Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 13/19 Archiv
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Entwurf eines Hörtests zur Bestimmung des Comodulation Masking Release bei Cochlea Implantat-Trägern
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Normal hearing (NH) listeners commonly perform better when listening to speech in modulated than in steady state maskers. This improvement is often labeled as a “release of masking”. Cochlear-implant (CI) listeners generally don’t receive a masking release in speech perception tests and the reasons are indistinct. This study for the first time investigates the comodulation masking release, an underlying psychoacoustic effect, in a flanking band setup acoustically in CI users. The focus of the experiments was, if CI users can use across-frequency cues to improve signal detection in (co-)modulated interfering noise. The test bases upon a forced choice paradigm to determine detection thresholds of a sinusoidal signal in fluctuating maskers. The maskers consisted of one or five amplitude modulated narrow noise-bands. The masking noise-bands were either incoherently or coherently modulated (comodulated). The difference of the detection threshold of the sinusoidal signal in these two conditions is defined as comodulation masking release (CMR). Two parameters of the masking noise complex were varied: the bandwidth/modulation frequency and the spectral alignment. 18 NH and 28 CI users participated in this study. The measured detection thresholds in CI users were highly reproducible. In contrast, the inter-individual standard deviation was higher for CI users compared to NH. Nevertheless, CMR in CI users was significant (p
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Background: Heme oxygenase-1 (HO-1) is the rate-limiting enzyme in the conversion of heme into biliverdin, carbon monoxide (CO) and free iron. Biliverdin is then subsequently reduced to bilirubin by the enzyme bilverdin reductase. In the past decades a lot of effort was conducted to investigate the beneficial effects of HO-1 and its end products biliverdin/bilirubin and CO. Due to intensive research, solid organ transplantation can nowadays be seen as clinical routine. However ischemia reperfusion injury (IR), acute rejection episodes and the occurrence of chronic rejection remain main problems. The severity of IRI can be seen as a prognostic factor for early graft function, immunogenecity of grafts as well as for long term graft survival. The goal of our experiments was to investigate the potential beneficial effects of bilirubin and biliverdin on ischemia reperfusion in a kidney transplantation model of the rat. Methods: Two different sets of experiments were performed: First, kidneys of Lewis rats were exposed to 60 minutes of warm ischemia by clamping the renal artery followed by a 24h reperfusion period. This model was used to find the optimal dosing regimen of bilirubin/biliverdin before the more clinical relevant model of kidney transplantation in the rat was performed. We found that three doses of 10mg/Kg bilirubin were the most effective dose regimen to protect kidneys from ischemia reperfusion injury. In the second set of experiments, kidney transplantation was performed in Lewis rats. Kidneys were harvested and stored in 4C cold UW-solution for 18h. Subsequently the kidneys were transplanted isotopically into the recipient rat. Time of warm ischemia was kept in all experiments constantly at 60 minutes. After 24h of reperfusion tissue samples and serum were harvested for further analyses. Results: Systemic treatment of bilirubin led to a significant amelioration of organ function after ischemia reperfusion injury as assessed by measuring serum creatinine levels and BUN levels after 24h of reperfusion. In addition treated animals showed increased eGFR and a better cell integrity as histomorphological analyses could demonstrate. Conclusion: Systemic treatment with bilirubin and bilverdin has beneficial effects on graft function after ischemia rerperfusion injury.
