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Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 05/19 Archiv

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Bereits seit mehreren Jahrzehnten steht die Frage des Zusammenhangs von Spiritualität und Furcht vor Tod und Sterben im Mittelpunkt vieler Publikationen. Wesentliches Ziel der vorliegenden Arbeit war die Analyse dieses Zusammenhangs bei bisher noch nicht untersuchten Stichprobengruppen: mittels Fragebogenverfahrens und eines halbstandardisierten Interviews verglich man dazu am Klinikum der Universität von München-Großhadern 91 stationär aufgenommene Patienten der hämato-onkologischen Stationen mit 31 – ebenfalls stationären - Patienten der Physikalischen Therapie, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Populationen herauszufinden. Ein weiteres Ziel bestand in der Beantwortung der Frage, ob bzw. inwiefern sich erstdiagnostizierte Patienten von solchen mit einem oder mehreren Rezidiven in diesen Punkten unterscheiden. Ein erstes Ergebnis dieser klinischen Studie ist, dass die Furcht vor dem Totsein bei an Krebs erkrankten Patienten über der benignen Norm liegt, letztere hingegen mehr Furcht vor der physischen Zerstörung zeigen als Patienten mit einem Wiederauftreten der malignen Erkrankung. Die Subpopulationen der Patienten mit Erstdiagnose und Rezidiv unterscheiden sich hingegen nicht in ihrer Furcht vor Tod und Sterben. Insgesamt lassen sich für alle vier Patientengruppen bei großem spirituellem Wohlbefinden wenig Symptome der Angst oder Depression finden. Bei einer speziellen Form der Angst, nämlich der Furcht vor Tod und Sterben, findet man hingegen divergierende Ergebnisse. So geht für die malignen Patienten ein höheres Maß an Spiritualität bzw. Glaube mit einer größeren Furcht vor Tod und Sterben einher. Hingegen ergibt sich an dieser Stelle für die benigne Patientengruppe – welche nicht unmittelbar vom Tod betroffen ist - ein inverser Zusammenhang, so dass Glaube im Bezug auf die Todesfurcht für sie als supportiver Faktor zu betrachten ist. Eine momentan vermehrte Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben hängt bei hämato-onkologische Patienten mit erhöhter Furcht davor zusammen. Hingegen zeigt sich für diese Patienten, dass eine frühere Beschäftigung mit der Todesthematik zu einer geringeren Furcht vor dem Totsein und vor der Endlichkeit des Lebens führt. Als ein bedeutendes Ergebnis dieser Studie ist hierbei anzumerken, dass sich diese Ergebnisse hauptsächlich von der Gruppe der Patienten ableiten, die ihren Glauben im Alltagsleben praktizieren. Lediglich für diese „aktiv Gläubigen“ stellt also ihr Glaube einen sehr guten Copingmechanismus dar, um ihre Furcht vor dem Totsein zu reduzieren
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ZD6126 is a novel vascular-targeting agent that acts by disrupting the tubulin cytoskeleton of an immature tumor endothelium, leading to an occlusion of tumor blood vessels and a subsequent tumor necrosis. We wanted to evaluate ZD6126 in primary and metastatic tumor models of human pancreatic cancer. Nude mice were injected orthotopically with L3.6pl pancreatic cancer cells. In single and multiple dosing experiments, mice received ZD6126, gemcitabine, a combination of both agents, or no treatment. For the induction of metastatic diseases, additional groups of mice were injected with L3.6pl cells into the spleen. Twenty-four hours after a single-dose treatment, ZD6126 therapy led to an extensive central tumor necrosis, which was not seen after gemcitabine treatment. Multiple dosing of ZD6126 resulted in a significant growth inhibition of primary tumors and a marked reduction of spontaneous liver and lymph node metastases. Experimental metastatic diseases could be significantly controlled by a combination of ZD6126 and gemcitabine, as shown by a reduction of the number and size of established liver metastases. As shown by additional in vitro and in vivo experiments, possible mechanisms involve antivascular activities and subsequent antiproliferative and proapoptotic effects of ZD6126 on tumor cells, whereas direct activities against tumor cells seem unlikely. These data highlight the antitumor and antimetastatic effects of ZD6126 in human pancreatic cancer and reveal benefits of adding ZD6126 to standard gemcitabine therapy.
