WunderNova Sommerfest Talk Archiv
26 Episoden
44 Minuten
Wer dem Gespräch mit Frauke Finsterwalder (Regisseurin und Filmemacherin) aufmerksam folgt, merkt schnell: finster ist nicht viel in Fraukes Welt. Auf sehr ruhige Weise beschreibt sie, wie sie das Drehbuch für ihr derzeitiges Filmprojekt über Sissi, Kaiserin von Österreich, in Los Angeles gestartet hat, in den indischen Bergen fortgesetzt und in Schottland beendet hat. Zudem dürfen wir erfahren, wie sie es auch an sehr wuseligen Filmsets schafft ruhig zu bleiben. Dabei helfen ihr elementare Erfahrungen aus Ihrer Zeit in Kenia und Indien. Probleme beim Dreh wirken im Vergleich dazu kleiner. So schafft sie es einen kühlen Kopf zu bewahren, obwohl um sie herum etwa 80 Menschen hektisch herumlaufen und wichtige Nachrichten in ihre Walkie-Talkies sprechen. Frauke spricht auch über ihre vielen Ortswechsel und wie sich die Begegnungen mit den Menschen vor Ort auf ihre Kreativität und Ihre Schaffenskraft auswirken. Sie erwähnt dabei, dass es magische Orte auf der Welt gibt, an denen alle Fäden zusammenkommen. Daneben erfahren wir, wie wichtig Frauke es findet, dass auch ihre Tochter sie als Mutter wahrnimmt, die ihrer Vision folgt und diese mit ihrer Arbeit als aktive Filmemacherin umsetzt. Sie beschreibt in diesem Zusammenhang auch die Schwierigkeiten, die das mit sich bringt, und zwar lange Abwesenheiten während des Film Drehs sowie die Chancen und lustigen Momente, die sich ergeben, wenn man mit seinem Ehepartner zusammenarbeiten kann. Zu guter Letzt erfahren wir von Frauke, dass sich für sie Erfolg auf unterschiedliche Weise ausdrückt, zum Beispiel, in Form von Filmvorführungen in fernen Ländern wie Japan. Oder in dem sie wichtige Filmpreise gewinnt aber sich natürlich auch monetär messen lässt am Ergebnis an den Kinokassen.
52 Minuten
In unserem Gespräch gibt Katharina Wolff Einblicke darin, wie aufregend und vielfältig sie ihr Leben beruflich bisher gestaltet hat, und zwar als Schlagersängerin, Politikerin und Unternehmerin. Wir erfahren, dass sie etwa alle zehn Jahre etwas Neues angestrebt hat. Für Katharina hat das bedeutet, dass sie als 14-Jährige begann erfolgreich Schlager zu singen und auf vielen prominenten Bühnen stand. Zehn Jahre später, mit Anfang 20, entschied sie sich für ein Jura-Studium sowie eine politische Laufbahn und war unter anderem als Abgeordnete in der Hamburger Bürgerschaft aktiv. Parallel baute sie ihre Personalberatung D-Level auf und brachte viele Führungskräfte aus den digitalen Berufen in neue Positionen. Damit nicht genug, im Jahr 2020 wollte sie sich einen weiteren beruflichen Wunsch erfüllen, und zwar wollte sie als Verlegerin und Herausgeberin tätig werden. Macherin, die sie ist, fiel im September 2020 die Entscheidung und nur wenige Monate später, im Januar, stand Ihre erste Ausgabe des Print Magazins STRIVE bereits im Handel und online zur Verfügung. Mit dem Magazin hat sie zum Ziel mehr Frauen in der Wirtschaft sichtbar zu machen und jungen Menschen mehr weibliche Vorbilder zu zeigen. Ab Min 22:40 erfahren wir, was wir tun können, wenn wir etwas Neues starten wollen und noch nicht genau wissen: wie. Wir lernen, dass wir keine Scheu haben sollen, andere Menschen anzusprechen und konkret um Hilfe zu bitten. Später ab Min 30 lernen wir, worauf man achten kann, wenn man noch keine neue Idee hat, aber spürt, dass es an der Zeit für etwas Neues ist und wie man sich dabei am besten auch einmal die großen Fragen im Leben stellt. Am wichtigsten allerdings ist es jedoch ins Machen zu kommen. Ein Quäntchen Motivation und Inspiration, um ins Machen zu kommen, erhält man von Katharina Wolff und ihrem Magazin STRIVE auf jeden Fall.
