Podcaster
Episoden
25.03.2026
11 Minuten
Toni K. hatte nach seiner Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs Glück im Unglück: Beim heute 73-Jährigen wurden keine Metastasen gefunden. Denn Bauchspeicheldrüsenkrebs wird oft erst spät entdeckt. «Das liegt daran, dass man lange keine Symptome spürt», sagt Anna Wenning, Oberärztin an der Universitätsklinik für viszerale Chirurgie am Inselspital Bern. In einer von der Krebsforschung Schweiz unterstützten Studie untersucht sie, welche Operationsstrategie für welche Patientinnen und Patienten am besten ist. Dabei geht es nicht nur um Lebenszeit, sondern auch um Lebensqualität. Bei Tumoren am Kopf der Bauchspeicheldrüse wird meist nur ein Teil des Organs entfernt. Die Naht kann jedoch undicht werden, es kann zu einer sogenannten Fistel mit Infektionen und Blutungen kommen. Genau das erlebte auch Toni K. In einer Notoperation wurde ihm der Rest der Bauchspeicheldrüse entfernt. Heute kann Toni K. wieder Ski fahren: «Nichts Verrücktes, aber ich lebe einfach damit.»
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25.02.2026
14 Minuten
«Die violett eingefärbten Punkte meiner Krebszellen wirkten auf mich fast schön.» Nach ihrer Brustkrebsdiagnose wollte Frau Z. mehr wissen. Sie bat ihre Ärztin, die pathologischen Bilder ihres Tumors sehen zu dürfen und vor allem, sie erklärt zu bekommen. «Den Patientinnen und Patienten damit Sicherheit und Vertrauen zu geben, ist unser Ziel», erklären die Forschenden eines von der Krebsforschung Schweiz unterstützten Projektes. Die Idee dazu stammt vom Pathologen Gieri Cathomas (Institut für Gewebsmedizin und Pathologie, Universität Bern) und wurde gemeinsam mit der Psychoonkologin Marie-Louise Fontana sowie dem Psychoonkologen Alexander Wünsch weiterentwickelt. In interdisziplinären Sprechstunden erklären Fachpersonen den Befund und beantworten Fragen. Frau Z. geht es heute gut. Sie habe dank der Antworten des Pathologen ein besseres Verständnis von Brustkrebs und der Therapien, die sie durchgemacht hat.
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31.12.2025
14 Minuten
Jede achte Frau in der Schweiz erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Deshalb ist die Früherkennung so wichtig. Trotzdem haben viele Frauen grossen Respekt vor der Mammografie. Journalistin Michèle Roten (46) wollte wissen, wie sich die Untersuchung anfühlt: «Ich war wirklich relativ angespannt, weil ich wie viele Frauen die Vorstellung hatte, dass die Brust stark zusammengequetscht wird.» Zusätzlich testete sie ein Brust-CT, auch Mamma-CT genannt – ein hochmodernes, Gerät, das bisher in der Schweiz einzig am Universitätsspital Zürich zur Verfügung steht. Die Untersuchung ist schmerzfrei, erzeugt jedoch Tausende von Bildern, die anschliessend beurteilt werden müssen. Radiologe Andreas Boss vom GZO-Spital Wetzikon setzt deshalb für die Auswertungen auf künstliche Intelligenz und erforscht deren Einsatz in der Radiologie. In dieser Folge erzählt Michèle Roten auch, wie beide Untersuchungen abliefen, weshalb diese für sie weniger belastend waren als erwartet und dass weder Mammografie noch CT bei ihr etwas Auffälliges zeigten.
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26.11.2025
12 Minuten
Das Vertrauen von Frau J. in Ärztinnen und Ärzte war lange erschüttert. Ihr Mann hatte einen fortgeschrittenen Bauchspeicheldrüsen-Tumor. Er lehnte eine Chemotherapie im Krankenhaus ab. Der Arzt sagte, dann können sie nichts für ihn tun. «Wir wurden einfach fallengelassen.» Medikamentenfehler werden erfasst, vermeidbare psychische Verletzungen jedoch nicht. Und gelten dadurch als nicht existent. David Schwappach will diesen Teufelskreis mit seinem Forschungsprojekt über psychische Verletzungen in der Krebsbehandlung sichtbar machen und durchbrechen. Er ist Professor für Patientensicherheit am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern. Er sagt: «Die Betroffenen verlieren das Vertrauen ins Gesundheitssystem, ziehen sich zurück, sind enttäuscht und wütend.» Sein Forschungsprojekt läuft bis 2027. Betroffene und Angehörige können sich melden: psych-harm.ispm@unibe.ch. Nur drei Monate nach der Diagnose starb der Mann von Frau J. in einem Hospiz. Dort fühlten sie sich gut betreut.
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29.10.2025
11 Minuten
Francesca Albertini, Medizinphysikerin und Projektleiterin, forscht am Paul Scherrer Institut (PSI) im Kanton Aargau an einer besonderen Art der Bestrahlung: der Protonentherapie. Diese gibt es in der Schweiz nur am PSI. In dieser Podcast-Folge begleiten wir einen Patienten mit Hirntumor bei seiner Behandlung. Die Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützt die Forschung dazu. Radio-Onkologe Dominic Leiser erklärt: «Das Ziel ist eine noch präzisere Bestrahlung von Tumoren und weniger Nebenwirkungen.» Die Strahlendosis wird dafür täglich neu berechnet und dem Körper des Patienten angepasst. Wie bei Felix M. – 34 Jahre alt, verheiratet, Vater einer kleinen Tochter. Im Mai 2025 erhielt der Informatiker die Diagnose Hirntumor: «Das war ein Schock!». Wie die Therapie genau abläuft, was die Vorteile sind und wer in Zukunft ebenfalls davon profitieren könnte, erfahren Sie in dieser Folge.
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Über diesen Podcast
Hinter jeder Erkrankung steckt eine ganz persönliche, bewegende
Geschichte, hinter jedem Forschungsprojekt ein engagierter Mensch,
der ein klares Ziel verfolgt. Mit der Podcast-Serie «Wissen gegen
Krebs» bringt die Journalistin Rebekka Haefeli diese beiden Pole
zusammen: eine Person mit Krebsdiagnose und ein Vis-à-vis in der
Forschung, das alles daransetzt, dass Heilung nach einem
Krebsbefall zur Regel wird. Die Podcast-Serie sendet direkt aus dem
trauten Heim, dem Spital, dem Labor oder dem Behandlungszimmer. Sie
gibt Einblick in die von der Stiftung Krebsforschung Schweiz
unterstützten Projekte, die in der Forschungsdatenbank lediglich
eine Nummer tragen, im echten Leben aber schicksalsweisend sind.
Authentisch, packend, bewegend. Und immer voller Hoffnung. Doch
hören Sie selbst. www.krebsforschung.ch/podcast Musik: Jim &
Pete Thuli und Audiohub.de
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