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Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 11/19 Archiv

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In fünf Einrichtungen wurden 324 Patienten aller Altersstufen untersucht und eine professionelle Zahnreinigung vorgenommen. Es wurden der Mundhygienezustand, die Pflegegewohnheiten der Patienten, die Prävalenz in Bezug auf kariöse Erkrankungen, Gingivitiden und Parodontiden, die Zugänglichkeit der Patienten für eine professionelle Zahnreinigung und deren Zusammenhänge untersucht. Die unterschiedlichen Pflegegewohnheiten zeigten keinen Einfluss auf Karies, Mundhygienezustand und der Einteilung in Risikogruppen. Dagegen beeinfluss-te die Häufigkeit der Mundhygienemaßnahmen diese Parameter. Die Mitarbeit der Patienten hatte wesentlichen Einfluss auf deren Mundhygienezustand.
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Das Oropharynxkarzinom steht in Deutschland mit einem Anteil von 3,3% an allen bösartigen Neubil¬dungen bei Männern an der siebten Stelle der Krebsneuerkrankungen. Der jahrelange Gebrauch von Tabakwaren ist ein wichtiger Risikofaktor, der durch gleichzeitige Anwendung hochprozentiger Alko¬holika multipliziert wird. In vielen westeuropäischen Industrieländern konnte eine Zunahme von Inzi¬denz und Mortalität festgestellt werden, dagegen weist Schweden die niedrigste Inzidenzrate auf. Eine mögliche Erklärung dafür wird im geringeren Anteil an Rauchern vermutet. Ein Viertel der schwe¬dischen Männer verwendet Tabak in Form des Schwedischen Kautabaks, der als Snus bekannt ist. Die tabakspezifischen Nitrosamine N'-Nitrosonornicotin (NNN) und 4 (Methylnitrosamino) 1-(3 pyri¬dyl)-1-butanon (NNK) erzeugen im Tierversuch nicht nur Tumoren im Ösophagus bzw. Lunge, Leber und Pankreas, sondern bei gemeinsamer Gabe auch in der Mundhöhle. Beide Substanzen unterliegen einer metabolischen Aktivierung, die über reaktive Zwischenstufen zu einer Pyridyloxobutylierung der DNA führen. Unter saurer Hydrolyse spalten diese Addukte 4-Hydroxy-(3-pyridyl)-1-butanon (HPB) ab, das nach Derivatisierung mittels Gaschromatographie/Massenspektrometrie (GC-MS) nachgewie¬sen werden kann. Die Zielsetzungen der Studien mit männlichen Wistarratten waren die Bestimmung der Dosis-Wirkungs-Beziehung für die Bildung HPB-freisetzender Addukte in den Zielorganen Lunge und Leber, ausgelöst durch die Gabe von NNK und ihre Modulation durch Ethanol. Des Weiteren sollten protektive Effekte ausgewählter antioxidativer Substanzen auf die Entstehung der DNA-Addukte beur¬teilt werden. Der Vorversuch ergab, dass die 2- bis 4-wöchige Zufuhr von 1, 3 und 5 ppm NNK über das Trink¬wasser in Lunge und Leber der Ratten ausreichend hohe Konzentrationen HPB-freisetzender DNA-Addukten für die GC-MS-Bestimmung erzeugte. Für den Interaktionsversuch von NNK und Ethanol erhielten die Ratten über 4 Wochen 1 oder 5 ppm NNK alleine oder in Kombination mit 10% Ethanol über das Trinkwasser. NNK erzeugte in der Lunge doppelt so hohe HPB-Adduktwerte als in der Leber. Die 5fach höhere NNK-Konzentration führte nur zu einer Verdoppelung der Adduktkonzentrationen, eine Bestätigung für die in der Literatur berichtete Sättigung der Adduktbildung durch NNK. Die Alkoholzufuhr verminderte die Wasseraufnahme und damit die NNK-Dosis um etwa ein Drittel. Die Extrapolation auf die höhere NNK-Dosis bei alleiniger NNK-Gabe zeigt, dass die HPB-Adduktlevel in der Leber unter dem Einfluss von Ethanol deutlich geringer ausfielen. Dies spricht für eine kompetitive Hemmung der NNK-Aktivierung über CYP2E1 durch Ethanol in der Leber. Die Hemmung des Leberstoffwechsels führt zu einer höheren Verfügbar¬keit von NNK für die Lunge, in der leicht erhöhte HPB-Adduktlevel gefunden wurden. Der Chemopräventionsversuch diente der Untersuchung des Einflusses antioxidativer Substanzen auf die Schädigung der DNA in Leber- und Lungengewebe von Ratten durch 5 ppm NNK und die gemeinsame Gabe von 5 ppm NNK und 10% Ethanol 4 Wochen über das Trinkwasser. Die 5-wöchige Zufuhr der antioxidativen Substanzen über das Futter begann bereits 1 Woche vor der NNK- und Ethanolgabe in Konzentrationen von 7 g/kg Ellagsäure, 3 g/kg Chlorophyllin oder 10 g/kg Vitamin E. Bei alleiniger NNK-Gabe reduzierten alle drei Substanzen in der Reihenfolge Chlorophyllin (-41%, p Vitamin E ( 33%, p Ellagsäure (-22%; n.s.) die HPB-Addukte in der Leber. In der Lunge reduzierte nur Vitamin E signifikant die HPB-Adduktlevel (-25%, p
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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen haben einen multifaktoriellen Ursprung. Dabei scheinen genetische Faktoren eine entscheidende Rolle zu spielen und Einfluss auf den Krankheitsverlauf und unterschiedliche Erkrankungsmuster zu haben. Insbesondere bei Kindern ist eine genetische Disposition in der Pathogenese von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen anzunehmen. Die vorliegende Dissertation ist die erste Untersuchung zur Expression der Gene CXCL9 und NR1I2 im Kolongewebe bei M. Crohn und C. ulcerosa im Kindesalter. Auch die Allelvarianten rs2276886 und rs3814055 in beiden Genen wurden erstmals bei Kindern mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen untersucht. Ein Zusammenhang zwischen M. Crohn und C. ulcerosa im Kindesalter und der Expression des Gens NR1I2 im Kolongewebe und dem SNP rs3814055 konnte in dieser Studie nicht gefunden werden. Eine deutliche Überexpression des Gens CXCL9 und die signifikante Assoziation des SNP rs2276886 mit M. Crohn lassen jedoch eine Rolle dieses Gens in der Pathogenese chronisch entzündlicher Darmerkrankungen im Kindesalter vermuten.