Nerdfunk von Radio Stadtfilter Archiv
463 Episoden
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Die Tradition will es, dass wir in der letzten Sendung vor der Sommerpause mit einem Blogger sprechen. Dieses Mal ist es einer, der wandert und übers Wandern schreibt – und zwar mit der Ausdauer eines Marathonläufers. In seinem Blog gibt es seit 2010 täglich einen Beitrag, ohne dass der Autor sich jemals einen Tag Rast gegönnt hätte: Beobachtungen von Wanderungen, über Restaurants und Unterkünfte, Bräuche und Absurditäten, Reflexionen und Aperçus – http://widmerwandertweiter.blogspot.ch/ ist eine wahre Fundgrube selbst für Leute, die sich nur ungern vor die Tür wagen. Der fleissige Wandersmann ist Thomas Widmer, der auch als Journalist einen klingenden Namen hat. Er hat für die «Weltwoche» eine Wanderkolumne erfunden, die er auch für den «Tagesanzeiger» pflegt. Er gilt als grossartiger Erzähler und scharfer Analytiker. Die erste Gabe hat er ganz sicher bei seinen Touren geschärft und die frische Luft hilft garantiert auch dabei, den Dingen denkenderweise auf den Grund zu gehen. Eine Sendung, die fragt, wie politisch das Wandern eigentlich ist – und wie es sich über die Zeit verändert hat. Und wie viel es mit Understatement zu tun hat, den kleinen Kolumnen das Herzblut zu opfern, wenn man doch auch mit grossen Reportagen viel Prestige einheimsen könnte... Die Shownotes: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-396/
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Kevin schlägt sich mit seiner Sanitärinstallation herum und erhält nun endlich eine WC-Spülung – so stellen wir es uns zumindest vor, bis er uns nach der Sommerpause dann ausführlich Bericht erstatten wird. Für diese Folge von Kummerbox Live springt Yael Textor von der Stadtfilter-Redaktion in die Bresche. Und wir erfahren: Es gibt sie, die Inkognito-Nerdinnen: Sie zelebrieren ihre Neigung für Technik nicht und sie entwickeln wegen eines neuen Handys keine Obsession. Aber sie müssen sich auch nicht einem Mann an die Brust schmeissen, wenn Photoshop den Handstand macht. Wir erfahren etwas über Yaels Lieblings-Gadget, das zwar nicht volldigital ist, aber von dem Matthias auch mal fasziniert war. Und es werden sogar ein paar Probleme geklärt: Wie beackert man in Outlook im Team ein gemeinsames Postfach? Was sind die Geheimnisse der Bilderkennung beim iPhone? Und: Wie bringt man einen Sprachkurs von 1995 wieder zum Laufen? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-395/
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Im Jahr 2017 kommen wir als Tech-Sendung um die Heimautomatisierung nicht herum. Einerseits, weil Kevin mit seiner neuen Wohnsituation im ausgebauten Zirkuswagen die Möglichkeiten, die die Technik aktuell so bietet, ausloten kann und ausloten muss. Andererseits, weil sie ein ganz grosser Hype ist: Ob Fenster- und Lichtsteuerung per App, Glühbirnen mit WLAN-Anschluss, smarte Überwachungskameras und Streaming in jedem Raum – die Hersteller überschlagen sich mit Produktideen. Und es scheint unvermeidlich, dass die kluge Haussteuerung der ultimativen Tech-Fantasie den Weg ebnet: Dem Internet der Dinge, wo es keinen Alltagsgegenstand mehr gibt, der nicht online gehen könnte. Wir beschäftigen uns mit dieser Entwicklung, bei der sinnvolle Einsatzgebiete – weniger Verschwendung von Ressourcen und ein angenehmes Wohnklima – fliessend in abstruse Tech-Exzesse übergehen. Und wir fragen uns, ob es zwischen totalem Luxus und Komplettüberwachung nicht einen sinnvollen Mittelweg gibt. Kevin und Matthias diskutieren, was ist heute machbar und vernünftig ist und woran die Vision der Vernetzungsfreaks krankt. Und wir geben preis, welche smarten Haushaltshilfen wir wirklich empfehlen können. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-394/