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OBJECTIVES: Mucin is supposed to accelerate the crystallization of cholesterol in model bile while studies in native human gallbladder bile revealed conflicting results. METHODS: Therefore, we determined the relation of mucin concentration and cholesterol crystal observation time in gallbladder bile of 73 patients with cholesterol and mixed and 21 patients with pigment stones. In addition, bile samples of 20 patients with cholesterol gallstones were supplemented with either 0 (control) or 0.5-4.0 mg/ml purified bovine mucin or human mucin isolated from gallbladder bile, to study the effect of variable mucin concentrations on the crystallization of cholesterol. RESULTS: Rapid nucleating biles (= 4 days, n = 59) showed higher mucin concentrations (0.73 +/- 0.1 mg/ml vs 0.43 +/- 0.07 mg/ml) than biles with longer (> 4 days, n = 35) cholesterol crystal observation times (P < 0.05), but no correlation between mucin concentration and cholesterol crystal observation time was observed. Supplementation experiments with bovine purified mucin (up to 4.0 mg/ml) showed no significant effect on the total amount of newly formed cholesterol crystals within 21 days. However, higher amounts of newly formed cholesterol crystals were seen in bile samples supplemented with human mucin in comparison to negative controls. CONCLUSIONS: Our results demonstrate a dose-dependent effect of human but not of bovine gallbladder mucin on the formation of cholesterol monohydrate crystals in gallbladder bile of patients with cholesterol stones. Therefore, studies of cholesterol crystallization in model bile systems may be valuable but should always be confirmed in native gallbladder bile as the more physiological effector system.
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Das Ziel dieser Studie ist, Informationen darüber zu erhalten, wie verschiedene Aspekte der Lebenssituation und der Lebensqualität durch AGS als chronische Erkrankung beeinflusst werden. Durch eine Missbildung des Genitale, häufig frühzeitige Operationen, sowie lebenslange Medikamenteneinnahme sind hier Unterschiede zu erwarten, obwohl sich im Großen und Ganzen die Lebensqualität der betroffenen Frauen nicht von einer gesunden Kontrollgruppe unterscheidet (142). Um dies zu erreichen, wird in einem ersten Schritt untersucht, welche Faktoren der Lebensqualität, des Gesundheitsbewusstseins, der Krankheitsverarbeitung, der Persönlichkeit, und der sexuellen Identifikation in der Kontrollgruppe und bei Patientinnen mit AGS voneinander abhängig sind. Im direkten Vergleich dieser Abhängigkeiten wird dann dargestellt, welche Faktoren für die Beurteilung der Lebensqualität in den beiden Gruppen von Bedeutung sind, und ob Unterschiede bestehen. Diese Unterschiede ermöglichen dann Rückschlüsse auf die Krankheitsbewältigung, so genanntes „Coping“, in der Patientinnengruppe. Eine wünschenswerte, und wahrscheinlich aussagekräftigere Unterscheidung zwischen den drei Unterformen des AGS ist aufgrund der geringen Fallzahl statistisch nicht möglich. In einem zweiten Schritt wird versucht, die wesentlichen Faktoren für die Beurteilung der Lebensqualität und der Gesundheit in beiden Gruppen zu identifizieren. Dies erfolgt mit Hilfe von multiplen Regressionsrechnungen und schrittweiser Elimination statistisch weniger wichtiger Faktoren. Auch hier war aufgrund der relativ geringen Fallzahl eine Unterscheidung der Patientinnen in die drei Unterformen des AGS nicht möglich.
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In der hier vorliegenden Arbeit wird die Wertigkeit der MRT bei 1,5 Tesla unter Verwendung einer Kombination aus Endorektalspule und Phased-Array-Oberflächenspule in der Bildgebung des Prostatakarzinoms (PCA) untersucht. Es werden zwei unterschiedliche Fragestellungen bearbeitet: Einerseits wird die sextantenbasierte Lokalisationsdiagnostik des Prostatakarzinoms beleuchtet (Kapitel VI), andererseits die MRT-basierte PSA-Dichtemessung für das präoperative Grading des Prostatakarzinoms (Kapitel VII). In der Lokalisationsdiagnostik des Prostatakarzinoms erlaubt das neu entwickelte Sextantenmodell eine exakte Zuordnung jedes Tumorherdes zur linken oder rechten Basis, Mitteldrüse und Apex der Prostata und damit eine genaue Korrelation mit