DOK.fest München Podcast. Im Kino. Zuhause. Archiv
103 Episoden
37 Minuten
Lettland, Tschechische Republik, Ukraine 2025 – Regie: Vitaly Mansky – Originalfassung: Ukrainisch
Mit den Worten „noch ist die Ukraine nicht gestorben“ beginnt die ukrainische Nationalhymne. Ein Straßenmusikant stimmt sie an, die Passant*innen singen mit und tanzen fröhlich in der lauen Sommernacht in Lwiw. Stromausfälle und Sicherheitsanweisungen über öffentliche Lautsprecher sind längst Alltag geworden. In der Oper hetzt sich niemand mehr, wenn die Vorstellung aufgrund eines Bombenalarms unterbrochen wird; die Menschen haben sich daran gewöhnt. In stillen, cineastischen Bildern, die Raum zum Nachdenken geben, zeigt der Film über ein Jahr hinweg Eindrücke aus der pittoresken ukrainischen Stadt. Tourist*innen kommen weiterhin, Denkmäler werden aufgestellt, Begräbnisse durchgeführt. Dazwischen ist das Militär, das sich bereitmacht.
Biografie
Vitaliy Manskiy, aufgewachsen in Lwiw, studierte am Moskauer Gerassimow-Institut für Kinematographie. Angesichts der Annexion der Krim, siedelte er 2014 von Russland nach Riga um. Seine Werke wurden auf mehr als 500 Festivals gezeigt und erhielten über 100 Preise.
Mit den Worten „noch ist die Ukraine nicht gestorben“ beginnt die ukrainische Nationalhymne. Ein Straßenmusikant stimmt sie an, die Passant*innen singen mit und tanzen fröhlich in der lauen Sommernacht in Lwiw. Stromausfälle und Sicherheitsanweisungen über öffentliche Lautsprecher sind längst Alltag geworden. In der Oper hetzt sich niemand mehr, wenn die Vorstellung aufgrund eines Bombenalarms unterbrochen wird; die Menschen haben sich daran gewöhnt. In stillen, cineastischen Bildern, die Raum zum Nachdenken geben, zeigt der Film über ein Jahr hinweg Eindrücke aus der pittoresken ukrainischen Stadt. Tourist*innen kommen weiterhin, Denkmäler werden aufgestellt, Begräbnisse durchgeführt. Dazwischen ist das Militär, das sich bereitmacht.
Biografie
Vitaliy Manskiy, aufgewachsen in Lwiw, studierte am Moskauer Gerassimow-Institut für Kinematographie. Angesichts der Annexion der Krim, siedelte er 2014 von Russland nach Riga um. Seine Werke wurden auf mehr als 500 Festivals gezeigt und erhielten über 100 Preise.
26 Minuten
Deutschland, Österreich 2025 – Regie: Chiara Sambuchi – Originalfassung: Bosnisch, Englisch, Italienisch, Serbisch
„Das Schlimmste ist, nicht zu wissen, was aus jemand Geliebtem geworden ist.“ Alisa ist acht, als der Jugoslawienkrieg beginnt und sie von ihren Eltern getrennt wird. Sie ist über 40, als sie sich auf die Suche nach ihrem Vater macht: Sejfo, der für sie Videobotschaften aus dem zunehmend isolierten Srebrenica aufnahm, damit sie ihn nicht vergessen würde. Das einzige Filmdokument jener Tage im Jahr 1995, in denen das bosnische Dorf von der Welt abgeschnitten wurde, und die in einem Genozid kulminieren. Anders als bei Alisas Mutter, die sich in die Wälder retten konnte, fehlt von Sejfo seitdem jede Spur. Seine Videos sind jedoch eine große Liebeserklärung – an die Tochter und das Leben. Alisa kann am Ende der Reise endlich Abschied nehmen.
Biografie
Chiara Sambuchi studierte Philosophie und klassische Gitarre und arbeitete als Produzentin für das Berliner Büro der RAI. Anschließend führte sie Regie bei Dokumentarfilmen und Reportagen für europäische Sender wie ARD, ARTE, ZDF, YLE und RAI.
„Das Schlimmste ist, nicht zu wissen, was aus jemand Geliebtem geworden ist.“ Alisa ist acht, als der Jugoslawienkrieg beginnt und sie von ihren Eltern getrennt wird. Sie ist über 40, als sie sich auf die Suche nach ihrem Vater macht: Sejfo, der für sie Videobotschaften aus dem zunehmend isolierten Srebrenica aufnahm, damit sie ihn nicht vergessen würde. Das einzige Filmdokument jener Tage im Jahr 1995, in denen das bosnische Dorf von der Welt abgeschnitten wurde, und die in einem Genozid kulminieren. Anders als bei Alisas Mutter, die sich in die Wälder retten konnte, fehlt von Sejfo seitdem jede Spur. Seine Videos sind jedoch eine große Liebeserklärung – an die Tochter und das Leben. Alisa kann am Ende der Reise endlich Abschied nehmen.