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Im Nerdfunk 390 haben wir über das freie Betriebssystem Linux diskutiert. Durch äusserst geschicktes Zeitmanagement hatten wir am Schluss keine Gelegenheit mehr, dem Kern der Sache gebührend Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Nämlich der Frage, wie man denn nun umsteigt – wenn man sich entschieden hat, der kommerziellen Softwarewelt den Rücken zu kehren, Windows oder Mac OS in die Wüste zu schicken und den Bund fürs Leben mit dem Pinguin einzugehen. Darum muss sich Raoul Rene Melcer noch einmal ins Studio bemühen und uns bei der Hand nehmen: Welche Vorbereitungen sind für den Umstieg nötig? Wie wählt man die passende Distribution? Welche Optionen bieten sich für die Installation – Dual Boot oder Single Boot? Welche Gefahren lauern beim Einrichten? Dann, wenn Linux endlich läuft, gibt es weitere Fragen: Wie kann man die Daten übernehmen? Auf welchem Weg findet man Ersatzprogramme für die vorher benutzten Softwareprodukte? Sollte man vorab Daten konvertieren? Und schliesslich geht es daran, Linux kennenzulernen und anzupassen. Auch da gibt es viele Möglichkeiten und einige Stoperfallen... Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-393/
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Sie ist IT-Chefin im heissesten Journalismus-Startup, dass es auf der Welt je gab: Clara Vuillemin (25) kümmert sich bei Republik.ch um die Technik. Nach klassischem Verständnis wäre das ein nachgelagerter Dienst. Doch bei der Republik ist die Technik ein integraler Bestandteil der Redaktion. Wir wollen herausfinden, wie diese Frau, die von ihrer Biografie her (https://www.republik.ch/crew) auch ganz andere Dinge machen könnte, bei diesem Presigeprojekt gelandet ist – und wie sie mit dem Erwartungsdruck umgeht, den Journalismus retten zu müssen. Und natürlich wollen wir auch wissen, wie sich die Website technisch, funktionell und optisch von der typischen News-Website unterscheidet, wie die Community eingebunden wird und was die Republikaner in Sachen Storytelling, Video, Audio und Podcasts so vorhaben… Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-392/
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Einer dieser Tage, wo man besser im Bett geblieben wäre: Kevin sieht sich mit der unlösbaren Aufgabe konfrontiert, den richtigen Duschkopf zu finden und Matthias fragt sich, ob sich sein iPad (oder Apple generell) gegen ihn verschworen hat. Und dann setzt auch noch der Studiocomputer mitten in der Sendung aus... Trotzdem findet bis zum bitteren Ende eine Kummerbox-Live-Sendung statt – in der wir nur sehr wenige Fragen beantworten, was aber nicht höheren Mächten, nicht dem Karma, dem Universum, einem Gott oder Teufel anzulasten ist, sondern einzig und allein unserem Hang zu Ausschweifungen – und Marcels Frage, die sich nun einmal nicht so einfach beantworten lässt. Er will nämlich wissen, wie man Familienerinnerungsstücke in digitaler Form dauerhaft aufbewahrt und seinen Nachkommen vermacht. Eine Frage, auf die es nur eine unbefriedigende Antwort gibt. Nämlich: Am sichersten sind nach wie vor analoge Erinnerungsstücke. Weitere Fragen: Warum will Tamedia urplötzlich uralte Mailadressen verifizieren? Und: Wie schlimm ist es, wenn Safari nicht alle Cookies löscht? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-391/
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Wenn Betriebssysteme Musiker wären, dann wäre Windows überproduzierter Bombastrock mit gewissem Absturzpotenzial: Wir denken an «Total Eclipse Of The Desktop» von Bonnie Tyler oder «I wanna know what Bluescreen is» von Foreigner. Man könnte sogar an «The Show must go on» von Queen denken. Weil es nach jedem System-Update irgendwie weitergehen muss. Mac OS seinerseits verbringt mehr Zeit bei der Kosmetikerin als im Tonstudio oder in Konzerthallen, sodass Apples Betriebssystem zwingend mit den Backstreet Boys («I'll Never Break Your File system» oder «Quit Playing Games (because there are none for that operating system)») oder Caught in the Act («Bring Back the Love», «User Come Back») verglichen werden muss. Es fällt auf: Diese Musik will man sich nicht zumuten. Die vergleichbaren