dem histopathologischen Befund. Um diese Korrelation möglichst fehlerfrei durchzuführen, wurden die Prostatektomiepräparate aller 106 in diese Studie eingeschlossenen Patienten in Form von analog zu den MRT-Bildern durchgeführten Großflächenschnitten aufgearbeitet, die digitalisiert und auf einem Monitor neben dem MRT-Bild angezeigt wurden. Um eine objektive Aussage über die Genauigkeit der MRT zu erhalten, wurden die Untersuchungen der eingeschlossenen Patienten von drei verschiedenen erfahrenen Radiologen unabhängig voneinander befundet und die Befunde in einem standardisierten Auswertebogen festgehalten. Zur Berechnung von „Receiver Operator Characteristics“ (ROC)-Kurven erfolgte die Beurteilung des Vorliegens von Prostatakarzinom-typischen Veränderungen und extrakapsulärer Ausdehnung für jeden einzelnen Sextanten auf einer Fünf-Punkt-Skala. Durch Dichotomisierung dieser Werte und Auftragen der Ergebnisse in Vierfeldertafeln wurden Sensitivitäten, Spezifitäten, Treffsicherheiten („Accuracies“) sowie positive und negative prädiktive Werte berechnet. Der Grad der Übereinstimmung zwischen den einzelnen Befundern wurde mit Hilfe der Kappa-Statistik analysiert. Die Ergebnisse zeigen eine Staginggenauigkeit der MRT mit Endorektalspule von 83-92% bei Sensitivitäten für die Detektion eines Tumorbefalls einzelner Sextanten von 71-82% und einer Sensitivität für die Detektion eines kapselüberschreitenden Tumorwachstums (ECE) von 71-81%. Die jeweiligen Spezifitäten liegen zwischen 65-79% bzw. 80-89%. Die Flächen unter der ROC-Kurve (AUC, „area under the curve“) betragen 0,78-0,83 für PCA-Lokalisation und 0,79-0,81 für die Detektion einer extrakapsulären Ausdehnung. Für die PCA-Lokalisation betragen die Kappa-Werte 0,53-0,57, entsprechend einer moderaten Übereinstimmung, für die Detektion einer ECE liegen die Werte auf einem gutem Niveau (κ=0,75-0,78). Insgesamt liegt die Staginggenauigkeit („Accuracy“) der drei Befunder mit 83-92% im oberen Bereich der in der Literatur veröffentlichten Ergebnisse. Die MRT-gestützte Bestimmung der PSA-Dichte basiert auf der Volumetrie der Prostata mittels MRT. Die Einzelschichten der Prostata wurden für die vorliegende Studie in der MRT planimetriert und daraus Organvolumina berechnet. Der Quotient aus Serum-PSA-Wert und Prostatavolumen ergibt die PSA-Dichte. Diese wurde für eine präoperative Vorhersage des Malignitätsgrades, ausgedrückt durch den Gleason-Score, verwendet. Es ist bekannt, daß bei Tumoren mit einem Gleason-Score von 7 und darüber ein signifikant höheres Rezidivrisiko vorliegt als bei Tumoren mit einem Gleason-Score von 6 und darunter. Daher wird in der vorliegenden Arbeit bei einem Unterkollektiv von 61 Patienten ein optimaler Cutoff-Wert für die PSAD bestimmt, um eine präoperative Zuordnung von Patienten zu Gruppen mit Gleason-Score 6 und darunter (G6-) bzw. 7 und darüber (G7+) zu ermöglichen. Bei dem berechneten Cutoff-Wert von 0,23 ng/ml/cm3 wurden 79% aller Patienten mittels PSAD korrekt zugeordnet (Odds ratio=13,7). Es zeigen sich signifikant unterschiedliche PSA-Dichtewerte zwischen den beiden Patientengruppen (0,19±0,18 ng/ml/cm3 gegenüber 0,53±0,43 ng/ml/cm3, p
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Die Arbeit beschäftigt sich mit paläopathologischen und molekularen Untersuchungen an Knochen mit Traumazeichen, sowie deren Zuordnung zu männlichen und weiblichen Individuen. Dies wurde exemplarisch an einer Skelettserie des 15. - 18. Jahrhunderts vorgenommen, die aus einem Gebeinhaus der westbayerischen Kleinstadt Rain am Lech stammt. Es wird eine Abschätzung der Frakturhäufigkeit vorgenommen und mit Hilfe anthropologisch-morphologischer Techniken eine Geschlechtszugehörigkeit festgestellt. Des weiteren wird die morpholgische Geschlechtsbestimmung mit molekularen Analysen (Amplifikation des Amelogenin- und SR-Y-Gen) verglichen, um zu überprüfen, ob mit Hilfe der molekularen Bestimmung auch Knochenfrakturen an langen Röhrenknochen und anderen Knochen, die keine morphologische geschlechtsspezifische Merkmale aufweisen, einem Geschlecht zugewiesen werden können. Außerdem wird überprüft, inwieweit geschlechtsrelevante Aussagen auch an Kinderskeletten durchgeführt werden können, die mit Hilfe üblicher anthropologischer Verfahren nicht weiter geschlechtsbestimmt werden können.
