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Allein in schlechter Gesellschaft Archiv

300 Episoden
30 Minuten
Ich bezeichne meine Arbeit normalerweise nicht als Digitales Nomadentum. Ich bin ja grundständiger Sozialarbeiter oder auch Medien- und Bildungsmanager. Man könnte vielleicht bei den beiden Berufen vermuten das was Digitales in meiner Tätigkeit steckt. Auch arbeitet man als Sozialarbeiter klassisch an verschiedenen Orten wie den Wohnungen der Klienten, auf Sportplätzen oder auch gelegentlich in Cafés. Ortsunabhängig halt. Nun bin ich auch Unternehmer, was in Deutschland nicht ungewöhnlich ist, jedoch von einer Schaar Digitaler Nomaden exponentiell in den Sozialen Medien hochgehalten und gefeiert wird. Man arbeitet in Co-Working Spaces neuerdings, nimmt in Bali in der Hänematte noch schnell ein Webinar auf, am Strand von Miami noch die letzten Wörter im neuesten deep-social-impact-blogpost fertig geschrieben und schon ist man digitaler Nomade. Es geht nicht um Nutzen, Hilfe oder Beziehungsarbeit. Vieles wird reduziert auf gelegentliche Barcampkontaktmomente, auf die Häppchen in den Hote
24 Minuten
Gerade stand ich beim Bäcker um mir meine Brezel zu holen, da tippt mich eine ältere Dame an und meint, ich kenne mich doch mit den Medien aus und so. Ja, ich kenne mich aus, meinte ich, ein wenig. Ihre Tochter hat ihr aufgeschrieben, sie müsse sich in Sachen Digitalisierung fit machen. Die gute Dame war lässige 70 und ich meinte, sie solle sich mal keine großen Gedanken machen. Aber was ist mit uns Jungen? Was ist mit unseren Eltern? Wo fängt Medienkompetenz, Medienbildung denn an und wo ist Digitale Informationskompetenz angesagt? Fragen und Unsicherheiten machen sich verständlicherweise breit. Soll ein 4 jähriger Junge ein iPhone 7 haben weil es so schon blinkt auf dem Retina Display und braucht Opa Hubert ein neues Tablet mit UMTS? Was brauchen wir? Ich schwenke mal um und offenbare meine Ohnmacht und wie ich mit der ganzen technischen Entwicklung umgehe.
28 Minuten
Heute soll es kurz um verschiedene Begrifflichkeiten gehen die in der vorletzten SoziFon Episode für Unklarheiten gesorgt hatte. Ich brachte Heroin, Cannabis, Zucker und Glücksspiel in einer pauschalisierten Aussage in einem Topf zusammen und differenzierte diese Dinge nicht klar. Daher möchte ich auf verschiedene Begriffe heute mal eingehen und schauen was zum Beispiel die WHO dazu sagt, was man so in der Alltagssprache raushaut und wo noch Unklarheiten sind. Shownotes Zahl der Drogentoten: Drogenbeauftragte Marlene Mortler verbreitet "Fake News" Marlene Mortler & Holger Münch (BKA) über Drogentote und Rauschgiftkriminalität - BPK 8. Mai 2017 Abhängigkeit (Medizin) Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeits­erzeugenden Substanzen Substanzungebundene Abhängigkeit Abhängigkeitssyndrom durch psychotrope Substanzen Co-Abhängigkeit Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD)
41 Minuten