Betriebssysteme – die nutzen wir nicht nur, wir sprechen auch in dieser Sendung darüber. Darum die Frage: Geht es nicht auch alternativer, mit mehr Ecken und Kanten, weniger kommerziell und ehrlicher? Die Antwort ist natürlich Ja, oder genauer: Linux. Das Betriebssystem aus der Welt der freien Software ist für viele die eigentliche Antithese gegen den Kommerzscheiss von Microsoft und Apple: Glaubwürdig, weil von der Community und immun gegen die Marktmechanismen, die – wenn man den Pinguinfans glauben darf – im Softwarebusiness genauso korrumpierend wirken wie im Musikgeschäft. Wir werfen also einen Blick auf Linux und diskutieren die Vor- und Nachteile des alternativen Computer-Lebensstils und erklären, was es zu beachten gibt, wenn man ihn für sich adaptieren will. Auskunft gibt einer, der nicht nur Punk, sondern auch Linuxianer aus Überzeugung ist, nämlich The One and Only Raoul René Melcer! Bleibt die Frage: Ist Linux eher Hüsker Dü oder doch mehr Blur? Oder doch The Clash? Die Frage wird vielleicht in der Sendung geklärt. Oder auch nicht. Die Links zur Sendung: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-390/
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Digichris muss wegen seines Hobbys recht häufig Hohn und Spott über sich ergehen lassen: Er sticht nämlich gern in See und verbringt seine Ferientage auf einem Kreuzfahrtschiff – ein Transportmittel, von dem andererseits Matthias schwört, dass er es nicht benutzen wird, solange sein Alter erst zweistellig ist. Doch wenn man sich vom Schock erholt hat, dass man auf solchen Kreuzfahrten sogar David Hasselhoff und DJ Bobo antreffen kann, dann ergibt das auf einmal absolut Sinn: Denn bei Licht betrachtet sind diese Schiffe auch nichts anderes als riesengrosse Gadgets – also technische Wunderwerke, die bei uns Nerds die bubenhafte Faszination für Technik entfachen. Zwei gegen einen, lautet die Konstellation in dieser Sendung: Nebst Digichris versucht auch ein Gast uns von den Vorzügen einer Seereise zu überzeugen: Das ist Matthias Morr, der als ehemaliger Radiomann nun ein erfolgreiches Videoblog betreibt, in dem er als Schiffstester neue Schiffe, alte Kähne, Luxuspötte, Premium-Schaluppen, Flusskutter bespricht – und auf Youtube mit seinen Videos auf Hunderttausende von Views erzielt. Nicht nur das: Er ist einer der Blogger, die von dieser Arbeit leben können. Und er hat, trotz Unterstützung durch die Reedereien seine journalistischen Standards nicht über Bord geworfen. Mit anderen Worten: Eine spannende Sendung, die man sich auch anhören sollte, wenn man sich (wie Matthias) letztlich doch nicht von den Vorzügen dieser Form des Massentourismus überzeugen lassen will... PS: Wir reden auch ein bisschen über Videotechnik. Zum Beispiel über die Frage, wie man auch bei hohem Wellengang unverwackelte Aufnahmen hinbekommt. Der Link zur Sendung: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-389/
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Kummerbox live mit ein bisschen Vorgeplänkel, das zu einer Idee für eine kommende Sendung führt – die sich kurz mit CAK umschreiben liesse – «Computer aided Kreativität» nämlich. Was die Hörerinnenfragen angeht, schaffen wir immerhin vier Stück. Nämlich: Wie findet man ein Android-Smartphone, das nicht schon kaputt geht, wenn man es bloss schief anschaut? Was kann man tun, wenn Mailpartner Anhänge bekommen, die sie nicht öffnen können? Wie zum Geier trägt man seine Termine ein, dass bei einem Flug über die Zeitzonengrenzen hinweg im Kalender nicht das komplette Chaos ausbricht? Und: Was tun, wenn auf dem Computer kein freier Speicherplatz mehr vorhanden ist? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-388/