Biografie
Chiara Sambuchi studierte Philosophie und klassische Gitarre und arbeitete als Produzentin für das Berliner Büro der RAI. Anschließend führte sie Regie bei Dokumentarfilmen und Reportagen für europäische Sender wie ARD, ARTE, ZDF, YLE und RAI.
13 Minuten
Bulgarien, Deutschland 2024 – Regie: Eliza Petkova
Sechs Tiere verfolgen in diesem experimentellen und poetischen Dokumentarfilm mit Charme, Neugier, Selbstbewusstsein und Treue das Leben der Bewohner*innen eines abgelegenen bulgarischen Bergdorfes. Aberglaube und Folklore mischen sich hier mit alltäglichen Begegnungen. SILENT OBSERVERS bleibt dabei bei der sensiblen, beobachtenden Perspektive der Tiere und beleuchtet so das Schwinden traditioneller Lebensweisen. Ein musik- und bildgewaltiger Film, der uns selbst mit den Fragen konfrontiert: Welchen Wert haben Tiere eigentlich für uns? Und wie viel Macht haben wir über sie? Die Filmemacherin Eliza Petkova eröffnet eine Sichtweise auf Mensch-Tier-Beziehungen, die wie aus der Zeit gefallen scheint.
Biografie
Eliza Petkova studierte Philosophie, Modernes Japan und Regie in Düsseldorf und Berlin. 2018 war die freie Filmemacherin bei den Berlinale Talents dabei. Ihr Spielfilm EIN FISCH, DER AUF DEM RÜCKEN SCHWIMMT lief auf der 70. Berlinale und tourte auf Festivals weltweit.
Sechs Tiere verfolgen in diesem experimentellen und poetischen Dokumentarfilm mit Charme, Neugier, Selbstbewusstsein und Treue das Leben der Bewohner*innen eines abgelegenen bulgarischen Bergdorfes. Aberglaube und Folklore mischen sich hier mit alltäglichen Begegnungen. SILENT OBSERVERS bleibt dabei bei der sensiblen, beobachtenden Perspektive der Tiere und beleuchtet so das Schwinden traditioneller Lebensweisen. Ein musik- und bildgewaltiger Film, der uns selbst mit den Fragen konfrontiert: Welchen Wert haben Tiere eigentlich für uns? Und wie viel Macht haben wir über sie? Die Filmemacherin Eliza Petkova eröffnet eine Sichtweise auf Mensch-Tier-Beziehungen, die wie aus der Zeit gefallen scheint.
Biografie
Eliza Petkova studierte Philosophie, Modernes Japan und Regie in Düsseldorf und Berlin. 2018 war die freie Filmemacherin bei den Berlinale Talents dabei. Ihr Spielfilm EIN FISCH, DER AUF DEM RÜCKEN SCHWIMMT lief auf der 70. Berlinale und tourte auf Festivals weltweit.
25 Minuten
Deutschland 2025 – Regie: Emilia Haar, Natalia Mamaj, Elisabeth Plattner, Michael Groß, Carina Bethmann, Nadja Ißler
Crossing Borders – ein Fernsehjournalismus-Projekt der HFF München. Dieses Jahr das Ziel: PARIS. Eine Weltstadt im Herzen Europas – und gerade jetzt im Fokus aktueller Berichterstattungen. Jenseits der offensichtlichen Themen bewegen sich sechs Studierende eine Woche lang in der französischen Metropole. Drei sehr unterschiedliche Reportagen sind dabei entstanden – über wenig Bekanntes zum Schwimmsport, die Veränderung von Stadtvierteln durch den Metro-Ausbau und eine Auseinandersetzung mit dem Kopftuchverbot von französischen Sportlerinnen. Einblicke in Filme und Produktion.
Crossing Borders – ein Fernsehjournalismus-Projekt der HFF München. Dieses Jahr das Ziel: PARIS. Eine Weltstadt im Herzen Europas – und gerade jetzt im Fokus aktueller Berichterstattungen. Jenseits der offensichtlichen Themen bewegen sich sechs Studierende eine Woche lang in der französischen Metropole. Drei sehr unterschiedliche Reportagen sind dabei entstanden – über wenig Bekanntes zum Schwimmsport, die Veränderung von Stadtvierteln durch den Metro-Ausbau und eine Auseinandersetzung mit dem Kopftuchverbot von französischen Sportlerinnen. Einblicke in Filme und Produktion.