53 Minuten
In diesem dreigeteilten Gespräch erfahren wir mehr über die beeindruckenden Lebenswege dieser, in der Schweiz ansässigen, Managerinnen und Chefredakteurinnen, und zwar Dr. Annabella Bassler (CFO Ringier), Katia Murmann Amirhosseini (Chefredakteurin Blick Gruppe Digital) und Nina Siegrist (Co-Chefredakteurin der Schweizer Illustrierte). Im ersten Teil (bis Minute 19) erhalten wir Einblicke in die jeweilige Lebensgeschichte von Annabella, Katia und Nina und erfahren beispielsweise was die gebürtige Brasilianerin Annabella in Japan gelernt hat. Außerdem hören wir von Katia wie es war in Teheran zu studieren und darüber zu schreiben, wie die Arbeitsbedingungen für Auslandskorrespondenten im Iran waren. Zudem hören wir auch, wie es für Nina war den Chefredakteurinnen-Posten der Schweizer Illustrierte zu übernehmen, nachdem dieser 110 Jahre lang von einem Mann innegehalten wurde. Im zweiten Teil (bis Minute 37) hören wir mehr über die Erfahrungen, die diese drei Chefinnen im Rahmen Ihrer Karriere mit Kind gemacht haben. Zum Beispiel geht es darum, Aufgaben zu delegieren, sich eine Chef-Position zu teilen, ein tolles Team aufzubauen, welche Vorteile eine kürzere Elternzeit für arbeitende Mütter haben kann und welche Vorteile es hat, gegebenenfalls den Mann zu Hause zu mehr als 50 % einzuspannen. Im letzten Teil ab Minute 37 hören wir, was es mit der Initiative EqualVoice auf sich hat und wie die drei Medienfrauen dafür sorgen, dass mehr weibliche Vorbilder in den Medien sowie bei Wikipedia sichtbar werden. Wir erhalten auch ganz handfeste Tipps, was wir selbst machen können, um in den Medien präsenter zu werden.
18 Minuten
In diesem 18-minütigen Video hören wir die Erfahrungen, die diese drei (in der Schweiz ansässigen) Chefinnen im Rahmen Ihrer Karriere mit Kind gemacht haben und erhalten Tipps von Dr. Annabella Bassler (CFO Ringier), Katia Murmann Amirhosseini (Chefredakteurin Blick Gruppe Digital) und Nina Siegrist (Co-Chefredakteurin der Schweizer Illustrierte). Zum Beispiel geht es darum, Aufgaben zu delegieren, sich eine Chef-Position zu teilen, ein tolles Team aufzubauen, welche Vorteile eine kürzere Elternzeit für arbeitende Mütter haben kann und welche Vorteile es hat, gegebenenfalls den Mann zu Hause zu mehr als 50 % einzuspannen.
13 Minuten
Heute ein Plädoyer für mehr Wikipedia Einträge über Frauen, mehr Sichtbarkeit von Frauen in den Medien und mehr Achtsamkeit beim Porträtieren von Frauen darin. Im 13-minütigen Video mit Dr. Annabella Dr. Bassler (CFO), Katia Murmann Amirhosseini (Chefredakteurin Blick Digital) und Nina Siegrist (Co-Chefredakteurin Schweizer Illustrierte) von Ringier AG erfahren wir von Annabella warum sie die Initiative "EqualVoice" ins Leben gerufen hat. Die drei Medienfrauen erklären außerdem, wie wichtig es ist darauf Acht zu geben, wie Frauen in den Medien porträtiert werden, wie die Schlagzeilen auf den Titelseiten aussehen und auch, wie wichtig es ist, dass es künftig mehr Einträge über Frauen bei Wikipedia gibt, damit diese bei Online-Recherchen auch gefunden werden können.