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Das autosomal-dominante Hyper-IgE-Syndrom (AD-HIES) gehört zu den angeborenen Immundefekten und wird durch Ekzem, erhöhtes Serum-IgE, Eosinophilie, rezidivierende Abszesse und Lungeninfektionen sowie assoziierte Skelett- und Bindegewebssymptome charakterisiert. Durch die Assoziation von Mutationen im Gen STAT3 bei Patienten mit AD-HIES gelang es 2007 die ätiologische Ursache dieses Krankheitsbildes aufzuklären, wodurch die Diagnose heute molekulargenetisch bestätigt werden kann (Holland et al. 2007; Minegishi et al. 2007). Ziel der vorgelegten Arbeit war es, den klassischen AD-HIES-Phänotyp mit dem STAT3-Genotyp zu korrelieren und die bestmöglichen Kriterien zu definieren, die Patienten mit STAT3-HIES charakterisieren und eine Abgrenzung zu ähnlichen Erkrankungen (z.B. atopische Dermatitis) sowie eine frühzeitige Diagnose ermöglichen. Hierfür wurden 78 Patienten mit unterschiedlich ausgeprägtem HIES-Phänotyp auf eine Mutation in STAT3 untersucht. Der Phänotyp der Patienten wurde anhand des NIH-Scores quantitativ beurteilt, der die Wahrscheinlichkeit für ein HIES bestimmt (≥40 Punkte entsprechen der klinischen Diagnose HIES) (Grimbacher et al. 1999b). Bei 48 der untersuchten Patienten konnte eine heterozygote Mutation in STAT3 identifiziert werden. Es handelte sich um 24 verschiedene Mutationen, darunter 19 Erstbeschreibungen, die in drei funktionellen Domänen des STAT3 Proteins auftraten. Alle Mutationen erlauben die Expression eines veränderten STAT3 Proteins, das einen dominant-negativen Effekt auf die STAT3 Funktion ausübt (Minegishi et al. 2007; Renner et al. 2008). 96% der Patienten mit STAT3 Mutation (STAT3-mut Patienten) hatten ≥40 Punkte im NIH-Score und dementsprechend die klinisch-gesicherte Diagnose eines HIES. Bei 30 Patienten wurde auf genomischer DNA-Ebene keine Mutation in STAT3 gefunden (STAT3-wt Patienten); 90% gehörten der Gruppe der „Verdacht auf HIES“-Patienten an (85% Spezifität): Organabszesse, schwere Infektionen (Sepsis, Meningitis, Osteomyelitis), Pneumatozelen, Frakturen ohne adäquates Trauma, Skoliose und Nagel/mukokutane Candidiasis. Funktionell spielt STAT3 eine wichtige Rolle bei der Differenzierung von IL-17 produzierenden CD4+-T-Zellen (TH17-Zellen), die bei der Abwehr von extrazellulären Bakterien und Pilzen beteiligt sind (Yang et al. 2007; Ochs et al. 2009). Diese Arbeit konnte bestätigen, dass STAT3-mut Patienten signifikant erniedrigte TH17-Zellen im Vergleich zu STAT3-wt Patienten und normalen Kontrollen haben. Zum einen kann hiermit die Abwehrschwäche gegenüber Staphylococcus aureus und Candida albicans erklärt werden, zum anderen stellen die TH17-Zellen einen sehr sensitiven und spezifischen diagnostischen Marker für ein STAT3-HIES dar. Aus der Literatur ist außerdem bekannt, dass STAT3-Signalwege eine wichtige Rolle bei der Differenzierung von Osteoblasten und Osteoklasten spielen, und für die Aufrechterhaltung der Knochenhomöostase von Bedeutung sind (O'Brien et al. 1999; Itoh et al. 2006). Daraus ergibt sich eine mögliche Erklärung für die Skelett- und Bindegewebsanomalien bei STAT3-HIES Patienten, die aufgrund einer verminderten STAT3-Proteinfunktion entstehen können. Basierend auf den klinischen und immunologischen Korrelationsanalysen wurde der NIH-Score in den vereinfachten 5-Punkt-Score weiter entwickelt, der keine qualitative Wertung der Ausprägung und Häufigkeit der Symptome enthält (vergl. Tabelle 12). Die retrospektive Erhebung des 5-Punkt-Scores erzielte in dieser Studie eine vergleichbar hohe Korrelationsrate wie der NIH-Score (vergl. Tabelle 13). Zusammen mit der TH17-Zellzahlbestimmung stellt der 5-Punkt-Score ein diagnostisches Hilfsmittel für STAT3-HIES dar, ohne dem NIH-Score überlegen zu sein. Die Erkenntnisse dieser Studie liefern einen wichtigen Beitrag zur klinisch-genetischen Definition des STAT3-assoziierten HIES und stellen wesentliche Kriterien, die zur Diagnosefindung und Abgrenzung klinisch ähnlicher Erkrankungen führen, dar. Durch eine frühzeitige Diagnosestellung wird schließlich die Einleitung einer adäquaten Therapie ermöglicht, durch die Komplikationen vermieden und die Lebensqualität sowie Prognose der Patienten deutlich verbessert werden können. Weitere Untersuchungen von Zusammenhängen zwischen STAT3-Mutationen, der STAT3-Proteinfunktion und der Entstehung der einzelnen Symptome können in Zukunft neue Therapieansätze generieren und wichtige Erkenntnisse über die Entstehung von eigenständigen Erkrankungen wie der Osteoporose, der idiopathischen Skoliose oder Erkrankungen aus dem atopischen Formenkreis liefern.