37 Minuten
Deutschland 2025 – Regie: Luca-Els Mauritz, Luis Spielmann, Alfredo Rouco, Arturo De Ita, Anna-Maria Dutoit, Louis Dickhaut
“Warum um das Haus herumschweifen, wenn die Ferne liegt so nah?“ Film-Studierende aus Mexiko, Montréal und München sprechen über Reisen, Arbeit, Filmen und zeigen Ergebnisse aus ihren Auslandssemestern. In Zusammenarbeit mit der HFF München, INIS Montréal und EsCine Ciudad de México und mit finanzieller Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei, der Regierung von Québec und des Goethe-Institut México.
“Warum um das Haus herumschweifen, wenn die Ferne liegt so nah?“ Film-Studierende aus Mexiko, Montréal und München sprechen über Reisen, Arbeit, Filmen und zeigen Ergebnisse aus ihren Auslandssemestern. In Zusammenarbeit mit der HFF München, INIS Montréal und EsCine Ciudad de México und mit finanzieller Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei, der Regierung von Québec und des Goethe-Institut México.
29 Minuten
Deutschland 2025 – Regie: Stefanie Brockhaus
Azza galt als schwarzes Schaf ihrer Familie. Ihre Eltern suchten ihr den Ehemann aus. Ihre Ausbildung musste sie ohne Abschluss abbrechen. Es kamen vier Kinder. Heute ist sie geschieden, ist mit der Liebe ihres Lebens verheiratet, hat eine weitere Tochter und verdient ihr Geld als Fahrlehrerin. Vieles hat sich in den letzten Jahren für Frauen in Saudi-Arabien verändert. Ist die Gesellschaft liberaler geworden? Azzas Töchter schneiden sich die Haare ab, tragen Hoodie statt Abaya und träumen von einer Zukunft in Paris oder New York. Doch Strukturen ändern sich nur langsam. Die Männer können mit den Veränderungen kaum Schritt halten. Feinfühlig beobachtet, zeigt der Film eine emanzipierte saudische Frau zwischen Tradition, Heimatliebe und Freiheit.
Biografie
Die mehrfach ausgezeichnete Regisseurin und Produzentin interessierte sich bereits als Kind für Fotografie.Stefanie Brockhaus studierte Kunst und Filmregie in London und später Dokumentarfilm an der HFF in München. Heute lebt sie als freie Filmemacherin in Marseille.
Azza galt als schwarzes Schaf ihrer Familie. Ihre Eltern suchten ihr den Ehemann aus. Ihre Ausbildung musste sie ohne Abschluss abbrechen. Es kamen vier Kinder. Heute ist sie geschieden, ist mit der Liebe ihres Lebens verheiratet, hat eine weitere Tochter und verdient ihr Geld als Fahrlehrerin. Vieles hat sich in den letzten Jahren für Frauen in Saudi-Arabien verändert. Ist die Gesellschaft liberaler geworden? Azzas Töchter schneiden sich die Haare ab, tragen Hoodie statt Abaya und träumen von einer Zukunft in Paris oder New York. Doch Strukturen ändern sich nur langsam. Die Männer können mit den Veränderungen kaum Schritt halten. Feinfühlig beobachtet, zeigt der Film eine emanzipierte saudische Frau zwischen Tradition, Heimatliebe und Freiheit.
Biografie
Die mehrfach ausgezeichnete Regisseurin und Produzentin interessierte sich bereits als Kind für Fotografie.Stefanie Brockhaus studierte Kunst und Filmregie in London und später Dokumentarfilm an der HFF in München. Heute lebt sie als freie Filmemacherin in Marseille.
1 Stunde 11 Minuten
Griechenland, Kenia, USA 2024 – Regie: Daphne Matziaraki – Co-Regie: Peter Murimi
„Mit dem Klimawandel wird der Druck auf die Ressourcen immer größer,“ stellt Maria Dodds, eine weiße Farmerin fest. Seit vier Generationen lebt ihre Familie auf dem Plateau von Laikipia im Norden Kenias, wo bereits Jahrhunderten die Viehherden der Samburu grasen. In friedlicher Koexistenz lebten sie hier. Doch die globale Erwärmung und das Ausbleiben des Regens bringt koloniale Ungerechtigkeiten wieder an die Oberfläche: Wem gehört das Land? Farmer*innen ziehen Elektrozäune und verteidigen ihre Ländereien mit Waffen. Nach 24 Monaten Dürre eskaliert die Gewalt auf beiden Seiten. Fünf Jahre begleitete das Regie-Duo Daphne Matziaraki und Peter Murimi die Konfliktparteien und beleuchtete ihre Perspektiven. Einfache Antworten gibt es nicht.
Biografie
Daphne Matziaraki ist eine griechische Filmregisseurin, die Journalismus an der University of Berkley studierte und in San Francisco lebt. Sie schrieb das Drehbuch und führte Regie bei dem Kurzfilm 4.1 MILES, der 2016 den Student Academy Award gewann.
