Podcaster
Episoden
25.02.2026
14 Minuten
«Die violett eingefärbten Punkte meiner Krebszellen wirkten auf
mich fast schön.» Nach ihrer Brustkrebsdiagnose wollte Frau Z. mehr
wissen. Sie bat ihre Ärztin, die pathologischen Bilder ihres Tumors
sehen zu dürfen und vor allem, sie erklärt zu bekommen. «Den
Patientinnen und Patienten damit Sicherheit und Vertrauen zu geben,
ist unser Ziel», erklären die Forschenden eines von der
Krebsforschung Schweiz unterstützten Projektes. Die Idee dazu
stammt vom Pathologen Gieri Cathomas (Institut für Gewebsmedizin
und Pathologie, Universität Bern) und wurde gemeinsam mit der
Psychoonkologin Marie-Louise Fontana sowie dem Psychoonkologen
Alexander Wünsch weiterentwickelt. In interdisziplinären
Sprechstunden erklären Fachpersonen den Befund und beantworten
Fragen. Frau Z. geht es heute gut. Sie habe dank der Antworten des
Pathologen ein besseres Verständnis von Brustkrebs und der
Therapien, die sie durchgemacht hat.
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31.12.2025
14 Minuten
Jede achte Frau in der Schweiz erkrankt im Laufe ihres Lebens an
Brustkrebs. Deshalb ist die Früherkennung so wichtig. Trotzdem
haben viele Frauen grossen Respekt vor der Mammografie.
Journalistin Michèle Roten (46) wollte wissen, wie sich die
Untersuchung anfühlt: «Ich war wirklich relativ angespannt, weil
ich wie viele Frauen die Vorstellung hatte, dass die Brust stark
zusammengequetscht wird.» Zusätzlich testete sie ein Brust-CT, auch
Mamma-CT genannt – ein hochmodernes, Gerät, das bisher in der
Schweiz einzig am Universitätsspital Zürich zur Verfügung steht.
Die Untersuchung ist schmerzfrei, erzeugt jedoch Tausende von
Bildern, die anschliessend beurteilt werden müssen. Radiologe
Andreas Boss vom GZO-Spital Wetzikon setzt deshalb für die
Auswertungen auf künstliche Intelligenz und erforscht deren Einsatz
in der Radiologie. In dieser Folge erzählt Michèle Roten auch, wie
beide Untersuchungen abliefen, weshalb diese für sie weniger
belastend waren als erwartet und dass weder Mammografie noch CT bei
ihr etwas Auffälliges zeigten.
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26.11.2025
12 Minuten
Das Vertrauen von Frau J. in Ärztinnen und Ärzte war lange
erschüttert. Ihr Mann hatte einen fortgeschrittenen
Bauchspeicheldrüsen-Tumor. Er lehnte eine Chemotherapie im
Krankenhaus ab. Der Arzt sagte, dann können sie nichts für ihn tun.
«Wir wurden einfach fallengelassen.» Medikamentenfehler werden
erfasst, vermeidbare psychische Verletzungen jedoch nicht. Und
gelten dadurch als nicht existent. David Schwappach will diesen
Teufelskreis mit seinem Forschungsprojekt über psychische
Verletzungen in der Krebsbehandlung sichtbar machen und
durchbrechen. Er ist Professor für Patientensicherheit am Institut
für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern. Er sagt:
«Die Betroffenen verlieren das Vertrauen ins Gesundheitssystem,
ziehen sich zurück, sind enttäuscht und wütend.» Sein
Forschungsprojekt läuft bis 2027. Betroffene und Angehörige können
sich melden: psych-harm.ispm@unibe.ch. Nur drei Monate nach der
Diagnose starb der Mann von Frau J. in einem Hospiz. Dort fühlten
sie sich gut betreut.
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29.10.2025
11 Minuten
Francesca Albertini, Medizinphysikerin und Projektleiterin, forscht
am Paul Scherrer Institut (PSI) im Kanton Aargau an einer
besonderen Art der Bestrahlung: der Protonentherapie. Diese gibt es
in der Schweiz nur am PSI. In dieser Podcast-Folge begleiten wir
einen Patienten mit Hirntumor bei seiner Behandlung. Die Stiftung
Krebsforschung Schweiz unterstützt die Forschung dazu.
Radio-Onkologe Dominic Leiser erklärt: «Das Ziel ist eine noch
präzisere Bestrahlung von Tumoren und weniger Nebenwirkungen.» Die
Strahlendosis wird dafür täglich neu berechnet und dem Körper des
Patienten angepasst. Wie bei Felix M. – 34 Jahre alt, verheiratet,
Vater einer kleinen Tochter. Im Mai 2025 erhielt der Informatiker
die Diagnose Hirntumor: «Das war ein Schock!». Wie die Therapie
genau abläuft, was die Vorteile sind und wer in Zukunft ebenfalls
davon profitieren könnte, erfahren Sie in dieser Folge.
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24.09.2025
13 Minuten
«Brustkrebs bei Männern? Gibt es das?» Eine Frage, die Roland Z.
immer wieder hört. Er gehört zu den wenigen Männern, die jährlich
diese Diagnose erhalten. In dieser Folge spricht er offen über
seinen Weg: vom Moment, als er den Knoten entdeckte, bis zur
Therapie, und wie es ist, mit einer Krankheit zu leben, die fast
nur mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Auch sein damaliger
Arzt, der Onkologe Prof. Stefan Aebi vom Luzerner Kantonsspital,
kommt zu Wort. Er erklärt, warum männlicher Brustkrebs in der
Forschung kaum beachtet wird, weshalb das ein Problem ist und was
sich dringend ändern muss. Für ihn ist klar: Gerade, weil die
Erkrankung bei Männern so selten ist, braucht es mehr Wissen.
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Über diesen Podcast
Hinter jeder Erkrankung steckt eine ganz persönliche, bewegende
Geschichte, hinter jedem Forschungsprojekt ein engagierter Mensch,
der ein klares Ziel verfolgt. Mit der Podcast-Serie «Wissen gegen
Krebs» bringt die Journalistin Rebekka Haefeli diese beiden Pole
zusammen: eine Person mit Krebsdiagnose und ein Vis-à-vis in der
Forschung, das alles daransetzt, dass Heilung nach einem
Krebsbefall zur Regel wird. Die Podcast-Serie sendet direkt aus dem
trauten Heim, dem Spital, dem Labor oder dem Behandlungszimmer. Sie
gibt Einblick in die von der Stiftung Krebsforschung Schweiz
unterstützten Projekte, die in der Forschungsdatenbank lediglich
eine Nummer tragen, im echten Leben aber schicksalsweisend sind.
Authentisch, packend, bewegend. Und immer voller Hoffnung. Doch
hören Sie selbst. www.krebsforschung.ch/podcast Musik: Jim &
Pete Thuli und Audiohub.de
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