M94.5 TO GO Archiv
397 Episoden
9 Minuten
Pino ist jung als Drogen immer mehr Raum in seinem Leben einnehmen. Er betäubt seine Gefühle täglich und vergräbt seine Vergangenheit im Konsum. Was zunächst wie ein einfacher Ausweg wirkt, wird mit der Zeit zu etwas, das sein Leben übernimmt. Jahre später sitzt er im Gefängnis und hat das erste Mal die Ruhe, sich wirklich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Aber wie gerät man in eine Sucht? Wie lässt man es so weit kommen? Pinos Geschichte erzählt davon, wie leicht man sich in der Sucht verlieren kann. Und dass es schwer, aber dennoch möglich ist, seinen eigenen Weg wieder zu finden. Gesprächspartner:innen: Pino (Spitzname) - Betroffener Norbert Gerstlacher – Leiter Koordinationsbüro Blaues Kreuz e.V. München e.V. Skript und Moderation: Anna Palma Recherche: Anna Palma Produktion: Anna Palma Sendeleitung: Ella Butz, Stella Feitelson, Marie-Noelle Svihla
21 Minuten
Ein unauffälliges Treffen. Ein offenes Ohr. Ein Gefühl von Zugehörigkeit – und plötzlich steckt man mittendrin. Sekten sind längst nicht mehr die altmodischen Bilder aus Aussteigerdokus, die man aus dem Fernsehen kennt. Sie sind näher, moderner und gefährlicher geworden als viele denken. Welche Schicksalsschläge und Lebenssituationen machen empfänglich für solche Gruppierungen? Und wie kommt man da wieder raus? In dieser Folge M94.5 to Go gehen wir den Mechanismen von toxischen Gruppierungen nach. Wir sprechen mit Dr. Sarah Pohl, Expertin für Weltanschauungsfragen bei der ZEBRA BW, die uns über Abhängigkeitsverhältnisse informiert, mit denen Sekten ihre Mitglieder binden. Außerdem erzählt eine Aussteigerin der Zeugen Jehovas, wie sich das Leben innerhalb einer solchen Gemeinschaft anfühlt und wie der Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben aussehen kann. Gesprochen haben wir für den Podcast mit: Sylvie Hoffmann – Aussteigerin der Zeugen Jehovas Dr. Sarah Pohl – Leiterin Zentrale Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen (ZEBRA/BW) Skript und Moderation: Mathilda Sienerth und Isabella Schessner Recherche: Mathilda Sienerth und Isabella Schessner Produktion: Mathilda Sienerth und Isabella Schessner Sendeleitung: Marie -Noelle Svihla und André Wengenroth
12 Minuten
Stellt euch vor es kommt zu einem Verbrechen und wir fragen uns: Was hat das Opfer falsch gemacht? Dabei wissen wir, wer die Straftat begangen hat. Wir schieben dem Opfer also eine Verantwortung zu. Es sei selbst schuld oder träge zumindest mit Schuld an dem begangenen Unrecht. Diesen Prozess nennt man Victim Blaming. Mathias Twadawski und Barbara Krahé forschen beide zu diesem Thema. Gemeinsam mit ihnen finden wir in dieser Folge von M94.5 To Go heraus, wann und warum Victim Blaming so häufig vorkommt. Um die Perspektive der Opfer selbst zu verstehen, hat Karl Frass vom Weißen Ring seine Erfahrungen geteilt. Recherche, Skript, Produktion und Moderation: Mona Sotih Sendeleitung: Jakob Schlüter
17 Minuten
Über die NS-Zeit wurde schon viel geforscht. Die Nazis haben viele ihrer Gräueltaten genau dokumentiert und sie so für die Nachwelt festgehalten. Trotzdem wurde in der Nachkriegszeit dem Thema lange aus dem Weg gegangen. Über das Schicksal Schwarzer Menschen während der NS-Regierung ist allerdings weniger bekannt. In dieser Folge von M94.5 To Go schauen wir uns genauer an, wie das Leben Schwarzer Menschen zu dieser Zeit in Deutschland aussah und welche Auswirkungen der Zweite Weltkrieg für sie hatte. Wir thematisieren auch, warum es bei diesem Thema an vielen Stellen schwer ist, genauere Informationen herauszufinden. In dieser Folge sprechen wir mit Susann Lewerenz, Leiterin der Abteilung Bildung und Studienzentrum bei der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die unter anderem auch zu den Verstrickungen zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus geforscht. Außerdem kommt Maximlian Lütgens zu Wort. Er ist Mitarbeiter in der Bildungsabteilung der KZ Gedenkstätte Dachau und hat ebenfalls zu dem Thema geforscht. Recherche, Skript und Produktion: Benjamí Puchtinger Regàs Moderation: Johanna Kopp Sendeleitung: Franziska Sprinzl Erwähnte Bücher: Deutsch sein und Schwarz dazu: Erinnerungen eines Afro-Deutschen von Theodor Wonja Michael
16 Minuten
Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, hatte im Mai 2025 die amerikanische Polizeieinheit ICE als die "modern-day Gestapo" von Trump bezeichnet. Einige US-Politiker:innen und Prominente haben es ihm seitdem gleichgetan und damit gleichzeitig eine Debatte um passende oder unpassende historische Vergleiche angestoßen Doch wieviel ist wirklich dran an dem Vergleich? Und lassen sich die beiden politischen Situationen überhaupt vergleichen? Helena Linsenmaier ist im Gespräch mit vier Expert:innen und beleuchtet die jeweiligen Hintergründe genauer. Vielen Dank an Georg Hörnschemeyer, Prof. Dr. Magnus Brechtken, Prof. Dr. Michael Hochgeschwender und Dr. Markus Hünemörder für ihre Expertise und ihre Unterstützung.