Der kenianische Regisseur und Produzent Peter Murimi wurde für seine Dokumentarfilme mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sein Dokumentarfilm I AM SAMUEL wurde auf mehreren Filmfestivals gezeigt, darunter BFI und Human Rights Watch. Im Jahr 2004 wurde er mit dem CNN Africa Journalist of the Year Award ausgezeichnet. Momentan arbeitet er für die BBC.
„Mit dem Klimawandel wird der Druck auf die Ressourcen immer größer,“ stellt Maria Dodds, eine weiße Farmerin fest. Seit vier Generationen lebt ihre Familie auf dem Plateau von Laikipia im Norden Kenias, wo bereits Jahrhunderten die Viehherden der Samburu grasen. In friedlicher Koexistenz lebten sie hier. Doch die globale Erwärmung und das Ausbleiben des Regens bringt koloniale Ungerechtigkeiten wieder an die Oberfläche: Wem gehört das Land? Farmer*innen ziehen Elektrozäune und verteidigen ihre Ländereien mit Waffen. Nach 24 Monaten Dürre eskaliert die Gewalt auf beiden Seiten. Fünf Jahre begleitete das Regie-Duo Daphne Matziaraki und Peter Murimi die Konfliktparteien und beleuchtete ihre Perspektiven. Einfache Antworten gibt es nicht.
Biografie
Daphne Matziaraki ist eine griechische Filmregisseurin, die Journalismus an der University of Berkley studierte und in San Francisco lebt. Sie schrieb das Drehbuch und führte Regie bei dem Kurzfilm 4.1 MILES, der 2016 den Student Academy Award gewann.
Der kenianische Regisseur und Produzent Peter Murimi wurde für seine Dokumentarfilme mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sein Dokumentarfilm I AM SAMUEL wurde auf mehreren Filmfestivals gezeigt, darunter BFI und Human Rights Watch. Im Jahr 2004 wurde er mit dem CNN Africa Journalist of the Year Award ausgezeichnet. Momentan arbeitet er für die BBC.
20 Minuten
Deutschland 2024 – Regie: Anna Maria Beeck
“Du warst 16 Jahre Teil meiner Familie und ich bin Dir nie begegnet”. Sabat war Filmstudent in der damaligen DDR – später Dolmetscher an der Mongolischen Botschaft in Ost-Berlin. Doch dann verschwindet der junge Familienvater spurlos. Auch für die eng befreundete Familie Beeck kein Wort, keinen Abschied. So macht sich die Enkeltochter Anna nach fast 50 Jahren auf Suche, um das Rätsel zu lösen und Antworten auf Fragen zu finden, die damals keiner stellen wollte oder konnte. Was folgt ist eine hochspannend erzählte True Crime Story mit der einen Frage immer im Hintergrund: Gab es überhaupt ein Verbrechen? Wird es jemals Antworten geben? Mit einer großartigen Kamera und einem Score, der Kino will und Kino kann, ist SABAT Storytelling at its best.
Biografie
Geboren in Potsdam, wuchs Anna Maria Beeck in einem vereinten Deutschland auf. Nach Studien in Berlin, Paris und Potsdam arbeitete sie als freie Autorin für verschiedene Sender der ARD. SABAT ist ihr Masterabschluss an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.
“Du warst 16 Jahre Teil meiner Familie und ich bin Dir nie begegnet”. Sabat war Filmstudent in der damaligen DDR – später Dolmetscher an der Mongolischen Botschaft in Ost-Berlin. Doch dann verschwindet der junge Familienvater spurlos. Auch für die eng befreundete Familie Beeck kein Wort, keinen Abschied. So macht sich die Enkeltochter Anna nach fast 50 Jahren auf Suche, um das Rätsel zu lösen und Antworten auf Fragen zu finden, die damals keiner stellen wollte oder konnte. Was folgt ist eine hochspannend erzählte True Crime Story mit der einen Frage immer im Hintergrund: Gab es überhaupt ein Verbrechen? Wird es jemals Antworten geben? Mit einer großartigen Kamera und einem Score, der Kino will und Kino kann, ist SABAT Storytelling at its best.
Biografie
Geboren in Potsdam, wuchs Anna Maria Beeck in einem vereinten Deutschland auf. Nach Studien in Berlin, Paris und Potsdam arbeitete sie als freie Autorin für verschiedene Sender der ARD. SABAT ist ihr Masterabschluss an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.
