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100 Episoden
27 Minuten
In Christoph Heins Büchern bleibt "Guldenberg" ein wichtiger Ort. Im neuen Roman kommen junge Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan ins Städtchen und werden im früheren Seglerheim einquartiert – wirklich willkommen sind sie nicht. Mit dem Autor spricht Anne-Dore Krohn.
45 Minuten
Identitätsdebatte mit Humor? Ja, das geht - das beweist Mithu Sanyals diskursreicher Comedy-Campusroman „Identitti“. Mit Tempo und Thesen, Herz und Hirn erzählt Sanyal von einer vermeintlich indischen Uniprofessorin, die sich als weiße Deutsche entpuppt und dem Diskursgewitter nachdem ihre Herkunft auffliegt. In „weiter lesen“ erzählt die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal u.a., warum sie dieses Mal kein Sachbuch schreiben wollte, was sie zum Buch inspiriert hat, wie sie Twitter-Influencer zur Mithilfe gebeten hat und warum sie gegen Begriffe wie „alter weißer Mann“ ist. Am Mikrofon: Thorsten Dönges und Anne-Dore Krohn
52 Minuten
Eine Frau zieht in ein Haus am Meer. Die Tochter ist aus dem Haus, die Ehe ist vorbei. Sie verortet sich neu, hoch im Norden, knüpft eine Freundschaft, so etwas wie eine neue Liebe. Was ist Erinnerung, wieviel ist Fiktion, wo biegt man ab, und wie hält man es eigentlich aus, alleine zu sein? Ein Gespräch mit Judith Hermann – über ihre Bücher, die eine fortlaufende Geschichte sind, ihre Liebe zum flachen Land und die Autarkie ihrer Figuren. Am Mikrofon: Anne-Dore Krohn und Thomas Geiger
56 Minuten
Die meisten Titel des Frühjahrs sind mittlerweile erschienen. Welche Neuerscheinungen aber sind besonders empfehlenswert? Was gibt es für Themen, was für Tendenzen in diesem Literaturfrühling? Und wie wirkt sich die Debatte um Identitätspolitik auf den Literaturbetrieb aus? Darüber diskutieren und sprechen Anne-Dore Krohn und Nadine Kreuzahler von rbb kultur und Thomas Geiger und Thorsten Dönges vom Literarischen Colloquium Berlin.
43 Minuten
Hani, Kasih und Saya sind Freundinnen. Sie wachsen in einer Siedlung am Rande einer Kleinstadt auf, und sie wissen, wie das ist, ständig mit Alltagsrassismus konfrontiert zu werden. Als irgendwann ein Haus brennt, wird einer von ihnen vorgeworfen, ein islamistisch begründetes Attentat begangen zu haben. Shida Bazyars zweiter Roman ist eine moderne Publikumsbeschimpfung, ein Spiel mit dem Erzählen und ein kluger, literarischer Beitrag zur Empathiesteigerung. Am Mikrofon: Anne-Dore Krohn und Thorsten Dönges.
44 Minuten
Lena Müller wurde schon zweimal mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet, für ihre Übersetzungen aus dem Französischen von Fiston Mwanza Mujila und von Shumona Sinha. Jetzt erscheint ihr erster Roman „Restlöcher“ (Edition Nautilus). Das Buch erzählt von Sando, der einen Mann namens Fuchs liebt, ihn aber nicht recht zu fassen bekommt. Sando hat von seiner Mutter gelernt, dass man Liebe nicht festhalten kann, sondern nur warten kann, bis sie wiederkommt. Als die Mutter verschwindet, machen sich Sando und seine Schwester auf die Suche nach ihr. Nadine Kreuzahler und Thorsten Dönges im Gespräch mit Lena Müller über Haltungen zum Leben, die 80er Jahre, Übersetzung aus Leidenschaft und die Liebe zum Bäckerhandwerk.
55 Minuten
Es ist eine Art Märchen des Literaturbetriebs: Nach jahrzehntelanger Stille hat die Schriftstellerin Helga Schubert, geboren 1940 in Berlin-Kreuzberg, wieder die literarische Bühne betreten. Ihr Buch „Vom Aufstehen“ ist die Bilanz einer Frau, die sich nicht hat unterkriegen lassen. Ein Besuch in Mecklenburg und ein Gespräch über Erinnerungsräume, das Altwerden, die plötzliche Prominenz und das Aufstehen als Lebensprinzip. Am Mikrofon: Anne-Dore Krohn und Thomas Geiger.
36 Minuten
Anja Kampmann debutierte 2016 mit dem Gedichtband "Proben von Stein und Licht", dann folgte der vielbeachtete Roman "Wie hoch die Wasser steigen" über den Mitarbeiter einer Bohrplattform. In ihrem neuen Band ist es wieder die Lyrik, mit der Kampmann auf die Welt blickt: "was denkst du welches blau/ wir heute sehen?" fragt sie und schreibt über Pferde und Schiffe, kranke Hunde, Bäckerlehrlinge und "nachfahrfahren". Es sind dichte, fragende Texte, die immer wieder Motive verknüpfen und auch von der Kraft der Worte erzählen: "und das gedicht als letztes/ seiner art soll es den boden wühlen". Am Mikrofon: Franziska Walser von rbb kultur und Thomas Geiger vom Literarischen Colloquium Berlin.
38 Minuten
Quer durch die Jahrhunderte fliegt die Berliner Schriftstellerin Sharon Dodua Otoo in ihrem Debütroman "Adas Raum" und erzählt von verschiedenen Frauen namens Ada. Macht, Entmachtung und Ermächtigung spielen eine tragende Rolle in diesem ungewöhnlichen, komplexen Roman, der ebenso amüsant und humorvoll ist. Am Mikrofon: Nadine Kreuzahler und Thorsten Dönges.
45 Minuten
Teresa Präauer, geboren 1979 in Linz, zeigt in dieser Textsammlung ihre enorme Vielfältigkeit. Über 80 kurze Texte sind hier versammelt: Essays, Bildbetrachtungen, Erinnerungen, Kurzgeschichten – über Wittgenstein, Phil Collins, Poledance und Onlineyoga, Kinderbanden und ein Altarbild von Lucas Cranach. Ein großes Panorama ihrer Interessen und Leidenschaften, ein wilder Ritt durch Phänomene unserer Zeit, in der das Glück manchmal eine Bohne sein kann. Am Mikrofon: Anne-Dore Krohn von rbb kultur und Thomas Geiger vom Literarischen Colloquium Berlin.
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Am 22.04 startet der neue Bücherpodcast vom rbb "Orte und Worte". Hier https://www.ardaudiothek.de/sendung/orte-und-worte/12605283/ geht es ab sofort weiter … "Orte und Worte" geht raus: Wir sprechen...