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Hypothese der Studie war, dass in fahrenden Pkw in Abhängigkeit von Fahrzeugbauart, Fenster- und/oder Dachöffnung, Straßenbelag, Geschwindigkeit und Fahrzeuggewicht niederfrequente Luftdruckschwankungen und Infraschall verursacht werden, die das Potenzial haben, mentale und/oder physiologische Wirkungen bei Fahrern und Mitfahrern auszulösen.Ziel war die Erfassung und Bewertung der Amplituden und Frequenzen von den o.g. Parametern in 2 Pkw unterschiedlicher Bauart während der Fahrt bei unterschiedlichen Fahrbedingungen. Es konnte gezeigt werden, dass unter bestimmten Bedingungen niederfrequente Luftdruckschwankungen und Infraschall in Größenordnungen generiert werden kann, für die in Expositionsstudien physiologische, psychologische und potentiell gesundheitsgefährdende Wirkungen gezeigt werden konnten. In der Vergleichsliteratur wurden die jeweiligen Frequenzen jedoch mit konstantem Schalldruckpegel dargeboten. In dieser Form traten weder die niederfrequenten Luftdruckschwankungen noch der Infraschall in unserer Untersuchung auf. Dem entsprechende Expositionsstudien zur weiteren Untersuchungen erscheinen sinnvoll.
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Ältere Menschen weisen eine hohe Inzidenz an osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen auf. Diese betreffen überwiegend Frauen und finden sich vor allem im thorakolumbalen Bereich der Wirbelsäule. Sie führen zu einer stark herabgesetzten Lebensqualität der Patienten und zu enormen Kosten für das Gesundheitssystem. Das Frakturrisiko wird dabei unter anderem von der mechanischen Kompetenz des Wirbelkörpers bestimmt. Bislang ist jedoch unklar, welchen Beitrag verschiedene anatomische Strukturen der Wirbelkörper (trabekulärer Kern, (sub)kortikale Randzone, Endplatten) zur mechanischen Festigkeit leisten und welche Unterschiede dabei zwischen Frauen und Männern bestehen. Ziel der Studie war es die Heterogenität der mechanischen Festigkeit und der Knochendichte innerhalb der Wirbelsäule zu analysieren, den Beitrag des kortikalen bzw. trabekulären Kompartiments zur mechanischen Festigkeit zu bestimmen und dabei geschlechtsspezifische Differenzen der Versagenslasten, Versagensspannungen und Dichtemessungen zu ermitteln. Es wurden insgesamt 39 Wirbelsäulen (23 Frauen und 16 Männer im Alter von 79 ± 11 J.) von BWK 3 bis LWK 5 untersucht. Nach Kompartimenten getrennte Messungen der Dichte wurden auf 25, 50 und 75 % der Wirbelkörperhöhe mittels der pQCT durchgeführt. Anschließend erfolgte die Zerlegung jeder Wirbelsäule in 5 Einheiten zu je 3 Wirbeln, welche wiederum jeweils in vier Proben (planparallele Scheibe, funktionelles 3er-Segment, trabkulärer Kern und (sub)kortikaler Ring) unterteilt wurden. In axialer Kompression wurden an diesen Proben insgesamt 780 mechanische Tests durchgeführt. Es zeigten sich weder in Bezug auf das Versagen noch auf die Knochendichte signifikante Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Die (sub)kortikalen Ringe wiesen in allen Regionen deutlich höhere Versagensspannungen auf als die trabekulären Kerne. Die Versagensspannungen der Ringe waren höher mit denjenigen der 3er-Segmente (r = 0,78) und der planparallelen Scheiben (r = 0,69) korreliert als die Versagensspannungen der Kerne (r = 0,62 und 0,57). Die Korrelationen der Versagensspannungen zwischen Wirbeln unterschiedlicher Regionen waren nur sehr moderat (r = 0,63 bis 0,71). Auch die Dichtewerte korrelierten zwischen den Wirbeln nur gering (Durchschnitt r = 0,76). Beide Parameter zeigten eine Abnahme der Korrelation mit zunehmender Distanz der Wirbelkörper voneinander. Die Messung der Gesamtdichte ermöglichte eine bessere Vorhersage der Versagensspannungen (r = 0,63) als die Messung der trabekulären oder (sub)kortikalen Dichte (r = 0,50 bzw. 0,35). Wir schließen aus den Befunden, dass sich die unterschiedlichen Frakturinzidenzen zwischen Frauen und Männern bei älteren Menschen nicht auf verschiedene Versagenslasten, -spannungen oder Knochendichtewerte zurückführen lassen. Außerdem ist nach unseren Ergebnissen davon auszugehen, dass sowohl das mechanische Versagen als auch die Dichte eine hohes Maß an Heterogenität innerhalb der Wirbelsäule aufweisen. Dies bedeutet, dass hohe Werte in einer Region nicht notwendigerweise mit hohen Werten in anderen Regionen assoziiert sind. Des Weiteren scheint die äußere (sub)kortikale Randzone bei älteren Menschen einen größeren Beitrag für die Aufrechterhaltung der mechanischen Integrität der Wirbelkörper zu leisten als der trabekuläre Kern. Die Korrelation der Dichte mit den Versagensspannungen zeigt, dass zur Vorhersage der mechanischen Kompetenz sich klinisch die Messung der Gesamtknochendichte empfiehlt.
