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Petajoule Archiv
90 Episoden
47 Minuten
Die Österreichische Energieagentur hat in den letzten beiden Jahren gemeinsam mit der BOKU Wien und dem IIASA im Rahmen des Projekts NetZero2040 modellgestützte Szenarien zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 entwickelt. NetZero2040 ist ein vom Austrian Climate Research Program gefördertes Projekt. Die modellierten vier Szenarien zeigen, wie sich Energieverbrauch und Energieimporte sowie die einzelnen Sektoren Verkehr, Gebäude und Industrie entwickeln müssen, damit wir Klimaneutralität bis 2040 erreichen. Im Gespräch mit Kristina Schubert-Zsilavecz sind Projektleiter von NetZero 2040 – Johannes Schmidt, Associate Professor am Institut für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung an der Universität für Bodenkultur in Wien und Martin Baumann, Principal Expert in der Österreichischen Energieagentur, der für einen Teil der Modellierungen innerhalb des Projektes zuständig war.
1 Stunde 11 Minuten
Innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte wird Österreich zu einem klimaneutralen Land umgebaut. Die Transformation ist eine gewaltige Herausforderung, besonders in der Industrie. "transform.industry" ist ein im Auftrag des Klima- und Energiefonds entstandenes und mit Mitteln des Energieforschungsprogramms 2020 finanziertes aktuelles Forschungsprojekt, das der Frage nachgeht, wie sich Klimaschutz, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit in unterschiedlichen Bereichen der österreichischen Industrie miteinander vereinbaren lassen. Das Projektteam rund um AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Österreichische Energieagentur, Montanuniversität Leoben und Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz hat die Arbeiten nun abgeschlossen und die Ergebnisse veröffentlicht. Urban Peyker (Klima- und Energiefonds) und der Projektkoordinator Christian Schützenhofer (AIT) sprechen mit Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) über die Erkenntnisse und wesentlichen Inhalte von transform.industry.
1 Stunde 11 Minuten
Mitte März 2023 hat EU-Energiekommissarin Kadri Simson die Vorschläge ihres Hauses zur Weiterentwicklung des gemeinsamen europäischen Strommarkts präsentiert. Jetzt, rechtzeitig vor dem Superwahljahr 2024, gibt es eine Einigung zum Paket rund um das Design des gemeinsamen Strommarkts in Europa. Vorgaben zu Fördersystemen für Erneuerbare (und teils Atomkraft), langfristige Abnahmeverträge und Regelungen zum Thema Krisenmechanismen und vulnerable Konsumenten und Konsumentinnen sind dabei. Die Einigung und die Auswirkungen für Österreich diskutieren Jasper Geipel (Experte für Strommarktdesign im BMK) und Karina Knaus sowie Christian Furtwängler von der Österreichischen Energieagentur. Christoph Dolna-Gruber moderiert, Laura Fanschek hat produziert.
1 Stunde 9 Minuten
Photovoltaik wird ausgebaut wie noch nie. Das Wachstum stößt aber da und dort immer öfter auch an Grenzen – vor allem an die Limits der lokalen Netzkapazitäten. In dieser Ausgabe von Petajoule gehen wir der Frage nach, welche Bedeutung intelligent eingesetzte Batteriespeicher haben könnten, um doch noch mehr PV ans Netz bringen zu können, schon während das Netz verstärkt wird. Um nicht erst auf die frischen Kapazitäten warten zu müssen. Der Gründer und CEO von neoom - Walter Kreisel - und Franz Angerer, der Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, im Gespräch mit Christoph Dolna-Gruber.
1 Stunde
Der Ausbau der Photovoltaik in Österreich ist aktuell eine Erfolgsgeschichte - jedenfalls, was die ans Netz gehenden Leistungen betrifft: Mehr als 1.000 Megawatt waren es 2022, dreimal so viel wie 2020. Für heuer gehen Schätzungen von bis zu 2.000 Megawatt zusätzlich aus. Geht das zu schnell? Mancherorts stoßen Verteiler- und Übertragungsnetze an ihre Grenzen, Kapazitätsengpässe werden sichtbar. Lösungen für diese und viele weitere Herausforderungen diskutiert Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) mit der PV-Unternehmerin Cornelia Daniel (Dachgold, Tausendundein Dach).
1 Stunde 12 Minuten
Der große Hype rund um den "Energieträger der Zukunft" - Wasserstoff - scheint sich etwas gelegt zu haben, Erwartungen sind realistischer und konkreter geworden. Seit einem guten Jahr gibt es eine Nationale Wasserstoff-Strategie, Förderprogramme kommen in die Gänge und einige große Projekte sind in der Pipeline – auf allen Stufen der Wertschöpfungskette: Erzeugung, Netz, Speicherung und Anwendung. Man bekommt den Eindruck, dass der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft auch in Österreich begonnen hat. Ob das wirklich so ist, und wie man zusätzlichen Schwung in den Aufbau bringt, das erläutern Bernhard Painz (Vorstand, AGGM), Andreas Indinger (Management von HyPA, der Hydrogen Partnership Austria) sowie Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) in dieser Ausgabe von Petajoule. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Gasnetzinfrastruktur.