50 Minuten
In unserem Gespräch gibt Verena Hubertz folgenden Satz von sich: „Ich bin ja nicht irgendwo um im Mainstream mitzuschwimmen, sondern ich bin ein Mensch mit Dingen, die ich gerne mache, mit Überzeugungen, die ich habe und da bin ich dann auch mal gerne nicht in der Mehrheit.“ Das spiegelt sich dann auch direkt in Ihrem bisherigen Lebensweg wider. Als junge Sozialdemokratin verschlägt es sie nach einem Bachelor Studium im Bereich BWL zum Master-Studium an die PrivatUniversität WHU nach Vallendar. Mit einem Studentenjob bei Burger King und einem Darlehen von der örtlichen Sparkasse finanziert sie sich die Studiengebühren und entdeckt an der WHU die Freude am Unternehmertum. Das führt schließlich dazu, dass sie sich mit Ihrer Mitgründerin Mengting Gao auf den Weg nach Berlin begibt, um in der Gründerszene eine von wenigen Gründerinnen in Deutschland zu werden und eine Rezepte-App namens Kitchen Stories herauszubringen. Oft wird sie dabei, in den 6 bis 7 Jahren der Unternehmensaufbau-Phase, unterschätzt. Abgehalten hat es sie dennoch nicht von Ihrem Weg und im Ergebnis hat Kitchen Stories heute 50 Mitarbeiter, 20 Millionen Nutzer sowie einen renommierten Investor in Bosch Siemens Hausgeräte gewonnen. Am Gründerinnen-Zenit angelangt und finanziell, durch den Verkauf einiger Anteile, abgesichert könnte sich Verena Gedanken über ein ruhigeres Leben machen. Aber das ist nicht in ihrer DNA. Stattdessen entscheidet sie sich dafür wieder bei null anzufangen und in Ihrem Heimatort Trier für die SPD als Bundestagskandidatin anzutreten. Wieder ist sie damit in einem Bereich unterwegs, in dem sich nur wenige Frauen tummeln und vieles neu erlernt werden muss. Die langen Arbeitstage sind mit Wahlkampfarbeit gefüllt und es gilt sich vorzubereiten für die verantwortungsvolle Aufgabe im Bundestag, und zwar die Lebensumstände vieler Bürger und Bürgerinnen gerechter und solidarischer zu gestalten. An Ideen hierfür mangelt es Verena nicht: Sie spricht über Anpassungen des Mindestlohnes, bessere Rahmenbedingungen für Gründerinnen und insgesamt einen optimistischeren Ausblick in die Zukunft, den sie im Augenblick in der Parteienlandschaft und Politik vermisst. Mehr über Ihren Wahlkampf findet Ihr jeden Freitag in Ihrem Video Tagebuch namens Verenas Woche auf Instagram oder Facebook oder auf www.verena-hubertz.de
43 Minuten
In meinem Gespräch mit Dr. Ilse Köhler-Rollefson (Tierärztin, Anthropologin und Betreiberin einer Kamelmilch-Molkerei in Indien) möchte ich Euch mitnehmen auf eine exotische und abenteuerliche Lebensreise. Ilse wurde in Hamburg geboren, war ein typisches Pferdemädchen, welches große Tiere liebte und deshalb Tiermedizin studierte. Doch bald nach dem Studium bemerkte sie, dass der Beruf der Großtier-Veterinärin nicht zu Ihren Lebensvorstellungen passte. Der Mensch sollte Ihrer Meinung im Einklang mit den Tieren und der Natur stehen und diese nicht nur als wirtschaftliche Objekte betrachten. Von Deutschland zog es sie daher in die Ferne. Erst in die USA, dann nach Mexiko und von dort nach Jordanien und später in den Sudan. Die gelernte Tiermedizinerin brachte sich ein neues Themenfeld bei und arbeitete fortan, in einem neuen Beruf, und zwar als Archäozoologin. In diesem neuen Beruf nahm sie an Ausgrabungen teil und identifizierte Tierknochen, um diese in Verbindung zu bringen mit den Fragen über die Entwicklung der menschlichen Zivilisation und deren Domestizierung von Nutztieren. Sie gewann wichtige Informationen, darüber wovon sich die frühzeitlichen Menschen ernährten, wie sie ihre Tiere betreuten und wie sie sich von Jägern unter anderem zu Hirten veränderten. Als es im Sudan politisch immer brenzliger wurde, zog sie für ein Forschungsprojekt nach Indien. Dort lebt sie nun seit 30 Jahren und entwickelte sich zur Bewahrerin und Hüterin, erst des hinduistischen Hirtenvolks der Raika, später aller Hirtenvölker weltweit. Ab Minute 23 erfahren wir die Entstehungsgeschichte der Raika und bekommen einen Einblick in die Welt der indischen Gottheiten Shiva und seiner Gefährtin Parvati. Anschließend erfahren wir, wie es dazu kam, dass Ilse als emigrierte Deutsche in Indien die erste Molkerei für Kamelmilch aufbaute und wie sie für Ihre wichtige Arbeit mit den Hirtenvölkern und deren maßgebliche Bedeutung für uns alle mehrere Auszeichnungen erhielt. Darunter auch die in Deutschland wichtigste Auszeichnung: das Bundesverdienstkreuz.
