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INDYACAPUNK Der Psychologie-Podcast Archiv

44 Episoden
23 Minuten
Alle reden über die Suchmaschinen und deren geheimnisvolle Algorithmen, die dafür sorgen wollen, dass die Suche präzisere Ergebnisse liefert, dazu werden möglichst viele Informationen über den Suchenden beziehungsweise die Suchende einbezogen. Somit liefert beispielsweise dieselbe Google-Suche bei unterschiedlichen Menschen ganz unterschiedliche Ergebnislisten. Die Ergebnisse werden dementsprechend diskriminiert nach dem was vorher gesucht wurde. Die Suchenden erliegen, wenn man es so sehen will, einer gezielten Wahrnehmungsverzerrung, die Dinge betont, die der Meinung und den speziellen Interessen der Suchenden entsprechen und die Vielfalt wird deutlich reduziert. Ich finde, dies ist ein gutes Bild für das Funktionieren unserer eigenen Wahrnehmung. Denn die größte Filterbubble ist unser eigenes Gehirn.
11 Minuten
Aufschieberitis hemmt viele Menschen und kann zu einem echten Problem werden, wenn es die Alltagsbewältigung verhindert. Ich bin eine Expertin auf diesem Feld, nicht zuletzt, weil ich selber betroffen bin. Das Aufschieben wichtiger Dinge kann man überwinden lernen. Es gibt allerdings keinen leichten Weg, es sei denn, man hat genügend Geld sich einen persönlichen Assistenten einzustellen. Dann sollte man dies tun. In dieser Episode fangen wir mit einer wichtigen Strategie zur Etablierung von mehr Selbstdisziplin an: der Sofort-Strategie.
22 Minuten
Heute geht es um einen wichtigen Effekt, den jeder in sozialen Beziehungen einsetzen kann, den ersten Eindruck. Schon früh in der psychologischen Forschung hat man den primacy effect gefunden. Das bedeutet, dass man die ersten Elemente einer Lernreihe am besten im Langzeitgedächtnis behält. Auch in sozialen Beziehungen ist dieser Effekt nachgewiesen. Der erste Eindruck den man von einem Menschen gewinnt überdauert, auch wenn er vielleicht unvollständig oder nicht ganz korrekt war.
36 Minuten
Erstens geht es um die psychologische Bedeutsamkeit des Schlafs. Zweitens gebe ich 6 konkrete Tipps zum besseren Schlafen und Einschlafen, die ich selber an mir ausprobiert habe. Ein Psychologe und Neurowissenschaftler, Prof. Dr. Jan Born, beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Erforschung des Schlafs. Er konnte unter anderem in zahlreichen wissenschaftlichen Experimenten zeigen, dass der Schlaf wesentlich für die Bildung des Gedächtnisses ist. Wobei Tief- und Traumschlaf gleichermaßen wichtig sind, aber unterschiedliche Gedächtnisprozesse konsolidieren. Der Schlaf spielt also auch für viele grundlegende psychologische Funktionen des Gehirns eine äußerst relevante Rolle und nicht nur für die körperliche Regeneration.
25 Minuten
Was ist eine Paartherapie eigentlich und was passiert da? Diese Episode will einen ersten kleinen Einblick in die Paartherapie oder Paarberatung vermitteln, von Möglichkeiten und Grenzen berichten und Tipps geben. In meinem Blog-Artikel Was macht eigentlich eine Verhaltenstherapeutin? auf bameier.de berichtete ich bereits, warum es sinnvoll sein kann, eine Therapie oder Beratung aufzusuchen und was dort so passiert.
27 Minuten
Das ist die erste Episode, die sich mit Mythen der Alltagspsychologie beschäftigen wird. Es soll dabei um wissenschaftlich widerlegte, aber populärpsychologisch weiterhin genutzte oder postulierte Theorien und Annahmen gehen. Heute geht es um den weit verbreiteten Irrtum, dass aggressives Verhalten irgendetwas mit sogenannten aufgestauten Aggressionen zu tun habe. Aggressionen scheinen bei dieser falschen Annahme zur dunklen Seite der Macht zu gehören. Eine Art zerstörerische Energie, die psychohydraulisch reguliert werden muss. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen, beispielsweise seine Aggressionen an Ersatzobjekten oder beim Sport "abzureagieren", sind wirkungslos und mitunter gefährlich.
19 Minuten
Dies ist quasi die Fortsetzung der letzten Episode Die Macht der Bindung. Dennoch steht sie für sich. Es geht diesmal um uns Erwachsene und unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Bindung. Neben den überlebenssichernden Grundbedürfnissen nach Nahrung und Wasser haben wir Menschen weitere Bedürfnisse, die für unser Wohlbefinden verantwortlich sind und dafür sorgen, dass wir uns prächtig entwickeln. Die Episode versucht dem anscheinend auch bei Erwachsenen sehr grundlegenden Wunsch nach Zweierbeziehung und Gemeinschaft auf den Grund zu gehen.
28 Minuten
Heute geht es um zwei Fragen: 1. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Psychologin und einer Psychiaterin? 2. Warum sind die Entdeckungen des Psychiaters John Bowlby und der Psychologin Mary Ainsworth zu frühkindlichen Beziehungserfahrungen so revolutionär?
14 Minuten
Flugangst ist unangenehm und kann einem die Vorfreude auf den Urlaub nehmen oder wird zur Dauerbelastung, wenn man beruflich fliegen muss. Diese Episode versucht den Ursachen der Flugangst ein wenig auf den Grund zu gehen. Literaturempfehlung: Hermann, Jürgen. (2011). Warum sie oben bleiben: Ein Flugbegleiter für Passagiere. Vom Start bis zur Landung. Insel Verlag. Gigerenzer, Gerd. (2013). Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft. C. Bertelsmann.
16 Minuten
Alle Jahre wieder ... kommt Halloween und damit die Freude an Kürbisgesichtern und am Gruseln. Wir Menschen sind soziale Wesen. Wir sind gut dazu in der Lage mit anderen mitzufühlen. Eine wichtige Fähigkeit, die uns auch beim Zuhören von Gruselgeschichten nützlich ist, da wir nachfühlen können, was den Protagonisten widerfährt. Das ist eine wichtige Komponente beim Gruseln. Aber wie kommt es, dass dies in Genuss umschlägt? Literaturempfehlung: Keysers, Christian. (2011). Unser Empathisches Gehirn. Warum wir verstehen, was andere fühlen.
15 Minuten
Erfolgreich denken kann man lernen, sonst gäbe es vermutlich kein mentales Training im Spitzensport, kognitive Verhaltenstherapie oder Führungskräftecoaching. Trotzdem verzweifeln im Alltag viele Menschen an der Verwirklichung ihrer guten Vorsätzen und verlieren langfristige Ziele aus den Augen. Diese Episode beschäftigt sich mit wirklich hilfreichen und wissenschaftlich fundierten kleinen Tipps.
21 Minuten
Achtsamkeit ist in aller Munde. Achtsamkeitsmeditation wirkt nachweislich auf relevante Bereiche des Gehirns und hat dadurch positive Effekte. Als Instrument der spirituellen Praxis ist sie seit Jahrtausenden in Gebrauch. Ihre Effekte sind mittlerweile Forschungsgegenstand und werden in der therapeutischen Praxis genutzt.
1 Stunde 2 Minuten
Zu Gast in dieser Episode ist Fenja, eine Psychologie-Studentin aus Münster, die ausführlich über alle wesentlichen Aspekte des Psychologiestudiums aus ihrer Sicht berichtet. Von der Wahl des Studiums, den ersten Kontakten mit Universitäten, der Zulassung, den Besonderheiten und Inhalten des Fachs Psychologie bis zu den Aspekten des Studienalltags.

