MEDIEN. MACHT. MEINUNG. Archiv
39 Episoden
30 Minuten
Im Podcast "Alles gesagt" sprechen Jochen Wegner und sein Kollege Christoph Amend mit ihren prominenten Gästen auch schon einmal acht Stunden. So lang ist unsere aktuelle Folge mit Jochen Wegner zwar nicht geworden, erfahren haben wir aber dennoch eine Menge, zum Beispiel über seine Vorliebe für Kochrezepte mit physikalischem Beigeschmack. Als Chefredakteur von ZEIT Online hat uns Jochen Wegner aber auch viel darüber erzählt, wie die ZEIT neue Digital-Abonnent*innen gewinnen will, welche Monetarisierungsmodelle für sie funktionieren und warum User Engagement so wichtig ist. Sein Team und er müssen es wissen - zuletzt hatte ZEIT Online einen Rekord an neuen Digital-Abos verzeichnet. Außerdem erfahren wir in dieser Folge von MEDIEN.MACHT.MEINUNG, warum Journalist*innen beim Podcasten so viel Liebe erfahren.
39 Minuten
Ein Leichtes, US-Präsident Donald Trump die Schuld an den Zuständen in seinem Land zu geben. Der Riss, der durch die USA geht, zieht sich aber nicht erst seit Trumps Präsidentschaft durch alle Bevölkerungsschichten. Auch die Weichen seiner Hetz-Kampagne gegen die Presse sind schon viel früher gelegt worden. Wann und wo sind die USA falsch abgebogen? Das haben sich auch die beiden renommierten Journalisten Stephan Lamby (DJF-Beirat) und Klaus Brinkbäumer gefragt. Ihre Antwort geben sie uns in einem DJF-Podcast-Special zur US-Wahl. Mit den beiden USA-Experten sprechen wir über die Besonderheiten der amerikanischen Medienwelt und ziehen Vergleiche mit der Presse hierzulande. Warum die beiden auch an den deutschen Medien Kritik üben, hier bei MEDIEN.MACHT.MEINUNG.
29 Minuten
Mit Rechten sprechen? Die Frage ist für viele Journalist*innen längst geklärt. Schließlich lassen sich eine Bundestagspartei wie die AfD oder ganze Demonstrationszüge nicht einfach ignorieren. Die Frage der Stunde lautet also vielmehr: Wie sprechen wir mit den Rechten? Dazu gibt es Bücher, ganze Workshops widmen sich dem Thema. Einer der es getan hat, ist der Journalist Thilo Mischke. Seine Doku „Rechts. Deutsch. Radikal“ lief Ende September auf ProSieben – und hat dem Sender gute Quoten und viel Anerkennung beschert. Selbst die Washington Post hat über die Doku schon berichtet. Wie also ist es Thilo Mischke gelungen, aus einem so schwierigen Thema ein Primetime-Event zu machen? Und was sagt er selbst – hat er es schließlich geschafft, mit den Rechten zu reden, als nur über sie zu sprechen? Das fragen wir den Filmemacher in einer neuen Folge von MEDIEN.MACHT.MEINUNG.
30 Minuten
Digital kann natürlich auch das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt: Während der Corona-Pandemie erschien die April-Ausgabe erstmals nur online - wenn auch notgedrungen. Die Zeitschrift wird von Menschen in prekärer Lebenslage auf den Straßen der Stadt verkauft - ein wichtiges Stück Stabilität und Sicherheit für die meist obdach- oder wohnungslosen Menschen. Hinz&Kunzt vereint Sozialarbeit mit einem hohen journalistischem Anspruch und Themen auch fernab der Straße. Es ist das auflagenstärkste Heft seiner Art in Deutschland. Doch als journalistisches Format kämpft Hinz&Kunzt auch mit den gleichen Problemen wie andere Magazine: sinkende Verkaufszahlen und eine fehlende junge Leserschaft. Wie lässt sich zudem die Digitalisierung eines Straßenmagazins vorantreiben, dessen Verkäufer*innen auf Print angewiesen sind? Wir haben mit der zukünftigen Chefredakteurin Annette Bruhns über diese Herausforderungen im DJF-Podcast gesprochen. Die langjährige Spiegel-Journalistin wechselt Mitte November die Redaktionen. Bei MEDIEN.MACHT.MEINUNG hat sie uns schon jetzt erzählt, welche neuen Ideen sie dann mit im Gepäck haben wird.
