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Ö1 Radiokolleg Archiv

192 Episoden
13 Minuten
Im Höhenrausch

Das Flow-Erleben ist ein Bewusstseinszustand, den der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi erstmals formulierte. Ein mentaler Zustand völliger Vertiefung, bei dem wir alles rund um uns vergessen, um in einer bestimmten Tätigkeit vollends aufzugehen. Ein Gefühl, das auch zur Selbsttranszendenz führen kann, wie es der Psychologe Viktor Frankl einmal beschrieben hat: "Ganz er selbst wird der Mensch, wo er sich selbst übersieht und vergisst." Der begeisterte Kletterer Frankl suchte dieses Erlebnis von Selbstwerdung vor allem am Berg.

Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11. 08. 2026.
13 Minuten
Risiko und Freiheitsdrang

"Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz zu erfüllen", schreibt Albert Camus 1942 in seinem Mythos des Sisyphos. Eine Lebensmetapher, die in der Felswand real wird. Beim Klettern werden zwar nicht in Endlosschleife Steine den Berg hinaufgerollt, doch das Glück wird vor allem in der Betätigung erlebt. Gleichzeitig zeigt die Unfallstatistik ein düsteres Bild. Den Mut zum Risiko müssen viele mit schweren Verletzungen oder sogar mit dem Leben bezahlen. Ein Risiko ist auch die Umweltbelastung durch das Klettern. Der Freiheitsdrang führt zu Verunreinigungen. Bestimmte Magnesia, die beim Sport verwendet werden, belasten die Natur.

Gestaltung: Till Köppel. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 6. 08. 2026.
22 Minuten
Weltklasse im Verborgenen

penraum steht vor ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Doch hier entstehen auch zukunftsweisende Antworten: Pionier:innen entwickeln vernetzte Lösungen für nachhaltige Landwirtschaft, regionale Wirtschaftskreisläufe und soziale Resilienz. In vielen Bereichen verbinden sich Innovation, Verantwortung und Regionalität. So entstehen Strukturen, die ökologische Stabilität, kulturelle Vielfalt und wirtschaftliche Stärke sichern. Tradition und Moderne, Lokalität und Globalität treffen zu einem zukunftsfähigen Alpenraum zusammen. Ein Lokalaugenschein.

Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 3.08. 2026.
22 Minuten
Pionierinnen des Wandels

Karin Buchart, Theresia Oblasser, Elisa Thurner - drei Frauen, drei Lebenswege und doch eine gemeinsame Geschichte: die vom Mut, gegen den Strom zu schwimmen, wo alle sagen: Das geht nicht.

Drei Generationen, drei völlig unterschiedliche Wege - und doch verbindet sie dieselbe Kraft: die Überzeugung, dass Tradition kein Gefängnis sein muss, sondern ein Fundament, auf dem sich Neues bauen lässt.

Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 4.08. 2026
22 Minuten
Richtungsweisende Architektur

Die alpine Gegenwartsarchitektur erlebt derzeit eine bemerkenswerte Transformation: Weg vom folkloristischen Chalet-Klischee, hin zu einer präzisen, materialbewussten und landschaftssensiblen Baukultur. In Regionen wie Vorarlberg, Südtirol und Graubünden hat sich eine Architektursprache etabliert, die Tradition nicht kopiert, sondern weiterdenkt.

Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 5.08. 2026.
22 Minuten
Kleine Sprache, große Stärke.

Die ladinische Kultur in Südtirol und im Schweizer Engadin gilt als eine der kleinsten und zugleich widerstandsfähigsten Sprach- und Kulturgemeinschaften Europas. Trotz Globalisierung, Tourismusdruck und dominanter Mehrheitskulturen behauptet sie bis heute ihre Eigenständigkeit - in Sprache, Alltag und gesellschaftlicher Organisation.

