Verurteilt! Der Gerichtspodcast Archiv
171 Episoden
1 Stunde 5 Minuten
Enrico R. ist Mitte 20, als er in Neu-Ulm bei der Arbeit Hans J. kennenlernt. Sie freunden sich an. So eng, dass Enrico bei ihm und seiner Familie einzieht. Er übernimmt Arbeiten am Haus, ist hilfsbereit, wird der Liebhaber der Tochter. Doch dann gibt’s immer öfter Ärger. Plötzlich leiden Hans J. und seine Frau unter gesundheitlichen Problemen, leiden an Übelkeit, Durchfall, Müdigkeit und die Fingerspitzen werden taub. Sie gehen zu diversen Ärzten, bis ein Toxikologe feststellt: Sie haben Vergiftungen. Enrico R. gerät in Verdacht und schließlich vors Landgericht Memmingen, wo er sich wegen versuchten Mordes verantworten muss. Aber was hat der hilfsbereite Mitbewohner gemacht und was hat ihn veranlasst?
25 Minuten
Petra Emmerich kann nur noch zwei Stunden am Tag arbeiten, seitdem sie im Mai 2021 von einem psychisch kranken Nachbarn unvermittelt zusammengeschlagen worden ist. Er hat auf ihren Kopf eingedroschen und sie lebensgefährlich verletzt. Die einst so reiselustige, freiberufliche Texterin ist mittlerweile am liebsten zu Hause. Ihre Altersversorgung ist weg. Seit nunmehr 2 Jahren kämpft sie um Entschädigung. Der Täter ist verurteilt, aber das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
25 Minuten
Seit Petra Emmerich im Mai 2021 unvermittelt von einem Nachbarn angegriffen worden ist, ist nichts mehr in ihrem Leben so, wie es einmal war. Petra Emmerich wollte eigentlich nur die Klingel wechseln, als sie brutal zusammengeschlagen wird. Die resolute Frau hat keine Chance, sich zu wehren. Sie leidet seitdem an Konzentrationsstörungen. Und das ist nicht die einzige Folge für die freie Texterin.
25 Minuten
Im Mai 2021 ändert sich das Leben von Petra Emmerich schlagartig. Sie wird unvermittelt Opfer einer schweren Körperverletzung. Eigentlich will sie nur kurz bei ihrem Mieter etwas erledigen, als sie plötzlich brutal angegriffen wird. Ein Nachbar drischt auf sie ein, verletzt sie schwer im Gesicht und am Kopf. Die Freiberuflerin verliert viele Zähne, hat ein Hämatom im Gehirn, das zeitweise lebensbedrohlich ist.
1 Stunde 1 Minute
Ein 28-Jähriger kommt im Februar 2022 mit zwei Freunden aus Tel Aviv zum Shoppen und Feiern nach Frankfurt. Sie trinken und sie koksen. Erst an der Bar in einem gehobenen Hotel im Bahnhofsviertel, dann bis zum frühen Morgen in einem Club. Viele Stunden später folgt der 28-Jährige plötzlich einer wildfremden Frau, die gerade von einer Freundin heimkommt. Er drängt sie in ihre Wohnung. Er bedroht sie mit Messern aus ihrer Küche und sticht schließlich wie ein Besessener auf ihren Kopf und ihr Gesicht ein. Eine Messerspitze bleibt im Nasenrücken stecken. Der Frau gelingt die Flucht, die Polizei überwältigt den 28-Jährigen schließlich. Eine Gutachterin stellt fest, er war in einem psychischen Ausnahmezustand. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn wegen versuchten Totschlags an, nimmt aber an: Die Schuldfähigkeit des Mannes war erheblich vermindert.
1 Stunde 3 Minuten
Eine 13-Jährige ist in Frankfurt bei ihrer Tante zu Besuch. Plötzlich geht es dem Mädchen schlecht. Es übergibt sich, klagt über Bauchschmerzen, ist kurzatmig. Die Tante ruft den Rettungsdienst. Zwei Sanitäter kommen. Später wird die Tante sagen, sie hätten ihr empfohlen, mit dem Mädchen zu einer Kinderärztin zu gehen. Und die Staatsanwaltschaft Frankfurt wird sagen, die Sanitäter hätten sich der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassung schuldig gemacht. Denn die 13-Jährige hatte einen Zuckerschock, war in akuter Gefahr. Die Kinderärztin hat sie in ein Krankenhaus eingewiesen, wo sie auf der Intensivstation versorgt werden musste. Die 13-Jährige hat überlebt, die Tante hat die beiden Rettungssanitäter angezeigt. Im Frühjahr 2023 treffen sich alle vor dem Amtsgericht in Frankfurt wieder.