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In der Pathogenese atopischer Erkrankungen spielt IL-4 eine wichtige Rolle, da es den Switch zu IgE bewirkt. Außerdem führt IL-4 zur Ausreifung von naiven T-Zellen in TH2-Effektor-Zellen, welche die IL-4-Produktion ihrerseits aufrecht erhalten. Es konnte vermutet werden, dass diese Ausreifung durch sog. NKT-Zellen – die durch die gleichzeitige Expression eines T-Zell-Rezeptors mit einem NK-Zell-Marker sowie eine sehr hohe IL-4-Produktion charakterisiert sind - geschieht. Diese Zellen lassen sich durch die hochselektive Verwendung einer monoklonalen TZR-a-Kette (AV24) nachweisen. Fragestellung der vorliegenden Arbeit war, ob Atopiker gegenüber Nicht-Atopikern vermehrt NKT-Zellen aufweisen. Die Untersuchungen wurden in peripherem Blut freiwilliger, erwachsener Probanden durchgeführt. Atopiker wurden durch das gleichzeitige Vorhandensein klinischer Symptome, erhöhten Gesamt-IgEs und erhöhten spezifischen IgEs definiert. Bei den gesunden Probanden lagen weder klinische Symptome vor, noch waren Gesamt-IgE oder spezifisches IgE erhöht. Auf der zellulären Ebene wurden die Blutproben mittels Durchflusszytometrie analysiert. Innerhalb der CD4+, CD8bright, CD8dim sowie DN Lymphozyten wurde die Frequenz der Va24+CD161+ NKT- Zellen bestimmt. Auf der molekularen Ebene wurde der Anteil der AV24-AJ18-Transkripte an allen TZR-a-Ketten untersucht. Zur Überprüfung der Spezifität wurden 40 AV24-AJ18- Klone zusätzlich sequenziert. Um eventuelle Unterschiede innerhalb der CDR3- Region zwischen den beiden Probanden-Gruppen zu entdecken, wurde diese auf der Einzelnukleotidebene analysiert und hierfür eine neue Real-Time-PCR basierte Methode etabliert. Neben konventionellen Primer wurden zwei fluoreszenzmarkierte Sonden (FITC, LC-Red) verwendet, wobei es bei enger räumlicher Nähe zu einer Energieübertragung auf die fluoreszierende LC-Red Sonde kommt. Die Sondenlage wurde so gewählt, dass die detektierende Sonde die N-Region überragt und es inserierten N-Nukleotiden zu einer erniedrigten Schmelztemperatur kommt. Die genaue Sequenz eingefügter N-Nukleotide wurde durch Sequenzierung der Proben mit erniedrigter Schmelztemperatur überprüft. Inssgesamt wurden 29 erwachsene Probanden untersucht, 13 Atopiker und 16 gesunde Kontrollpersonen. Der Prozentsatz aller Va24+ Zellen betrug im Median 0,35% (Spannweite: 0,03-1,45%) ohne signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Zwischen der Anzahl aller Va24+ Zellen und CD8dim Va24+CD161+ Zellen bestand ein statistischer Zusammenhang (r=0,648; p
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In der vorliegenden Arbeit wurden in einer retrospektiven Analyse die prätherapeutischen Befunde von 213 Patienten, die im Klinikum Frankfurt (Oder) aufgrund eines histologisch gesicherten Prostatakarzinoms eine radikale Prostatektomie und/oder eine pelvine Lymphadenektomie erhielten, analysiert. Anhand der Krankenakten wurde versucht, ein möglichst objektives Bild über die präoperative Vorhersage eines organbegrenztes Prostatakarzinoms zu erhalten. Ziel der Arbeit war es zu klären, ob eine korrekte Vorhersage mittels statistischer Methoden bei unseren Patienten möglich gewesen wäre, und inwieweit die präoperative Daten diesen Anforderungen entsprachen. Es war zu fragen, wie man die Datenlage in Zukunft verbessern und welches Nomogramm im klinischen Alltag am einfachsten angewandt werden könnte. 