44 Minuten
In diesem Gespräch spreche ich mit der gebürtigen Marokkanerin Kenza Ait Si Abbou, die über sich selbst sagt, dass sie „Afrikanerin mit einer asiatischen Entspannungshaltung sei und in Europa die Themen künstliche Intelligenz und Robotics vorantreibt.“ Wir erfahren mehr über Ihren außergewöhnlichen Werdegang, und zwar, dass sie das Abitur sowohl in Marokko als auch in Spanien gemacht hat, um in Spanien zu studieren. Nach Ihrem Elektrotechnik-Studium und einem weiteren Master-Studiengang in Ingenieurswesen folgten weitere Stationen in Deutschland und später in China. Zudem erfahren wir, dass Kenza, neben Programmiersprachen auch sieben Fremdsprachen fließend spricht. Heute arbeitet sie als Senior Managerin bei der Deutschen Telekom und baut dort, in einem Team von 100 Mitarbeitern und in fünf Ländern, die Künstliche Intelligenz der Deutschen Telekom aus. Sie stellt dabei die Verbindung zwischen den Entwicklern und dem Management dar und übersetzt die Ziele des Managements in die Sprache der Entwickler. Ihre große Mission ist es jedoch Menschen, die per se keine Affinität zu Technologie haben, für die die technischen Entwicklungen zu rasant vonstattengehen und diese daher beängstigend finden Ihre Welt näherzubringen. Das macht Kenza indem sie regelmäßig Workshops gibt, als Sprecherin auftritt und kürzlich in Ihrer Elternzeit ein Buch herausgebracht hat. Das Buch heißt: Keine Panik – ist nur Technik. Darin beschreibt sie sehr anschaulich, wie Computer, Algorithmen und Künstliche Intelligenz funktionieren und nimmt uns geduldig Seite für Seite die Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Zudem lernen wir, wie wichtig es ist, dass Programmierer, die Algorithmen entwickeln und an künstlichen Intelligenzen arbeiten auch mit Menschen aus anderen Berufen und Herkunft arbeiten z.B. Soziologen, Psychologen, Anthropologen, Linguisten, Philosophen – um nur einige zu nennen. Nur so können unbewusste Vorurteile ausgeschlossen werden und für den Menschen möglichst gute Künstliche Intelligenzen entstehen.
39 Minuten
Von der strengen Klosterschule im Rheinland, in der Prof. Dr. Sabine Fischer feststellt "Beim Feind lernt es sich am besten", machte sie sich auf den Weg nach Berlin. Wir erfahren in diesem Gespräch, wie Sabine ab den späten 80er-Jahren nachts in die Subkultur Berlins eintauchte und von der Hutmacherin Fiona Bennett zur Königin von Berlin gekürt wurde und tagsüber studierte. Mitte der 90er stieg sie beruflich tief in die Digitalisierung ein, um sich nach ein paar Jahren des digitalen Entwickelns von Ideen und Innovationen mit deren wissenschaftlicher Erforschung zu beschäftigen. Sie promovierte zur Frage, was Ideen sind und berät und lehrt bis heute in verschiedenen Unternehmen und internationalen Hochschulen zum Thema Idea Economy. Wir erfahren in unserem Gespräch von ihr, wie wichtig es ist gedankliche Grenzen aufzubrechen, Gewohnheiten zu hinterfragen, an die Logik von Ideen zu glauben und Veränderungen mutig zu gestalten und zu ertragen. Sie hat auch eine tolle Idee, wie man feststellen kann, welche Stärken man selbst hat. Die findet Ihr ab Minute 36.40.
