicht Deutschlands auf Krieg, Sicherheit und militärisches Engagement. Im Gespräch mit Johannes Döbbelt erzählen die Journalisten Christoph Heinzle und Sugárka Sielaff, wie es zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr kam, warum ein deutscher Offizier im Rahmen einer geheimen Mission bereits vor den anderen im Land war und welche Folgen der Einsatz bis heute hat. Von Johannes Döbbelt.
54 Minuten
25 Jahre nach dem 11. September 2001 beleuchtet das Feature den Druck, unter dem die deutsche Außen- und Verteidigungspolitik nach den erschütternden Anschlägen stand, und Berlins Reaktion auf die Erwartungen aus Washington. Von Christoph Heinzle und Sugárka Sielaff.
34 Minuten
Die katholische Kirche versetzte jahrzehntelang Priester mit Missbrauchsvorwürfen ins Ausland. Während die Missionare und Auslandspriester dort weiter mit Kindern arbeiteten, waren sie oft nicht greifbar für deutsche Ermittlungsbehörden. Von Selma Badawi.
54 Minuten
Priester, denen sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde, konnten sich ins Ausland absetzen. Oft mit Wissen hochrangiger Kirchenvertreter. In mehreren Fällen lieferte die Kirche mutmaßlich pädokriminelle Priester nicht der Strafverfolgung aus – sondern sorgte teilweise aktiv dafür, dass die Behörden ihnen nicht auf die Spur kamen. Von Gabriele Knetsch.
33 Minuten
Die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland steigt. Vor allem dort, wo Drogen- oder Alkoholkonsum hinzukommen, kommt es zu Konflikten mit Anwohnern, Innenstädte werden weniger attraktiv. Im Gespräch mit Johannes Döbbelt erzählen die Journalistinnen Katja Hackmann und Caroline Uhl, wie manche Städte versuchen, ihre Zentren für Obdachlose unattraktiver zu machen und was helfen würde, um mehr Menschen von der Straße zu bekommen. Von Johannes Döbbelt.
53 Minuten
Auf dem Papier ist der öffentliche Raum für alle da. Stadtgestaltung, Ordnungspolitik und ökonomische Interessen zeigen aber, wer willkommen ist und wer nicht. Gerade für Obdachlose wird es durch konkrete Maßnahmen immer schwieriger, ihren Platz zu finden, Anwohner fühlen sich mit den Folgen von Drogen- und Alkoholsucht vor ihrer Haustür allein gelassen. Wie kann der Konflikt um öffentliche Räume, Sicherheit und Teilhabe gelöst werden? Von Katja Hackmann und Caroline Uhl.
32 Minuten
In den sozialen Medien erreichen sogenannte Christfluencer hunderttausende Follower. Doch viele von ihnen sprechen dort nicht nur von Glauben und Religion, sondern verbreiten auch ultrakonservative bis rechtsextreme Inhalte. Sie sind gegen Abtreibung, Liberalismus oder die Gleichstellung der Frau. Im Gespräch mit Johannes Döbbelt erzählt der Journalist Ralf Homann, warum Christfluencer auf TikTok, Instagram und Co. so erfolgreich sind, welche Strategien sie nutzen und warum auch die Neue Rechte davon profitiert. Von Johannes Döbbelt.
53 Minuten
Eine neue Generation christlicher Aktivistinnen und Aktivisten feiert Erfolge in den sozialen Medien. So genannte Christfluencer erreichen auf Instagram, YouTube und TikTok hunderttausende Follower – sie verbinden die Vermarktungslogik von Plattformen mit Glaubensfragen. Ultrakonservative Inhalte laufen besonders gut. Von Ralf Homann.
37 Minuten
Die Enthüllungen von WikiLeaks haben für Aufsehen gesorgt. Das gilt ebenso für die Verfolgung des Wikileaks-Gründers Julian Assange durch die USA. In ihrem Feature berichten die Journalistin Lea Eichhorn und der Journalist John Goetz über das Bestreben, geheime Informationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – und darüber, wie das für Assange zu einem Kampf um seine Freiheit wurde. Im Gespräch mit Palina Milling erzählen sie von den Folgen dieser Auseinandersetzung für Julian Assange. Sie gehen auch darauf ein, wie Wikileaks die Recherchearbeit der Medien verändert hat und was der Fall Assange für den Investigativjournalismus bedeutet. Von Palina Milling.
56 Minuten
Mit dem Versprechen radikaler Transparenz gründet der australische Hacker, Journalist und Verleger Julian Assange vor 20 Jahren WikiLeaks, eine Plattform, auf der vertrauliche Dokumente, Videos und Fotos anonym veröffentlich werden können. So zum Beispiel 2010 geheime Militärdokumente. Von Lea Eichhorn und John Goetz.
37 Minuten
In Deutschland haben viele wenig, aber nur wenige sehr viel – das Vermögen ist extrem ungleich verteilt. Vermögende sowie Unternehmen können mit ihrem Geld und ihrer Macht ganz legal politischen Einfluss ausüben. Im Gespräch mit Johannes Döbbelt erzählen die Journalistinnen Gilda Sahebi und Kristin Langen, welche Folgen die Ungleichheit für die Demokratie hat – und welche Wege es gibt, Ungleichheit abzubauen und das Vertrauen in Politik wieder zu stärken. Podcast-Empfehlung: Werner Herzog – zu groß für Deutschland https://1.ard.de/podcast_werner_herzog Von Johannes Döbbelt.
54 Minuten
Vermögen ist in Deutschland extrem ungleich verteilt – mit Folgen für Politik und Demokratie. Das ARD-Radiofeature geht der Frage nach, wie Vermögende ganz legal politischen Einfluss ausüben können. Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen im Land nicht mehr repräsentiert. Von Gilda Sahebi und Kristin Langen.
37 Minuten
Litauen, das baltische Land im Nordosten der EU und Mitglied der NATO, rüstet auf. Die Alliierten schicken Militär und Gerät hin, halten Manöver ab. Um Litauen vor der Bedrohung durch Russland zu schützen. Autor Tom Schimmeck war viele Male vor Ort, beobachtete Truppenübungen, interviewte Generäle, Soldaten und Zivilistinnen. Im Gespräch mit Palina Milling erzählt Tom Schimmeck über die Stimmung in Litauen, über den Unterschied zwischen möglichen Szenarien und Panikmache – und darüber, warum das Hochrüsten allein aus seiner Sicht nicht ausreicht. Von Palina Milling.
59 Minuten
Mit der „Brigade Litauen“ stationiert die Bundeswehr erstmals einen großen Kampfverband dauerhaft im Ausland. Ungefähr 5.000 Bundeswehrangehörige sollen künftig in Litauen „dienen und leben“ – plus Familien. Im Wald von Rūdninkai ist eine große Militärstadt im Bau – mit Unterkünften, viel Logistik und mordernsten Schießplätzen. Sie liegt nahe der Grenze zu Belarus, im Ernstfall an vorderster Front. Von Tom Schimmeck.