30 Minuten
Das wird jetzt hart für alle Journalist*innen da draußen, die dachten, mit ihrer Berufswahl werden sie sicherlich ein Leben lang sicher vor Zahlen, Statistiken und Prozentrechnung sein: ARD-Wetterexperte Karsten Schwanke fordert mehr Matheverständnis im Journalismus. Im DJF-Podcast wollen wir mit dem Journalisten und Meteorologen eigentlich darüber sprechen, wie die Klimakrise in der Berichterstattung stattfindet. Schnell kommen wir aber auf das mangelnde Verständnis von Zahlen und Daten in der Branche zu sprechen. Und das wird eigentlich mehr denn je benötigt, denn, so Schwanke, die Fakten liegen auf dem Tisch. Jetzt sei es an den Journalist*innen, die richtigen Fragen zu stellen. Eine wesentliche Frage, die uns bereits im Gespräch kam: Braucht es eigentlich eine klimagerechte Sprache? Heißt es nun Klimawandel oder Klimakrise? Verherrlichen wir mit unserer Wortwahl die Geschehnisse oder dramatisieren wir sie? Keine leichte Sache - die Berichterstattung über das Klima im Journalismus. Aber mit Unterstützung vom Wetterexperten haben wir uns bei MEDIEN.MACHT.MEINUNG. dem Thema natürlich dennoch gewidmet.
32 Minuten
Ok, ein paar Phrasen zum öffentlich-rechtlichen Programm haben wir uns zum Anfang schon erlaubt (Stichwort: die x-te Tatort-Wiederholung) aber danach sind wir im Gespräch mit Juliane Leopold, Chefredakteurin Digitales ARD aktuell, schnell in die Vollen gegangen: Wird die Berichterstattung der Tagesschau auf TikTok kritisch hinterfragt? Wie garantiert die ARD auf Social-Media-Plattformen weiterhin ihren Bildungsauftrag? Und wer braucht eigentlich noch die 20-Uhr-Nachrichten im Fernsehen? Juliane Leopold hat uns die Antworten gegeben.
28 Minuten
Die Zeit der aufdringlichen, schrillen Anzeigen auf Websites ist vorbei, sagt Pia Frey im DJF-Podcast. Das Publikum sei anspruchsvoller geworden - und damit auch die Clickbaites. Wie aber die Leser*innen zu mehr Interaktivität bewegen? Diese Frage machte aus der Journalistin und Podcasterin Pia Frey eine Gründerin. Gemeinsam mit ihrem Bruder hob sie das Start-up Opinary aus der Taufe. Eines ihrer mittlerweile bekanntesten Tools - die Online-Tachonadel, dank der Medien, das Stimmungsbild der eigenen Leser*innen abbilden können. Warum dieses Wissen so wertvoll ist, darüber haben wir mit Pia Frey gesprochen. Den Talk mit einer der bekanntesten Tech-Pionierinnen der deutschen Medienszene haben wir aber natürlich auch genutzt, um sie nach den aktuellen Anforderungen ans User Engagement und den Journalismus zu fragen. Jetzt bei MEDIEN.MACHT.MEINUNG.
28 Minuten
Wenn von mehr Diversität in deutschen Redaktionen und in der Berichterstattung die Rede ist, wird oft über Frauen-Quoten und mehr Kolleg*innen mit Migrationshintergrund gesprochen. Mehr Vielfalt meint aber eben das - mehr Vielfalt. Und dazu gehören auch Medienmacher*innen mit Behinderungen. Zu Gast bei MEDIEN.MACHT.MEINUNG ist diese Woche Moderatorin, Podcasterin und Bloggerin Ninia LaGrande. Von ihr wollen wir wissen, wie das gelingen kann - Inklusion im Journalismus. Warum Ninia den Rundfunkrat neu aufstellen möchte, warum wir den Ausdruck "Menschen mit Besonderheiten" nicht mehr benutzen sollten und wie auch die Berichterstattung diverser werden könnte, das erzählt uns Ninia LaGrande in der aktuellen Folge des DJF-Podcasts.
28 Minuten
Auch in zehn Jahren werden ihre Leser_innen noch Printmagazine kaufen, ist sich Kasia Mol-Wolf sicher. Woher die Zuversicht fürs Papier? Darüber haben wir mit der Verlegerin aus Hamburg in einer neuen Folge von MEDIEN.MACHT.MEINUNG gesprochen. Ein gutes Gespür für den Markt hat sie auf jeden Fall: Vor zehn Jahren kaufte Kasia Mol-Wolf von ihrem Arbeitgeber Gruner+Jahr ein Monatsmagazin ab, das eigentlich im Zuge von Sparmaßnahmen eingestampft werden sollte. Bis heute hat sich daraus ein erfolgreiches Verlagsmodell mit gleich mehreren Standbeinen entwickelt. Wie hat sie ihr Unternehmen bislang durch die Corona-Pandemie geführt? Und was empfiehlt sie Medienmacher_innen, die jetzt mit einem eigenen Magazin an den Start gehen wollen?