IP001 Burnout

34 Minuten
Burnout ist ein komplexer Prozess, keine Diagnose. Ich berichte in diesem Podcast aus meiner persönlichen Sicht über das Phänomen Burnout, im Sinne einer kurzen Einführung in die Thematik. Und für die Nummer 001 habe ich mir ein Thema ausgesucht, das momentan in den Medien sehr populär ist: Burnout - Ausgebranntsein als psychologisches Phänomen. Und um das Wichtigste vorwegzunehmen, es handelt sich nicht um eine psychische Störung, sondern vielmehr um die Endstrecke eines Prozesses der Selbsterschöpfung. Dies ist die erste Episode aus dem Herbst 2012. Literatur: Maslach, Ch. (2005). Banishing Burnout: Six Strategies for Improving Your Relationship with Work. Lutz, R. (2008). Gesundheit und Genuss: Euthyme Grundlagen der Verhaltenstherapie. In J. Margraf & S. Schneider (Hrsg.), Lehrbuch der Verhaltenstherapie 1: Grundlagen und Verfahren (S. 238-243). Heidelberg: Springer, 3. Auflage. Lutz, R. (2008). Euthyme Therapie. In J. Margraf & S. Schneider (Hrsg.), Lehrbuch der Verhaltenstherapie 1: Grundlagen und Verfahren (S. 551-568). Heidelberg: Springer, 3. Auflage. Erratum: Die erste Publikation zum Thema Burnout stammte von Freudenberger, nicht Freudenberg. Ich habe diese Originalstudie nicht selber gelesen, sondern nur Sekundärliteratur dazu: Freudenberger HJ: Staffburnout. Journal of Social Issues 1974, 30:159-165.
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