Gestaltung: Johannes Kaup. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 6.08. 2026.
54 Minuten
In der Chirurgie geht es um Millimeterarbeit, um Präzision und nicht zuletzt um Leben und Tod - und lange Zeit vor allem ausschließlich um Männer. Wenn man in den Operationssaal blickt, stellt sich nicht nur die medizinische Frage nach dem Eingriff, sondern auch die soziopolitische: Wer hat das Skalpell in der Hand? Geboren wurde Hildegunde Piza 1941 in Gröbming, in der Steiermark. In einer Welt, die von "Göttern in Weiß" dominiert wurde, musste sie sich ihren Platz am Operationstisch erkämpfen. Hildegunde Piza war in vielen Bereichen und Positionen die erste Frau: 1999 wurde Hildegunde Piza zur Vorständin der Universitätsklinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie in Innsbruck ernannt - die erste Leiterin einer derartigen Klinik im deutschsprachigen Raum und die erste Frau, die zur Universitätsprofessorin für Plastische Chirurgie ernannt wurde. Sie spricht mit Gastgeberin Alexandra Augustin über ihren Lebensweg. Und sie steht auch mit 85 Jahren noch im OP.
1 Stunde
In der Musik wie in der Gesellschaft gilt oft: Wer am lautesten schreit, wird gehört. Doch den "Ton anzugeben" bedeutet weit mehr, als nur die Lautstärke zu bestimmen. Es geht um Haltung, um Resonanz und um die Frage, wie man als Frau in einer oft männlich dominierten Branche den Takt vorgibt, ohne die eigene Stimme zu verlieren. Niemand verkörpert diesen Weg authentischer als Beatrix Neundlinger, Jahrgang 1947. Ihre Stimme prägt Österreich seit Jahrzehnten, politisch als auch musikalisch. Als Gründungsmitglied der legendären Formationen "Milestones" und "Schmetterlinge" schrieb sie österreichische Musikgeschichte, vor allem mit der "Proletenpassion". In dieser Folge von "Alte weise Frauen" spricht Beatrix Neundlinger mit Gastgeberin Alexandra Augustin über die Kunst, die eigene Stimme zu finden und sie beharrlich einzusetzen - auch für jene, deren Stimmen oft überhört werden.
1 Stunde 19 Minuten
Wut hat ein Imageproblem - besonders wenn sie weiblich ist. Während ein wütender Mann oft als durchsetzungsstark, leidenschaftlich oder autoritär wahrgenommen wird, ernten wütende Frauen schnell Attribute wie "hysterisch" und "schwierig". Und Wut scheint aktuell wieder in Mode zu sein, zumindest in den Führungsetagen und in der Politik. Die renommierte forensische Psychiaterin Heidi Kastner, Jahrgang 1962, hat in ihrer Karriere in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele geblickt und widmet sich seit Jahren der Analyse menschlicher Emotionen. In ihrem Bestseller "Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl" räumte sie mit dem Vorurteil auf, dass dieses Gefühl per se nur destruktiv sei. Sie spricht mit Gastgeberin Alexandra Augustin über weibliche Wut, gesellschaftliche Rollenbilder, aber auch über die zunehmende Gewalt gegen Frauen und darüber, wieso gerade so viele autokratisch gestrickte Männer an der Macht sind. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 28.07.2026.
50 Minuten
Wut hat ein Imageproblem - besonders wenn sie weiblich ist. Während ein wütender Mann oft als durchsetzungsstark, leidenschaftlich oder autoritär wahrgenommen wird, ernten wütende Frauen schnell Attribute wie "hysterisch" und "schwierig". Und Wut scheint aktuell wieder in Mode zu sein, zumindest in den Führungsetagen und in der Politik. Die renommierte forensische Psychiaterin Heidi Kastner, Jahrgang 1962, hat in ihrer Karriere in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele geblickt und widmet sich seit Jahren der Analyse menschlicher Emotionen. In ihrem Bestseller "Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl" räumte sie mit dem Vorurteil auf, dass dieses Gefühl per se nur destruktiv sei. Sie spricht mit Gastgeberin Alexandra Augustin über weibliche Wut, gesellschaftliche Rollenbilder, aber auch über die zunehmende Gewalt gegen Frauen und darüber, wieso gerade so viele autokratisch gestrickte Männer an der Macht sind. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 28.07.2026.
57 Minuten