2. Bei 213 Patienten wurde eine regionale pelvine Lymphadenektomie und bei 187 davon eine radikale retropubische Prostatektomie durchgeführt. Patienten zwischen 60 und 75 Jahre wurden am häufigsten operiert. Bei 68% der Patienten erfolgte die chirurgische Behandlung innerhalb von 4 Wochen nach der Diagnosestellung. Bei mehr als 86% Patenten ließ sich eine Induration der Prostata bei der digitalen rektalen Untersuchung tasten. Die präoperativen PSA-Werte lagen meistens zwischen 4-10 (21,3%) und 10-20 (32,9%) ng/ml. Das Prostatavolumen lag am häufigsten bei 20-30 ccm und die PSA-Dichte bei 0,2-0,6 ng/ml/ccm. Eine neoadjuvante Androgendeprivation erhielten 31,5% der Patienten. Die Zahl der Prostatastanzzylinder lag meist zwischen 2 und 4 (84,4%). Nur selten wurden 6 und mehr Stanzzylinder entnommen. 71% der Patienten hatten ein G2-Tumor (nach Arbeitsgruppe „Prostatakarzinom“). Nur bei 7% der Patienten wurde die präoperative Histologie nach Gleason ausgewertet. Für die anderen Kranken erfolgte eine Umrechnung der histologischen Untersuchung nach dem Gleasonscore mittels einer Äquivalenztabelle. Die ausgerechnete Gleason- Summe lag meist zwischen 5 und 7. Das Tumorstadium wurde laut der Berichte der Pathologen in 85,4% als T1c ermittelt. Im Vergleich zur postoperativen Histologie war präoperativ eine Tendenz zum „under staging“- zu verzeichnen. 3. Nach Auswertung der Analyse kann man retrospektiv feststellen, dass bei den Patienten keine korrekte präoperative Vorhersage der Tumorausdehnung möglich gewesen wäre. Eine systematische präoperative Diagnostik ist von Vorteil, da man den Patient besser beraten und einer kurativen Behandlung zuführen kann. Nach Durchsicht der Literatur, nach Auswertung unserer Daten und nach Berücksichtigung der Praktikabilität für niedergelassene Urologen favorisieren wir für die präoperative Vorhersage die Partin- Tabellen, das Nomogramm von Kattan und Mitarbeitern, sowie das Hamburger-Modell von Conrad, Graefen, Huland et al. für die Beurteilung eines organbegrenztes Prostatakarzinoms, des rezedivfreien Überlebens und des Lymphknotenbefalls.
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Nab2 ist in Melanomen und Melanomzelllinien im Vergleich zu Melanozyten und benignen Nävi stark überexprimiert. Durch Stimulation mit Wachstumsfaktoren oder Phorbolester kann Nab2 außerdem in allen Geweben und Zelllinien transient induziert werden. Die Expressionskinetik folgt dabei der eines delayed early response-Gens. Das Nab2-Protein ist ein transkriptioneller Korepressor der für die Wachstums- und Differenzierungsregulation wichtigen Zinkfinger-Transkriptionsfaktoren Egr1, Egr2 und Egr3. Das sind immediate early response-Gene, die durch die selben Stimuli induziert werden wie Nab2. Nach Stimulation wird die Expression von Egr deswegen grundsätzlich von einem Anstieg der Nab2-Expression gefolgt. Nab2 ist deswegen wahrscheinlich der wichtigste Repressor der Egr-Aktivität und verhindert eine übermäßige Stimulation von Egr-Zielgenen. Ziel dieser Arbeit war es, die regulatorischen DNS-Abschnitte des Nab2-Gens zu isolieren und genau zu charakterisieren. Am Nab2-Promotor sollten dann die Ursachen für die Überexpression im Melanom untersucht und der Mechanismus der Nab2-Induktion nach Stimulation identifiziert werden. Dazu wurde die genomische Nab2-DNS in einer humanen DNS-Bibliothek durch DNS-Hybridisierung identifiziert und daraus isoliert. So konnte ein 7.391 bp langes DNS-Fragment kloniert werden, das 1.845 bp der 5´-untranslatierten Region sowie die gesamte, aus 7 Exons aufgebaute proteinkodierende Nab2-Sequenz enthält. Durch in silico Analysen der 5´-untranslatierten Region konnten eine putative Promotorregion von Position -705 bis -82 (+1 = Adenin des Startkodons), eine CpG Insel von Position -876 bis +82 aber keine klassischen Kernpromotorelemente