Wrobel - Der Tucholsky-Podcast Archiv
409 Episoden
2 Minuten
Eine Berliner Kokotte mit dem gewissen Etwas - der Dialekt macht's... Erstveröffentlichung im "Ulk", 12.3.1920. Als Chanson von Käthe Erlholz erstmals 1921 in Rudolf Nelsons Kabarett "Chat Noir" vorgetragen.
87 Sekunden
Der abgesetzte Kaiser Wilhelm klagt auf Eigentumsrechte und erhält reiche Abfindungen - Kaspar Hauser karikiert die deutsche Untertanenmentalität. (Weltbühne, 11.3.1920).
59 Sekunden
Das Volk wogt revolutionär - aber nur in Max Reinhardts Masseninszenierung von Romain Rollands "Danton" am 14.2.1920 im Großen Schauspielhaus (Weltbühne, 4.3.1920).
2 Minuten
Die Republik im Ausverkauf zwischen rechten Demagogen und linken Schiebern - "und dazwischen Zwischenräume" (erstmals im "Ulk", 27.2.1920).
11 Minuten
Eine scharfe Abrechnung mit der jungen Republik: "Diese Regierung regiert nur, weil die Leute zu müde sind, sie davonzujagen..." (Weltbühne, 19.2.1920, gekürzte Fassung).
3 Minuten
Peter Panter beschreibt den ersten Berliner Presseball nach dem Weltkrieg: Die Fräcke der Regierenden passen noch nicht so richtig... (Weltbühne 12.2.1920).
83 Sekunden
Kaspar Hauser rät der braven Hausfrau, ihre Phantasie zu zügeln: "Es sind doch stets die selben Sachen..." ("Weltbühne", 12.2.1920).
2 Minuten
Solide Berliner Antworten auf rechtsnationales Gesäusel ("Weltbühne", 22.1.1920). W.T.B. (= Wolffs Telegraphisches Bureau) war seit 1849 ein kaisertreuer deutscher Depeschendienst; Georg Friedrich Nicolai ein pazifistischer Professor an der Berliner Charité, gegen dessen 1920 wieder aufgenommene Lehrtätigkeit konservative Studenten erfolgreich einschritten.
6 Minuten
Bitterböse Himmels-Satire: Petrus weist im Feldwebelton gemeuchelte Arbeiter ab. Der liebe Gott heißt gute Preußen willkommen... Der geschichtliche Hintergrund: Marburger korporierte Studenten hatten im März 1920 fünfzehn Arbeiter auf offener Straße erschossen. Anton Graf von Arco auf Valley wurde 1920 im Prozess um den Mord am linken bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner 1919 begnadigt (erstmals erschienen in der "Freien Welt", 1920, zit.n.: "Das Lächeln der Mona Lisa", 1928).
56 Sekunden
Theobald Tigers Reaktion auf eine blutige Demonstration vor dem Berliner Reichstag im Januar 1920: "Ein Straßensturm auf ein Parlament / ist kein Argument." (erschienen im "Ulk", 23.1.1920).
2 Minuten
Theobald Tigers persönliche Bilanz am Neujahrsmorgen (im Berliner Tageblatt vom 1.1.1920): "Bleibt, in der Mitte schließlich -: nur die Frau."
2 Minuten
"Ich, der Kalendermacher, blick nachdenklich zurück..." (Weltbühne, 25.12.1919).
90 Sekunden
Ein Wunschzettel von 1919, u.a. für Gustav Noske (abgedankter Reichswehrminister), Otto Marloh (an Erschießungen bei den Märzunruhen beteiligt), Oberst Reinhard (schlug mit seinem Freikorps den Spartakusaufstand nieder), Maria Orska (Theater- und Stummfilmschauspielerin). Erschienen am 28.12.1919 im "Ulk".
3 Minuten
"Sind die Köpfe besser geworden? Sehen Sie sich die Gesichter an!" (Weltbühne, 25.12.1919)
7 Minuten
Weihnachtliche Gefühle - nur weil das Kalenderblatt es anzeigt? Peter Panter vermutet "tiefere Quellen" hinter dem Festtags-Rummel (Berliner Tageblatt, 24.12.1919).