50 Minuten
Deutschland, Großbritannien, Qatar, Sudan 2025 – Regie: Ahmad Ibrahim
„Ich werde alles erzählen, was passiert ist,“ kündigt die Teeverkäuferin Jhadmalla zum Auftakt des Filmes an. Sie ist eine der fünf Protagonist*innen, die an einem Film über das Leben in Khartum nach dem Sturz von Omar al-Baschir mitwirkt. Doch es bricht ein blutiger Machtkampf zwischen der Militärregierung und paramilitärischen Milizen aus. Millionen von Menschen werden vertrieben. So auch das Filmteam. Angesichts der neuen Situation im Exil in Kenia ergänzen die fünf Regisseur*innen das dokumentarische Filmmaterial vor dem Konflikt mit Traumsequenzen und Re-Enactment Szenen vor dem Green Screen. Ein beeindruckend kreativer und empathischer Umgang mit den Traumata von Krieg, Flucht und Verlust – sowohl vor als auch hinter der Kamera.
Biografie
Der sudanesische Regisseur und Kameramann Ibrahim ‚Snoopy’ Ahmed hat die preisgekrönten Kurzfilme SEROTONIN und JOUNEY TO KENYA gemacht. Er arbeitet unter anderem für Arte, die BBC und die Washington Post, dreht Musikvideos und Werbefilme.
Die sudanesische Autorin und Regisseurin Rawia Alhag schrieb 2008 gemeinsam mit Sayed Sosol das preisgekrönte Theaterstück „Jadaliyat Al-Habl“ und gründete 2021 die Theaterkompanie Horizon Art.
Der sudanesische Medienmacher Anas Saeed begann seine Laufbahn als Videojournalist für die unabhängige Medienorganisation Ayin Network. Darüber hinaus drehte er mehrere Reportagen für internationale Medien.
Der sudanesische Regisseur, Editor und Produzent Timeea M.Ahmed arbeitet im Bereich Dokumentar- und Experimentalfilm. Seine Filme wurden in Großbritannien, den USA, Frankreich, Indien und in vielen afrikanischen Ländern gezeigt.
Der britische Autor und Regisseur Phil Cox ist seit 1998 Teil des Filmkollektivs Native Voice Films und hat mehr als 30 Filme für Fernsehen und Kino gedreht. Für seine Arbeit im Sudan wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
„Ich werde alles erzählen, was passiert ist,“ kündigt die Teeverkäuferin Jhadmalla zum Auftakt des Filmes an. Sie ist eine der fünf Protagonist*innen, die an einem Film über das Leben in Khartum nach dem Sturz von Omar al-Baschir mitwirkt. Doch es bricht ein blutiger Machtkampf zwischen der Militärregierung und paramilitärischen Milizen aus. Millionen von Menschen werden vertrieben. So auch das Filmteam. Angesichts der neuen Situation im Exil in Kenia ergänzen die fünf Regisseur*innen das dokumentarische Filmmaterial vor dem Konflikt mit Traumsequenzen und Re-Enactment Szenen vor dem Green Screen. Ein beeindruckend kreativer und empathischer Umgang mit den Traumata von Krieg, Flucht und Verlust – sowohl vor als auch hinter der Kamera.
Biografie
Der sudanesische Regisseur und Kameramann Ibrahim ‚Snoopy’ Ahmed hat die preisgekrönten Kurzfilme SEROTONIN und JOUNEY TO KENYA gemacht. Er arbeitet unter anderem für Arte, die BBC und die Washington Post, dreht Musikvideos und Werbefilme.
Die sudanesische Autorin und Regisseurin Rawia Alhag schrieb 2008 gemeinsam mit Sayed Sosol das preisgekrönte Theaterstück „Jadaliyat Al-Habl“ und gründete 2021 die Theaterkompanie Horizon Art.
Der sudanesische Medienmacher Anas Saeed begann seine Laufbahn als Videojournalist für die unabhängige Medienorganisation Ayin Network. Darüber hinaus drehte er mehrere Reportagen für internationale Medien.
Der sudanesische Regisseur, Editor und Produzent Timeea M.Ahmed arbeitet im Bereich Dokumentar- und Experimentalfilm. Seine Filme wurden in Großbritannien, den USA, Frankreich, Indien und in vielen afrikanischen Ländern gezeigt.
Der britische Autor und Regisseur Phil Cox ist seit 1998 Teil des Filmkollektivs Native Voice Films und hat mehr als 30 Filme für Fernsehen und Kino gedreht. Für seine Arbeit im Sudan wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
50 Minuten
Belgien, Frankreich 2024 – Regie: Lou du Pontavice
„I know it’s hard. But you need to understand that you’re doing this for later.” Die Worte des einfachen Wachmanns Guangdong richten sich an seinen Sohn Zhaohang, der in Estland Musik studieren wird. Die Lücke, die der Weggang ihres einzigen Kindes hinterlässt, versuchen die Eltern mit Videoanrufen zu füllen. Dabei schwingt immer die Hoffnung mit, selbst eines Tages in eine ökonomisch bessere Zukunft migrieren zu können. Das Besondere an THE WATCHMAN ist die Perspektive: Statt des talentierten Kindes stehen hier die zurückgebliebenen Eltern im Vordergrund, deren Leben von der Sorge um ihren Sohn bestimmt wird. Über seine ruhige und präzise Beobachtung eines universalen Phänomens entwickelt der Film tiefe Emotionalität.