27 Minuten
Begebt euch mit uns auf eine Reise – dahin, wo alles möglich ist, wo das Absurdeste plötzlich Sinn ergibt, wo eure tiefsten Geheimnisse versteckt sind. Eine Reise ins Land der Träume. Ihr fragt euch auch häufiger, was eure Träume zu bedeuten haben? Oder ob sie überhaupt etwas zu bedeuten haben? Wir haben uns die gleiche Frage gestellt und versuchen, durch diese Podcast-Folge das und vieles mehr zu beantworten. Wann haben Träume an Bedeutung gewonnen? Gibt es Traumsymbole, die uns etwas sagen wollen? Was haben Freud und Jung mit Traumdeutung zu tun? Und kann man lernen, luzide zu träumen? Um das herauszufinden haben wir uns mit dem Universalstudierten Klausbernd Vollmar, dem Traumpsychologen Willy Peter Müller und Professor Doktor Michael Schredl unterhalten. Recherche, Skript und Produktion: Helene Karadag und Lucas Ott Sendeleitung: Franziska Sprinzl
28 Minuten
Arbeiter:innenkinder. Gibt es nicht mehr? Doch, nur anders. Abgesehen von einem Meer an Begriffen zum Arbeiter:innenkind, Nicht-Akademiker:innenkind und dem Kind aus der bildungsfernen Schicht gibt es aber auch heute noch große Unterschiede zwischen den Lebensrealitäten. Welche das sind und was man heutzutage als Betroffene:r tun kann, erklären wir in dieser Folge von M94.5 To Go. Eine Annäherung über Erfolgsgeschichten und Probleme bis hin zu Anlaufstellen. Produziert von Franziska Merk. Mit freundlicher Teilnahme von Prof. Dr. Johannes Giesecke, Prof. Dr. Oliver Jahraus, Rabea Conrad, Amelie Hass, Ulla Siebert, und Lisa Orlamünder. Mit Stimmen von Jael Gallert, Florim Seciri, Hanna Fritz und Lucas Ott. Mit Hilfe von Anna Zollner. Mit großer Unterstützung von Franziska Sprinzl. Mit zitierten Büchern von Jovana Reisinger (Pleasure) und Stefan Wannewetsch ("Es gibt noch Arbeiter in Deutschland". Zur Kategorie ›Arbeiter‹ in der bundesdeutschen ›Arbeitnehmergesellschaft‹).
17 Minuten
Der demografische Wandel stellt viele Industrieländer vor große Herausforderungen. Aber Deutschland ist davon besonders stark betroffen. Doch wie groß ist das Problem wirklich und was könnte man dagegen unternehmen? Unter anderem damit beschäftigen wir uns in dieser Folge M94.5 To Go. Dafür haben wir mit Soziolog:innen, Ökonom:innen und Historiker:innen gesprochen, die uns wichtige Einblicke in die Problematik gegeben haben.