1 Stunde 3 Minuten
Seit Beginn des Jahres 2022 verzeichnen wir die höchste Teuerungsrate seit Jahrzehnten: Im Durchschnitt betrug die Inflation 8,6 Prozent, Preise für Güter des täglichen Verbrauchs waren also im Schnitt fast ein Zehntel teurer als im Jahr davor. Auch die Preise für Energie waren in den letzten 18 Monaten auf einem Allzeithoch. Die Teuerung trifft die Menschen in Österreich unterschiedlich: Während sie wohl an den wenigsten spurlos vorübergeht, ist sie für viele zunehmend eine existenzielle Bedrohung, vor allem, wenn Grundbedürfnisse wie Wohnen, Ernährung oder Energie betroffen sind. Wer sich die Energie zum Leben kaum oder nicht mehr leisten kann, wird als energiearm bezeichnet. Sandra Matzinger (Arbeiterkammer Wien) und Karina Knaus (Österreichische Energieagentur) sprechen mit Moderatorin Kristina Schubert-Zsilavecz über die Frage, was Energiearmut eigentlich ist, wer die Betroffenen sind und wo man ansetzen kann, um zu helfen und Abhilfe zu schaffen.
55 Minuten
Innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte bauen wir Österreich zu einem klimaneutralen Land um. Die Transformation ist eine gewaltige Herausforderung, besonders in der Industrie. Um die geht es in "transform.industry", einem Forschungsprojekt im Auftrag des Klima- und Energiefonds, das die Österreichische Energieagentur gemeinsam mit der Montanuni Leoben, dem Energieinstitut an der JKU Linz und dem AIT durchführen. In dieser Folge sprechen Simon Moser und Hans Böhm (beide Energieinstitut an der JKU Linz) mit Moderator Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) über Wege und Optionen, um Emissionen in der Zementindustrie loszuwerden. Genauer gesagt, Mittel und Wege, wie mit den hartnäckigen Treibhausgasen umgegangen werden kann, die zwangsläufig bei der Zementproduktion entstehen, und ob die Abscheidung und dauerhafte Speicherung (CCS) wirklich die einzige Option dafür ist.
59 Minuten
In Österreich verdienen Frauen nach wie vor um 18,9 Prozent weniger verdienen als Männer, sind drei Mal öfter von Altersarmut betroffen und nur zur 9 Prozent in Geschäftsführungspositionen vertreten. Die Energiebranche ist da keine positive Ausnahme: Der Frauenanteil insgesamt beträgt nur 24 Prozent, im Top Management liegt er bei nur 10 Prozent. Hemma Bieser und Kerstin Schilcher erklären und diskutieren, woran es liegt, dass Frauen in der Energiebranche nach wie vor stark unterrepräsentiert sind und welche (strukturellen) Maßnahmen getroffen werden müssten, um die Chancen von Frauen zu erhöhen. Was hat sich bisher bewährt und woran mangelt es? Welche Rolle spielen Netzwerke? Und: Welche Rolle spielen Frauen beim Gelingen der Energiewende?
46 Minuten
Innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte bauen wir Österreich zu einem klimaneutralen Land um. Die Transformation ist eine gewaltige Herausforderung, besonders in der Industrie. Um die geht es in "transform.industry", einem Forschungsprojekt im Auftrag des Klima- und Energiefonds, das die Österreichische Energieagentur gemeinsam mit der Montanuni Leoben, dem Energieinstitut an der JKU Linz und dem AIT durchführen. In dieser Folge sprechen Thomas Kienberger und Peter Nagovnak mit Moderator Christoph Dolna-Gruber (Österreichische Energieagentur) über Wege und Optionen, um die fossile Kohle in der Eisen- und Stahlerzeugung loszuwerden. Die beiden Gäste sind am Lehrstuhl für Energieverbundtechnik im Department Umwelt- und Energieverfahrenstechnik an der Montanuniversität Leoben beschäftigt.