Biografie
Nach Studium der Literatur, Philosophie und Kino an der Sorbonne, studierte Lou du Pontavice, Regie (Dokumentar- und Spielfilm) am INSAS in Brüssel. Seitdem arbeitet sie als Drehbuchautorin und Filmemacherin.
„I know it’s hard. But you need to understand that you’re doing this for later.” Die Worte des einfachen Wachmanns Guangdong richten sich an seinen Sohn Zhaohang, der in Estland Musik studieren wird. Die Lücke, die der Weggang ihres einzigen Kindes hinterlässt, versuchen die Eltern mit Videoanrufen zu füllen. Dabei schwingt immer die Hoffnung mit, selbst eines Tages in eine ökonomisch bessere Zukunft migrieren zu können. Das Besondere an THE WATCHMAN ist die Perspektive: Statt des talentierten Kindes stehen hier die zurückgebliebenen Eltern im Vordergrund, deren Leben von der Sorge um ihren Sohn bestimmt wird. Über seine ruhige und präzise Beobachtung eines universalen Phänomens entwickelt der Film tiefe Emotionalität.
Biografie
Nach Studium der Literatur, Philosophie und Kino an der Sorbonne, studierte Lou du Pontavice, Regie (Dokumentar- und Spielfilm) am INSAS in Brüssel. Seitdem arbeitet sie als Drehbuchautorin und Filmemacherin.
1 Stunde 11 Minuten
Deutschland, Schweiz 2025 – Regie: David Bernet
“We have to try better. The stone has to go up.” Was Marta, Menschenrechtsaktivistin und Migrationsexpertin, beschreibt, ist die Sisyphos-Arbeit, globale Inklusion und Gerechtigkeit aufzubauen. David Bernet geht der Frage auf den Grund, wie weit unsere Solidarität reicht. Denn gut gemeint, ist noch lange nicht gut gemacht. Auf der Suche nach einer Antwort reist er an die Grenzen zu den Krisengebieten Belarus, Ukraine und Gaza/Israel, begegnet Geflüchteten, interviewt UNHCR-Kommissar*innen, ist bei politischen Sitzungen dabei und spricht mit einem Professor über Doppelmoral. Denn eines wird in dem Film klar: Solidarität hat viele Parameter und das Zwei-Klassen-Prinzip in der Flüchtlingspolitik gehört sicherlich zu den Schattenseiten.
Biografie
David Bernet studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Wien und Berlin. Er arbeitete als Journalist für Print- und Hörfunkredaktionen, später als Autor und Produktionsleiter für Dokumentarfilmproduktionen. Seit 2000 drehte er erste eigene Kurzdokumentarfilme.
“We have to try better. The stone has to go up.” Was Marta, Menschenrechtsaktivistin und Migrationsexpertin, beschreibt, ist die Sisyphos-Arbeit, globale Inklusion und Gerechtigkeit aufzubauen. David Bernet geht der Frage auf den Grund, wie weit unsere Solidarität reicht. Denn gut gemeint, ist noch lange nicht gut gemacht. Auf der Suche nach einer Antwort reist er an die Grenzen zu den Krisengebieten Belarus, Ukraine und Gaza/Israel, begegnet Geflüchteten, interviewt UNHCR-Kommissar*innen, ist bei politischen Sitzungen dabei und spricht mit einem Professor über Doppelmoral. Denn eines wird in dem Film klar: Solidarität hat viele Parameter und das Zwei-Klassen-Prinzip in der Flüchtlingspolitik gehört sicherlich zu den Schattenseiten.
Biografie
David Bernet studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Wien und Berlin. Er arbeitete als Journalist für Print- und Hörfunkredaktionen, später als Autor und Produktionsleiter für Dokumentarfilmproduktionen. Seit 2000 drehte er erste eigene Kurzdokumentarfilme.