wie eine TATA-Box oder ein Inr-Element identifiziert werden. Der Nab2-Promotor gehört deshalb zur Klasse der TATA- und Inr-losen CpG-Insel-Promotoren. Durch eine Kombination aus EST- und cDNS-Kartierungen sowie Primerextensionsversuchen konnte ein sehr großes Transkriptionsstartareal identifiziert werden, das sich von Position -366 bis -96 erstreckt. Um funktionelle Studien mit der 5´-untranslatierten Nab2-Region durchzuführen wurden 17 verschiedene 5´-verkürzte Abschnitte daraus in Luziferase-Reportervektoren kloniert und deren transkriptionelle Aktivität in verschiedenen Zelllinien untersucht. Für das Erreichen der maximalen Promotoraktivität (ca. dem 400fachen der Aktivität des Leervektors) war der Sequenzabschnitt stromabwärts von Position -679 ausreichend. Ab Position -58 war dann keine Promotoraktivität mehr detektierbar. Der Nab2-Promotor erstreckt sich also von Position -679 bis -58. Der Kernpromotor konnte aufgrund der Lokalisation der Transkriptionsstartpunkte (-366 bis -96) und des 3´-Endes des Promotors (-58) zwischen Position -366 und -58 eingegrenzt werden. Die sehr hohe Aktivität des gesamten Nab2-Promotors wird durch die aktivierende Region von Position -679 bis -263 hervorgerufen. Durch diesen DNS-Abschnitt steigt die Aktivität vom 15- bis 30fachen auf das ca. 400fache der Aktivität des Leervektors. In dieser positiven regulatorischen Region konnten 10 putative Sp1-Bindestellen identifiziert werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dem Aktivitätszuwachs beitragen. Um die Ursache der Überexpression von Nab2 in Melanomzelllinien zu Untersuchen, wurde die Aktivität der Nab2-Reporterkonstrukte in Melanomzelllinien, die Nab2 überexprimieren, und in Karzinomzelllinien, die nur wenig Nab2 exprimieren, verglichen. Die Reporterkonstukte zeigten jedoch in Melanom- und Karzinomzelllinien ungefähr die gleiche Aktivität. Die Ursache für die Überexpression in Melanomzelllininen konnte durch diese Versuche nicht identifiziert werden. Schließlich wurde die Aktivität der Reporterkonstrukte in unstimulierten und PMA stimulierten Zellen verglichen. Durch die PMA-Stimulation stieg die Aktivität des Nab2-Promotors auf das ca. 3fache der Basalaktivität an. Die gesteigerte Nab2-Expression nach Stimulation wird demnach auf der Transkriptionsebene reguliert. Anhand der Verkürzungskonstrukte konnte ein 19 bp langer DNS-Abschnitt zwischen Position -232 und -213 identifiziert werden, der diesen Anstieg der Promotoraktivität nach Stimulation hervorruft. In diesem Abschnitt liegen je eine Egr1- und Sp1-Bindestelle, die sich teilweise überlappen. Bei Kotransfektion eines Egr1-Expressionsvektors mit den Nab2-Reporterkonstrukten konnte ein Aktivitätsanstieg vergleichbarer Größenordnung wie durch PMA-Stimulation beobachtet werden. Wurde die Egr1-Bindestelle an Position -222 durch Mutation inaktiviert, so nahm die Induzierbarkeit des Nab2-Promotors durch PMA um 35-50% und durch Egr1-Kotransfektion um 64-73% ab. Diese Daten zeigen, dass Egr1 alleine in der Lage ist, den Nab2-Promotor maximal zu aktivieren und dass dieser Effekt vorwiegend über die Egr1-Bindestelle an Position -222 vermittelt wird. Weil der Promotor aber nach der Inaktivierung der Egr1-Bindestelle an Position -222 noch durch PMA und durch Egr1-Kotransfektion aktivierbar ist, sind weitere Egr1-Bindestellen und womöglich noch andere Transkriptionsfaktoren an der Aktivierung beteiligt. Diese Daten zeigen, dass der Transkriptionsfaktor Egr1 seinen eigenen Korepressor Nab2 induziert. Funktionell liegt also ein negativer Rückkoppelungs-Mechanismus vor, der eine überschießende Egr1-Aktivität verhindert.