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Dominik Dusek hat ein internetmässiges Bedürfnis, das sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise bedienen lässt. Mit HTML oder CMS, mit Handarbeit oder dem passenden Werkzeug, teuer oder günstig und elaboriert oder so primitiv wie möglich. Und bevor hier die Spekulationen ins Kraut schiessen, was für abartige Triebe hier ihrer Befriedigung harren, hier die Versicherung: So schlimm ist es nicht. Dominik braucht lediglich eine Website. Und auch wenn das heute ein alltägliches Begehren ist, das in jedem von uns aufflackern kann – zur Befriedigung gibt es kein Patentrezept. Man kann entweder selbst Webseiten schustern oder eine Software, einsetzen, die die Seite managt. Dominik kann mit der grossen Kelle anrühren oder das Projekt auf kleiner Flamme köcheln. Es gibt komplexe Lösungen wie Typo3 und exotische Dinge wie die Schweizer Software DynPG, die wir im Digital Nummer 300 vorgestellt haben. Also: Wie findet man die richtige Software, das passende Werkzeug, die optimale Web-Strategie? Natürlich mit einer Bedürfnisanalyse und der richtigen Beratung. Und beides bieten wir in der Sendung – und zwar gratis und franko. Und das unterscheidet uns vom typischen Webberater, der mit seinen Honoraren schliesslich einen Tesla finanzieren muss. Der Link zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-387/
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Tablets und Smartphones sind für Kinder und Jugendliche eine Selbstverständlichkeit. Doch die Schulen tun sich schwer mit den digitalen Möglichkeiten: Ob und wie sie eingesetzt werden, hängt von der Schule und vom Lehrer ab. Das ist eine verpasste Chance finden wir, die wir noch erleben durften, dass die Euphorie über die technischen Möglichkeiten zu pädagogischen Sonderbarkeiten wie dem Sprachlabor geführt haben. Vielleicht ist es aber auch eine echte Unterlassungssünde, wo Internet- und Medienkompetenz heute nicht nur für den Berufsalltag wichtig sind, sondern wesentliche Bedeutung für Demokratie und Gesellschaft haben. Woher kommt die Angst der Lehrer vor dem Digitalen? Und wird mit dem Lehrplan 21 alles besser? Auskunft zu diesen und vielen weiteren Fragen gibt Markus Matthys. Er ist Primarlehrer, Heilpädagoge, Kinder- und Jugendpsychologe. Und er hat eine klare Vorstellung, was man mit dem Smartphone tun kann. Er entwickelt Apps, mit denen Kinder Handicaps aufholen können: Eine App hilft Kindern, die nicht mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind, ihre Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Markus Matthys hat auch eine App zum Üben des Einmaleins, einen Fussballtrainer und eine App zur Risikoeinschätung entwickelt, die via lernapps.ch erhältlich sind. Diese Sendung ist Teil der Kinderkulturwoche, die vom 24. bis 30. April auf Radio Stadtfilter ausgestrahlt wird. Weitere Informationen zur Sendung gibt es auf https://nerdfunk.ch/nerdfunk-386/
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Amazon ist erst der Anfang. Unsere Einkaufsgewohnheiten verschieben sich immer rasanter von den Ladenpassagen ins Web. Das Onlineshopping legt zu, selbst in den Bereichen, wo noch vor Jahren der «richtige» Laden unangefochten die erste und einzige Wahl war: Bei Kleidern, Lebensmitteln und allen Dingen, die man gerne ansieht, berührt und ausprobiert. Doch auch für diesen Wunsch haben die Netzhändler inzwischen eine Lösung, wenngleich eine etwas plumpe: Bei Zalando bestellt man einfach ganz viel Kram auf Probe und schickt alles zurück was nicht passt oder behagt. Zeit also für eine persönlich gefärbte Bestandesaufnahme: Wo hat sich das Einkaufen im Netz bewährt? Und warum ist uns in vielen Fällen das lustvolle und nicht unbedingt zielgerichtete Lädele noch immer lieber als Transaktionen per Browser auszulösen? Und natürlich bleibt die Frage nach der Zukunft der «Brick and Mortar Stores», der Backstein-und-Zement-Geschäfte? Haben sie eine? Oder werden sie, wenn erst einmal Drohnen und selbstlenkende Lastwagen all den Kram ausliefern, unweigerlich verschwinden? Wie werden unsere Innenstädte aussehen, wenn jeglicher Einzelhandel verschwunden ist? Und was bedeutet das für die Beschäftigung in diesem Land, wenn die Wertschöpfung bei Amazon und Aliexpress, also irgendwo in irgend einer Steueroase erfolgt? Wir sind nicht ganz pessimistisch – aber überzeugt, dass wir Konsumenten unsere Macht ausüben sollten, falls wir das Päkli von Zalando nicht für das einzig wahre Shoppingerlebnis halten... Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-385/