29 Minuten
Österreich 2024 – Regie: Thomas Fürhapter
"Wie kriege ich das weg?" Der Hausmeister verzweifelt angesichts der hartnäckigen Flecke auf dem Klassenzimmerboden. Alles muss sauber werden, immer wieder, meist durch Menschenhand: Der Kreißsaal, der Park nach dem Marathon, die Felswand, die Raumstation, der Körper bei spirituellen Reinigungen und das KZ – Thomas Fürhapter geht es um den Prozess in seiner ganzen moralisch-ethischen Dimension. Die in langen Einstellungen gefilmten, unkommentierten Episoden ergründen, was man sonst nicht sieht oder beachtet. So geben sie Raum für assoziatives Weiterdenken. Langsam und präzise beobachtet, beeindruckend gut recherchiert und faszinierend in Szene gesetzt. Der Film wurde beim Ji.hlava IDFF mit dem "Best Original Approach" ausgezeichnet.
Biografie
Thomas Fürhapter studierte zuerst Psychologie in Salzburg, dann Philosophie in Wien. Der zweite Film des Regisseurs, ZUSAMMENLEBEN, gewann den Viktor DOK.deutsch 2023. Bei CLEANING & CLEANSING übernahm Fürhapter Regie, Kamera und Schnitt in Personalunion.
"Wie kriege ich das weg?" Der Hausmeister verzweifelt angesichts der hartnäckigen Flecke auf dem Klassenzimmerboden. Alles muss sauber werden, immer wieder, meist durch Menschenhand: Der Kreißsaal, der Park nach dem Marathon, die Felswand, die Raumstation, der Körper bei spirituellen Reinigungen und das KZ – Thomas Fürhapter geht es um den Prozess in seiner ganzen moralisch-ethischen Dimension. Die in langen Einstellungen gefilmten, unkommentierten Episoden ergründen, was man sonst nicht sieht oder beachtet. So geben sie Raum für assoziatives Weiterdenken. Langsam und präzise beobachtet, beeindruckend gut recherchiert und faszinierend in Szene gesetzt. Der Film wurde beim Ji.hlava IDFF mit dem "Best Original Approach" ausgezeichnet.
Biografie
Thomas Fürhapter studierte zuerst Psychologie in Salzburg, dann Philosophie in Wien. Der zweite Film des Regisseurs, ZUSAMMENLEBEN, gewann den Viktor DOK.deutsch 2023. Bei CLEANING & CLEANSING übernahm Fürhapter Regie, Kamera und Schnitt in Personalunion.
27 Minuten
Brasilien, Deutschland 2024 – Regie: Patrik Thomas, Mathias Reitz Zausinger
In Brasiliens Metropolen wie Provinzen finden sich Initiativen wie „TV Kilombo“ oder der „Favela Cineclube“, die ihren Communities eine Stimme verleihen. „Wir zeigen unsere Wirklichkeit“ – was zunächst als kleines Projekt erscheint, entfaltet eine enorme Strahlkraft. Mit Film, Radio, Musik und Performance kämpfen die Künstler*innen und Aktivist*innen für Sichtbarkeit, gegen Umweltzerstörung, Rassismus und die Auslöschung von indigenem Leben. Drei Jahre lang, größtenteils unter der rechten Regierung Bolsonaros, begleiten die Filmemacher den kulturellen Widerstand. BOALÂNDIA wird zum Plädoyer für die Kraft der Kunst, die Kollektive zu Vorbildern des politischen Empowerments. Ein eindrückliches Abbild derer, die nicht aufgeben.
Biografie
Patrik Thomas arbeitet an der Schnittstelle zwischen Dokumentarfilm, Medienpädagogik, Stadtentwicklung und Theater zwischen München und Lissabon. Filmisch beschäftigt er sich mit Praktiken des Widerstands im Film und ist Teil mehrerer Kollektive, u.a. Ciné Vélo Cité und MOVIMENTO film residency Portugal.
Mathias Reitz Zausinger studierte Philosophie, Postcolonial Studies und Visual Arts und arbeitet als Künstler, Filmemacher und Produzent zwischen München, Berlin und São Paulo.
In Brasiliens Metropolen wie Provinzen finden sich Initiativen wie „TV Kilombo“ oder der „Favela Cineclube“, die ihren Communities eine Stimme verleihen. „Wir zeigen unsere Wirklichkeit“ – was zunächst als kleines Projekt erscheint, entfaltet eine enorme Strahlkraft. Mit Film, Radio, Musik und Performance kämpfen die Künstler*innen und Aktivist*innen für Sichtbarkeit, gegen Umweltzerstörung, Rassismus und die Auslöschung von indigenem Leben. Drei Jahre lang, größtenteils unter der rechten Regierung Bolsonaros, begleiten die Filmemacher den kulturellen Widerstand. BOALÂNDIA wird zum Plädoyer für die Kraft der Kunst, die Kollektive zu Vorbildern des politischen Empowerments. Ein eindrückliches Abbild derer, die nicht aufgeben.