1 Stunde 21 Minuten
Im Februar 2014 verschwindet Britta B. aus Schlangenbad-Wambach spurlos. Ihr Ehemann Emmanuel meldet sie als vermisst. Tagelang wird nach der 37-Jährigen gesucht - vergeblich. Dann gerät Emmanuel B. selbst ins Visier der Ermittelnden - unter anderem wegen verdächtiger Aufnahmen aus den Überwachungskameras rund um die Villa des Ehepaares. Emmanuel B. erzählt nun von einem Unfall. Seine Frau sei in den Rhein gefallen. Die Staatsanwaltschaft glaubt ihm nicht, klagt ihn wegen Totschlags an, doch dem Landgericht Wiesbaden reichen die Beweise nicht. Emmanuel B. kommt frei, verkauft die Villa im Rheingau-Taunus-Kreis, zieht nach Brüssel. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln weiter, finden noch mehr Indizien: darunter eine Blutspur von Britta B. im Kofferraum. Emmanuel B. wird erneut festgenommen und steht Mitte 2016 dann doch vor Gericht. Fast ein Jahr lang dauert der Prozess.
1 Stunde 10 Minuten
Ein Hausverkauf wird für Frau M. und ihren Lebensgefährten zum Alptraum. Die Beiden wollen sich ihren Traum erfüllen und in die Südsee auswandern. Dafür wollen sie ihren Bungalow in der Nähe von Frankfurt verkaufen. Sie bieten ihn über eine Kleinanzeige an, es melden sich 50 Interessenten. Eine Frau ist dem Paar ganz besonders sympathisch. Sie schließen einen Kaufvertrag ab, verabreden den Kaufpreis und Frau M. erlaubt der Käuferin und ihrer Familie schon mal, in den Bungalow einzuziehen. Doch dann beginnt der Alptraum. Es fließt kein Geld, es beginnt ein Kleinkrieg. Unten im Keller lebt die Käuferin, die nicht bezahlt, zusammen mit ihren Kindern und Tieren, oben Frau M. mit ihrer Familie. Die Polizei wird Dauergast, Frau M. schaltet vergeblich Behörden ein. Erst, als die Presse berichtet, tut sich was.
1 Stunde 15 Minuten
Eine 29 Jahre alte Frau gibt ihrem knapp 2 Jahre altem Kind jeden Abend heimlich ein Schlafmittel und ein müde machendes Medikament gegen Übelkeit ins Fläschchen. Sie steigert die Dosis, weil das Mädchen unruhig ist und die Mutter auf ruhige Nächte hofft. Eines Morgens findet sie ihr Kind tot im Bett. Sie nimmt das tote Mädchen, klemmt es in die Schublade einer Kommode und wirft die Kommode um. Es soll wie ein Unfall aussehen, wird die Staatsanwaltschaft später sagen, die sie schließlich wegen Mordes anklagt. Anfang 2023 beginnt vor der Schwurgerichtskammer des Frankfurter Landgerichts der Prozess gegen die 29-Jährige.
1 Stunde 23 Minuten
Ostern 2005 stirbt Elise W. in Grebenhain in Mittelhessen. Jahrelang hatte sie bei ihrer Freundin Marie-Luise S. gewohnt. Als sie die pflegebedürftige 81-Jährige tot auffindet, begräbt Marie-Luise S. sie einfach in ihrem Garten und legt auf dem Grab ein Gemüsebeet an. Mehr als acht Jahre lang fällt den Behörden nicht auf, dass niemand mehr Elise W. gesehen hat und sie bezahlen weiter Pflegegeld und ihre Rente an Marie-Luise S.. Im Sommer 2014 wird die Leiche der alten Frau schließlich im Garten von Marie-Luise S. gefunden. Im April 2016 steht die Rentnerin in Alsfeld wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs vorm Schöffengericht. Das verurteilt sie zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Doch Marie-Luise S. akzeptiert das Urteil nicht, geht in Berufung.