31 Minuten
Auch wir leben in keinem Land der Glückseligen, wenn es um die Pressefreiheit geht. Platz 11 im aktuellen Ranking der Reporter ohne Grenzen klingt erst einmal gut - immerhin liegt Schlusslicht Nordkorea auf Platz 180. Doch Angriffe auf Reporter und Kamerateams, wie zuletzt während sogenannter Hygiene-Demos, schaffen ein gefährliches Klima. Wie gut - oder eben schlecht - können Journalist_innen derzeit in Deutschland, Europa und der Welt arbeiten? In dieser Folge von MEDIEN.MACHT.MEINUNG gibt uns Christoph Dreyer einen Überblick. Seit mehreren Jahren arbeitet er für die NGO Reporter ohne Grenzen. Was ihn aktuell besonders umtreibt: die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Pressefreiheit und die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl. Hört euch jetzt das ganze Gespräch an.
28 Minuten
Findet der Osten in den Medien statt? Nein, meint Journalistin und Autorin Jana Hensel. Und wie könnte es besser gehen? In MEDIEN.MACHT.MEINUNG fordert sie u.a. eine Quote für Ostdeutsche in Führungspositionen. Außerdem plädiert Jana Hensel, die 1976 in Sachsen geboren ist, für einen Perspektivenwechsel in der Berichterstattung: Natürlich spiele auch die eigene Herkunft eine Rolle bei der journalistischen Arbeit. Wie - ost- und westdeutsche - Journalist_innen bekannte Themen um neue Facetten erweitern können, darüber sprechen wir mit Jana Hensel in dieser Folge. (Foto: Dominik Butzmann)
28 Minuten
Mit der Journalistin und DJF-Alumni Sonja Peteranderl haben wir hier bereits in unserem DJF Podcast über ihre Arbeit als Auslandskorrespondentin gesprochen, damals mit Fokus auf Lateinamerika und ihren Recherchen zu mexikanischen Drogenkartellen. Heute bewegen wir uns etwas nördlicher, nämlich in die USA und sprechen in der aktuellen Ausgabe von MEDIEN.MACHT.MEINUNG mit Oliver Sallet. Wie es ist, als Korrespondent in diesem, wie es uns gerade scheint, sehr gespaltenen und gebeutelten Land zu berichten und wie er als deutscher Journalist die Berichterstattung vor Ort wahrnimmt? Das erfahrt Ihr hier.
26 Minuten
In den vergangenen Folgen von MEDIEN.MACHT.MEINUNG haben wir mit unseren Gästen oft darüber gesprochen, dass der Journalismus neu gedacht werden muss – in vielerlei Hinsicht. Agiler und nutzerorientierter soll er sein. Wie lassen sich solche Innovationen anstoßen? Design Thinking ist hier das Schlagwort. Wie das Ganze im Journalismus aussehen kann, das weiß und verrät uns in einer neuen Folge Journalist, Dozent und Medientrainer Johannes Meyer.
26 Minuten
Hat der Journalismus ein Rassismus-Problem? Wie vielfältig sind deutsche Redaktionen? In der neuen Folge unseres DJF-Podcasts MEDIEN.MACHT.MEINUNG haben wir mit der Journalistin Nil Idil Çakmak zu diesen Themen gesprochen. Als Vorstandsmitglied der Neuen deutschen Medienmacher_innen setzt sie sich für mehr Vielfalt in den Medien und eine ausgewogene Berichterstattung ein. Wie fällt ihr Urteil mit Blick auf die deutsche Medienlandschaft aus? Hört jetzt rein in die neue Folge von MEDIEN.MACHT.MEINUNG!
32 Minuten
„American journalism’s house was already on fire. The pandemic merely threw gunpowder on the flames”, sagt Jeff Jarvis. Der bekannte US-Journalist und Professor für Journalismus an der City University of New York sieht in der Corona-Pandemie eine Art Brandbeschleuniger für viele Entwicklungen, die sich seit Jahren im Journalismus abzeichnen. Doch jammern alleine hilft den angeschlagenen Verlagen nicht, und so gibt es bereits viele kreative Beispiele, über die wir in dieser Folge von MEDIEN.MACHT.MEINUNG mit Jeff Jarvis sprechen. Und es gibt noch mehr Hoffnung: Der bisher uns bekannte Journalismus ist zwar am Aussterben, aber unser Talkgast weiß schon, wie er sich neu erfinden lässt. Als Experte für die amerikanische Medienlandschaft interessiert uns aber natürlich auch Jeff Jarvis Meinung zu den derzeitigen Protesten in seinem Land. Welche Rolle spielen die Medien bei den Unruhen, zu denen es seit dem gewaltsamen Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd kommt? Hat auch der Journalismus ein Rassismus-Problem?