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Journalismus ist weiterhin kein Hochprofit-Geschäftsfeld, doch ein kleiner Hoffnungsschimmer ist ganz weit hinten am Horizont immerhin auszumachen – und der ist erst noch multimedial. Es handelt sich um das bewegte Bild, dass immer öfters auch auf klassischen Nachrichtenprotalen anzutreffen ist. Persoenlich.com hat schon 2016 den Ringier-Chef Marc Walder mit den Worten «Newsplattformen werden immer mehr zu Videoplattformen» zitiert. Jan Derrer erklärt uns diesen Trend: Geht es nur um die zusätzliche Monetarisierungsmöglichkeit durch die Preroll, also den vorgeschalteten Werbeclip, oder gibt es auch echte journalistische Gründe? Was kann das Video, was ein herkömmlicher Artikel nicht kann? Jan Derrer leitet seit September 2016 das Kompetenz- und Service-Center für Webvideo bei der Tamedia, das Videos für alle Deutschschweizer Titel produziert, also nicht nur für tagesanzeiger.ch, 20 Minuten und die anderen Newsnet-Titel, sondern auch für «Annabelle», «Finanz und Wirtschaft» und «Schweizer Familie». Er erklärt uns, wie sein Team arbeitet und sich die Videos, die er für die einzelnen Titel produziert, unterscheiden. Natürlich interessiert uns auch, wie ein klassischer Videoclip auf einer Newsseite gestrickt sein muss, dass er das Publikumsinteresse weckt – und wie sich diese Arbeitsweise von der des Fernsehens unterscheidet. Und: Wie bekommt man diese viralen Videos hin, die sich im Netz verselbstständigen? Jan Derrer ist seinerzeit zusammen mit Tagesanzeiger-Kultur-Redaktor Philippe Zweifel ein solcher Hit gelungen – dank George R.R. Martin, der publikumswirksam den Mittelfinger gereckt hat. Und da wir eine Tech-Sendung sind und bleiben, wollen wir zum Abschluss wissen, wie man seine Videos noch etwas besser hinbekommt, als das typische Smartphone-Gewackel – selbst wenn man nur mit dem Telefon dreht. Die Links zur Sendung: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-384/
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Alte Autos, Schlaghosen, Zottelbärte wie in den 70ern – kein bereits verschwundener Modetrend, der nicht wiederbelebt werden könnte. Im Technikbereich ist es noch verblüffender. Da singen die Nerds, die es eigentlich besser wissen müssten, plötzlich das hohe Lied auf den C64 und den Atari, die Analogfotografie und Vinyl-Schallplatten. Woher kommen diese nostalgischen Anwandlungen? Wir versuchen eine Analyse und kommen zum Schluss, dass das Analoge etwas Identitätsstiftendes hat – während das Digitale manchmal zu perfekt und zu flüchtig ist. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-383/
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Heute ist der Digitalmagazin-Veteran Raoul René Melcer als Vertretung von Kevin Rechsteiner im Studio. Er hat dem Nerdtum nicht etwa abgeschworen, sondern ist im Gegenteil nerdiger unterwegs als der Rest des Teams zusammen: Er braucht keinen Mac und kein Windows, sondern ist mit Linux unterwegs. Und er hat sich im Glaubenskrieg um den richtigen Editor – bei dem Windows Notepad oder Microsoft Word keine valide Option ist – auf die Seite von Vi(m) geschlagen. Derart aufgestellt, schaffen wir es zwar nicht, die ganze Hörerpost abzuarbeiten. Aber immerhin beantworten wir die Frage von Roger, wie man sich bei der Softwarewahl nicht abhängig macht. Wir besprechen Mariannes Frage, wie sie das richtige Laptop wählt und ob sie sich von ihren missionierenden Mac-Freunden bekehren lassen soll – und was sie tun kann, wenn in China, wo sie mit dem Laptop bloggen will, das Internet nicht funktioniert. Und Dani fragt, wie man am iPhone unkompliziert einen Anhang in ein neues Mail übernehmen kann. Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-382/