1 Stunde 4 Minuten
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Einschränkungen bei Gaslieferungen aus Russland und zerstörte Gasinfrastruktur, sowie daraus folgende extreme Ausschläge bei der Preisentwicklung. Nach der mit Sommer 2021 beginnenden Phase hoher Preise war 2022 für die Gasversorgung ein turbulentes Jahr. Das Jahr war geprägt von dynamischen Entwicklungen und teils großer Unsicherheit. „Können wir unsere Speicher ausreichend füllen?“, „Kommen wir durch den Winter?“, „Braucht es Energielenkung?“ und „Was passiert, wenn die russischen Gaslieferungen ganz ausfallen?“ waren prägende Fragen. Wir ziehen eine Bilanz und werfen einen Blick auf die nächsten Monate: "Ist die Gaskrise jetzt vorbei?" fragt Moderator Christoph Dolna-Gruber. Die Antworten liefern Carola Millgramm, die die Abteilung Gas bei der Regulierungsbehörde E-Control leitet, und Karina Knaus, Leiterin des Centers Volkswirtschaft, Konsument:innen und Preise bei der Österreichischen Energieagentur.
1 Stunde 1 Minute
Mitte März hat Energiekommissarin Kadri Simson ihren Vorschlag zur Weiterentwicklung des europäischen Strommarkts präsentiert. Langfristige Verträge, Investitionen in Erneuerbare und Flexibilität sowie Konsument*innenrechte stehen dabei im Vordergrund. Christian Furtwängler und Karina Knaus erklären Christoph Dolna-Gruber den Vorschlag und ordnen ein. Reform oder Reförmchen? Eine Frage der Umsetzung und des Standpunkts.
1 Stunde 5 Minuten
Mit dem Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine und der politisch motivierten Reduktion von Gaslieferungen nach Europa hat sich die hohe Abhängigkeit Österreichs von Russland wieder in den Vordergrund gedrängt. Nicht zum ersten Mal, denn vergleichbare Situationen hat es in der Vergangenheit schon öfters gegeben. Was hat man damals daraus gelernt? Warum wurden sämtlichen Warnungen aus dem In- und Ausland vor einer zu hohen Abhängigkeit konsequent ignoriert? Welche energiepolitischen Strategien, Entscheidungen und Maßnahmen von 1945 bis 2020 zur überdurchschnittlich exponierten Gasversorgung Österreichs geführt? Welche Argumentationslinien haben sich im Verlauf der Jahrzehnte etabliert und was lernen wir daraus für die Gegenwart und Zukunft? Prof. Mag. Herbert Lechner war bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2022 wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Er ist Autor der Analyse „An der Gasleine: Zur Geschichte der Abhängigkeit Österreichs von russischem Erdgas". mehr zu Analyse: https://www.energyagency.at/aktuelles/an-der-gasleine
57 Minuten
In dieser Folge machen wir einen Ausflug in die Industrie. Der produzierende Bereich in Österreich ist für einen großen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Diese Emissionen gilt es möglichst rasch loszuwerden. Wie geht das? Zu einem überwiegenden Teil durch den Ausstieg aus fossiler Energie. Vor allem Erdgas ist dabei relevant. Fast die Hälfte des in Österreich verbrauchten Erdgases geht in die Industrie. Statt dem Erdgas gibt es unterschiedliche erneuerbare Varianten: Biomasse, grünes Gas, aber auch grüner Strom und Wärme aus Luft, Wasser oder der Erde. 1:1 durch Erneuerbare ersetzen reicht aber nicht. Wir müssen auch effizienter werden. Mit weniger Energie gleich viel oder mehr erreichen. Und es gibt da eine Technologie, die im Ruf steht, das zu können: Wärmepumpen. Dazu fragt Christoph Dolna-Gruber beim AIT nach und spricht mit Veronika Wilk und Christian Schützenhofer. Beide berichten von ihren Forschungsprojekten: transform.industry ist im Auftrag des Klima- und Energiefonds entstanden und mit Mitteln des Energieforschungsprogramms 2020 finanziert. Das Forschungsprojekt AHEAD (Advanced Heat Pump Demonstrator).ist ein New Energy for Industry (NEFI)-Projekt der FTI (Forschung, Technologie und Innovation)-Initiative „Vorzeigeregion Energie“, gefördert durch den Klima- und Energiefonds.
48 Minuten
„Energieschub für den Arbeitsmarkt – so lässt sich die Energiewende in Hinblick auf ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt kurz zusammenfassen. Denn um die große Transformation hin zu einer fossilfreien Zukunft zu schaffen, wird die Branche der sogenannten green jobs, vor allem im Energiebereich, massiv wachsen (müssen). Wir gehen den Fragen nach, welche Chancen sich dabei für den oder die Einzelne bieten und welche Fachkräfte wir jetzt und in Zukunft brauchen. Wie können Quereinsteiger:innen den wachsenden Jobmarkt nützen und wo müssen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen nachgeschärft bzw. gesetzt werden? Und kann die Energiewende letztlich daran scheitern, dass wir nicht genügend Personen haben, die sie in die Praxis umsetzen? Kristina Schubert-Zsilavecz (Österreichische Energieagentur) befragt in dieser Ausgabe von Petajoule Dr. Johannes Kopf (Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich) zu Chancen, Risiken und Potenzialen der Energiewende für den Arbeitsmarkt.