Ich möchte Euch in der heutigen Episode meine Erfahrungen des Auszeitwochenendes für Männer mitteilen an dem ich teilgenommen habe. "...Letztes Wochenende war ich im Kloster...", so schrieb ich das in den Sozialen Medien und keiner wusste was damit anzufangen. Wovon Auszeit und wo und was macht man da? Es ist in unserer heutigen, hochgetakteten Leistungsgesellschaft oftmals schwer zu erkennen as man für sich selbst braucht, was die Ebene ist in der man etwas für sich tun möchte. Wir kennen Wellness mit Sauna und Massagen, kennen Urlaube und Wanderungen oder Fahrradausfahrten. Wenige kennen Klöster und was man dort so alles machen kann. Wir kennen vielleicht einige Leute aus den Medien die ahnscheinend regelmäßig nach Indien oder Thailand fliegen um sich dort in Klöster zurück zu ziehen. Was passiert in den heiligen Hallen der Klöster denn nun und was ist diese Auszeit für Männer? Outing auf spirituellen Niveau oder vielleicht ein Initiationsritus einer Geheimgesellschaft? Ich möchte Eu
17 Minuten
Simon Ruane betreibt seit einigen Jahren den Youtube Kanal "Open Mind". Open Mind beschäftigt sich im engeren und weiteren Sinne mit Drogen, Drogenkonsum, Set und Setting. Also nicht mal so schlecht, wie man als aufgeklärter Bürger meinen mag. Simon testet verschiedene Substanzen, filmt sich dabei und gibt verschiedene Ratschläge zu allem möglichen rund ums betreffende Thema. Des weiteren beschäftigt er sich mit der aktuellen Gesetzeslage rund um das Thema Drogen und scheut sich nicht die blind-konservativen Dummschwätzer der CSU im Bundestag ihrer frechen Lüge zu entlarven. Simon ist 28, wohnt in München und macht der Sozialen Arbeit eine lange Nase. Wieso? Weil, wenn andere noch über "irgendwann realisierbare" Social Media Konzepte debattieren oder gar ihre chronische Unzufriedenheit über die aktuelle technische Entwicklung verlautbaren, macht Simon eigentlich unseren Job. Ein Beispiel aus 2017 wie sich die Soziale Arbeit abhängen lässt. Wenn wir über Fallzahlen und Rückfallstatistik

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15 Minuten
Liebe Hörer, Kollegen und Freunde, ich möchte mich für die geknackte Marke von 20.000 Downloads von SoziFon bei Euch allen herzlich bedanken. Geknackt, naja, es war ja nie ein Ziel. Statistiken sind wie Fahnen im Wind, jedoch war für mich die Zahl 20.000, als ich neulich zum ersten mal die Webstatistik von SoziFon genauer betrachtete, ein sehr bewegender Moment. Das ist schon ne Hausnummer. Man kann natürlich die erhobenen Daten anzweifeln oder beliebige Dinge rausrechnen. Das ist klar und mir geht es weniger um eine Zahl sondern, dass ich Euch in einem so hohen Maße mit den Themen anspreche. Mir ist klar, dass das Format SoziFon sehr gewöhnungsbedürftig ist, irgendwie wie ich selbst vermute ich mal. Es ist halt mein Kanal und das ist auch ganz gut so. SoziFon darf sich verändern und wachsen, so wie alles wächst und gedeiht und vielleicht geschieht im Laufe dieses Prozesses Neues. Über 220 Episoden in knapp einem Jahr, Interviews, die "täglich SoziFon" Challange, Gemeinschaftsepiso
42 Minuten
Die beiden Reiterinnen Vanessa und Anka waren wieder bei mir im Studio und haben unfassbare Veränderungen bezüglich ihres Herzensprojekts zu berichten. Wie schon in Episode 204 berichtet, wollen die beiden zu Gunsten der Urmel Kinderkrebsstiftung mit ihren Ponys durch Oberschwaben reiten. Nun ist es so, dass die beiden Damen mächtig Bambule machen und ein spitzen Medien- & Bevölkerungsecho zurück bekamen. Was und wie man sich selbst beteiligen kann, wieso es cool ist mitzumachen und wie ihr die beiden persönlich kennen lernen könnt, gibts in dieser Episode.