44 Minuten
Im Gespräch mit der langjährigen Betriebsratsvorsitzenden und Aufsichtsrätin der IKB Deutsche Industriebank AG Nicole Riggers erfahren wir, wie sie ihre Karriere begonnen hat und welche Lektionen sie aus Ihrer 12-jährigen Zeit als alleinerziehende Mutter, in Ihrem Beruf eingesetzt hat. Wir erfahren ab Minute 11 zudem auch persönliche Details und lernen, dass sie aus einer Familie mit Kriegstrauma stammt. Nicole sagt über sich selbst, dass sie in Ihrem Leben sehr viele Krisen erlebt hat. Sie selbst bezeichnet sich als zäh, widerstandsfähig und ist überzeugte Optimistin. In diesem Zusammenhang erklärt sie uns ab Minute 18, wem sie hilft und wie sie diese (Krisen-) Erfahrungen sowie Erkenntnisse heute beruflich nutzt, um Konflikte zwischen Menschen aufzulösen. Sie sagt zudem in Minute 21, dass es ein Schema von Konflikten gibt und gibt uns Tipps und Hinweise u.a. sagt Nicole, dass sie von der Wirkungsmacht des großzügigen Denkens zutiefst überzeugt ist. Nicole sagt außerdem über sich, dass sie mehr erreicht hat, als sie sich als junges Mädchen jemals erträumt hat. Besonders stolz ist sie auf Ihren freigeistigen Sohn. Die Auszeichnung zur Mentorin des Jahres 2019 hat sie sehr berührt und motiviert.Was es hiermit auf sich hat und wie es dazu kam - erfahren wir ab Minute 33.
47 Minuten
Das Gespräch, das ich heute vorstelle, wirkt auf mich sehr ruhig und sanft. Das liegt an Soo-Mi Ohs bedachten Art zu sprechen. Geboren wurde Soo-Mi in Mannheim. Ihre Familie stammt aus Südkorea und dort hat sie an der Sejong Universität in Seoul auch ihre Tanzausbildung absolviert. Zudem hat sie in 2012 ein Tanz- und Tanzpädagogikstudium an der Universität in Mannheim absolviert. Seit der Spielzeit 2015/2016 gehört sie zum festen Ensemble des Ballet Chemnitz. Wir sprechen darüber, wie es sie nach vielen Jahren in Korea wieder auf die Bühne nach Deutschland zog. Sie erklärt, dass in Europa nicht nur ganz klassische Stücke aufgeführt werden, wie in Südkorea und man sich ein eigenes Repertoire er-tanzen kann. Außerdem sprechen wir darüber welche Charakterstärken Soo-Mi bei ihrem Erfolg geholfen haben, um im Ensemble in Chemnitz aufgenommen zu werden. Sie erklärt, dass viel Ehrgeiz und viel Geduld ganz sicher dazugehören. Und ein enorme Widerstandskraft um den Leidensdruck zu ertragen. Wir lernen außerdem viele Fakten, rund um das Thema Ballet zB. woher das Schönheitsideal stammt und wie sich die Rolle der männlichen Tänzer über die Jahre verändert und an Wichtigkeit gewonnen hat. Wir lernen, dass eine sehr gute Tänzerin sich von einer guten Tänzerin nicht durch eine brillante Technik unterscheidet, sondern durch ihre künstlerische Seite und ihre Fähigkeit das Publikum für sich zu gewinnen. In diesem Zusammenhang erfahren wir auch mehr darüber, wie man mit dem hohen Konkurrenzkampf umgehen kann z.B. in dem man irgendwann aufhört, sich mit den anderen zu vergleichen und sich stattdessen auf sich selbst und die eigenen Stärken besinnt.
48 Minuten
Vor ein paar Wochen hatte ich die Gelegenheit mit einer wunderbaren Person zu sprechen. Es geht dabei um die 22-jährige Friederike Schier. Sie ist die jüngste Vorsitzende und Präsidentin der Volt Partei in Deutschland. Volt sieht sich als eine Bewegung und Partei für ganz Europa, deren Vision ein demokratischeres und transparenteres Europa ist. Die Mitglieder bei Volt wünschen sich ein vereinigtes Europa mit einer echten europäischen Demokratie. Wir erfahren, wie sich Friederike während eines Auslandssemesters fragte, ob es eine europäische Partei gibt, die sich für die europäische Einigung und Staatsbürgerschaft einsetzt. Außerdem erfahren wir wie sie daraufhin Volt in Berlin fand und zwei Jahre später zur Vorsitzenden und Präsidentin der Partei in Deutschland wurde. Zudem lernen wir wie aufwändig, aber auch erfüllend es sein kann, eine junge Partei mit aufzubauen und sie für ihre ersten Wahlen unter anderem die Europawahl bereitzumachen. Friederike übernahm zum Beispiel die Aufgabe der Koordination der Wahlkommission und um es vorwegzunehmen: es gehören jede Menge Dokumente in Bananenkisten dazu. Außerdem lernen wir von Friederike was für eine Organisations- und Managementtalent sie besitzt und wie viele Dinge sie parallel erledigen kann. (Da kann ich mir noch was abschauen.) Beispielsweise hat Friederike die beschriebene Parteiarbeit neben Ihrer Bachelorarbeit betrieben, fand die Zeit einen Harvard Kurs zu belegen, zu lesen und Sport zu machen. Aus meiner Sicht handelt es sich bei Friederike um einen sehr beeindruckenden Menschen und ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch viel von Ihr hören werden.