13 Minuten
Homosexuelle Partner:innen verbindet ihr Geschlecht, oft aber auch Lebenserfahrungen mit dem Outing oder kulturelle Interessen in queere Filme, Bücher etc. Studien belegen auch, dass gleichgeschlechtliche Paare die Hausarbeit gerechter verteilen, weniger streiten und mehr Zuneigung zeigen. Diese Folge von m94.5 To Go stellt sich die Frage: Sind lesbische und schwule Beziehungen also gleichgestellter oder "gesünder" als heterosexuelle? Was überhaupt eine gleichgestellte Beziehung ausmacht erklärt der Paartherapeut Florian Meinhold. Durch seine Arbeit in einer diversitätssensiblen Praxis kann er außerdem beschreiben, was queere Beziehungen besonders macht und wie sie sich von heterosexuellen Partnerschaften unterscheiden. Wie sich Geschlechternormen auf Beziehungen wirken, weiß Dr. Peter Hofmann, Soziologe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er erforscht, wie Paare durch das Kinderkriegen bestimmte gesellschaftliche Rollen einnehmen und welche Ungleichheiten daraus entstehen. Moderation und Redaktion: Maxim Nägele
23 Minuten
Schwarz-rot-goldene Deutschlandfahnen – bei Fußball Welt- und Europameisterschaften völlig normal. Im Alltag begegnet uns die Flagge wiederum selten. Zu oft wird sie inzwischen mit rechten Demonstrationen in Verbindung gebracht. Gruppen wie die AfD versuchen, Schwarz-Rot-Gold als Symbol ihrer Ideologie umzudeuten. Dabei steht die Deutschlandflagge aus historischer Sicht für etwas ganz anderes: für Freiheit, Demokratie und den Wunsch nach einem vielfältigen Staat. Lange Zeit lehnte die politische Rechte Schwarz-Rot-Gold ab. Stattdessen benutzten sie die autoritären schwarz-weiß-roten Symbole des Kaiserreichs und der NS-Zeit. Das hat sich inzwischen geändert. Mit dem Aufkommen von Pegida 2014 haben Rechtspopulisten begonnen, auch die Farben der Demokratie für ihre Zwecke zu vereinnahmen – trotz des Widerspruchs zu deren ursprünglicher Bedeutung. Warum das so ist, wollen wir in dieser Folge des M94.5 TO GO-Podcasts herausfinden. Dafür werfen wir zunächst einen Blick auf die Entstehung von sowohl Schwarz-Rot-Gold als auch Schwarz-Weiß-Rot, um zu klären, für welche Werte die jeweiligen Nationalfarben aus geschichtlicher Sicht eigentlich stehen. Zudem blicken wir mit diesen Erkenntnissen auf die Gegenwart an, aus welchen politikwissenschaftlichen Gründen Rechtspopulisten die schwarz-rot-goldene Deutschlandflagge nun für sich einnehmen möchten. Interviewpartner dieser Folge sind: der Historiker Professor Dieter Langewiesche der Universität Tübingen, der Politikwissenschaftler Professor Peter Reichel von der Universität Hamburg und der langjährige Protokollchef des Deutschen Bundestages Dr. Enrico Brissa. Moderation, Redaktion & Produktion: Max Winkler Sendeleitung: Natan Bilga
9 Minuten
Das scheint die gängige Meinung in der Gesellschaft zu sein, wenn es ums Thema Zukunftsplanung geht. Doch was ist, wenn das Studium nicht den Erwartungen entspricht? Die Fächer sind zu schwer, der Stress zu groß, die Kommiliton:innen zu nervig... Soll man dann das Studium abbrechen? In dieser Podcast-Ausgabe von M94.5 TO GO beschäftigt sich Arseniy Pavlenko mit dem Thema Studienabbrüche. Dafür bespricht er Anzeichen für Abbrüche mit der Studienganskoordination der LMU. Außerdem erzählen in dieser Folge drei Studienabbrecher:innen über ihr Schicksal nach der Uni. Moderation, Redaktion & Produktion: Arseniy Pavlenko Sendeleitung: Natan Bilga
18 Minuten
Die soziale Herkunft beeinflusst nicht nur, ob man studiert oder eine Ausbildung macht, sondern spielt auch eine große Rolle bei den beruflichen Chancen. Wie sieht’s aus, wenn man das Studium erfolgreich abgeschlossen hat? Haben Kinder aus Arbeiterfamilien dann genauso gute Aussichten, in wichtige Führungspositionen zu kommen wie Kinder aus Akademikerfamilien? Und wenn nicht, brauchen wir eine Quote für Arbeiterkinder in solchen Positionen? Antworten auf diese Fragen und inwieweit soziale Ähnlichkeit bei der Wahl von DAX-Vorständen entscheidend ist, erfahrt ihr in dieser Folge von M94.5-to-go. Moderation, Redaktion & Produktion: Julius Riedel Sendeleitung: Phillip Reinhardt