22 Minuten
Die nun dritte Episode zum Thema Soziale Arbeit & Digitale Veränderung bringt einen weiteren Audiokommentar. Christian Müller, hat sich ebenfalls zu der Episode "Die Soziale Arbeit stirbt" Gedanken gemacht und mit spontan alles in Audioform zugesandt. Spitze, so muss das sein! Ja worum geht es heute? Ziehe ich wieder über die Soziale Arbeit her? Bin ich wieder der stechende Schmerz wenn es um dieses leidige Thema geht? Kommen noch mehr Untergansszenarien? Nein, heute möchte ich gerne den Kreis schließen und eher Lobeshymnen singen. Naja fast. Am Montagmorgen kann man es ja auch langsam angehen lassen.
38 Minuten
Nachdem die gestrige Episode ab ging wie ne Rakete, geht’s heute mit einem spitzen Audiokommentar von Hendrik Epe weiter. Die Soziale Arbeit stirbt, so der reißerische Titel der gestrigen Episode, war im Kontext der gerade stattfindenden Digitalisierungsdebatte entstanden. Kann sich die Soziale Arbeit zurück lehnen und glauben sie sei von der technischen Entwicklung verschont? Was Hendrik dazu sagt... seid gespannt.
26 Minuten
Es ist eine gewagte These so knapp nach Ostern, dem Fest der Auferstehung. Und doch bin ich überzeugt, dass die Soziale Arbeit in ihrer gegenwärtigen Form keine 10 Jahre mehr Bestand hat. Wir erleben es täglich wie sich die Welt wandelt. Vor kurzem saßen wir noch in einem befreundeten Nachbarland und genossen unseren frischen Ayran und schwupsdiewups sitzt da ein Diktator und schockt die halbe Welt. Vor kurzem wurde man noch vom freundlichen Chefarzt am Blinddarm operiert und kaum dreht man sich um, sitzt der Arzt in Sydney am PC und operiert mich via Virtual Reality / Augmentetd reality. Nur die Sozialarbeit scheint davor gewappnet. Immer geht es in Diskussionen darum das wir ja quasi unersetzbar seien. Wir leisten Beziehungsarbeit, trösten, helfen und motivieren. Schon klar. Nur über was regen wir uns denn immer auf? Die Dokumentiererei, die Bürokratisierung, den scheiß Verwaltungskäse. Das liebe Leute ist bald zu Ende. Ich freu mich drauf.
21 Minuten
Morgens kommen mir immer spannende Impulse. So bei Kaffe, E-Zigarette mit Erdeer-Sahne Geschmack und dem Sonnenaufgang regt sich jeden Tag etwas in mir. Ich lese täglich ein Kapitel, ein Abschnitt in einem Buch das zum Tagesgefühl passt und sinniere dann so vor mich hin. Heute ist ja Ostern und an solchen Hochfesten der Kirche stimme ich mich immer etwas tiefer ein. So auch heute. Ich stelle fest, dass wir uns nicht mehr wirklich um uns selbst sorgen. Also sorgen in Bezug auf "etwas gutes tun". Wir ziehen uns morgens schnell einen Kaffee mit Kippe rein und hetzen zur Arbeit, vielleicht noch ein Laugenbrötchen im Auto oder Bahn und gut ist. Nein! Nichts ist gut. Wir betreiben irgendwie Missbrauch an uns selbst. Ausgelöst durch meine jüngsten Erfahrungen im Krankenhaus wollte ich diese Episode heute aufnehmen. Gerade weil Ostern ist und wir ahnscheindend alle erlöst seien. Erlöst kommt mir der Morgen in der Öffentlichkeit aber eher nicht vor.

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23 Minuten
Jahrbuch Sucht 2017 Wir steuern in eine ungewisse Zukunft höre ich immer öfter von Nachbar und Freunden. Gemeint sind damit wohl die äußeren Begebenheiten wie Häusle bauen oder Urlaube oder sogar der Kauf des neuen Smartphones P10 für 900€. Alles scheint unsicher. Abhilfe schaffen da die handelsüblichen Methoden wie Drogenkonsum oder nichtstoffliche Trends wie Zocken und Glücksspiel. Die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat die Lage der süchtigen Nation mal in einem schicken Buch zusammengestellt und macht jetzt kräftig Bambule. Kräftig in Bezug auf öffentlicher Wahrnehmung. So hat es diese alarmierende Nachricht, in ganzen 79 Sekunden beim Bayrischen Rundfunk Gehör gefunden und bei einschlägigen Webseiten wie Focus und Zeit doch einen netten Bericht dazu. Alarm? Unsicherheit? Achwas, alles ok. Nur Medikamente nehmen wir halt zuviel. Es ist mehr als alarmierend, es betrifft jeden. Auch Dich!