1 Stunde 27 Minuten
Ein junger Mann verbreitet in einer Kleinstadt im Vordertaunus Angst und Schrecken. Anfang November 2020 stiftet er seine Freundin dazu an, einen Klassenkameraden zu überfallen. Sie klingelt an der Tür des 16-Jährigen, behauptet, sie habe Liebeskummer und brauche jemanden zum Zuhören. Dann lässt sie ihren Freund und die gemeinsamen Komplizen ins Haus. Mit einem Messer bedrohen sie den 16-Jährigen, der soll den Safe im Keller öffnen, in dem sie viel Bargeld vermuten. Doch er kennt den Code nicht. Die Täter lassen den Jungen gefesselt zurück, flüchten mit teuren Sonnenbrillen, Parfums, einem Marken-Etui und einem USB-Stick. Anfang 2022 stehen drei von ihnen in Frankfurt vor der Jugendschwurgerichtskammer. Der Vorwurf: Raub und räuberische Erpressung.
1 Stunde 18 Minuten
Tuba S. ist eine Serienmörderin. Wegen dreifachen Mordes verurteilt sie das Landgericht Gießen Anfang 2018 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und stellt die besondere Schwere der Schuld fest. Außerdem ordnet das Gericht die anschließende Sicherungsverwahrung an. Die Frau sei besonders gefährlich und habe ein hohes Rückfallrisiko. In einem Indizienprozess stellt das Gericht fest, dass die 37-Jährige Anfang April 2016 ihren Nachbarn aus Habgier getötet hat, den 79 Jahre alten Erich N., in Gießen bekannt als Zauberer Riconelly. Bei den Ermittlungen findet die Polizei in ihrer Wohnung die EC-Karten zweier Frauen und stellt fest: Tuba S. hat kurz nach der Tat in Gießen auch in Düsseldorf gemordet. Den Tod einer 86-Jährigen und ihrer Tochter hatten die Ermittler zunächst für einen erweiterten Suizid gehalten.
53 Minuten
Er ist 26, hat keinen Führerschein und nimmt den Firmenwagen seines Vaters, einen Bentley, Wert: 323 000 Euro. Das Auto hat nur Sommerreifen drauf und so landet der 26-Jährige damit im winterlichen Taunus im Graben. Ein Mann bietet Hilfe an, sie holen das Luxusauto aus dem Graben und der 26-Jährige bittet ihn, niemanden zu verständigen, er habe getrunken. Der Mann ruft dennoch heimlich die Polizei. Als die da ist, flüchtet der 26-Jährige vor ihr. Er rast zum Teil mit Tempo 230 und hängt die Beamten ab. In Königstein soll er Anfang 2023 wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens vor Gericht erscheinen.
1 Stunde 7 Minuten
Am 13. Januar 2020 wird ein 71-Jähriger von seinem Adoptivsohn geschlagen, gewürgt und schließlich erstochen. Aus unbändiger Wut und Hass wird das Landgericht Hanau später sagen. Es verurteilt den 36-Jährigen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen und stellt die besondere Schwere der Schuld fest. Bis ins kleinste Detail hatte das Gericht die Bluttat rekonstruiert. Eine Tat in mehreren Akten, angetrieben laut Urteil vom unbedingten Vernichtungswillen des Sohns. Der Grund: Der Vater hatte dem 36-Jährigen gesagt, er müsse nun mal endlich auf eigenen Beinen stehen und selbst für sich sorgen.
1 Stunde 8 Minuten
An Heiligabend 2009 findet die Polizei in einem Mehrfamilienhaus im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim eine Mutter und ihre beiden Söhne, 10 und 13, tot auf. Sie sind an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Der Familienvater überlebt. Knapp drei Jahre später befasst sich das Frankfurter Amtsgericht mit dem Fall. Angeklagt sind ein Dachdeckermeister und ein Servicetechniker. In ihrem Fehlverhalten sieht die Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung. Sie sagt, dass wegen einer beschädigten Schornsteinabdeckung und defekter Abgas-Sensoren giftiges Kohlenmonoxid in die Wohnung der Familie dringen konnte.