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Vor dem Hintergrund der Bedeutung der medizinischen Begutachtung wurde eine historische Auswertung auf dem Gebiet der neurologischen und psychiatrischen Begutachtung auf Basis der Zeitschrift Der Nervenarzt aus den Jahren 1928 bis 1944 (Jg.1 bis Jg.17) durchgeführt. Der Zeitrahmen wurde hierbei durch das erste Erscheinungsjahr der Zeitschrift und durch den Zweiten Weltkrieg begrenzt. Die Fragestellung war, ob die Artikel im Rahmen der ärztlichen Begutachtung auch heute noch eine wissenschaftliche Bedeutung haben, und wenn ja, welche Art der Bedeutung. Hinzu kam die Frage, ob Der Nervenarzt die von ihm selbst vorgegeben Ziele erreicht beziehungsweise eingehalten hat. Folgende Ziele wurden hierbei zugrunde gelegt: Information, Erfahrungsaustausch, Diskussion, Praxisorientierung, wissenschaftlicher Fortschritt, gleichmäßige Verteilung der einzelnen medizinischen Gebiete und fachübergreifende Gesamtdarstellung. Zur Beantwortung dieser Fragen wurde zunächst unter dem Gesichtspunkt der Zuordnung der Rubrik „gutachterliche Tätigkeit“ beziehungsweise inhaltlicher Zusammenhang zur ärztlichen Begutachtung 32 Artikel ausgewählt, welche in zehn Kapitel eingeteilt wurden. Die Anordnung der Kapitel erfolgte vom Allgemeinen zum Speziellen. Zu jedem Kapitel wurde ein Allgemeiner Teil erstellt, der den heutigen Stand der Wissenschaft wiedergibt. Die Artikel selbst wurde zusammengefasst und mit dem heutigen Wissenstand im Allgemeinen, siehe oben, im Speziellen bezogen auf den Artikel selbst verglichen. Als Hauptvergleichsliteratur dienten hierbei für die Psychiatrie: VENZLAFF – FOERSTER: „Psychiatrische Begutachtung,“ und für die Neurologie (Kapitel „Haftung nach Unfällen“): FRITZE: „Die ärztliche Begutachtung.“ In der Diskussion wurden die Artikel zunächst nach folgenden Kriterien statistisch ausgewertet: Anzahl aller Artikel pro Jahr; Artikelart; theoretische vs. fallbezogene und haftungsbezogene vs. forensische; Artikel nach medizinischen Gebiet; neurologische vs. psychiatrische; Artikel pro Kapitel. Anschließend wurde noch auf die Autoren der Veröffentlichungen eingegangen. Es zeigte sich eine Häufung von Artikeln zu Beginn des Beobachtungszeitraums, bei der Verteilung zwischen theoretischen und fallbezogen Artikeln, zeigte sich ein Verhältnis von 10 zu 22, ähnlich liegt die Verteilung von forensischen und haftungsbezogen Artikeln, 18 zu 12, wobei zwei Artikel sich hier nicht klassifizieren lassen. Ein gleiches Bild zeigt sich bei den neurologischen und psychiatrischen Artikeln, 9 zu 23. Bei der Anzahl der Artikel fallen die häufigeren Anzahlen in die Kapiteln „Haftung nach Unfall“ und „Rentenneurosen,“ insgesamt 16 Publikationen, das heißt 50% der Gesamtartikel. Bei den Autoren zeigte sich, dass viele bedeutende Autoren dieser Zeit im Der Nervenarzt Artikel veröffentlicht haben und, dass nicht alle Autoren Mediziner waren. Anschließend wurde die medizinische Bedeutung bezogen auf die heutige Zeit beurteilt. Hierbei zeigte sich, dass ein großer Teil der Artikel auch heute noch als bedeutsam oder größtenteils als bedeutsam anzusehen sind. Dies gilt vor allem bei den Artikeln bezüglich allgemeiner Fragen (z.B. Zurechnung) und grundlegend bei den Artikeln im Bereich der Rentenneurosen. Kaum noch eine Bedeutung beziehungsweise gar keine Bedeutung haben die Artikel im Bereich der Eheproblematiken, wie Anfechtung und Tauglichkeit. Hier hat sich das Gesetz grundlegend geändert, ebenso wie die soziale Einstellung zu diesen Themen. Insgesamt wurde von den 32 Artikeln 11 als weiterhin bedeutsam, 10 als teilweise bedeutsam, 6 als kaum noch bedeutsam und 5 als nicht mehr bedeutsam eingestuft. Hierbei bezieht sich die Bedeutsamkeit auf die fortdauernde Gültigkeit der Aussagen und Thesen der Artikel. Bei der artikeltyp- bezogenen Bewertung der Bedeutsamkeit zeigte sich bei den forensischen Artikeln ein Überwiegen der bedeutsamen Veröffentlichungen, die haftungsbezogen Artikel dagegen sind ausgewogen. Im Bereich der Artikelart verhält es sich ähnlich, die fallbezogenen Artikel sind ausgewogen, die theoretischen überwiegend bedeutsam. Eben so ist das Verhältnis bei der Psychiatrie, überwiegend bedeutsam, und der Neurologie, gleichmäßig verteilt. Im Ergebnis zeigt sich nun, dass in Hinblick auf die eingangs gestellten Fragen Folgendes gesagt werden kann: in Bezug auf die Frage, ob Der Nervenarzt seine Ziele erreicht hat, ergibt sich, dass im Bereich der ärztlichen Begutachtung alle Ziele, bis auf die ausgewogene Verteilung von neurologischen und psychiatrischen Artikeln, eingehalten wurden. Die Frage, ob die ausgewerteten Artikel auch heute noch eine wissenschaftliche Bedeutung haben, führte zu dem Ergebnis, dass der überwiegende Teil der Artikel heute noch als bedeutsam angesehen werden kann und/oder als Grundlage für den heutigen Wissenstand dienten. Nur ein kleiner Teil der Artikel ist heute nicht mehr von Relevanz, was auf die geänderten sozialen und gesetzlichen Strukturen sowie den erweiterten medizinischen Wissensstand zurückzuführen ist.