45 Minuten
In unserem Gespräch mit Farina Schurzfeld, Unternehmerin und Mit-Gründerin von Selfapy, geht es einerseits um die Firma, die sie mitgegründet hat und andererseits darum, wie sie mit Selbstreflexion erfolgreicher wird. In den ersten Minuten erzählt uns Farina was sich hinter Selfapy verbirgt und was deren Ziel ist, und zwar wollen Farina und ihre beiden Mit-Gründerinnen vielen Menschen einen Weg aus der Krise bieten. Statt monatelang auf einen Therapieplatz warten zu müssen, bietet das Online-Portal Selfapy psychisch Erkrankten die Möglichkeit, ihre psychischen Belastungen wie Depressionen, Ängste, oder Essstörungen zu behandeln. Die Idee der drei Gründerinnen hat Erfolg - die Kosten für die Online-Kurse und Therapietelefonate mit Experten werden mittlerweile von immer mehr Krankenkassen übernommen. Denn allein in Deutschland sollen mehr als vier Millionen Menschen an Depressionen leiden. Ab Minute 11 sprechen wir auch darüber welche Auswirkungen der Corona-Lockdown auf die Psyche hatte, und zwar sowohl bei Menschen, die vorher keine Erkrankungen hatten, als auch bei Menschen, die vorher schon Angststörungen oder Depressionen hatten. Später ab Minute 17 geht es aber auch um die Dinge, die sich in Farinas (Berufs-) Leben, durch die Corona Lockdown Phase verändert haben. Zum Beispiel hat sie erkannt, dass sie ihr Team im Home-Office mehr empowern konnte, als sie zu normalen Zeiten geschafft hätte. Wie wichtig Selbstreflexion und die Orientierung an wichtigen Werten sind, darüber sprechen wir ab Minute 25. Es geht um die Fragen, wie wichtig oder nicht wichtig zum Beispiel Arbeitstage von 16 Stunden und mehr sind oder das Mikromanaging von Mitarbeitern. Und wie essenziell es ist zu verstehen, welche Stärken und Schwächen man hat, um sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und Mitarbeiter einzustellen, die in anderen Bereichen deutlich besser als man selbst sind. Ganz bedeutsam fand ich was Farina ab Minute 29 erzählt, und zwar über sich, Perfektionismus, Kritikfähigkeit und den Umgang mit Fehlern. Farina spricht auch darüber, wie wichtig es ist eigene Erfolge wahrzunehmen, denn sonst trägt man sie nicht nach außen. Erkenntnisse dieser Art teilt sie mit uns. Ich wünsche Euch daher bei diesem Talk viel Spaß und viele Aha-Erlebnisse.
44 Minuten
In der heutigen Folge sprechen wir mit Viola Klein. Viola ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen und wurde sehr jung schon Leiterin eines Kindergartens. Kritisches Denken brachte sie dazu die vorherrschende Partei, und zwar die SED, zu verlassen. Das war ein mutiger Schritt, denn sich gegen das politisch vorherrschende System zu stellen, wurde in dieser Zeit bestraft! Es war mit Konsequenzen zu rechnen, die vom Verlust des Arbeitsplatzes bis zu persönlichen Repressalien reichten. Wie Viola diese Zeit gemeistert hat und wie sie anschließend im Westen, nach kurzer Arbeitslosigkeit, zu einer sehr erfolgreichen IT Unternehmerin mit 300 Mitarbeitern wurde, dass erfahren wir in diesem Gespräch. Heute hat sie Ihr Unternehmen verkauft, ist Mitglied des Aufsichtsrats bei Carl Zeiss Digital Innovation, Mitglied im Hauptvorstand der BITKOM und finnische Honorarkonsulin.