Biografie
Patrik Thomas arbeitet an der Schnittstelle zwischen Dokumentarfilm, Medienpädagogik, Stadtentwicklung und Theater zwischen München und Lissabon. Filmisch beschäftigt er sich mit Praktiken des Widerstands im Film und ist Teil mehrerer Kollektive, u.a. Ciné Vélo Cité und MOVIMENTO film residency Portugal.
Mathias Reitz Zausinger studierte Philosophie, Postcolonial Studies und Visual Arts und arbeitet als Künstler, Filmemacher und Produzent zwischen München, Berlin und São Paulo.
20 Minuten
Filme: READY TO DIE, ACCIDENTALANIMALS, SO IST DAS LEBEN UNDNICHT ANDERS, THE THOUGHTS OFOUR ANCESTORS
Dokumentarfilme sehen auf die Welt –und gleichzeitig reflektieren sie daseigene Medium. Vier kurze, experimentelle Filme loten die Möglichkeiten desfilmischen Erzählens aus. Ob monumentale Bildwelten, Internet-Fundstückeoder Animationen: Lassen Sie sichverzaubern von gedanklichen Voltenoder afro-futuristischen Inszenierungen
Dokumentarfilme sehen auf die Welt –und gleichzeitig reflektieren sie daseigene Medium. Vier kurze, experimentelle Filme loten die Möglichkeiten desfilmischen Erzählens aus. Ob monumentale Bildwelten, Internet-Fundstückeoder Animationen: Lassen Sie sichverzaubern von gedanklichen Voltenoder afro-futuristischen Inszenierungen
38 Minuten
Deutschland, Österreich 2025 – Regie: Ein Film von Klaus Fried, realisiert von Julia Albrecht
„Was war das bei meinem Vater, immer und bedingungslos das Gespräch zu suchen?“ Klaus Fried war ein Teenager, als sein Vater Erich Fried, der „unbequeme Schriftsteller zwischen allen Stühlen“, starb. Er musste ihn mit der gesamten Weltöffentlichkeit teilen. Schonungslos und getrieben begibt sich der Sohn auf die Suche, trifft Familienmitglieder, Freunde und Wegbegleiter*innen, und versucht, aus den Erinnerungen dieser Menschen, zusammen mit Julia Albrecht, ein Bild seines Vaters zusammenzusetzen. Als er auf Astrid Proll, Mitgründerin der RAF, trifft, macht das harte Ringen um Antworten deutlich, wie ähnlich sich Vater und Sohn sind. Dieser einzigartige Dokumentarfilm wühlt auf und berührt tief. Und er macht Lust, alle Gedichte von Erich Fried noch einmal zu lesen.
Biografie
Klaus Fried begann in den 1980er-Jahren im Filmbereich zu arbeiten und drehte Werbespots, Musikvideos und Kurzfilme. Er ist Dozent für Filmpraxis am London College of Communication und für Filmproduktion an der Middlesex University. FRIENDLY FIRE ist sein Langfilmdebüt.
Julia Albrecht arbeitet als freie Autorin, Regisseurin, Editorin mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm. Die mit Busso von Mueller gemeinsam gegründete Produktionsfirma schoenfilm entwickelt Dokumentarfilme und Filmstoffe. Schwerpunkt der Arbeit liegt in Südostasien, Hongkong und China.
„Was war das bei meinem Vater, immer und bedingungslos das Gespräch zu suchen?“ Klaus Fried war ein Teenager, als sein Vater Erich Fried, der „unbequeme Schriftsteller zwischen allen Stühlen“, starb. Er musste ihn mit der gesamten Weltöffentlichkeit teilen. Schonungslos und getrieben begibt sich der Sohn auf die Suche, trifft Familienmitglieder, Freunde und Wegbegleiter*innen, und versucht, aus den Erinnerungen dieser Menschen, zusammen mit Julia Albrecht, ein Bild seines Vaters zusammenzusetzen. Als er auf Astrid Proll, Mitgründerin der RAF, trifft, macht das harte Ringen um Antworten deutlich, wie ähnlich sich Vater und Sohn sind. Dieser einzigartige Dokumentarfilm wühlt auf und berührt tief. Und er macht Lust, alle Gedichte von Erich Fried noch einmal zu lesen.
Biografie
Klaus Fried begann in den 1980er-Jahren im Filmbereich zu arbeiten und drehte Werbespots, Musikvideos und Kurzfilme. Er ist Dozent für Filmpraxis am London College of Communication und für Filmproduktion an der Middlesex University. FRIENDLY FIRE ist sein Langfilmdebüt.
Julia Albrecht arbeitet als freie Autorin, Regisseurin, Editorin mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm. Die mit Busso von Mueller gemeinsam gegründete Produktionsfirma schoenfilm entwickelt Dokumentarfilme und Filmstoffe. Schwerpunkt der Arbeit liegt in Südostasien, Hongkong und China.