Karl Valentin - Der Podcast mit der Komiker-Legende Archiv
76 Episoden
6 Minuten
Aufnahme für Radio München 1947, geschrieben vermutlich schon Ende 1945 oder Anfang 1946. Der Krieg war vorbei, aber das Atomzeitalter hatte begonnen. Für den einst erfolgsverwöhnten Karl Valentin, bei dem es auch um die beruflichen Aussichten schlecht stand, Grund genug, um in einen allgemeinen düsteren, fast zynischen Pessimismus zu verfallen.
51 Minuten
Nach dem Krieg versuchte Karl Valentin vergeblich, an alte Erfolge anzuknüpfen. Er starb einsam und verbittert im Februar 1948. Zu Gast: Richard Oehmann, Kasperltheatermacher, und Sabine Rinberger, Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums in München.
6 Minuten
Aufnahme für Radio München, 1946. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versuchte Karl Valentin an die alten Erfolgszeiten anzuknüpfen. Doch schien er wie verwandelt. Abgründig waren seine Dialoge schon immer. Aber die Verbitterung der Kriegsjahre hat offenbar so tiefe Spuren in Valentins Seele hinterlassen, dass der Humor zuweilen fast völlig fehlt, diesen Fall in den Abgrund abzumildern. Bei den Radiohörerinnen und -hörern nach dem Krieg fiel Valentin denn auch durch.
5 Minuten
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft von 1939. Der groteske Name des Stadtkämmeres "Wrdlbrmpfd" kommt übrigens auch in einer anderen Szene vor, nämlich in "Radfahrer und Verkehrsschutzmann", zu hören in Episode 3 dieses Podcasts. Lustigerweise auch einen Dialog, der mit dem Münchner Straßenverkehr zu tun hat. Vielleicht besteht ja sogar ein Zusammenhang: Die Buchstabenfolge im Namen "Wrdlbrmpfd" ist ähnlich chaotisch wie der Verehr in Karl Valentins geliebter Heimatstadt München.
4 Minuten
Schallplattenaufnahme von 1930. In der Textausgabe heißt das Couplet auch "Ein Vorstadtkind". Karl Valentin hat es mit einer Regieanweisung versehen: "Der Vortragende kostümiert sich als Vorstadttype, Hut in das Gesicht hereingesetzt, Hände in den Hosensack, Hose hinaufgestülpt. Zwischen jeder Strophe soll sich der Vortragende mit sogenannten Vorstadtsprüchen mit dem Kapellmeister unterhalten."
56 Minuten
Wie viel München steckt in Karl Valentin? Und wie viel Bayern? Zu Gast: Gunter Fette, Nachlassverwalter von Karl Valentin und Luise Kinseher, Kabarettistin und Mitglied im Valentin-Karlstadt-Förderverein "Saubande".
4 Minuten
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1941. Eine der raren Aufnahmen, in denen nicht Liesl Karlstadt Valentins Dialog-Partnerin ist.
4 Minuten
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1941. Eine der raren Aufnahmen, in denen nicht Liesl Karlstadt Valentins Dialog-Partnerin ist.
4 Minuten
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1940. Der nach Zustimmung heischende Satz-Appendix "gell?" ist vor allem in der südlichen Hälfte Deutschlands gebräuchlich. Trotz der bedrohlich epidemieartigen Verbreitung, die Karl Valentin in diesem Dialog konstatiert, klingt ein "Gell" doch wesentlich harmloser als das forsche Berliner Pendant "Wa!?"
4 Minuten
Aufnahme für die Reichsrundfunkgesellschaft 1938. Liesl Karlstadt berichtet, Karl Valentin habe immer - Zitat - seine "ganzen Taschen voll Medizinfläschchen und Pulver und Mittel gehabt." Vermutlich hat sie alle Packungsbeilagen studiert und aus einzelnen Versatzstücken den monströsen Medikament-Namen montiert.
5 Minuten
Schallplattenaufnahme von 1939. So wie dieser eingebildete Kranke, der hier den Doktor aufsucht, ist Valentin wohl oft selbst bei Medizinern vorstellig geworden. Er erklärte mal, er habe zwischen 1917 und 1929 nicht weniger als 47 Ärzte konsultiert. Der Kurzfilm "Beim Nervenarzt" von 1936 folgt einem ähnlichen Schema, wie diese Tonaufnahme.
50 Minuten
Woher kommt Valentins Hypochondrie? Und was hat seine Komik damit zu tun? Zu Gast: Sabine Rinberger, Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums und Gunter Fette, Valentins Nachlassverwalter