Wein ist bekanntlich das einzige Kunstwerk, das man trinken kann und Österreich ist international für seine exzellente Weinqualität bekannt. Lange war die Weinwelt fest in Männerhand, doch das wandelt sich. Aber: Wie wird man eine namhafte - vielleicht weltbekannte - Winzerin? Darüber kann Dorothea (Dorli) Muhr viel berichten: Sie ist Jahrgang 1965 und in Rohrau, Carnuntum aufgewachsen. 1991 gründete sie mit nur 26 Jahren eine Agentur für Wein-Marketing: Wine+Partners. Ab 1995 baute sie den brachliegenden Familienweingarten wieder auf. Heute bewirtschaftet ihr Weingut 12 Hektar und sie produziert Blaufränkisch, angebaut in biologischer Wirtschaftsweise. Sie spricht in dieser Folge der "Alten weisen Frauen" mit Podcast-Gastgeberin Alexandra Augustin darüber, wie man sich als Frau das Feld erobert. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 27.07.2026.
1 Stunde 7 Minuten
Die "Sinnzentrierte Psychotherapie", auch als Logotherapie oder Existenzanalyse bekannt, ist eine von Viktor Frankl begründete Therapieform, die sich auf die Suche nach Sinn und Bedeutung im Leben konzentriert. Sie geht davon aus, dass der Mensch von Natur aus nach Sinn strebt und dass das Fehlen von Sinn zu psychischen Problemen führen kann. Eine seiner wichtigsten Schülerinnen war Elisabeth Lukas: Sie gilt heute als eine der bedeutendsten österreichischen Psychotherapeutinnen und klinischen Psychologinnen und als Expertin für Logotherapie. Ihre Arbeit hat die Logotherapie international maßgeblich beeinflusst. Sie ist in dieser Ausgabe der "Alten weisen Frauen" zu Gast und spricht mit Alexandra Augustin darüber, wie man ein sinnerfülltes Leben lebt. Diese am 28.07.2026 auf Ö1 Campus gestreamte Sendung ist Teil des zeit- und kulturgeschichtlichen Archivs von oe1.ORF.at.
1 Stunde 2 Minuten
27 Femizide und 41 Mordversuche an Frauen: So lautete Ende 2024 die traurige Bilanz. Alle zwei Wochen ermordet in Österreich ein Mann eine Frau, oft die eigene, denn Gewalt gegen Frauen spielt sich oft innerhalb der eigenen Familie ab. Was Gewalt gegen Frauen angeht, liegt Österreich EU-weit im traurigen Spitzenfeld. Nicht immer gab es Hilfe für diese Frauen. Geändert hat sich das in Österreich 1978, als das erste Frauenhaus in Wien gegründet wurde. Andrea Brem hat viele Frauenhäuser mit aufgebaut. Von 2001 bis 2024 war Brem Geschäftsführerin im Verein Wiener Frauenhäuser. In dieser Ausgabe der "Alten weisen Frauen" spricht Gastgeberin Alexandra Augustin mit Andrea Brem über die zunehmende Gewalt gegen Frauen. Diese am 28.07.2026 auf Ö1 Campus gestreamte Sendung ist Teil des zeit- und kulturgeschichtlichen Archivs von oe1.ORF.at.
1 Stunde 3 Minuten
Siemens - ein großer Name, der einst eng mit dem Wiener Wirtschaftsstandort und dem Aufstieg der Elektroindustrie verbunden ist. Und ein großer Name in der Geschichte von Siemens ist Brigitte Ederer: Geboren wurde Ederer 1956 als Tochter einer alleinerziehenden Mutter in Wien. Ederer studierte Volkswirtschaft und machte sich in der SPÖ stark. Mit nur 27 Jahren zog sie 1983 in den Nationalrat ein - die erste Abgeordnete unter 30. Im April 1992 wurde Ederer unter Vranitzky Staatssekretärin für europäische Integration und Entwicklungszusammenarbeit und trug maßgeblich zu den EU-Beitrittsverhandlungen bei. 2005 wurde Ederer Generaldirektorin und Vorstandsvorsitzende von Siemens Österreich - und somit eine der mächtigsten Managerinnen Europas. Sie spricht mit Gastgeberin Alexandra Augustin darüber, wie man CEO wird. Diese am 28.07.2026 auf Ö1 Campus gestreamte Sendung ist Teil des zeit- und kulturgeschichtlichen Archivs von oe1.ORF.at.
59 Minuten
Die "alten weißen Männer" sind in aller Munde. Ein Reiz-Begriff, der Männer meint, die aufgrund ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechts gesellschaftliche Privilegien genießen, diese aber wenig reflektieren. Es handelt sich aber weniger um einen oder mehrere konkrete Männer, sondern noch viel mehr um ein Mindset, ein System, vor allem in patriarchal strukturierten Gesellschaften. Männer können mit knapp 80 Jahren noch Präsident werden und auch mit wenig Erfahrung Kanzler. Im Beruf geht es stets nach oben. Das gilt für ältere Frauen nicht. Das "Radiokolleg" lässt daher "alte weise Frauen" zu Wort kommen, um über gesellschaftspolitische Themen zu reflektieren - mit einer feministischen Note und Blick auf ihre eigene Biografie. Diesmal: Die Klimawandelforscherin Helga Kromp-Kolb. Sie spricht mit Alexandra Augustin darüber, wie man sich gegen alle Widerstände durchsetzt. Diese am 28.07.2026 auf Ö1 Campus gestreamte Sendung ist Teil des zeit- und kulturgeschichtlichen Archivs von oe1.ORF.at.