30 Minuten
Ich möchte heute einen kleinen Rückblick auf das Seminar letztes Wochenende wagen. Digitale Coachingkonzepte als 24 Std. Seminar an drei Tagen für Studierende im ersten Semester der Sozialen Arbeit. Man könnte meinen, dass das Seminar ein bisschen zu früh angesiedelt ist oder die zu vermittelnden Inhalte noch nicht in ihrer Gänze überrissen werden können. Ja, das kann sein. Mein Erleben ist allerdings ein ganz anderes. Ich habe das Seminar über die letzten 4 Jahre permanent weiterentwickelt. Von "E-Coaching, Mobile Coaching & Blended Coaching" hin zu dem was es heute ist. Es ist ein Einblick in meinen Alltag, in meine Art sozialarbeiterisch zu arbeiten, ja irgendwie in mein Mindset. Für Erstsemester ist es glaub eh schwer meinem Redefluss zu folgen hab ich schon oft gedacht und bin immer wieder beruhigt nach Hause gefahren und wurde eines Besseren belehrt. Es wächst eine neue, mutigere und kritischere Generation Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter heran. Geil!
33 Minuten
Wir leben ein Leben voller Prüfungen. Manche sagen jetzt vielleicht Gott stelle uns vor Prüfungen oder Andere meinen wir sollen aus allem etwas lernen. Die Antworten auf den Sinn der ganzen Prüfungen erschließt sich nicht wirklich. Wir fangen schon vor der Geburt an das Ungeborene in eine Schublade zu pressen. Immer mit der Frage ist es denn gesund, ist es "normal"? Wir werden bis zu unserem Tod an diesem seltsamen Gebilde des Normalen gemessen. Prüfung über Prüfung und Ergebnis über Ergebnis erhalten wir mehr Daten, die keiner zusammenfügt. Wir stehen nur da und wissen, wir sind nicht normal oder eben wir sind sogar zu normal. Alles scheint ein Problem. Prüfstände: Vor der Geburt Als Baby Vorsorgeuntersuchungen Im Kindergarten im Übertritt zur Schule oder während der Zeit wenn man "auffällig" ist in der Schule permanent der Peergroup in der Ausbildung dem Führerschein dem Job und dem vorgeschalteten Assessment Center der Vorsorgeunter
27 Minuten
Wir haben in unserer Gesellschaft ein schleichendes, kaum merkliches Problem mit unseren alten Menschen. Nicht dass es reicht unsere Alten in eine unsichere von Altersarmut geprägte Zukunft zu schicken, nein, sie saufen sich regelrecht den Kragen ab. Es ist kein individuelles Problem oder eine Auffälligkeit einer bestimmten Region, es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem wenn ältere Menschen trinken. Es ist schmerzhaft auf Entgiftungen Menschen mit Rollatoren und in Oldscholl Bademäntel anzutreffen. Einsam, verschüchtert und voller Scham. Eine noch unsichere Zukunft als die "Normalen". Finanziell am Anschlag, gesundheitlich fragil und sozial vereinsamt. Nicht jedem ist es vergönnt mit 68 Tennis zu spielen oder in Sahara Quadtouren durch den Dünensand zu erleben. Viele sitzen in den Altenheimen, fangen dort erst richtig an mit trinken und segeln was ganz anderem entgegen als sie sich das ganze Leben vorgestellt haben. Sie segeln in den persönlichen Abgrund und wir folgen ihnen mit P