Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 11/19 Archiv
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Background: The introduction of new invasive therapies for acute myocardial infarction and new medication schemes for secondary prevention is thought to increase life expectancy in 28-day survivors of a first myocardial infarction. The present study examined mortality and re-infarction rate of those patients in the light of changed therapeutic guidelines. Methods: Cases of 25 to 74 year old 28-day survivors of a first definite AMI based on MONICA criteria were identified in the Coronary Event Registry in Augsburg, Southern Germany, who had their index event between the 1st of January 1995 and the 31st of December 2003. Mortality and re-infarction rates were calculated for 1 year, 3 years and total follow-up. Cox models were built to compare the rates of persons, who suffered the index event between 1995 and 1999 (Study period 1) with those who had their first AMI between 2000 and 2003 (Study period 2). Results: Crude mortality was higher in Study period 1 than in Study period 2 and higher for women than for men. Re-infarction rates remained stable for men during both study periods, but women from Study period 1 had a much higher re-infarction rate than women in Study period 2. The hazard ratios showed no significant differences for mortality and re-infarction in men. Hazard ratios of re-infarction in women were significantly reduced, but have to be treated with caution as the number of re-infarctions during Study period 2 was very small. Mortality hazard ratios in women were also not significant. Conclusions: When comparing the time periods before and after the introduction of new therapeutic guidelines, an effect on mortality or re-infarction rate cannot be established. Several reasons are probably responsible for this finding. The population of patients has changed with respect to their risk factors and new diagnostic criteria may have also contributed. Further studies are needed to illuminate these questions.
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Die Einnahme oraler Kontrazeptiva kann zu unerwünschten Pigmentveränderungen an der Haut, auch Melasma genannt, führen. Histologische Kennzeichen von Melasma sind eine epidermale Hyperpigmentierung, ein Anstieg melanogener Enzyme und ein Anstieg der Melanozytenzahl. Pathophysiologisch bedeutsam ist, dass Melanozyten sowohl Östrogen- als auch Progesteron-Rezeptoren besitzen. Für die Entstehung des Melasma durch Kontrazeptiva werden vor allem die erhöhten Östrogen-Spiegel im Serum der Patientinnen verantwortlich gemacht. Orale Kontrazeptiva enthalten in der Regel eine Kombination aus synthetischen Derivaten der natürlichen weiblichen Geschlechtshormone, nämlich aus einem Östrogen (Ethinylestradiol) und einem Gestagen (Progesteron bzw. synthetische Gestagene). Bei der retrospektiven Auswertung einer Zulassungsstudie eines oralen Kontrazeptivums mit den Inhaltsstoffen Ethinylestradiol und Chlormadinonacetat wurde die Beobachtung gemacht, dass unter Anwenderinnen des Studienpräparates die Prävalenz von Melasma deutlich geringer war als unter Einnahme anderer Kontrazeptiva vor Studienbeginn. Da sich die Kontrazeptiva untereinander nicht im Östrogen-, aber im Gestagen-Anteil unterscheiden, wurde vermutet, dass Chlormadinonacetat im Gegensatz zu anderen Gestagenen eine hemmende Wirkung auf die Östrogen-vermittelte Entstehung von Melasma haben könnte. Um diese Hypothese experimentell zu untermauern, wurde in der vorliegenden Arbeit untersucht, wie sich humane Melanozyten in vitro unter Stimulation mit Östrogen und Gestagenen verhalten. Hierfür wurden primäre Melanozyten aus menschlichen Hautgeweben unterschiedlicher Spender isoliert und in Kultur gebracht. Die Melanozytenkulturen wurden unterschiedlichen Konzentrationen von Ethinylestradiol und Progesteron beziehungsweise Chlormadinonacetat ausgesetzt. Die Zellvitalität wurde mittels eines fluorimetrischen Assays ausgewertet und die Pigmentbildungsaktivität mit Hilfe eines 3H-Tyrosin-Assays bestimmt. Darüber hinaus wurden die Melanozyten in einigen Versuchsreihen zusätzlich mit ultraviolettem Licht aus dem UVA- und UVB-Bereich bestrahlt, da das Auftreten von Melasma vornehmlich in sonnenexponierten Hautarealen beobachtet wird. Es konnte gezeigt werden, dass Östrogen mit spenderabhängigen Unterschieden eine wachstumsstimulierende und eine pigmentbildungsfördernde Wirkung auf Melanozyten hatte. Sowohl Progesteron als auch Chlormadinonacetat hemmten die wachstumsstimulierenden Effekte von Östrogen, während sie keinen Einfluss auf die Pigmentbildungsaktivität hatten. Daraus ließ sich schlussfolgern, dass Chlormadinonacetat möglicherweise durch Hemmung der Proliferation den Melanozyten-aktivierenden Einflüssen von Östrogen entgegenwirkt, was in der Praxis mit einer geringeren Inzidenz von Kontrazeptiva-assoziierten Pigmentveränderungen einhergeht. Dies würde wiederum bedeuten, dass der Gestagen-Anteil in einem oralen Kontrazeptivum entscheidend ist für die Häufigkeit des Auftretens von Melasma.